Seiteneinstieg/Quereinstieg mit Dipl.-Ing. (BA)?

  • Hallo,


    ich studiere derzeit Elektrotechnik. Ich werde nächstes Jahr im Oktober mein duales Studium an der BA Bautzen mit dem oben genannten Titel erhalten.
    Durch die Praxiserfahrung im Unternehmen ist mir leider zu spät aufgefallen, dass das Leben als Ingenieur nichts für mich ist.
    Dafür mochte ich gern die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Nachhilfe zu geben. Daraufhin ist mir der Sinn gekommen in dem Lehramt (Mathe/Physik) einzusteigen.
    Ich konnte in Erfahrung bringen, dass Absolventen der Universitäten und Fachhochschulen mit einem Diplom oder einem Master die Möglichkeit hatten, quereinzusteigen.
    Jedoch nicht für BA-Absolventen.
    Meine Frage: Ist es nicht möglich mit einem BA Diplom quereinzusteigen?


    Jetzt schon vielen Dank für die Antworten!!
    LG

  • Mir ging es ähnlich. Ich habe auch noch ein Diplom von einer BA in Wirtschaftsinformatik.
    Ich hätte Zweifel, ob es reichen würde für einen Quereinstieg. Du redest sicher von einer beruflichen Schule. Ich habe gehört, dass man dafür aber auch eine einschlägige Berufspraxis braucht, die du noch nicht wirklich hast, selbst mit dualem Studium.
    Deswegen habe ich mich damals auch in der Uni mit Mathe und Info eingeschrieben.
    Ich konnte mir übrigens REIN GAR NICHTS anrechnen lassen an der Uni, nicht mal meine Diplomarbeit war ausreichend, um es als Zulassungsarbeit für das Examen anrechnen zu lassen. Dafür braucht man mindestens ein Diplom oder MAster von einer Uni oder einer FH.
    Du solltest eher darüber nachdenken, ob du dir wirklich das Mathe- und Physikfachstudium antun willst :))))

  • Wie sollte es auch als Zulassungsarbeit genügen? Du willst doch nicht Mathe an einer DHBW mit der Mathematik in einem Mathestudium an der Universität vergleichen oder?


    An der DHBW hat man bei 3 Jahren Ausbildungszeit etwa 1,5 Jahre Theorie. Wie will man dies mit der theoretischen Auseinandersetzung, vor allem in der Tiefe, mit der Universität vergleichen?

  • Da eine BA keine Hochschule im eigentlichen Sinne ist, wirst du bei der Anrechnung Schwierigkeiten bekommen. Unis dürfen nur studienleistungen anrechnen und die hast du an einer BA nicht erbracht, auch wenn du Bachelor erlangt hast.


    Ich kenne viele, die mit einem Bachelor der FH schon große Schwierigkeiten hatten. Ich mit meinem FH-Diplom hatte da Glück. Der Stellenwert eines Diploms an der FH ist bei Unis besser angesehen. Für eine BA sehe ich aber kaum eine Chance. Du wirst alles von vorn studieren müssen.

  • Wie sollte es auch als Zulassungsarbeit genügen? Du willst doch nicht Mathe an einer DHBW mit der Mathematik in einem Mathestudium an der Universität vergleichen oder?


    An der DHBW hat man bei 3 Jahren Ausbildungszeit etwa 1,5 Jahre Theorie. Wie will man dies mit der theoretischen Auseinandersetzung, vor allem in der Tiefe, mit der Universität vergleichen?

    Mathe wird an BA's nur minimalst abgedeckt, da verstehe ich es vollkommen, allerdings wäre es schon ok gewesen, finde ich, diverse Dinge für Informatik anerkennen zu lassen. Gerade um evtl Scheine für Veranstaltungen zu bekommen, die keine Prüfungsleistung darstellen. Beispielsweise ein Softwarepraktikum. Bei der ZuLA hab ich es auch gar nicht erwartet, von daher hab ich das in meiner vorherigen Antwort etwas drastischer dargestellt, als ich es eigentlich meinte. Eher die Unmöglichkeit von Anerkennung bestimmter unbedeutender Scheine fand ich schon etwas harsch.
    6 Monate oder 8 Monate hin oder her. Ein Kollege von mir an der Uni mit gleicher Fächerkombi und gleichem Vorstudium, nur eben an FH, hat innerhalb von 6 Semester Examen machen können, weil er sich so viel hat anrechen lassen können, inklusive ZuLa. Ich dagegen musste komplett neu studieren, und ich konnte die BA nicht mal als Erststudium angeben, das heisst, technisch gesehen hatte ich somit zwei Erst-Studien :)

  • Ich würde das nicht so absolut verneinen wie einige Vorschreiber, zumindest einen Versuch ist's Wert.


    Bei uns sind einige FH-Ingenieure, die dann als Zweitfach Informatik anerkannt bekamen, weil sie mal in ET zwei, drei Vorlesungen zum Programmieren besucht haben. Sie mussten im Ref diesen Pädagogik-Zusatzkurs machen (glaube, bei uns sind dass dann die Seiteneinsteiger) und natürlich das zweite Staatsexamen bestehen und sind jetzt - wie die "echten" Lehrer auch - Landesbeamte.
    Spaßigerweise ging das offenbar nur mit Leuten aus anderen Bundesländern, die eigenen hatten gefälligst ordentlich zwei Fächer an der Uni zu studieren und (damals noch) das erste Staatsexamen abzulegen.


    Frag am besten beim Studienseminar nach, wie im Moment die Chancen stehen. Gerade Elektrotechnik ist oft dermaßen gesucht, dass die zeitweise jeden nehmen (das ist nicht so abwertend gemeint, wie es sich liest).


    Gruß,
    DpB


    EDIT: Ok, ich gestehe, ich habe das Eingangsposting wohl nicht richtig gelesen. Meine Ausführungen beziehen sich auf das Lehramt Elektrotechnik! Schonmal drüber nachgedacht, damit an Berufsbildende Schulen zu gehen? Wirklich, wir sterben bald aus, wenn nicht bald eine NAchschubwelle kommt, bessere Chancen hast Du nirgends :-)

    Einmal editiert, zuletzt von DePaelzerBu ()

Werbung