Wirtschaftspädagogik Studium & Referendariat zwingend im gleichen Bundesland zu absolvieren?

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    • Wirtschaftspädagogik Studium & Referendariat zwingend im gleichen Bundesland zu absolvieren?

      Liebe ForumnutzerInnen,

      ich spiele derzeit mit dem Gedanken einen Master in Wirtschaftspädagogik mit dem Zweitfach (Wirtschafts-)Informatik zu absolvieren. Dabei sind bis dato zwei Studiengänge in die nähere Auswahl gekommen, und zwar zum einen der Master in Wirtschaftspädagogik/Wirtschaftsinformatik an der Uni Bamberg und zum anderen Wirtschaftspädagogik mit Zweitfach Informatik an der TU Dresden. Nun ist es aber so, dass mir der Studiengang in Dresden inhaltlich (nach Modulkatalog) doch wesentlich besser gefällt. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich zum Beispiel meinen Master in Sachsen und anschließend mein Referendariat in Bayern (bevorzugt) machen könnte oder ob es zwingend vorausgesetzt wird, dass das Studium und Referendariat im gleichen Bundesland absolviert werden müssen, wie es beispielsweise im Lehramtsstudium üblich ist. Ich würde mich freuen, wenn mir hier jemand weiterhelfen möchte/könnte. Danke!
    • Da ich selbst in Bamberg studiere

      Rate ich dir in Bayern zu bleiben der gute Ludwig hat ab 2019 vor den Eintritt ins Referendariat zu begrenzen durch die Note des 1. Stex (Master) so wie in anderen Bundesländern.

      Nicht das es dann noch für außerhalb erworbene Master einen Malus gibt da in letzter Zeit sehr viele WiPäd machen wenn du verstehst was ich meine.
    • nach altuellem Stand sollte es keinen Unterschied machen, in welchem Bundesland der WiPäd Master gemacht wurde. Wichtig ist es eine Fachkombination zu wählen, die es im "Zielland" auch gibt.

      Drohen mit einem NC fürs Ref tun die doch schon länger, passiert ist bisher nix. Momentan wäre ein NC ja auch eher kontraproduktiv, es werden ja so ziemlich alle Absolventen benötigt. Was natürlich in 5-6 Jahren noch alles passiert kann eh keiner vorhersagen.
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    • Es ist ideal, wenn man Studium und Referendariat im selben Bundesland absolviert, es gibt aber auch Mittel und Wege, wenn es doch anders kommen sollte.

      Zumindest in Hessen (in Bayern dürfte es ähnlich aussehen) ist Wirtschaft aktuell die am wenigsten gesuchte berufliche Fachrichtung, man kann hier aber mit einem gesuchten allgemeinbildenden Fach punkten, was bei Informatik der Fall sein dürfte.
    • den Art5a kannte ich noch gar nicht. Allerdings steht da "kann" ein Auswahlverfahren stattfinden, nicht muss.

      Ich habe in den letzten Jahren nicht mitbekommen, dass es eine nennenswerte Zahl gegeben hätte an Wirtschafts Referendaren, die keine Stelle bekommen haben. Allerdings hat nicht jeder seinen Wunschort bekommen und mindestens einer, den ich persönlich kenne musste das Bundesland wechseln.

      An meiner Schule wird es in den nächsten Jahren keine Pensionierungswelle mehr geben, sind ein eher junges Kollegium. Ich habe den Eindruck, dass es an anderen Schulen ähnlich ist. Eine Jobgarantie gibt es also für WiPäd-ler nicht mehr.
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    • Herzlichen Dank für eure hilfreichen Antworten. Der angesprochene NC, wenn er denn eingeführt werden wird, sollte keine Probleme verursachen. Mich würde noch interessieren, wie es mit Stellen an Fach- und Berufsoberschulen in Bayern ausschaut? Ich selbst habe eine Berufsausbildung gemacht und habe über den zweiten Bildungsweg (BOS Bayern) mein allgemeines Abitur nachgeholt und stehe nun vor dem Abschluss meines Wiwi-Bachelors (Schwerpunkte Informatik & Wirtschaftsinformatik). Da die Zeit an der BOS einfach toll war, möchte ich nun selbst an einer solchen Schule in Zukunft tätig sein, darum der Weg über den WiPäd Master (der insbes. an der Uni Bamberg ziemlich problemlos, selbst ohne WiPäd Bachelor, beschritten werden kann).
    • @Veronica Mars

      Dann läuft es ja fast optimal für WiPädler. Natürlich kann man nicht abschätzen wie es in 5-7 Jahren ist aber ihr dürft sehr viel an allen beruflichen Schularten, alleine durch Wirtschaft, unterrichten.

      @muell398

      Ich finde deinen Lebenslauf super und kann verstehen das du gerne an die BOS willst. Dein Zweitfach soll glaube ich auch halbwegs gesucht sein vielleicht kriegst du dadurch auch was an der BOS musst du dann schauen wenn du fertig bist. Nach der Bedarfprognose sollte es für uns ab 2025 immer noch gut aussehen.

      Noch interessanter machst du dich natürlich wenn du mit sowas wie Deutsch oder Religion erweiterst. Falls es dich interessiert.
    • Berufsschule93 schrieb:

      @Veronica Mars

      Dann läuft es ja fast optimal für WiPädler. Natürlich kann man nicht abschätzen wie es in 5-7 Jahren ist aber ihr dürft sehr viel an allen beruflichen Schularten, alleine durch Wirtschaft, unterrichten.


      Hä? Verstehe ich nicht.

      Meinst du, weil wir viele Fächer unterrichten? Klar, aber das wird ja beim Lehrerbedarf eingeplant. Dadurch hast du keine Vorteile.

      Gerade läuft es gut. Stimmt. Aber wie es in 5-6 Jahren aussieht? Keiner hat ne Glaskugel.

      Für die BOS kenne ich mich nicht so gut aus, allerdings hast du da natürlich weitere Konkurrenz durch die Gymnasiallehrer in den allgemein bildenden Fächern...
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    • Lehramtsstudent schrieb:

      Zumindest in Hessen (in Bayern dürfte es ähnlich aussehen) ist Wirtschaft aktuell die am wenigsten gesuchte berufliche Fachrichtung
      Wo hast Du das her? Die Rangliste ist auch für Wirtschaft absolut leer. Wer neu drauf kommt,hat i.d.R, 48 Stunden danach schon mindestens ein Angebot, vollkommen unabhängig vom Zweitfach. Das wird allerdings zumeist im Rhein-Main-Gebiet oder im Süden sein.
    • Trantor schrieb:

      Lehramtsstudent schrieb:

      Zumindest in Hessen (in Bayern dürfte es ähnlich aussehen) ist Wirtschaft aktuell die am wenigsten gesuchte berufliche Fachrichtung
      Wo hast Du das her? Die Rangliste ist auch für Wirtschaft absolut leer. Wer neu drauf kommt,hat i.d.R, 48 Stunden danach schon mindestens ein Angebot, vollkommen unabhängig vom Zweitfach. Das wird allerdings zumeist im Rhein-Main-Gebiet oder im Süden sein.
      Das überrascht mich auch. Schon allein von den Schülerzahlen her kann da was nicht stimmen... Die meisten Schüler gibt es meines Wissens nach im kaufmännischen Bereich.
    • MrsPace schrieb:

      Trantor schrieb:

      Lehramtsstudent schrieb:

      Zumindest in Hessen (in Bayern dürfte es ähnlich aussehen) ist Wirtschaft aktuell die am wenigsten gesuchte berufliche Fachrichtung
      Wo hast Du das her? Die Rangliste ist auch für Wirtschaft absolut leer. Wer neu drauf kommt,hat i.d.R, 48 Stunden danach schon mindestens ein Angebot, vollkommen unabhängig vom Zweitfach. Das wird allerdings zumeist im Rhein-Main-Gebiet oder im Süden sein.
      Das überrascht mich auch. Schon allein von den Schülerzahlen her kann da was nicht stimmen... Die meisten Schüler gibt es meines Wissens nach im kaufmännischen Bereich.
      Ich halte die Aussage auch für Unsinn. In meinem BL werden WiPäds ebenfalls händeringend gesucht. Auch mit Deutsch, Englisch etc. als Kombi.

      Am besten sind die Chancen natürlich mit einem technischen Fach, wohei Wirtschaftsinformatik dahingehend auch sehr gefragt ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eddie Kaspbrak ()

    • Eddie Kaspbrak schrieb:

      Am besten sind die Chancen natürlich mit einem technischen Fach, wohei Wirtschaftsinformatik dahingehend auch sehr gefragt ist.
      Da muss man aber auch bedenken, dass es da ja viel weniger Stellen gibt. In Frankfurt zum Beispiel gibt es 16 berufliche Schulen, davon sind 8 kaufmännisch.
    • Trantor schrieb:

      Eddie Kaspbrak schrieb:

      Am besten sind die Chancen natürlich mit einem technischen Fach, wohei Wirtschaftsinformatik dahingehend auch sehr gefragt ist.
      Da muss man aber auch bedenken, dass es da ja viel weniger Stellen gibt. In Frankfurt zum Beispiel gibt es 16 berufliche Schulen, davon sind 8 kaufmännisch.
      Ja, das stimmt natürlich. Hätte nicht gedacht, dass es in Frankfurt so ein hoher Anteil ist, aber ihr habt natürlich das Finanzwesen ansässig :cash:

      Berufsschule93 schrieb:

      Ich wollte auch gerade fragen. Labbern die also nur Quatsch in der Bedarfsprognose oder könnte die Situation in 5-7 Jahren ganz anders aussehen wie jetzt?
      Diese Bedarfsprognosen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Äußerst fragwürdige Methodik und von Natur aus ziemlich ungenau. In NRW wird da auch immer noch ein Mangel an Lateinlehrern herbei palawert..
    • Stimmt schon, eine gewisse Skepsis gegenüber Statistiken und Prognosen ist sicher nicht verkehrt, aber manchmal muss man auch etwas vertrauen. Es geht schließlich um kein Hörensagen, sondern die Seite des Kultusministeriums - offizieller geht es wohl kaum. Berufsschule93 sprach aber einen nicht unerheblichen Punkt an: Den Teil mit dem mäßigen Bedarf an Berufsschullehrern mit beruflicher Fachrichtung Wirtschaft setzten sie erst vor ein paar Monaten rein, ich gehe mal also davon aus, dass das erst einmal in zumindest naher Zukunft gilt. Das heißt jedoch nicht, dass das auf alle Zeit so sein wird. Ich schrieb es bereits öfters, aber als ich zu studieren begann, hieß es, dass der Bedarf an Grundschullehrern mäßig sei (männliche Lehrer hatten aber damals bereits bessere Chancen als weibliche, da hoher Frauenanteil im Primarbereich). Offensichtlich kam es seither zu Veränderungen.
      Zu Trantors Einwand noch: Es stimmt natürlich, dass Frankfurt einen hohen "Verschleiß" an Wirtschaftslehrern aufgrund der von Eddie genannten Gründe hat, auf der anderen Seite ist in Frankfurt auch Hessens einzige Uni mit Wirtschaftspädagogik (oder vergesse ich gerade eine?) im Studienangebot, was dazu führt, dass die Berufsschullehrerdichte mit Fach Wirtschaft mit steigender Entfernung von Frankfurt auch entsprechend dünner wird.
    • @muell398 Lass dich nicht von Prognosen und vagen Zukunftsaussichten verwirren. Studiere jetzt, wo und was dir Freude bereitet. Man weiß hinterher sowieso nie, was passieren wird.

      Ich habe auch mal eine kaufmännische Ausbildung an einer bayerischen Berufsschule gemacht und dann Wirtschaftspädagogik studiert. Heute unterrichte Geographie in den Klassen 5 und 6 an einem Gymnasium in Sachsen-Anhalt.