Beiträge von Veronica Mars

    Ah und noch ein banaler Tipp, den mir damals ein Kollege gegeben hat, über den ich immer noch glücklich bin:

    Gestalte alle Arbeitsblätter mit einer neutralen Kopfzeile mit sowenig Infos, wie möglich.

    Ich habe einfach drei Felder Fach, Thema, Datum (wobei bei Datum eben Platz ist, damit die SuS das Datum rein schreiben)

    Keine individuellen Sachen wie Schullogo, dein Name, die individuellen Klassenbezeichnung, oder das echte Datum. Du willst Arbeitsblätter so gestalten, dass du sie später mit möglichst wenig Aufwand wiederverwenden und auch mit Kollegen tauschen kannst. Bei einer individuellen Kopfzeile musst du jedes Mal die Datei öffnen und neu bearbeiten. Klingt nach wenig Arbeit, nervt aber total.
    Ich habe mich mich relativ gut an diese Regel gehalten, aber das Kumi hat Sozialkunde in Politik und Gesellschaft umbenannt und zwischendurch finden die SuS immer mal wieder ein AB, bei dem sich die Kopfzeile z.B. wegen Seitenumbrüchen nicht komplett geändert hatte.

    Ah, noch ein Tipp: vernetze dich und tausche Materialien. Ich hatte da Glück, dass eine aus meiner Gruppe vorher schon gut vernetzt war und eine Festplatte voll Unterricht von vorausgegangen Referendaren hatte. Die war zwar grässlich organisiert, aber mit der Windows Suchfunktion hat man eigentlich zu jedem Thema was gefunden. Vielleicht nicht 1:1 Unterricht, den man übernehmen will, aber mal Übungsaufgaben, mal ein Infotext usw. Das war ne große Arbeitserleichterung.

    Zusätzlich haben wir in der großen Seminargruppe nach dem ersten Jahr einmal alles getauscht. Dadurch hatten wir im 2. Jahr mit mehr Unterricht auch noch mal was, wo wir fertigen Unterricht her nehmen konnten, wenn es mal zeitlich eng wird.


    Und noch ein Tipp: ab dem zweiten Halbjahr mussten wir alle auch Deutsch unterrichten. Darin wird man nicht beurteilt, aber es kostet einiges an Vorbereitung weil das ja fachfremd ist. Fast alle Schulen haben die Deutsch Materialien von Raabits. Das ist komplett vorbereiteter Unterricht, der erstaunlich gut funktioniert. Suche danach und nimm ein Thema worauf du Lust hat.

    Edit: Kauf das Raabits Zeug nicht selbst, das ist sauteuer und die Schulen haben Kollegiumslizenzen dafür bezahlt. Es gibt da normalerweise irgendwo Word Dateien, so kannst du sogar deine eigene Kopfzeile rein machen.

    Mein Referendariat ist schon ne Weile her, aber dafür auch Bayern und Berufsschule.

    Zu 1:

    Ich hatte vor dem Ref mehrere Jahre einen Vollzeitjob, daher war ich den ganzen Tag arbeiten schon gewöhnt und hatte nicht die Umstellung von Uni auf Arbeit. Ich fand es etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Tagesablauf jeden Tag anders war. Wir hatten 1x pro Woche Seminar (in der großen Gruppe) 1x pro Woche Besprechung mit dem Seminarlehrer, ggf. noch ein fester Termin fürs Zweitfach und dann halt die Unterrichtseinsätze und Hospitationen. Unterscheidet sich doch ziemlich vom 9 to 5 Job im Büro…

    Von der echten Arbeitsbelastung her fand ich es garnicht so schlimm. Belastet hat mich der psychische Druck des dauernd beobachtet werdens und die Lehrproben.

    Zu 2:

    Drucker habe ich und hatte ich auch damals, allerdings sind die Kopierer in den Schulen ziemlich gut, oft auch ans Netzwerk angebunden, eigentlich geht es gut ohne eigenes Gerät. Ich drucke und kopiere zu 99% nur in der Schule.

    Sonstige Ausgaben: ich habe einiges an Schulbüchern gekauft, auch weil die Verlage für Referendare sehr gute Angebote haben. Wirklich gebraucht hätte es das nicht wirklich, man kann auch von der Schule die Bücher ausleihen und vielleicht nur die Lösungen kaufen, die sind schon sinnvoll.

    Ausgaben für sonstigen Schnickschnack liegt an dir. Ich hatte eine Kollegin, die hat für ihre Lehrprobe zum Thema Warenpräsentation kleine Regale gebastelt und bei DM lauter Mini-Produkte gekauft, die die SuS einräumen müssen. Grundsätzlich ne schöne Idee, aber eben auch teuer. Es wäre genauso mit kleinen beschrifteten Schachteln gegangen. Ich hab 1x Pizza für ne Klasse gekauft, das war auch teuer (junge Männer essen sooo viel), sonst hielten sich meine Ausgaben in Grenzen.

    Ich war übrigens positiv überrascht, wie viel ich verdient habe. Vor allem im 2. Jahr kann man mehr arbeiten und bekommt das dann auch bezahlt und ich bin fast an mein Gehalt von vor dem Ref. ran gekommen.

    Zu 3:

    Es gibt Vorgaben wie viele Stunden man halten muss, der aktuelle Wert müsste auf der Homepage vom Studienseminar stehen, Google da mal. Ich glaube ich hatte im ersten Jahr etwa 10 Stunden Unterricht und 8 Stunden Hospitation. Im zweiten Jahr muss man mehr unterrichten, ich glaube 12 Stunden. Ich habe 18 Stunden unterrichtet und die Überstunden bezahlt bekommen. Zusätzlich kommen eben 1 Seminartag und die Besprechungen. Und natürlich die Vorbereitung.

    zu 4:

    Am meisten gestresst hat mich der Druck und die Bewertung. Zusätzlich hat es mich total angekotzt von einigen Kollegen „nicht für voll“ genommen zu werden. Es gab ernsthaft Kollegen, die mit mir (damals auch schon über 30) wie mit einem Schüler geredet haben. All meine Berufserfahrung wurde völlig ignoriert.

    Zu 5:

    Ich hatte an der Schule eine tolle Gruppe an Referendaren. Mit ein paar davon bin ich jetzt immer noch befreundet. Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt und zusammen gehalten. Ich glaube das war sehr viel wert. Man hört immer mal wieder, dass die Refis Konkurrieren untereinander. Mein Tipp: such dir eine Gruppe bei der ihr euch unterstützt m das ist Gold wert.

    Und noch ein Buch, das mir für die Prüfungsvorbreritung gut geholfen hat (war im Kolloquium und Didaktische Prüfung sehr gut) https://www.merkur-verlag.de/Theorie-und-Pr…tion/0370-13-DS

    Ich bin gelernte Bankkauffrau und hatte im Studium Bank und Börse als Svhwerpunktfach. Jetzt unterrichte ich an der Berufsschule. Leider geben die Lehrpläne nicht sehr viel her was finanzielle Bildung betrifft. Klar Zahlungsmittel und Kredite sind in vielen Ausbildungsberufen im Lehrplan, aber Geldanlage, Versicherungen, Haushaltsführung eher nicht. Und wenn sie irgendwo vorkommen, dann oft sehr langweilig, z.B. der Unterschied zwischen Vermögensschaden-Versicherung und Sachschaden-Versicherung.. Wenn man solche Themen laut Lehrplan unterrichtet ist es oft langweilig und trocken.

    Was ich mache ist, immer wenn die SuS auch nur ansatzweise Interesse an finanziellen Themen haben unterbreche ich meinen Unterricht und erkläre alles, was sie dazu interessiert. Ich finde nichts bleibt besser hängen, als wenn die SuS echtes Interesse haben. Das ist es mir dann Wert, wenn die Themen laut Lehrplan etwas liegen bleiben.

    Was ich auch mache ist dann vieles an Beispielen zu erklären und dann auch sehr offen darüber bin, welche Produkte ich habe, welche nicht und warum. Ich habe z.B. keine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil die Angebote damals einfach zu teuer waren. Empfehle den SuS aber dazu sich zu informieren, denn ich war einfach schon zu alt, als ich das erste Mal ausreichende finanzielle Mittel hatte, um mich mit sowas zu beschäftigen.
    Und dann mache ich oft noch eine Art Crashkurs in der letzten Schulwoche, wenn die Abschlussprüfung schon rum ist. Dann werden die ganzen Themen nämlich plötzlich für die SuS relevant, wenn sie einen Job haben und eigenes Geld verdienen. Dazu habe ich mittlerweile ein 6 Seitiges Skript, in dem sie wichtige Sachen auch später nachlesen können.

    Also wäre es dann schlauer, einfach ein paar Monate/Jahre vorher um Entlassung aus dem Dienst zu bitten? Sonst bringt einem die Rente ja nichts, wenn sie woanders wieder abgezogen wird.

    Genau so ist es. Ich habe mit Ausbildung, Studijob und 6 Jahren nach der Uni etwa 14 Jahre lang in die Rente eingezahlt. Wenn ich bis 67 arbeite, dann wird mir ein Teil der Pension gestrichen, weil die Rente auf den Maximalwert angerechnet wird. Ich habe vor bis dahin mindestens 1x ein Sabbatical einzulegen und/oder früher in Rente zu gehen. Die Pension nimmt dann zwar dadurch ab, aber durch die Anrechnung der Rente bis zur Maximalpension erhalte ich dann den selben Betrag.


    P.S. Nicht Entlassen vorher, sondern einfach früher mit Abzügen in Pension gehen.

    Ich meine, dass Sonderpädagogen tatsächlich Sport unterrichten dürfen, allerdings gibt es dazu eine Fortbildung, die man machen muss.

    Für die grundsätzliche Diskussion möchte ich beitragen, dass Berufsschullehrer, die einen Trainerschein haben (ich glaube Trainer C), nach einem 2 wöchigen Kurs Sport an Berufsschulen unterrichten dürfen.

    Wir hatten, vor ein paar Jahren, mal einen Schüler, der regelmäßig Atteste der Teleklinik vorgelegt hat. Aus zuverlässiger Quelle wussten wir aber, dass er nur nachts zockt. Dem haben wie mit strenger Mine erklärt, dass wir diese Atteste nicht mehr akzeptieren und er sich zumindest die Mühe machen muss zum echten Arzt zu gehen. 100%ig rechtlich einwandfrei war das sicher nicht, hat aber funktioniert.

    Rechtlich sauber könnte man bei begründeten Zweifel wohl amtsärztliche Attestpflicht aufbrummen.

    Übrigens: die durchschnittliche Rente liegt deswegen so niedrig, weil viele Systemwechsler halt niedrige Ansprüche haben. Ich hab z.B. einen Rentenanspruch von ca. 250€.

    Andere machen sich nach Ausbildung und Meister selbstständig. Bis dahin haben sie eingezahlt und niedriger Ansprüche erworben.

    Und die Vollzeitmuttis haben sich eben auch gegen Erwerbsarbeit entschieden und über viele Jahre keine Ansprüche erworben.

    Ich will nichts sagen, aber als Angestellte ist der Teil den ich für die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen habe mit 17.4% deutlich höher, als das, was die meisten Lehrer mit Beihilfeanspruch zu zahlen haben. Wenn das auch Beamte müssten, wäre dem Gesundheitssystem auch geholfen!

    Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV ist knapp 5.500 € ergibt einen maximalen Beitrag von ca 957 €. Diesen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dadurch zahlt man „nur“ knapp 480 €. Und das auch nur, wenn man über der BBG ist. Ich zahle bei der Debeka mittlerweile auch über 400€, also so viel Unterschied sehe ich da nicht.

    Es ist normal, dass die "Nachschrift" schwerer ist. Es wäre regelrecht unfair denen gegenüber, die regulär geschrieben haben, wenn dem nicht so wäre.

    Naja, also das finde ich dann unfair. Wenn ein Schüler einfach wegen 2 Wochen Grippe nicht mitschreiben konnte, dann ist er schon allein wegen dem verpassten Schulstoff gestraft genug. Da braucht er nicht auch noch einen schwereren Test zu Strafe.


    Disclaimer: ich habe auch schon schwierigere Nachschriften erstellt, wenn jemand gezielt immer nur am Prüfungstermin krank war.

    Bei meinen Recherchen im Internet bin ich leider auf keine eindeutigen Informationen gestoßen. Verwirrend ist unter anderem, dass es auch eine einjährige Ausbildung für Fachlehrer gibt, die gezielt für den Einsatz an Berufsschulen qualifiziert.

    Vielleicht hat jemand von euch bereits Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt und kann mir weiterhelfen. Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen!

    Vielen Dank und liebe Grüße!

    Fachlehrer am beruflichen Schulen sind völlig andere Lehrämter. Für die Ausbildung zum Fachlehrer wird eine Ausbildung und meist auch eine Meisterprüfung vorausgesetzt.


    Möglicherweise wäre der Fachlehrer für Berufsvorbereitung mit deinem Lehramt vergleichbar, der ist relativ neu, da musstest du mal nachfragen.

    Viel Spaß wenn deine Pension mit den Ansprüchen der gesetzlichen Rente verrechnet wird und dann entsprechend gekürzt, da du mit beiden Pflichtansprüchen aus öffentlichen Kassen nicht über den Höchstbetrag aus der Pension kommen darfst.
    Du bist ein Paradebeispiel wo man genau rechnen sollte um das zu vermeiden. Und dies schließt früher in Pension zu gehen als Überlegung mit ein

    Ja, das weiß ich.

    Ich war mal bei einer Schulung vom VLB (Lehrerverband Berufsschule) und dort wurde die Berechnung genau zum mitrechnen vorgezeichnet. Mir wird fast alles von der gesetzliche Rente abgezogen und wahrscheinlich auch mein Anteil der Zusatzversorgung. Zum aktuellen Stand kann ich ohne Verlust 2-3 Jahre früher in Pension gehen, oder über mehrere Jahre Teilzeit machen.

    Vorerst plane ich erst mal ein Sabbatical ein, nachdem das endlich für meine Schulform wieder erlaubt ist.


    Grundsätzlich finde ich das reichlich ätzend, denn ich habe meinen Anspruch an die gesetzliche Rente ehrlich erarbeitet und die Zusatzversirgung steht mir auch zu, denn das ist quasi ein Gehaltsbestandteil. Und auch die Jahre für die Pension bekomme ich fast voll (vorausgesetzt ich halte durch). Gefühlt wird man bestraft, dafür dass man alles richtig gemacht hat

    Ich bin weder Quereinsteiger, noch aus dem Saarland. Aber ich bin mit 34 nach jahrelanger Berufstätigkeit ins Referendariat gestartet.

    Mein Referendariat war nicht so toll, aber es ist eine befristete Zeit, deren Ende absehbar ist. Was mich wirklich sehr genervt hat ist, dass ich keinerlei Wertschätzung für meine Berufserfahrung (die im Endeffekt sogar Unterricht war) gab, weil sich auch keiner vorstellen konnte, dass Referendare schon irgendwas können. In meiner Gruppe war auch noch eine noch ältere Referendarin, die jahrelang Personalchefin in einem größeren Unternehmen war, auch der wurde jedwede Kompetenz abgesprochen.

    Die effektive Arbeitsbelastung war garnicht so hoch, aber das hängt sicherlich auch mit persönlicher Arbeitsweise und Perfektionismus zusammen. Ich war oft mit meiner Arbeit fertig und hätte nicht gewusst, was ich hätte anders machen sollen und hatte entsprechend freie Zeit.

    Gleichzeitig wurde aber psychischer Druck immer größer, weil man manche Rahmenbedingungen einfach nicht beeinflussen kann. Ich hatte z.B. ein paar Klassen/Fächer die in der Kombination einfach schwierig waren. Das waren dann Probleme, die eigentlich mit Klassenzusammensetzug oder allgemeinen Regeln bei allen Lehrern geklärt gehört hätten müssen, die sich aber letztendlich auf meine Note ausgewirkt haben. Sowas hat mich extrem gestresst.


    Vielleicht hilft dir ja mein Erfahrungsbericht. Rückblickend war es echt ne blöde Zeit, aber ich würde es wieder tun, einfach weil der Beruf (bei all den Problemen) für mich trotzdem ein guter Job ist.

    Huch, so viele neue Beiträge. :staun:

    Ich muss mich hier tatsächlich nochmal meinen Kolleg:innen aus den beruflichen Schulen anschließen. Ich weiß, viele an „normalen“ Schulen können es sich nicht vorstellen, aber der durchschnittliche Weg zum Berufsschullehramt dauert mindestens 10 Jahre (und ich finde, die braucht es auch).

    Mein Weg war: Abi -> 2 Jahre Ausbildung-> 11 Semester Studium (bei 9 Semestern Regelstudienzeit) [hier kommen jetzt dazwischen noch 6 Jahre Beruf dazwischen] und dann noch 2 Jahre Referendariat dazu. Verkürzen können hätte ich die reine Ausbildungszeit nur, indem ich in Regelstudienzeit fertig geworden wäre. Alternativ zu den 2 Jahren Ausbildung wären 53 Wochen Praktikum mit sehr präzisen Vorgaben in welchen Bereichen noch möglich gewesen, aber wenn man die Vorgaben einhält, dann verlängert es wiederum die Regelstudienzeit.
    Ich komme also auch auf 10 Jahre Ausbildungszeit und vergleiche mich daher auch mit Ärzten und Staatsanwälten was meine berufliche Qualifikation angeht. (Diese Jobs wäre übrigens nix für mich, aber umgekehrt gilt das wahrscheinlich auch.)

    Zusätzlich kommt dazu, dass das berufliche Lehramt seine Vorlesungen fast zu 100% mit den fachwissenschaftlichen Studiengängen teilt. Ich hätte mir z.B. mit exakt den Selben Prüfungen auch ein BWL-Diplom ausstellen lassen können.


    Dadurch, dass ich neben dem Studium auch immer gearbeitet habe, habe ich übrigens schon 25 Beitragsjahre für die Rente zusammen. 11 nach Beamtenrecht und 14 zur gesetzlichen Rente. Wenn ich bis 67 durchhalte, dann werde ich 47 Beitragsjahre haben. Und genau das braucht das System. Keinen Renteneitritt mit 63 und keine Rente ab 40 Beitragsjahren. Aber das traut sich kein Politiker öffentlich zu sagen.

    Ja, ich weiß, es gibt Berufe, da hält man körperlich nicht so lange durch, aber dann müssen wir für diese Einzelfälle Lösungen finden. Der 0815 Arbeiter/Angestellte sollte aber eben so lange arbeiten.

    Die Idee klingt plausibel, aber die Berechnungsgrundlage ist falsch: Der Beamte, der heute 55 Jahre alt ist und 30 Dienstjahre vorweisen kann, müsste die von Dir genannten 10% samt Zins und Zinseszins über die Laufzeit von 30 Jahren ausgezahlt bekommen. Einfach von 15 Jahren Rentenbezugsdauer auszugehen berücksichtigt nicht die individuelle tatsächliche Lebensdauer.


    Was macht in deinem Fall der Beamte, der älter wird als 82?

    Wobei die Beträge bei deinem Rechenweg wahrscheinlich ähnlich hoch wären.


    Statistische Rechenverfahren, die eine durchschnittliche Alterserwartung verwenden sind bei Versicherungen normal, also durchaus anwendbar.


    Bei deiner Rechenart müsste man ja auch diskutieren, ob man durchschnittliche Sparbuchzinsen oder die Rendite von ETFs als Grundlage nimmt.

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