Beiträge von Veronica Mars

    Vielleicht klingt sich ja dennoch jemand mit WiWi und berufl. Richtung ein und könnte von seinen Erfahrungen berichten.

    also in Bayern ist es aktuell so, dass du eigentlich nur mit WiPäd und Zweitfach eine Aussicht auf eine sinnvolle Stelle hast. In anderen Bundesländern scheint es teilweise auch in Wirtschaft allein noch Stellen zu geben, aber mit Zweitfach ist es eigentlich immer besser.


    Sinnvolle Fächer fände ich Englisch, Deutsch oder Informatik. Teilweise auch Mathe und hier in Bayern ist Religion auch gut gefragt.


    Die anderen Fächer, die es sonst noch gibt, fristen oft ein Rand-Dasein, Französisch und Spanisch z.B. gibt es einfach nicht so häufig in beruflichen Schulen.

    Was haben wir ein Glück, dass man in der Schweiz im Prinzip auf Lebenszeit Bundesrat ist.


    Im Ernst... Ich hatte auch mal überlegt ob es nicht sinnvoll sein könnte an den Schulen wöchentlich Stichproben zu testen. Ist aber halt doch nicht wirklich effektiv und kostet nur nen Haufen Geld und Ressourcen. Die Ansage ist bei uns, man soll einfach mit jeglicher Art von Erkältungssymptomen zum Test gehen. Seit geraumer Zeit übernimmt der Bund die Kosten dafür.

    Kekule (oder war’s Drosten?) hat mal vorgeschlagen 30er Gruppen mit einem Pur Test testen zu lassen. Dann weißt du zwar nicht, wer genau in der Klasse positiv ist, kannst aber alle in Quarantäne schicken und dann noch mal präzise testen. Das wäre für mich der gangbare Weg.

    Prima - noch weniger wenigstens halbwegs begabte Schüler für die Hauptschule!

    Tatsächlich hat die Einführung des M-Zweigs an der Hauptschule den Wirtschaftsschulen ganz schön Schüler "geklaut", das ist dann wohl eher die "Retourkutsche".


    Das mit dem wenigen Mathe war wohl schon ein Problem wenn die Schüler an die FOS wollten. Die haben dann oft Vorkurs bzw. Vorklasse machen müssen. Wobei das Mathe jetzt mehr sein soll, aber ich bin nicht mehr ganz so nah dran, war nur im Ref mal an der Wirtschaftsschule.

    Realschule ist in Bayern auch A13. Vom Niveau her gilt die WS übrigens eher als etwas unterhalb der Realschule angesiedelt. Mit Sek I/Sek II hast du aber recht. Schon die Begriffe sind in Bayern kaum verbreitet.

    Ah, interessant, das wusste ich bisher gar nicht. Finde ich aber gut, bin eh ein Freund von A13 für alle.


    Bis vor ein paar Jahren konnte man in der Wirtschaftsschule fast ohne Mathe durchkommen (nur Wirtschaftsmathe mit %-Rechnung und Kalkulation), aber das wurde meines Wissens mittlerweile angepasst.


    Im wirtschaftliche sind die aber echt gut aufgestellt. Teilweise lernen die Schüler an der Wirtschaftsschule mehr als bei der kaufmännischen Ausbildung verlangt wird. Z.B. im Bereich der Buchführung und Kostenrechnung.

    Woow wirklich?! Das wusste ich ja gar nicht! Wie alt sind die denn dann? So um die 13?

    Ist das dann trotzdem sekII? Also wechseln die nach der 7. Klasse quasi auf BBS oder wie habe ich mir das vorzustellen? :)

    Das kann ich mir als NRWler ja so gar nicht vorstellen, in meinen Augen sind die AV SuS ja quasi noch kleine Häschen :lach:

    Die Wirtschaftsschule ist eine bayerische Besonderheit :victory:


    Eigentlich ist sie sowas wie die Realschule (Wirtschaftszweig) nur mit noch mehr Wirtschaft und mehr Praxisbezug. Die Schüler haben danach einen mittleren Bildungsabschluss.


    Ich glaube die SEK I/II Trennung ist hier in Bayern nicht so relevant, aber von der Bezahlung her bekommen die Kollegen dort tatsächlich das Gehalt für berufliche Schule und somit wahrscheinlich etwas mehr als an der Realschule.

    Zu 1: wahrscheinlich könntest du im Master anfangen, müsstest aber ein paar Sachen aus dem Bachelor nachholen. Z.B. die Sachen fürs weitere Unterrichtsfach und wahrscheinlich 1-2 Pädagogik Seminare.


    Zu 2: der Verdienst Berufsschule vs. Gymnasium ist gleich, angeblich rutschen Gymnasiallehrer schneller noch eine Gehaltsstufe höher, weil es mehr Beförderungsämter gibt, es geht da aber scheinbar nur um 1-2 Jahre, wir werden nämlich auch noch befördert.


    Zu 3: nahezu aussichtslos. Ich hab noch von keinem Fall gehört, der als Berufsschullehrer ans Gymnasium gewechselt wäre. Vielleicht will das aber auch einfach keiner? :victory:

    Gymnasiallehrer in beruflichen Schulen gibts hingegen einige.


    Ich schätze mal, das der fachliche Anspruch zwischen BOS und Gymnasium auch nicht so unterschiedlich ist. Nur die ganz kleinen 5. Klässler findet man kaum in beruflichen Schulen.



    Wenn du keine Ahnung hast, ob das was für dich ist, dann frag nach den Ferien einfach mal bei einer FOS/BOS deiner Wahl ob du mal hospitieren darfst. Die sind meistens ziemlich offen. Allerdings solltest du dann auch noch mindestens eine Berufsschule anschauen, es gibt nämlich keine Garante auf ne Stelle an der FOS

    Du könntest Wirtschaftspädagogik (=Lehramt für berufliche Schulen) studieren, da dürfte dir ein Großteil deines BWL-Studiums angerechnet werden. Dort kannst du ein Zweitfach deiner Wahl (Doppelwahlpflichtfach) dazu studieren, das du dann als Unterrichtsfach zusätzlich zu den kaufmännischen Fächern unterrichten kannst. Ich meine es müsste Sport, Englisch, Französisch und Spanisch zur Wahl geben, bei Italienisch bin ich mir nicht sicher.


    Unterrichten könntest du damit an allen beruflichen Schulen, das sind neben den klassischen Berufsschule auch FOS, BOS und Wirtschaftsschule. Vor allem FOS und BOS kommen dem Gymnasium schon ähnlich.


    Wenn du flott bist, dann schafftst du das Studium durch die Anrechnung von BWL in etwa 2 Jahren und kannst danach gleich ins Referendariat gehen.

    Was hält dich denn bislang davon ab mündliche Noten zu vergeben Veronica Mars ? Gibt es dazu schulartlich bedingte Beschränkungen bei euch?

    Ich finde es schwierig Qualität/Quantität zu unterscheiden. Wer ist besser, der Schüler, der sich häufig meldet, dann aber zu 2/3 falsch liegt, oder das stille Mäuschen, das bei Einzelarbeit immer die richtige Lösung am Blatt stehen hat, sich aber nie meldet.


    Und was ist mit Schülern, die sich häufig melden, wenn die Fragen einfach sind, aber nie, wenn die Fragen schwer sind?


    Und bewerte ich Antworten bei bereits bekanntem Wissen anders als Antworten bei der Erarbeitung von neuen Themen?


    Wie dokumentiere ich die Mitarbeit, so dass die Schüler die Noten später auch nachvollziehen können?


    Wenn ich einzelne Schüler über 1-2 Stunden beobachte, was wenn sie da gerade nen schlechten Tag haben. Und andere, die ich nicht explizit beobachte haben grad nen guten Tag?


    Wahrscheinlich habe ich mich als Schüler zu oft selbst über ungerechte Mitarbeitsnoten geärgert...

    Ich fühle mich auf das Bewerten der Schülerleistungen auch nur semi-gut vorbereitet. Bei Aufgaben aus IHK Prüfungen finde ich bewerten ganz OK, weil es doch einen ziemlich genauen Erwartungshorizont gibt. Aber bei allem was über „nenne den Fachbegriff und ein Beispiel“ hinaus geht finde ich es schwierig. Ich habe aber seit jeher auch immer sehr leistungsschwache Schüler, da ist das wahrscheinlich noch schwieriger.


    In der Uni hatte ich tatsächlich ein Seminar zur Leistungsmessung. Da habe ich eine Hausarbeit zum höchst praxisrelevanten Thema „Assessment von moralischen Kompetenzen“ verfasst. :stumm: Alle anderen Themen waren ähnlich praxisfern. :pfeifen:


    Was mir total fehlt ist mündliche Bewertung. Das habe ich bisher möglichst vermieden. Außer ein paar 6er für Leistungsverweigerung. Aber eigentlich würde es mein Lehrerdasein leichter machen, wenn ich pro Schüler 1-2 Mitarbeitsnoten machen könnte.

    Vielen Dank! Bin nicht mehr in der Kirche, daher fällt das für mich raus.


    Da ich mich ehrlich gesagt nie damit beschäftigt habe: Was bringt mir die VBL konkret?

    Das ist eine zusätzliche Rentenversicherung, die Tarifbeschäftigte bei der Rente näher an Beamte bringen soll. Du kannst die Beiträge freiwillig erhöhen, oder den normalen Betrag sparen. Ist gar nicht so wenig lukrativ.


    Ich habe 6 Jahre bei der VBL eingezahlt und ca. 14 Jahre bei der gesetzlichen Rentenversicherung (teilweise mit Teilzeitjobs). Bei der VLB kommt trotz weniger Einzahlungen fast die gleiche Rentenhöhe raus.

    Von mir auch!

    Rein aus Interesse: wie hoch ist das Deputat von BS-Lehrern in anderen BL? Und ist es nur Wunsch von mir für euch, dass es tw tatsächlich ab einer gewissen Anzahl an Klausuren in der FOS/BG reduziert ist?

    Hier in Hessen sind es 24,5 aktuell


    Rein aus Interesse: wie hoch ist das Deputat von BS-Lehrern in anderen BL?

    Bayern: 24 UE bei Einsatz in Klassen der Berufsausbildung uns 23 UE bei Einsatz in FOS/BOS


    FOS/BOS kann ich nicht beurteilen, in der Berufsausbildung gibts zwar jedes Jahr Abschlussprüfungen zu korrigieren, da war ich bisher auch immer dabei, fand das aber nicht so dramatisch. Wir hatten jeweils 2x/Jahr je 2 Nachmittage, an denen gemeinsam korrigiert wurde.


    Jemand ohne berufliche Fachrichtung würde da gar nicht mit korrigieren.

    da die Besoldung in den Ländern durchaus unterschiedlich geregelt ist müsstest du dein Bundesland angeben.


    Bei mir wurden von 5,5 Jahren unterrichten bei einem Bildungsträger 3,5 Jahre als Erfahrung angerechnet. Das bayerische Besoldungsgesetz erkennt nämlich die ersten beiden Jahre pauschal nicht an.

    Trotzdem bin ich zufrieden, ich hatte die 5,5 Jahre nämlich vor dem Ref gehabt...

    Berufsschule ist eh die beste Schule 8)


    Einen kleinen Einwand hätte ich trotzdem: Deutsch und Sozialkunde sind an der Berufsschule häufig einstündige Nebenfächer, du musst also mit vielen verschiedenen Klassen rechnen. Beziehung zu einzelnen Schülern aufbauen ist dann eher schwierig. Dafür ist der Lehrplan oft relativ flexibel, weil Deutsch/Sozi nur zum kleinen Teil prüfungsrelevant sind.


    Ich würde es machen, ich mag Berufsschule :verliebt:

    Ich wollte ganz sicher kein Lehrer sein. Konnte die meisten Lehrer nicht leiden. :ohh:


    Weil mir nix besseres eingefallen ist hab icg ne kaufmännische Ausbildung gemacht. Mit Abi dauert das ja nur 2 Jahre (eigentlich sogar etwas kürzer).


    Mit deiner Ausbildung zun Sozialassistenten machst du auf jeden Fall nix falsch. Sie ermöglicht dir einen ersten Einblick ins Berufsleben (außerhalb von Schule) und bietet dir eine Alternative, falls du merkst, dass Lehrer nix für dich ist.


    Außerdem bekommst du durch die Ausbildung einen Einblick in die Berufsschule, das ist später gut um auch die Schüler in ihrer Situation zu verstehen.


    Zuletzt wird für das Referendariat an beruflichen Schulen meistens ein sehr langes Praktikum benötigt, das hättest du mit der abgeschlossen Ausbildung dann auch schon erledigt.


    Falls du dir Sorgen wegen der Zeit machst: eine Ausbildung ist immer sinnvoll, ich kenne niemanden, der fand, dass das verschwendete Zeit war, selbst wenn er nie in dem Beruf gearbeitet hat.

    Wenn du dir unsicher bist, dann sind die 2 Jahre sehr gut investiert und sie gehen schneller rum als dir lieb ist...

    bei mir wurde das Diensteintrittsalter vorverlegt, auf den Tag, an dem ich in der Sparkasse angefangen hatte.


    Auf die Gehsltsstufe hat das allerdings keinen Einfluss, da gilt nur einschläge Berufserfahrung (unterrichten).


    Das Diensteintrittsalter hilft nur fürs Dienstjubiläum, da gibts nach 25 Jahren nen Tag frei (in Bayern)

    450-Euro-Minijob darf das Arbeitsentgelt monatlich 450 Euro nicht übersteigen. Die Anzahl der Stunden, die Minijobberinnen und Minijobber im Monat arbeiten dürfen, ergibt sich aus dem Stundenlohn.

    Auch für Minijobs gilt der gesetzliche Mindestlohn: Wer also beispielsweise 9,35 Euro verdient, darf höchstens 48,13 Stunden monatlich arbeiten, um die 450-Euro-Grenze (Fachbegriff: Geringfügigkeitsgrenze) nicht zu überschreiten.

    Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/lexikon/minijob


    Hiermit würdest du fast ohne weitere finanzielle Abzüge dazuverdienen können.


    Eine freiberufliche Beratertätigket wäre auch denkbar, das musst du dann allerdings mit der Steuererklärung besteuern, da kommt es auf die Gesamtsumme eurer Einkünfte an, ob das für euch besser ist.


    Beim oben beschrieben Minijob muss der Arbeitgeber noch mal zusätzliche Abgaben an die Knappschaft abführen, deshalb könnte es sein, dass du bei freiberufliche Tätigkeit einen höheren Stundenlohn verhandeln kannst.


    Ich habe am Anfang vom Ref (Berufsschule, aber kein Quereinstieg) meine Nebentätigkeit bei der VHS weitergeführt mit knapp 4 Stunden pro Woche. Leider ist der Folgekurs dann nicht mehr zustande gekommen, sonst hätte ich das weiter gemacht. Zeitlich wäre das schon gegangen.

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