Beiträge von Veronica Mars

    Dass man am Schuljahresanfang einen Stoffverteilungsplan haben muss, heißt ja nicht, dass man den jedes Jahr neu schreibt. Natürlich verwende ich die vorhandenen jedes Mal wieder. Da kommt ein neues Deckblatt mit dem aktuellen Schuljahr drauf und das wars dann. Blöd halt, wenn es einen neuen Lehrplan gibt. Das ist dann schon immer reichlich Arbeit, alles anzupassen/umzuschreiben.

    Genau so ist es. Ich schaue im laufenden Jahr da auch eher selten rein. Was soll ich machen, wenn ich merke, dass es zeitlich gerade echt nicht zum SVP passt? Die Klasse braucht eben so lange, wie sie braucht.


    Lediglich wenn man ein neues Lernfeld übernimmt sind die Pläne gut, weil man einfach nachschauen kann, wie es bisher unterrichtet wurde.

    @Bayern: Ich bin ja oft erstaunt (ohne Wertung) über Hierarchie und gestrenge Vorgaben in Bayern, daher traue ich mich nicht, das völlig auszuschließen. Deshalb die Frage, rein aus Interesse daran, wie es anderswo läuft.

    nein, das ist nicht normal.


    Wir schreiben zu Schuljahresbeginn Stoffverteilungspläne bzw. die didaktische Jahresplanung. Das ist (zumindest an Berufsschulen) Pflicht. Ansonsten ist nichts hinterlegt und kann auch nicht eingefordert werden.


    Wenn es passt, dann kann man Aufgaben reingeben. Manchmal reicht es ja, wenn man sagt „im Buch auf S. xy sind passende Aufgaben“. Ich habe heute z.B. vertreten und hatte die Ansage ich sollte Thema xy unterrichten. Da es ein Standard-Thema war und ich schon am Montag Bescheid wusste hab ich meine Unterlagen verwendet.

    Das wäre immerhin ein Anfang, in BY besteht sie weiterhin.


    Eben kam mein Teenie heim und berichtete von 2 positiven Schnelltests in der Klasse, u.a. sein Sitznachbar. Er würde gerne zuhause bleiben, aber offiziell müsste er ja weiterhin zur Schule, bei 2 Fällen passiert ja nichts weiter. Vielleicht melde ich ihn für ein paar Tage krank. Er ist zwar geimpft, aber ohnehin ängstlich. Was meint Ihr?

    Würde ich wahrscheinlich so machen.

    So klingt es für mich.


    ErhebungE-Commerce Der Beruf Kaufmann/Frau im E-Commerce ist nicht so häufig und die Berufsschullehrer hier im Forum auch nicht so zahlreich. Jetzt da genau den Einen zu finden, der diesen Beruf unterrichtet scheint mir im Forum ziemlich aussichtslos. Wahrscheinlich wäre es einfacher zu recherchieren an welcher Schule dieser Beruf unterrichtet wird und dort persönlich nachzufragen.

    Ich trage die Maske teilweise von 8:00 bis 15:30 Uhr. Nehme sie höchstens mal zum Kaffee trinken im Lehrerzimmer ab. Mit der passenden Maske finde ich das geht schon. Ist ja eher keine körperlich anstrengende Arbeit.


    Das Problem mit den schmerzenden Ohren habe ich mit einem Halter über den Hinterkopf gelöst. Einziges Problem ist, dass ich jetzt dauerhaft nen Pferdeschwanz tragen muss, sonst hält die Maske nicht.


    Was mich etwas ärgert ist, dass ich wieder selbst Madken kaufe, weil es zu wenige und zu schlechte Masken von der Schule gibt. Aber da ist mir mein Wohlbefinden wichtiger.

    Ich wundere mich gerade: ist das bei euch nicht sowieso Pflicht?

    In Bayern ist ja quasi überall FFP2 Pflicht, nur nicht in den Schulen, denn um die Schulen macht Corona doch von Natur aus einen Bogen.


    Ich gehe auch schon wieder nur noch mit FFP2 bzw. sogar FFP3 in die Schule. Meine aktuellen Schüler tragen ihre Masken mehr schlecht als recht.

    Hab ich vorhin auch gelesen und mich auch gewundert. Zudem die Frage wurden die Vorsorgemaßnahmen wie Lüften und FFP Maske eingehalten?

    An der Berufsschule unterrichte ich oft maximal 2 Stunden am Stück in einer Klasse. Was in den anderen 8 Stunden passiert weiß ich doch nicht. Außerdem weiß ich nicht auswendig, welcher Schüler welche Maske trägt.


    Auf gut Deutsch: keiner geht mehr als Kontaktperson in Quarantäne, die Durchseuchung wird scheinbar angestrebt.

    Vielen Dank für den Hinweis.

    Ist Dir bekannt, ob jeweils (falls vorhanden) die Thesis aus dem BWL Studium anerkannt wurde und ob die Personen einen Master anschließen mussten bzw. direkt sich für das Referendariat bewerben konnten?


    Beste Grüße

    Ich fürchte das ist von Hochschule zu Hochschule anders. Wahrscheinlich hängt es auch vom Thema der Masterarbeit ab, ob es zum WiPäd Studium passt, oder nicht. Da kann dir nur die jeweilige Uni weiterhelfen.


    Mit dem abgeschlossene Master in Wirtschaftspädagogik hast du die Zulassungsvoraussetzung zum Referendariat erfüllt. (Wobei auch noch eine bestimmte Zeit Berufserfahrung oder Praktikum benötigt wird, aber die hast du ja schon.)

    Ich kenne mich mit NRW und dem Quereinstieg dort nicht aus. Aber wenn die dir eh schon gesagt haben, dass sie BWL nicht brauchen und du was nachstudieren musst, warum nicht gleich ein richtiges Lehramt? Dann bist du nicht mehr auf den Quereinstieg angewiesen und korrekt ausgebildet.


    Mit BWL sollte dir sehr viel für Wirtschaftspädagogik angerechnet werden. Ich kenne Leute, die innerhalb von 4 Semestern ein Zweitfach und die Pädagogik nachgeholt haben. Parallel könntest du vielleicht schon stundenweise als Vertretungslehrer arbeiten...

    Meine Frage: wäre ein Wipäd in Bawü oder Hessen auch in. Bayern anerkannt?

    ich meine das müsste gehen, aber im Zweifel kannst du im Studienseminar oder im Ministerium nachfragen. Infos sollten auch hier stehen: https://studien-seminar.de/


    Wird dir denn in Hessen mehr angerechnet, so dass du schneller mit dem Studium fertig bist?


    Wenn es um die Altersgrenze zur Verbeamtung geht wäre es vielleicht noch eine Möglichkeit nur Wirtschaft (Studienrichtung 1) zu studieren. Eigentlich empfehle ich das nicht, weil die Stellensuche schwieriger ist, aber wenn die eingesparte Zeit den Ausschlag zur Verbeamtung ausmacht, dann wäre es ggf. eine Option.

    Sport als Zweitfach könntest du dann nach dem Referendariat entweder berufsbegleitend grundständig nachstudieren, oder über die Trainerqualifikation zumindest die Lehrerlaubnis für Berufsschulen nachholen.

    Kitzbühel ist über 3000.

    Wie rechnen die das denn in den Turi Gebieten? Ich meine, wenn da 20.000 Touristen auf 5.000 Einwohner treffen und dann von den Touristen 100 positiv sind wird das dann auf die Einwohnerzahl berechnet? Das wäre doch völlig verzerrt. Aber die Touristenzahlen schwanken doch dauernd, das lästige sich doch anders garnicht berechnen?

    Ich bin prinzipiell zufrieden mit meinem Gehalt. Einzig nervt mich, dass ich vor ca 10 Jahren damit locker ein kleines Häuschen hätte finanzieren können und mit den aktuellen Immobilienpreisen ginge das nur noch, wenn man sich bis ans Maximum verschuldet. Aber die Hauspreis-Diskussion hatten wir ja schonmal. Hier on meiner Heimatstadt geht das nur noch über Erbschaft oder zwei Gehälter in Höhe von A13. Das finde ich bitter.

    Aber vielleicht haben wir da ein anderes Schülerklientel als du

    Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich das berufliche Schulwesen ist.


    In meiner aktuellen Schule sind meine ältesten Schüler Ende 20, der Durchschnitt ist wahrscheinlich trotzdem 20.


    An meiner alten Schule gab es einen Beruf, der besonders viele ältere Schüler angezogen hat, da waren die Schüler im Durchschnitt Mitte 20, in jeder Klasse mindestens 3 mit abgebrochenen Sudium und einige, die vorher schon nen anderen Beruf gelernt hatten.

    Was ist denn das eigentlich für ein Berufsschüler, der sich anscheinend so gut auskennt und so viel älter ist? Ein Umschüler, der vorher in einem ähnlichen Bereich tätig war?

    Ach, da kommt doch häufiger vor.

    Ich hatte mal eine Schülerin, da war ich gerade ganz frisch mit dem Studium fertig, die hatte auch Wirtschaftspädagogik studiert, alle Prüfungen bestanden und ist dann an der Diplomarbeit gescheitert. (Psyche) Die war zum Glück sehr nett, aber komisch war es schon.


    Oder in der Berufsvorbereitung sitzen Schüler im Fach IT-Grundlagen, die perfekt programmieren können, aber an der einfachen Prozentrechnung scheitern.


    Oder ich hatte mal eine Schülerin, die hatte Jura studiert und war auch echt gut, die hat kurz vor Schluss Krebs bekommen und ihr Studium nicht beendet. Und dann steht im Lehrplan Kaufvertrag und ich erzähle ihr was von übereinstimmenden Willenserklärungen. :autsch:


    Wobei ich das Gefühl habe, ich komme mit denen, die wirklich was drauf haben, echt gut zurecht. Ich muss nicht besser sein, als die Schüler, ich sehe mich da als Moderator und Begleiter, der eben weiß was für die Prüfung wichtig ist.


    Richtig schwierig finde ich es bei Schülern, die glauben was zu wissen und eigentlich keine Ahnung haben. Ich hatte mal einen Schüler, der war Mitglied in der Linkspartei und ist immer schier ausgerastet, wenn das Wort Kapital kam. Da fing er immer an mit Unterdrücken der Arbeiterklasse usw. Blöd nur, wenn wir im Fach Buchführung über das Eigenkapital in der Bilanz reden. Der hat echt nicht gecheckt, worum es eigentlich ging.

    Ist das bei jedem Berufsschullehrer so bzw. an jeder Berufsschulform oder nur an bestimmten ?

    Nein, das gibts hauptsächlich dann, wenn auch Weierbildung angeboten wird, z.B. in Meister- oder Technikerschulen. Bei der dualen Ausbildung und der Berufsvorbereitung kommt das eher nicht vor. Allerdings haben fast alle Schulen 10 bis 11 Unterrichtsstunden am Tag. Es kann also zumindest vorkommen, dass du von 7:45 bis 17:30 Uhr Unterricht hast.

    Ich kann meinen Vorrednern nur Zustimmen. Tatsächlich denkt der durchschnittliche Abiturient nicht über Berufsschulen nach, weil er sie einfach nicht kennt. Wer sich dann dafür entscheidet landet in einem höchst anspruchsvollen Studium, in Fächern mit den "normalen" Studenten, also BWL, Maschinenbau o.ä. Je nach Fachrichtung. Und ja, dort wird tatsächlich ausgesiebt in den ersten Semestern. Im Referendariat wird meiner Erfahrung nach zwar teilweise komisch bewertet, aber ausgesiebt wurden in meinem Jahrgang tatsächlich nur diejenigen, die garnich gingen.


    Wenn jetzt jemand nach dem Studium die Wahl hat in der Wirtschaft unterzukommen, oder für ein Azubi-Gehalt ins Referendariat zu gehen, dann entscheiden sich halt auch nochmal einige gegen den Lehrberuf. Und weil man eben mit den "normalen" Studenten mit studiert nehmen einen die Unternehmen eben auch mit Kusshand. Gerade wenn man im Bereich Maschinenbau oder Elektrotechnik studiert hat. (Das sind die, wo besonders viele Lehrer fehlen)


    Ruhige Kugel... Naja. Es gibt sicher Bereiche, bei denen man eher einfache Schüler hat. Aber in der Berufsvorbereitung oder in Berufen, die diejenigen wählen, die nichts anderes bekommen haben ist es alles andere als einfach.


    Zudem: ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Material es für allgemeinbildende Schulenn zum Kaufen gibt. Für viele Berufe an der Berufsschule gibt es genau 1 Buch, kein Arbeitsheft, keine zusätzlichen Materialien zu kaufen. Wenn ich Unterricht vorbereite, dann erstelle ich alles selbst. Zum Teil sogar die Übungsaufgaben. Weil es einfach nichts gibt. Manchmal nicht mal ein Buch, oder zumindest werden die Bücher nicht ausgegeben an Schüler.


    Und dann die Heterogenität. In Klassen in Berufsschulen sitzen Förderschüler neben Abiturienten, neben ADHS*lern, neben Leuten mit abgebrochenen Sudium, neben 40-jährigen Umschülern in einer Klasse. Das unter einen Hut zu bringen ist auch nicht einfach.


    Nicht falsch verstehen, ich mag meinen Job und empfehle ihn auch weiter. Aber ne ruhige Kugel schieb ich nur in den Ferien. 8)

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