UB größer, kleiner, gleich 1 Klasse

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    • UB größer, kleiner, gleich 1 Klasse

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      Hallo liebes Forum,

      ich plane aktuell einen Ub in einer sehr leistungsheterogenen 1. Klasse.
      Geplant ist das Thema größer, kleiner gleich.
      Einführung soll mit einem Krokodil erfolgen und in der Arbeitsphase sollen die Kinder in Partnerarbeit mit Steckwürfeln Türme bauen und dann entscheiden ob < oder >. Ich würde noch gerne die Formulierung "größer" und "kleiner" trainieren. Meint ihr das soll im Einstieg oder in der Reflexion behandelt werden?
      Das = wollte ich dann erst in der Reflexion behandeln, in dem ich dort nochmal zwei Türme baue die gleich groß sind und die Kinder dann Vermutungen für das richtige Zeichen anstellen lasse. Was könnte ich noch reflektieren und wie könnte ich die einzelnen Phasen gestalten?
      Habt ihr Tipps für mich? Bin noch ziemlich unsicher, wie ich die Stunde gestalte.
      Liebe Grüße,
      Miriam
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      - Unterrichtsziel(e)?
      - Wie differenzierst du? (Sehr leistungsheterogene Gruppe bedeutet, du musst im UB ausreichend Differenzierung zeigen, damit die effektive Lernzeit nicht nur der leistungsschwächsten SuS ausreichend groß ist.)
      - Warum stellen die Begriffe "größer"/"kleiner" eine besondere Herausforderung dar, nicht aber die abstrakten Zeichen "<"/">"? (Da würde ich im Regelfall vermuten, dass Kinder in der 1.Klasse größer/kleiner in Worten beschreiben können, die Begrifflichkeiten als feste Ausdrücke für Mathe aber eben "trainiert" werden müssen durch die Anwendung und dann den abstrakten Zeichen zugeordnet und diese eben angewendet werden müssen.)
      - Was hat das Krokodil mit größer/kleiner/gleich zu tun?

      Ohne in der Grundschule tätig zu sein, würde ich es spontan für naheliegend halten bei so einem Thema vielleicht im Einstieg oder aber am Stundenende zum Abschluss mit der Körpergröße der SuS zu arbeiten. Sie sich der Größe nach aufstellen lassen und dann sagen lassen warum sie wo stehen ("ich bin viiiiiiel größer als Karim ganz am Ende, aber kleiner als Fiona neben mir.") Das ist doch erstmal alltagsnäher als Steckwürfel und hilft gerade leistungsschwächeren SuS dabei zu verstehen worum es geht, evtl.zu zeigen, dass sie andere Stärken haben (weil sie ein besonders gutes Auge beim Aufstellen haben und andere umsortieren helfen).
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      Ich kann jetzt auch nur etwas ins Blaue hineinschreiben, meine Erfahrungen in 1/2 sind schon etwas länger her.
      Ich finde die Elemente gut: Krokodil, Türme und dann zum Schluss abstrakte Zahlen.
      Ich vermute, dass die Kinder das Gleichheitszeichen so oder so schon kennen. Und keine Ahnung, ob man das in einer Stunde schafft.

      Vielleicht hast du ein Arbeitsblatt, um die man dann immer entsprechend der Anzahl der Steine ein
      Krokodilmaul malen kann.

      Das Problem des größer und kleiner Zeichens ist ein Leseproblem. Den Kindern muss klar gemacht werden, dass man das Zeichen von links nach rechts liest - wie man schreibt und auch sonst liest.

      Ich bin keine Expertin mehr in 1/2, könnte es mir in etwa so vorstellen:
      (Nicht ganz ausgereift, aber so in der Richtung, ich hoffe, es ist nicht zu schwer für die 1. Klasse, bin mir nur nicht sicher, wann ich den Sitzkreis machen würde, da es doch bei Erstklässlern lange dauert...)

      1) Vorstellen des Krokodils in Bezug auf das Maul.

      2) Bauen mit AB:
      Vielleicht hast du ein Arbeitsblatt, um die man dann immer entsprechend der Anzahl der Steine ein
      Krokodilmaul malen kann.

      3) Du könntest denjenigen, die fertig sind, als Denkaufgabe (Forscherauftrag) geben, wie man die Zeichen nennen könnte. Im anschließenden Gespräch kann man das sammeln und die richtigen Begriffe nennen und visualisieren. Betonen, dass man immer von links nach rechts lesen muss, mit dem Krokodil in die richtige Richtung demonstrieren. Schüler machen Gesten mit den Armen mit und drehen sich in die entsprechende Richtung. (Ich würde ein oder mehrere Schüler in der richtigen Richtung entlang laufen lassen...)

      4) Evtl. gemeinsam überlegen (Sitzkreis) bzw. ein Kind demonstriert, wie zwei Türme beim = (natürlich alle Zeichen visualisiert hinlegen) aussehen würden. Das könnte man evtl. auch Kinder in PA überlegen lassen.

      5) Diff: Die es gut verstanden haben, bekommen ein abstraktes Blatt mit Zahlen, die anderen nochmals ein Blatt mit Türmen.
      Oder: Diejenigen, die es verstanden haben, bearbeiten die Aufgaben ohne Hilfsmittel, die anderen nehmen die Steckwürfel.

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      CDL schrieb:

      ...
      Ohne in der Grundschule tätig zu sein, würde ich es spontan für naheliegend halten bei so einem Thema vielleicht im Einstieg oder aber am Stundenende zum Abschluss mit der Körpergröße der SuS zu arbeiten. Sie sich der Größe nach aufstellen lassen ...
      würde ich eher nicht machen, da es hier um einen Mengenbegriff geht und nicht um die Körpergröße (auch da ist natürlich einer größer als der andere aber bei Steckwürfeltürmen hast du eine genau definierte Anzahl von Einheitswürfeln. Und das Krokodilmaul lässt sich nur in eine Richtung öffnen, bei den Steckwürfeln hast du einen großen und kleinen Turm, um den das Krokodilmaul entsprechend "passt").

      Das = finde ich übrigens durchaus interessant und würde ihm mehr Beachtung schenken. Dass man 1+2=3 schreibt, wissen zwar alle, dass das Ganze eine Gleichung darstellt aber nicht. Viele Kinder haben Probleme mit Platzhalteraufgaben à la 1+_=3 da sie nun nicht mehr wissen, was sie mit den Zahlen "machen sollen".

      Evtl. könnte man den Kindern im Sitzkreis zwei Steckwürfelhäufchen hinlegen und fragen, wo mehr liegen. Durch das Zusammenstecken und zählen erkennt und sieht man, wie viele es sind und wo mehr bzw. weniger liegen. Zugehöriges Krokodil wird gelegt.
      Im Kreis hätte dann die eine Hälfte der Kinder 3<4 vor Augen, die andere Hälfte gegenüber sähe 4>3. Vielleicht kann man damit etwas Spielen und Probieren, bevor jeder am Platz übt. Manche bekommen das auch ohne Steckwürfel hin, schätze ich, da kann man gleich Ziffern nehmen. Die anderen stecken die Aufgaben und legen Krokodile...
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      Schnappi, das kleine Krokodil

      Mir fällt gerade ein: Man könnte zur Vertiefung "Schnappi" umdichten. Ein Playback müsste zu besorgen sein. War z.B. einmal in der Zeitschrift Grundschule Musik. Ist aber wahrscheinlich nichts für die UB.

      Z.B. spontan umgedichtet:
      Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil,
      mach das Maul auf, so weit wie ich es will.
      Vorne passt ja so viel rein,
      hinten muss es wenig sein.

      Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil,
      mach das Maul auf, so weit wie ich es will.
      Lies nach rechts und schau hinein,
      wird es eng, dann ist es klein.

      usw. ....
      -----------------
      Wenn ich es mir so überlege, ist der Begriff Schnabel sogar noch verständlicher, der ist nämlich zu oder auf.

      Im 3. Schuljahr muss man übrigens die Zeichen wiederholen; die Schüler kennen die Zeichen, das ist kein Problem, aber mancher verwechselt kleiner und größer.

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      Ich würde die Bezeichnungen größer und kleiner auf jeden Fall einführen. Sonst habe ich die Erfahrung gemacht, dass zumindest die leistungsschwachen Schüler/ innen gar nicht verstehen, wofür die Zeichen stehen, wenn zuerst nur das Krokodilmaul, d.h. die Zeichen gemalt wurde! Das erlebe ich sogar in Klasse 8 noch. Zwar haben sie verstanden, in welche Richtung das Zeichen gemalt wird (tatsächlich können sie sich in der Regel an das Krokodil erinnern), aber ohne Sinn, sie können es nicht verbalisieren und wissen nicht, dass es darum geht, ob die vorne stehende Menge größer oder kleiner ist. Wieso ein Gleichheitszeichen eingesetzt werden soll, verstehen sie gar nicht! Das Verbalisieren der Zeichen größer und kleiner finde ich daher sehr wichtig.

      Bei meinen Schüler(inne)n habe ich es so gemacht, dass wir das hungrige Krokodil „füttern“
      wollten. Das Krokodil springt vom Land ins Wasser und soll sich zwischen zwei Futternäpfen entscheiden. Es ist faul, will nicht so weit schwimmen, aber möglichst viel fressen. Wir helfen dem Krokodil beim Zählen, weil es das nicht kann. Wir beginnen in Schwimm- bzw. Leserichtung und zählen z.B. Steckwürfelmengen als Futter ab. Dabei ist die vorne stehende Menge bei den ersten Beispielen immer größer. Z.B. 5und 4. Was frisst das Krokodil? Die 5, weil es die größere Menge Futter ist/ der größere Turm. Das Krokodil schwimmt zwischen die Näpfe und dreht sich mit dem Maul zur 5. Wir sprechen: 5 ist größer als 4. Dann lösen wir gemeinsam ein paar Beispiele. Danach kommt erst ein Beispiel bei dem es andersherum ist. Die Kinder machen jetzt vielleicht den Fehler, dass sie die Mengen entgegen der Leserichtung benennen. In dem Fall stelle ich mich als Krokodil dumm und verstehe nicht, wieso ich mich umdrehen soll. Das Krokodil tut so, als ob es die Zahlen verwechselt und sagt z.B. zu dem Napf mit den 3 Steckwürfeln: 6 ist größer als 3. Die Kinder korrigieren und weisen daraufhin, dass vorne aber nur 3 sind. Das Krokodil stellt sich wieder dumm und fragt: 3 ist größer als 6? Mit Betonung auf größer... Vermutlich kommt eines der Kinder dann darauf, dass 3 „kleiner“ als 6 ist. Sonst kann man beide Feststellungen stehen lassen. 6 ist größer als 3. Und wenn wir von vorne/„vom Land aus“ lesen: 3 ist kleiner als 6. Wir sagen dem Krokodil, dass es sich umdrehen soll,und wiederholen nochmal, dass 3 kleiner als 6 ist und es ja nicht den kleinen Futternapf möchte. Wenn in beiden Näpfen gleich viel drin ist, ist es gleich (egal), aus welchem Napf das Krokodil frisst!

      Wenn die Kinder selber weiterarbeiten, sollen sie dem Krokodil Zeichen malen, damit es weiß, was es fressen soll, also < > oder =.

      Zur Differenzierung:Für meine feinmotorisch ungeschickteren Schüler/innen (Förderbedarf Lernen) habe ich Krokodilschablonen für das < bzw. > Zeichen hergestellt. Ein ganzer Teil von ihnen hatte Probleme, die Zeichen zu schreiben! Mit der Schablone als Übergangshilfe ging es.