Lehrerbedarfsprognose und ihre Aussagefähigkeit

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    • Lehrerbedarfsprognose und ihre Aussagefähigkeit

      Hallihallo, :pfeifen:

      wenn ich mir die Lehrerbedarfsprognose für das Bundesland NRW und den Bedarf am Gymnasium anschaue kann man schon mal ins Schmunzeln kommen. ^^ Zumindest geht es mir so, da die dort suggerierten Einstellungschancen überhaupt nicht mit der Realität an unserem Gymnasium übereinzustimmen scheinen. :staun:
      Geht das nur mir so ?
      In welchen Fächern besteht an euren Gymnasien "Bedarf"?
      Würde mich mal interessieren....

      schulministerium.nrw.de/docs/b…iegschancen/Prognosen.pdf

      Gruss aus der Schule :autsch:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Besserwisser ()

    • ach, ignorier das doch einfach ;)

      Letztes Jahr fiel der Tag,an dem unsere Bildungsministerin im Radio verkündete "In RLP fällt keine einzige Stunde aus" mit dem Tag zusammen, an dem unser Abteilungsleiter beginnen musste, Klassen den zweiten Berufsschultag und/oder den Nachmittagsunterricht zu streichen, weil wir weder genügend Fach- noch Allgemeinbildner haben.

      Solche Prognosen sind in einem System, in dem die Führung schon mit der weltbewegenden Erkenntnis überfordert ist, dass alle Neugeborenen in etwa 6 Jahren eingeschult werden, nur heiße Luft.
      I can't help about the shape I'm in
      I can't sing, I ain't pretty and my legs are thin.
      Don't ask me what I think of you,
      I might not give the answer that you want me to.
    • dann sag mal: wie ist es denn bei euch in der Schule?

      Bei uns an der Schule wäre _gerade_ sehr dringend gebraucht: Sport, Französisch, relativ dringend: Erdkunde. in ein paar Jahren: Latein.
      Physik & Co ist bei uns gesichert, aber kein Überhang.

      Geschichte ist zum Wände-Pflastern.
      Italienisch ebenfalls im Überhang.

      Die einzigen akuten Unterschiede zur Tabelle und Bedarfsprognose haben mit einer aktuellen Elternzeit zu tun. und da wir rein rechnerisch im Überhang sind (unter anderem mit ganz vielen Geschichts- und DeutschlehrerInnen), dürfen wir nicht ausschreiben.

      PS: Zugegeben, die realen Ausschreibungsprobleme sind eher, dass das Land mit Phantasiezahlen arbeitet, mit denen gar kein Puffer ist, um eine sinnvolle Unterrichtsverteilung zu gewährleisten.
    • Bei uns aktuell werden Lehrer für Sozialwissenschaften, Französisch, Spanisch und Erdkunde gesucht, von Kollegen an anderen Schulen in der Umgebung höre ich ähnliche Mängel. Aber die Naturwissenschaften sind gedeckt.

      Unsere Geschichtsfachschaft ist größer als die Deutschfachschaft. Damit kann man echt das ganze Schulgebäude plastern...
    • Besserwisser schrieb:

      Bei uns aktuell werden Lehrer für Sozialwissenschaften, Französisch, Spanisch und Erdkunde gesucht, von Kollegen an anderen Schulen in der Umgebung höre ich ähnliche Mängel. Aber die Naturwissenschaften sind gedeckt.

      Unsere Geschichtsfachschaft ist größer als die Deutschfachschaft. Damit kann man echt das ganze Schulgebäude plastern...
      Also von keiner Schule bei uns in der Umgebung, oder wo ich mal war, waren SoWi, Spanisch oder Erdkunde reale Mangelfächer.
      Ich hatte schon mal eine Vertretungsstelle in SoWi (20 Stunden), es war Elternzeit. Nächstes Jahr müssen wir an meiner Schule schieben, weil wir zeitweise einen Bedarf in SoWi haben, aber nur weil eine Kollegin in Elternzeit geht.
      Bisher hatte ich eher das Gefühl, dass Spanisch das Fach schlechthin der Überbelegung (auf dem Markt und an Schulen) sei. So nach dem Motto, zuerst viel eingestellt und dann ist der Run auf die Sprache abgeflaut. So an unserer Kooperationsschule.
      Erdkunde ist bei uns total anders als an anderen Schulen leicht in Gefahr, weil viele in Teilzeit arbeiten. Aber das überrascht die Geografen auch sehr, weil sie es auf Fachfortbildungen von anderen Schulen immer anders hören. Es hängt wohl davon ab, was das Zweitfach der KollegInnen ist.