gute Stunden vorbereiten

  • Hallo,


    geht euch das auch so: Manchmal brühte ich stundenlang über Inhalte, Methoden, binnendifferenzierung und Medien und die Stunde geht unter in einem nebulös-chaotischem Getöse.
    Manchmal fällt mir stundenlang nicht ein, wie ich meinen Schatzis denn nun dieses oder jenes Thema verkaufen soll. Um 0:00 Uhr schreibe ich dann ein paar rasch hingeschmierte Bemerkungen zu dem, was mir dann noch so einfällt. - Und die Stunde wird ein Knaller! Die SuS haben hochrote Wangen und ein Glitzern in den Augen und lernen als wär der Leibhaftige hinter ihnen her.


    Bekommt das irgendwann hin, dass man eine vernünftige Prognose für eine Stunde schon bei der Planung machen kann? Ich kriches ums verrecken nich hin!! ( Um mal in Dialekt zu verfallen ....)
    Gruß, Forsch

  • Also, ich habe heute mal wieder folgendes festgestellt:
    Wenn ich vorher schon merke, dass die Stunde eigentlich nicht laufen kann, dann läuft sie auch nicht. :D


    Das ist doch mal ein Stück Verlässlichkeit in einem Geschäft, das in der Regel dadurch bestimmt ist, in welchem Haus Jupiter steht, ob der Kevin die Jacqueline voll die Seuche findet oder ob der ranghöhere Kollege sich mitten in der Stunde den OHP ausleiht. :rolleyes:


    Ansonsten kann ich nur sagen, um den rheinischen Fatalismus zu bemühen: Et kütt wie et kütt.


    Naja, ich schreib dann mal den Entwurf weiter, vielleicht antwortet ja noch jemand, der eine Lösung hat ...

  • hallöchen!
    manchmal ergeht es mir ähnlich. ich gehe in eine stunde mit einem ungefähren ziel und denke: schauen wir mal, wie wir dorthin gelangen. und die schüler entwickeln ungeheures potential. ich bin immer begeistert von solchen stunden. leider riskiere ich das zu selten.


    lg, schrumpeldei

  • Das mit 0.00 Uhr kenne, spätestens da schalte ich den Computer aus und mache mit ein Schmierblatt für den nächsten Tag.


    Mir geht's manchmal ähnlich, Forsch. Man bereitet eine Stunde recht gut vor, liest alles mögliche dazu, macht sich zum Experten und es läuft dann auch, aber genauso kann eine Stunde fast noch besser laufen, bei der man richtig unsicher reingeht und mehr oder weniger Freestyle macht.


    Bei den richtig gut vorbereiteten Stunden wie bei Unterrichtsbesuchen lag ich aber bislang zum Glück richtig. Das lief so, wie gedacht. Wobei man sich auch hier ab und zu täuscht. Manche Aufgaben erledigen die Schüler schneller als gedacht, andere langsamer.


    Das wird schon werden. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und wir sind ja auch noch nicht so lange dabei.


    Ein schönes Schuljahr wünscht Dir (und natürlich auch allen anderen)
    Super-Lion

  • Hi!


    Das Problem kenn ich auch - manchmal will einem einfach nichts einfallen. Mit der Zeit bekommt man aber Routine und kann dann improvisieren.


    Am Anfang hab ich mir auch immer ganz doll viele Gedanken zu jeder Stunde gemacht, mir genau Fragen und mögliche Schülerantworten überlegt, wie man halt am besten zum Ziel kommt. Im Endeffekt funktionieren dann Schülerhirne immer anders, die Kids wählen einen anderen Weg und ich war so festgelegt, dass ich gar nicht auf die Kids eingehen konnte.


    Funktioniert hat das nur in den Lehrproben, da waren die Kinder so freundlich sich lenken zu lassen. Da hab ich das aber auch gebraucht - da muss man an alle Eventualitäten denken um sich sicher zu fühlen.


    Heute - im normalen Unterrichtsbetrieb - versuche ich mir klar zu machen, worauf ich raus will, wie das Tafelbild ungefähr aussehen soll und wie ich die Arbeitsaufträge verständlich formulieren kann. Alles andere kommt dann meist spontan.


    Grüße
    Lolle

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