Co-Klassenleitung sehr schwierig

  • Hallo zusammen,

    ich bin seit über zwei Monaten in einer Klasse als Quereinsteigerin und Auszubildende.


    Der Klassenlehrer und ich sind grundverschieden. Die Schulleitung sieht es eher als eine Möglichkeit für uns beide zu lernen aber ich leide zu sehr darunter, auch weil ich sehr viel mehr dadurch arbeite, als der Klassenlehrer. Klar sollte jeder für sich wissen, wie viel Energie man in seinem Unterricht steckt. Trotzdem finde ich diese Situation extrem.


    Heute habe ich kurz überlegt, ob ich kündige. Leider, wie ich das verstehe, läuft mein OBAS-Vertrag ausschließlich mit der Schule.


    Hat jemand hier Erfahrung mit Schulwechsel während OBAS?

  • Geht es tatsächlich um die Klassenlehrergeschäfte oder kommst du nicht mit ihm als dein Mentor, falls er das ist, zurecht?

    Im zweiten Fall würde ich andere Kollegen ansprechen, ob du bei ihnen hospitieren und lernen kannst. Falls es Parallelklassen gibt, kannst du auch die Kollegen dort fragen, wie sie ihre Reihen planen und was sie zu deinen Plänen sagen.

    Dabei musst du aber immer bedenken, dass Mentoren oft zumindest eine kleine Entlastung bekommen, so dass er schon die Hauptlast bei deiner Unterstützung tragen sollte.

    Und du solltest bedenken, dass die Entlastung meist nur klein ist und verfügbare Zeit mit deinem Mentor effizient nutzen.

    Dass ein erfahrener Kollege weniger Zeitaufwand für eine einzelne Klasse aufwenden muss als ein Anfänger halte ich für normal.

    Vielleicht schreibe ich an deiner Frage vorbei, aber ich vermute, dass ein Schulwechsel im OBAS nicht möglich ist, und wollte daher andere Tipps geben. Andere können da aber mehr zu sagen.

    LG DFU

  • auch weil ich sehr viel mehr dadurch arbeite, als der Klassenlehrer.

    Das ist doch völlig normal. Du musst doch erstmal reinkommen.

    Du könntest die SL oder ABBA ansprechen, ob vielleicht ein Mentorenwechsel möglich ist, wenn die Chemie nicht stimmt. Ansonsten sieht man oft erst in der Rückschau, warum erfahrene Lehrkräfte bestimmt Dinge so machen. Lass Dich drauf ein. Man kann da sicher viel lernen.

  • Danke für deine lieben Worte. SL weiß Bescheid aber sieht es anders. ABBA ist bei mir. Ich habe in Team-Teaching mit vielen Kollegen bereits gearbeitet. Auch in dieser Schule. Es fehlt an Transparenz, Wertschätzung, Austausch und überhaupt die Bereitschaft mit mir in einem sinnvollen Austausch zu kommen. Abgesehen davon leiste ich 80-90% des Unterrichts, weil die Person oft fehlt oder ist immer wieder wochenweise krank. Es gibt auch oft Dienstpflichverletzungen. Ist jetzt nicht meine Sache, aber bei der Häufigkeit kann ich nicht einfach wegschauen. Es ist auch nicht wirklich eine erfahrene Lehrperson. Dadurch, dass ich auch älter bin, bin ich oft total irritiert mit vielen Vorgehensweisen, die mir total sinnlos erscheinen. Wie gesagt, ging es mir mit meinen anderen Kollegen nicht so. Ich habe zu 90% gelernt. Hier denke ich, dass ich Vieles verlernen werde. Aber ich lese in deiner Nachricht schon, dass es schulintern gelöst werden muss.

  • Sicherlich brauche ich mehr Zeit für meine Unterrichtsvorbereitung, auch weil ich mehr ehrgeizig bin. Aber es geht um Kollegialität und einfach eine Person, die so oder so, stets abwesend ist. Mit ihm als Person komme ich nicht zurecht, weil ich glaube auch, dass es nicht in seinem Interesse liegt, dass ich gleichwertige Lehrkraft in der Klasse bin. Aber gut, wenn es schulintern lösen muss, dann habe ich die schlechteren bzw. keine Karten.


    Irgendwann werde ich ein zweites Bedienungsfeld für meine Ausbildung brauchen, sodass eine zweite Klasse gefunden werden muss

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