Habe ich mit meinen Fächern überhaupt noch gute Einstellungschancen?

  • Mit solchen häufig verwendeten Aussagen wäre ich vorsichtig, da nicht jeder angehenden Lehrkraft klar ist, was das angekommen in der Unterrichtspraxis bedeutet. Zwar findet früher oder später fast jede fertig ausgebildete Lehrkraft ihren Weg ins Schuldienst, wenn dies aber nur mit sehr vielen Kompromissen bei Fächern (Stichwort "fachfremder Unterricht"), Schulform oder Einsatzort möglich ist, kann die Frage aufkommen, ob diese Kompromisse es wert waren, die Fächerkombination im Studium primär danach auszulegen, was in der inhaltlichen Auseinanderung (wobei man auch das vor Studienbeginn höchstens erahnen kann) "Spaß macht".

    Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.

  • Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.

    Ich finde es auch schwierig, Prognosen zu stellen. In der Grundschule gibt es bei uns zum Beispiel viel zu viele Lehrkräfte mit Missio und Vocatio. Ich darf fast nie Reli unterrichten, das macht mir nix, aber andere sind sehr traurig darüber.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Dieses Fächer-Bashing ist so unnötig. Können wir das nicht einfach mal sein lassen? Meistens kommen dabei doch nur Plattitüden und anekdotische „Weisheiten“ heraus.

    Ich habe nach der Schule im Alltag kaum mehr als Kopfrechnen und Prozentrechnung gebraucht. Müsste ich deshalb jetzt fragen, warum Schüler in Mathe Abitur schreiben? Wissen aus Physik und Chemie habe ich so gut wie nie benötigt. Der Sportunterricht hat mir jahrelang die Lust am Sport verdorben, der Kunstunterricht die Freude an Kunst. Geschichte in der Oberstufe war größtenteils eine Vertiefung dessen, was wir bereits in der Mittelstufe behandelt hatten – man hätte also auch darauf verzichten können. Und von den drei Jahren BWL am Wirtschaftsgymnasium (ein sechsstündiges Profilfach!) ist bei mir praktisch nichts hängen geblieben. Letzteres war für mich die reinste Zeitverschwendung.

    Fange ich deshalb an, die Daseinsberechtigung dieser Fächer infrage zu stellen? Nö.

  • Ich finde es auch schwierig, Prognosen zu stellen. In der Grundschule gibt es bei uns zum Beispiel viel zu viele Lehrkräfte mit Missio und Vocatio. Ich darf fast nie Reli unterrichten, das macht mir nix, aber andere sind sehr traurig darüber.

    Immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Versorgung so ist. In unserer Grundschule vor Ort gibt es gar keine Religionslehrkräfte mehr, weshalb Kunstlehrer nun irgendwelche kirchlichen Kurse belegen, um eine Missio zu kriegen.

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