Mit solchen häufig verwendeten Aussagen wäre ich vorsichtig, da nicht jeder angehenden Lehrkraft klar ist, was das angekommen in der Unterrichtspraxis bedeutet. Zwar findet früher oder später fast jede fertig ausgebildete Lehrkraft ihren Weg ins Schuldienst, wenn dies aber nur mit sehr vielen Kompromissen bei Fächern (Stichwort "fachfremder Unterricht"), Schulform oder Einsatzort möglich ist, kann die Frage aufkommen, ob diese Kompromisse es wert waren, die Fächerkombination im Studium primär danach auszulegen, was in der inhaltlichen Auseinanderung (wobei man auch das vor Studienbeginn höchstens erahnen kann) "Spaß macht".
Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.