Habe ich mit meinen Fächern überhaupt noch gute Einstellungschancen?

  • Das hängt aber auch wieder vom Bundesland ab. bei uns z.B. wäre diese Kombi nicht erlaubt .

    Das macht ja auch Sinn. Aber prinzipiell sollte man im Studium oder schon davor gut informiert sein wie es danach weitergehen könnte. Der Rat mit, studiere einfach das was dir Spaß macht ist eben ein schlechter Rat.

    1. kann ein Fach, welches mit inhaltlich spaß macht, in der Schule gar nicht mehr so viel spaß machen
    2. nützt mir der Spaß nix, wenn ich danach keine vernünftige Stelle bekomme

    Die Jobaussichten für Akademiker sind weiterhin gut, die Arbeitslosigkeit steigt aber seit einiger Zeit an. Meiner Meinung nach liegt das auch am Studieren am Markt vorbei. Viele Akademiker landen mittlerweile hinterher auch in Jobs, wofür gar kein Studium notwendig gewesen wäre.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Mit solchen häufig verwendeten Aussagen wäre ich vorsichtig, da nicht jeder angehenden Lehrkraft klar ist, was das angekommen in der Unterrichtspraxis bedeutet. Zwar findet früher oder später fast jede fertig ausgebildete Lehrkraft ihren Weg ins Schuldienst, wenn dies aber nur mit sehr vielen Kompromissen bei Fächern (Stichwort "fachfremder Unterricht"), Schulform oder Einsatzort möglich ist, kann die Frage aufkommen, ob diese Kompromisse es wert waren, die Fächerkombination im Studium primär danach auszulegen, was in der inhaltlichen Auseinanderung (wobei man auch das vor Studienbeginn höchstens erahnen kann) "Spaß macht".

    Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.

  • Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.

    Ich finde es auch schwierig, Prognosen zu stellen. In der Grundschule gibt es bei uns zum Beispiel viel zu viele Lehrkräfte mit Missio und Vocatio. Ich darf fast nie Reli unterrichten, das macht mir nix, aber andere sind sehr traurig darüber.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Dieses Fächer-Bashing ist so unnötig. Können wir das nicht einfach mal sein lassen? Meistens kommen dabei doch nur Plattitüden und anekdotische „Weisheiten“ heraus.

    Ich habe nach der Schule im Alltag kaum mehr als Kopfrechnen und Prozentrechnung gebraucht. Müsste ich deshalb jetzt fragen, warum Schüler in Mathe Abitur schreiben? Wissen aus Physik und Chemie habe ich so gut wie nie benötigt. Der Sportunterricht hat mir jahrelang die Lust am Sport verdorben, der Kunstunterricht die Freude an Kunst. Geschichte in der Oberstufe war größtenteils eine Vertiefung dessen, was wir bereits in der Mittelstufe behandelt hatten – man hätte also auch darauf verzichten können. Und von den drei Jahren BWL am Wirtschaftsgymnasium (ein sechsstündiges Profilfach!) ist bei mir praktisch nichts hängen geblieben. Letzteres war für mich die reinste Zeitverschwendung.

    Fange ich deshalb an, die Daseinsberechtigung dieser Fächer infrage zu stellen? Nö.

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