Fach Sprache

  • Hi ich bin ein blutiger Anfänger und habe irgendwie Probleme mit dem Fach Deutsch. In Mathe habe ich im Studium viel gelernt und wenn ich Mathe unterrichten müsster wäre es sicherlich nicht perfekt, aber ich würde es mir irgendwie zutrauen. Aber im fach Sprache habe ich überhaupt keinen Überblick, es war vielleicht von jedem etwas im Studium, aber nichts handfestes. Wie kriege ich Ordnung in dieses Fach??? Was ich gerne hätte wäre ja zum Beispiel eine Übersicht, was genau man in kedem Schuljahr erreichen soll, im Aufsatzschreiben, im Lesen und im Rechtschreiben etwa. Genaue Ziele, an denen man sich langhangeln kann. Im Lehrplan erscheint mir das sehr vage. Weiß vielleicht jemant Literatur, die mir helfen kann?

  • Was heißt blutiger Anfänger: frisch im Referendariat? Dann wirst du in den Fachdidaktiken am Seminar einige hilfreiche Tipps bekommen. Mit der Zeit bekommst du schon einen groben Überblick.
    In Deutsch lässt es sich nicht strikt in SChuljahre einteilen, was die Kids zu lernen haben. Denn die schreiben ja immer, die machen immer Rechtschreibung und Grammatik. Und selbst wenn sie laut Lehrplan in Klasse 3 die wörliche Rede behandeln, musst du diese noch in Klasse 5,6 etc. üben.


    Ich würde dir raten, jetzt am Anfang mal zu gucken, was deine KollegInnen so machen und welche Hinweise du am Seminar bekommst. Mit der Zeit wird sich alles regeln.


    Gruß Annette

  • Wo liegen denn die Probleme direkt???
    Einen ersten Überblick darüber, was du in im Unterricht erarbeiten sollst, kannst du in den RL nachlesen- über den Bildungsserver deines Bundeslandes
    Eine ganz grobe Einteilung und Einarbeitung in des Thema könntest du in Horst Bartnitzky, Sprachunterrich theute - Standortbestimmungen des Deutschunterrichts , Ziele-Wege-Unterrichtsanregungen, Beispiele und Arbeitspläne nachlesen-Cornelsen, Scriptor (kostet um die 12 Euro).


    Ansonsten schreibe mal, was dich genau interessiert. Anfangsunterricht? Rechtschreibunterricht? Umgang mit Texten? ....


    Wenn du noch im Studium bist, könntest du in einer (fortschrittlichen ) Klasse versuchen zu hospitieren - ansonsten hilft, dir vielleicht Unterrichtsskizzen, zu besorgen, ...,

  • Hallo,
    ich kann das Problem von Tanja in etwa nachvollziehen, da es mir auch immer mal wieder so geht. Bei allem, was man den Kindern im Deutschunterricht vermitteln muss, fehlt -mir zumindest- oft der Überblick und ich habe das Gefühl, ich komme zu gar nichts. Zum einen müssen sie in der zweiten Klasse Schreibschrift lernen, Lesen lernen, lernen, wie man Diktate schreibt bzw. den Lese- und Schreiblehrgang aus der 1. Klasse fortsetzen, anfangen Geschichten zu schreiben und auch grammatische Regeln kennen lernen. Dann möchte man vielleicht auch mal eine kleines Tehaterstück einüben und eine Ganzschrift lesen... Ich hätte für Deutsch gern soetwas wie die Mathe-Handbuch-Reihe aus dem Schroedelverlag, die es für jedes Schuljahr gibt. Aber für Deutsch habe ich soetwas noch nicht entdeckt, wird es auch gar nicht geben, weil Deutsch so viel umfasst und es gar nicht so einen klaren Aufbau gibt. In Mathe ist alles aufeinander aufbauend, da ist ganz klar, dass man mit dem kleinen Einmaleins anfängt, um es später für die schriftliche Multiplikation nutzen zu können.
    Das Buch von Bartnitzky habe ich auch, kostet aber leider nicht nur 12, sondern 19 Euro.
    Gruß
    ohlin

  • ja, genau, Ohlin versteht mich
    Dumeinst die Bücher von Radatz/ Schipper, genauso was suche ich auch.
    Fange zum 1.2. mit dem Referendariat an und habe das Mathestudium als sehr geordnet erlebt "Grundkurs Arithmethik", "Didaktik des Sachrechnens" usw. bis man einenÜberblick hatte. In Deutsch habe ich sowas vermisst, statt dass die Anbieten wie "Aufsatzdidaktik", "Didaktik des Lesens" und "Didaktik des Rechtschreibens" usw. geht es da querbeet und man hat nichts halbes und nichts ganzes.
    Den Bartnitzky habe ich allerdings im Studium schon benutzt, ich glaube da schaue ich nochmal rein bevor es losgeht.


    Um mein Problem zu verdeutlichen: Ich habe ein Nachhilfekind, bei dem ich gerne genau schauen würde, was es kann und wo ich noch mit ihm üben muss. In Mathe habe ich den Test aus dem Handbuch des 4. Schuljahres von Schipper gemacht, hätte ich den nicht gehabt, hätte ich mich wohl am Lehrplan langgehangelt, in Deutsch weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll und aufhören soll zu gucken.

  • Kann mich euren Problemen nur anschließen. Es sollte ja immer integrativ unterrichtete werden. Eine kleine Hilfe bietet mir das Buch von Silvia Regelein: So läuft ihr Deutschunterricht. Zu vielen Stichpunkten gibts Tipps und weitergehende Literaturverweise. Erschienen ist das Buch im Proegelverlag

  • Gerade das finde ich das Spannende am Spracheunterricht, das es nciht den Weg gibt, sondern, dass es viele Räume und persönliche Freiheiten gibt. In NRW ist/wird der Rahmen im Moment ja enger gestrickt, indem die Mindestanforderungen formuliert werden. So hat man ja die geforderte Richtschnur. Wie man die Aufsatzerziehung angeht, z.B., merkt man schon nach einiger ZEit, und du findest sicher deinen Weg. Hilfreich war für mich, mich bei (nur wenigen) fitten Lehrern schlau zu machen, aus dem Ganzen habe ich mir meinen eigenen Mix gemacht. Aber auch jetzt habe ich noch einige Themengebiete, von denen ich noch keine Ahnung habe, aber das ist auch gut so, so muss ich weiterlernen und bleibe flexibel.
    Einen (kleinen) Überblick bekommst du, wenn du dir die Stoffverteilungspläne in den vielen Sprachbüchern ansiehs. So habe ich begonnen, ich habe sofort ohne Fibel und Sprachbuch gearbeitet, was aber voraussetzte, dass ich deren Inhalte genau kenne. Und mich dann bewusst für oder gegen eine Herangeehensweise entscheide.
    Für konkrete Anfragen ist das Forum immer gut, ich staune, was immer so an Antworten kommt und lerne.....
    flip

  • Die Idee von elefantenflip habe ich auch angewendet. Ich habe einfach die Themen aus dem Sprachbuch abgeschrieben und in die Kategorien Rechtschreiben, Grammatik, mündl. und schriftl. Sprachgebrauch eingeordnet. Dann habe ich alles auf die Wochen des Schuljahres verteilt. Bei mir hat es jedoch nicht immer geklappt, dass ich integrativ unterrichtet habe. Ausätze habe ich nur teilweise auf Rechtschreibbesonderheiten untersuchen lassen (bei bestimmten Wörtern), ansonsten mehr Wert auf Ausdruck und Gestaltungsmöglichkeiten gelegt. Grammatik und Rechtschreiben wiederhole ich fast täglich: Mal lasse ich einen Satz gliedern, dann schreiben wir zehn diktierte Wörter auf und untersuchen sie im Anschluss auf Besonderheiten, ich habe eine Tuworttabelle angelegt für Präsens, Imperfekt und Perfekt sowie ein Wörterheft. Trotzdem bin ich manchmal unzufrieden, aber vielleicht ist das einfach so.

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