@WillG
Ich kann Deiner Antwort in grossen Teilen zustimmen. An einer Stelle jedoch weiche ich deutlich ab. Das was im Moment in puncto Abordnung und dergleichen passiert ist genau das, als was es bezeichnet wurde eine Unverschämtheit. Hier werden Planungsfehler aus 20 Jahren auf dem Rücken von Kolleginnen und Kollegen ausgebadet. Das dann wieder als Kröte zu schlucken, weil man ja als Beamter.......
Da bin ich im Nachhinein trotz der schlechteren Bezahlung ganz froh tarifbeschäftigt zu sein, das fühlt sich dann für mich einfach besser an. Aber auch als Beamter kann ich es zum kotzen finden, wenn ich per Anordnung jetzt auf einmal jeden Tag 40 km zur Arbeit fahren muss, obgleich man ursprünglich Arbeitsort und Wohnort aufeinander abgestimmt hat. So etwas ist anderswo im Berufsbeamtentum nicht üblich. Selbst in dem so verschrienen Polizeidienst ist am Anfang der Berufslaufbahn mit Abordnung und Versetzung sicherlich häufiger als in anderen Bereichen zu rechnen. Irgendwann an Ü40 ist aber auch da dies eher die Ausnahme.
Insoweit ist es absolut richtig und korrekt, das Ganze als das zu bezeichnen was es ist, eine Riesen Sauerei. Das hat nicht mit den Schülern zu tun, die können am wenigsten dafür. Aber nach oben hin, sollten wir über die Verbände durchaus unseren Unmut signalisieren, denn es sind eben nicht nur Kollegen betroffen, die am Rande der Glückseeligkeit eine relativ ruhige Kugel geschoben haben, sondern auch solche, die unter Einsatz all ihrer Kräfte (ich denke jetzt an die Förderschullehrer in der Regelschule) an ihren bisherigen Stammschulen ein fragiles aber halbwegs stabiles Fördersystem aufgebaut haben, welches durch Versetzung nun komplett zusammenbricht. Dafür sollen sie dann an der nächsten Schule wieder bei Null anfangen um ein neues Beziehungsgeflecht aufzubauen (dieser Job ist Beziehungsarbeit), von dem sie nicht sicher sind, dass sie auch dieses System in zwei Jahren wieder verlassen müssen, weil diejenigen, die die Schachfiguren auf dem Tableau verschieben, nun entschieden haben woanders ein Loch zu stopfen. Diese Umstände sind krank machend. Da darf man sich dann irgendwann auch nicht wundern, wenn vorhandene oder sogar geschaffene Studienplätze schlichtweg leer bleiben.