Beiträge von chemikus08

    Bei Beamten ist das richtig, da laufen die Stufen einfach weiter. Anders jedoch die Tarifbeschäftigten. Hier schreibt die TdL im TVL eindeutig vor, dass bei jeder Höhergruppierung egal aus welchem Grunde zwei Dinge passieren:

    1.) Die Stufenlaufzeit beginn wieder bei Null

    2.) Es wird soweit in der Erfahrungsstufe zurückgestuft, dass man lt. Tabelleventweder das Gleiche oder mehr verdient.

    Darüber hinaus wird ein Garantiebetrag von 180 Euro auf jeden Fall gezahlt. Bekomme ich also in meiner neuen Stufe gerade mal 30 Euro mehr, dann bin ich zwar in dieser verk.... Stufe bekomme aber nicht die 30 Euro mehr sondern 180.

    Das wirklich beschi..... Beispiel habe ich für jemanden, der sich in EG 11 Stufe 4 befindet und nach EG 13 kommt. Der rutscht eine Stufe runter also in die EG 13 Stufe 3 und bekommt tatsächlich gerade mal diese 180 Euro mehr. Den Monat zuvor bekam er aber noch eine Zulage von 500 Euro, die fällt danach weg.

    EG 11 Stufe 4 mit Zulage: 5063 + 565= 5633

    EG 13 Stufe 3 sind 5063 + 180 (Garantiebetrag) = 5243 , das sind 390 weniger

    TVL sei Dank.

    Und! Wenn dieser Kollege in Stufe 4 zwei Monate später seine vier Jahre voll gehabt hätt für die nächste Stufe, fängt er jetzt wieder bei Null an. Gleich doppelt verarscht.

    Unabhängig von einer Bewertung nach den internen Kriterien, die der internen Verwendung dient, habe ich den Anspruch als Tarifbeschäftigter auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dies ist nach der allgemeinen Rechtsprechung wohlwollend auszustellen. Leider sind die Schulämter und Bezirksregierungen offen sichtlich nicht immer so auf dem Stand der Dinge. Hier rate ich wirklich fachanwaltliche Hilfe zu nehmen und das ggf. durch gerichtliche Überzeugungskraft durchzusetzen.🤣🤷

    Ich nehme das aber nochmal mit in die nächste Personalratssitzung. Denn das ist tatsächlich Mal wieder ein Problem, dass nur uns Tarifbeschäftigte betrifft. Und Du hast ja Recht, mit EG 11 plus Zulage bin ich schon nahe an EG 13 und wenn dann runtergestuft wird, ist das tatsächlich ein ganzer Batzen weniger. Ich nehme das auch mit in meine Gewerkschaft, denn da haben wir Ende des Monats Tarifkonferenz und wenn das so ist, wäre das eine wichtige Förderung für die Tarifauseinandersetzung.

    Eg 13 Stufe 3 ist immer noch mehr als EG 11 Stufe 4. Wäre es weniger wäre es nicht zulässig. Diese aufsteigende Zulage sollte eine schrittweise Annäherung an EG 13 sein. Dadurch entsteht natürlich mit Erreichen der EG 13 ein Ungleichgewicht. Es wäre tatsächlich interessant hier nochmal juristischen Rat einzuholen .

    Auch in diesem speziellen Fall erfolgt die Herabstufung gem. TVL. Das Bundesland was sich widersetzte hat schon eine Rüge vom Tdl erhalten und NRW wird sich hüten auch nur einen Cent mehr zu zahlen als der Tarifvertrag hergibt.

    Ein befreundeter Chirurg sagte Mal so halb im Scherz: "Eine HLW bei der nicht wenigstens eine Rippe gebrochen ist, war nicht leidenschaftlich genug"

    So ganz unrecht hatte er nicht, dass Brustbein wir 3 bis 5 cm tief eingedrückt. Beim erwachsenen Menschen entspricht dies einer erforderlichen Gewichtskraft von 30 bis 50 kg .

    Moebius

    Ja die Scheckheftgepflegten mit der körperlichen Behinderung. Die machen ja auch im Unterricht nicht das Problem. Ich reden von den SuS die wir meist zugewiesen bekommen. Und das sind die mit zieldifferenter Beschulung. Und die sind an einer Realschule genauso schwierig mit zu beschulen wie im gymnasialen Bereich. Und ich sehe nicht ein, wieso dann diese Schüler nicht gleichmäßig auf alle Schulformen verteilt werden. Hinzu kommt, dass wir zusätzlich vor dem Problem stehen, ab Klasse 7 die SuS zu beschulen die vom Gymnasium abgeschult wurden und das z.t. ohne die Möglichkeit zu haben unsererseits die Hauptschulkinder abzuschulen, da die Kommune befunden hat, wir mögen dich einen Hauptschulzweig einrichten. Folge: Ich habe also meinen Unterricht auf drei Gruppen auszurichten. Kann mir Mal bitte einer sagen, wie das funktionieren soll. In der Praxis erfolgt dies durch Niveauabsenkung. Und genau davor haben die Gymnasien Angst aber uns wirds zugemutet. Wenn das funktionieren soll, dann bitte nur mit den erforderlichen Ressourcen. Aber wie heißt es so schön: die Maßnahme ist nicht finanzwirksam und hat kostenneutral zu erfolgen. Na vielen Dank für gar nichts. So ist raus: Psychohygiene hat Mal gut getan. Und ab Montag versuchen wir dann wieder an den Schulen das Schlimmste zu verhindern.

    Ganz ehrlich, warum die Gymnasien da aussen vor sind, mag ich auch nicht ganz einsehen. Auch in der Schulform Realschule haben wir zu enge Klassen mit zuviel Schülern. Und ehrlich gesagt, Inklusion unter den derzeitigen Rahmenbedingungen funktioniert vorne und hinten nicht. Wir werden keiner Schülergruppe mehr gerecht. Das führt auch zum Burnout der Lehrkräfte. Die steigende Zahlen zu BEM Verfahren und auch zur Teildienstfähigkeit sprechen Bände. Dies ist kein Statement gegen Inklusion sondern gegen die Inklusion unter den derzeitigen Rahmenbedingungen. Ich habe in Schweden gesehen, dass Inklusion gelingen kann, wenn man die dafür erforderlichen Ressourcen bereitstellt. Bei uns stimmen weder die räumlichen Voraussetzungen, noch die personellen und zwar quantitativ wie auch qualitativ. Es gibt Schulen da betreut eine halbe Förderlehrkraft 60 Schüler in 10 verschiedenen Klassen. Kann sich ja jeder ausrechnen wieviel Förderschulexpertise beim Kind ankommt. Ich würde es als Alibi Förderpädagogen bezeichnen. So funktioniert es vorne und hinten nicht. Insoweit verstehe ich jede Schulform, die sich unter diesen Bedingungen wehrt. Andererseits würde es die jetzt schon massiv belasteten Schulformen deutlich entlasten, wenn man uns einen Teil der Förderkinder abnehmen würde. Alternativ bliebe die Abordnung von Gymnasiallehrkräften zu unserer Schulform.

    Es ist glaube ich ein Unterschied, ob wir von der Oberstufe reden oder einem achten Schuljahr in einer Realschule. Denn hier erlebe ich teilweise extreme Unterschiede im Klassenniveau und das hat genau so viele unterschiedliche Ursachen wie es Schüler gibt. So leben wir damit, dass eine Klasse vom fünftem Bus zum achten Schuljahr von drei unterschiedlichen Vertretungslehrern unterrichtet wurden, die mehr damit zu tun hatten das classroom Management hin zu bekommen als Stoff zu vermitteln. Wenn dann die nächste LK die Klasse übernimmt, dann ist klar wie die Vergleichsarbeit ausfallen wird. Und was bringt es dann? Dass die Schüler sich mies fühken weil sie so schlecht sind. Na toll.

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