Beiträge von chemikus08

    Die gesamte Umsetzung des Jugendstrafrechts ist in Deutschland mangelhaft. Es kann einfach nicht sein, dass die Hälfte der Verfahren z.T. aus Personalmangel eingestellt wird. Es kann nicht sein, dass die Polizei mühsam einen 14 jährigen Intensivtäter festsetzt und der am nächsten Wochenende wieder frei Rum läuft und den Beamten den Stinkefinger zeigt. Es kann nicht sein, dass der Prozess dazu dann irgendwann in einem Jahr stattfindet. Das sind Punkte da muss man erst Mal ansetzen. Aber bei, das ist Jan langweilig, hat mit Arbeit zu tun und kostet Geld. Nur dieses Geld müssen wir in die Hand nehmen und endlich ein Umfeld schaffen bei den jeder weiß, mein Verhalten hat Konsequenzen. Wenn wir schon Mal soweit wäre und Herr Merz das einsieht und hier verspricht was zu ändern. Ja dann hätte er mich was den Bereich Law and Order anbelangt. Aber in der Richtung hört man gar nichts, weil man nämlich von den wirklichen Problemen gerne ablenkt. Nur das geht nicht mehr lange gut.

    Auch Reha scheint mir für GKV viel einfacher zu beantragen und be

    Wobei die GKV bei REHA Anträgen diese im Regelfall nur weiterleitet an die Deutsche Rentenversicherung, da diese der Kostenträger ist . (Bei Beamten die GKV versichert sind allerdings nicht, da müsste ggf. auch die GKV als Kostenträger einsoringen?)

    Der grösste Vorteil den ich als Angestellter in diesem Zusammenhang habe, da orüft keiner, ob ich meine REHA auch schön brav zum Teil in den Ferien neHme. Das muss mir auch keine Beihilfe genehmigen.

    plattyplus

    Hast Du schon mal.mit Panikattacken zu tun gehabt? Wer das noch nie hatte, der kann es sich wirklich nicht vorstellen. Du denkst wirklich du stirbst, auch die messbare Symptomatik passt dann dazu und danach bist Du fix und fertig als hättest Du einen 1000 m Lauf hinter Dir. Passiert Dir das in der Schule holen die Kollegen oder Schüler auf jeden Fall einen RTW. Und wenn Dir so etwas in aller Regelmäßigkeit zweimal die Woche passiert, dann führt das ganz schnell in eine DU.

    Gymshark

    Es gibt in NRW auch ein vorbildliches Programm, das nennt sich Vorfahrt für Weiterbeschäftigung. Hier versucht man Beamte die ihren derzeitigen Beruf nicht mehr ausüben können, anderweitig zu vermitteln. Das ist aber gerade bei Lehrern schwierig und in vielen Fällen nur möglich, wenn Du bereit bist auch für A9 zu arbeiten. Denn eine A13 Stellen das sind in der allgemeinen Verwaltung Amtsleiter u.ä. und da nimmt man natürlich lieber Kollegen mit entsprechender Berufserfahrung und keine Quereinsteiger. Als Polizist kannst Du aber Lehrer werden.🙈

    Die Zahl der Menschen, die wirklich nur im Umfeld Schule krank sind bzw. krank werden wächst. Die Diagnosen lauten auf F irgendwas von Angststörung über Burnout bis Depression ist alles dabei. Eigentlich jedoch müsste die Diagnose lauten "inhumane Arbeitsbedingungen".

    Nimmt man die betroffenen Kollegen aus dem Setting Schule heraus, so verschwinden die Symptome, langsam aber sie verschwinden. Wohlwissend für alle Beteiligten, ein erneuter Einsatz in der Schule würde zur erneuten Erkrankung führen

    Mit dem Zustand der zur Ruhesetzung sich abzufinden fällt aber auch vielen Kollegen schwer und führt zu erneuten Erkrankungen. Beneidenswert ist in dieser Situation derjenige der es schafft a.) die Dinge zu nehmen wie sie sind b.) sich vom Konsumanspruch soweit zurück zu nehmen, dass man dennoch mit weniger zufrieden ist und c.) sich einen Sinnstiftenden Ausgleich zur bisherigen Beschäftigung sucht.

    Gerade dem letzteren kommt eine wichtige Bedeutung zu und da kann eben auch zugehören, dass man weiter für seine bisherige Gewerkschaft aktiv ist oder aber man wirkt in einer Hilfsorganisation mit oder aber man baut sich ein eigenes Gewerbe auf .

    Beim landläufigen Begriff "alter Sack" jetzt auf Hodensack zu schließen, da muss man aber auch gerade den psychoanalytischen Interpretationsansatz bei Kafka besprochen haben.

    Ich denke hier tatsächlich an einen Kartoffelsack als Synonym für eine Hülke und alter Sack eben für eine verbrauchte Hülle. In vielen Fällen noch nicht einmal von den Jüngeren verwendet sondern von den älteren Herrschaften selbst im scherzhaften Gebrauch. Da sieht man Mal wieder wie unterschiedlich Aussagen aufgenommen werden können. Ich sag's ja immer wieder, die meisten Kommunikationsprobleme lassen sich mit dem Sender Empfänger Modell (4 Ohrenmodell) von Schulz von Thun erklären.

    Moebius

    Vorsicht

    Der Amtsarzt prüft sehr wohl, ob innerhalb der nächsten sechs Monate die Dienstfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Mir sind durchaus Fälke bekannt, wo er zu einer negativen Einschätzung kam und derjenige gegen seinen Willen zur Ruhe gesetzt wurde. Die Dienststelle hält in diesen Fällen dagegen das es einem ja unbenommen ist einen Antrag auf Reaktivierung zu stellen sobald es einem besser geht.

    Hängt vom Bundesland, teilweise sogar von der jeweiligen Bezreg ab. Bei uns ist es mittlerweile sehr stringent. Du bekommst nach sechs Wochen eine BEM Einladung. (Betriebliches Eingliederungsmanagement) , wenn Du darauf nicht reagierst käme tatsächlich nach drei Monaten der Amtsarzt. Wer allerdings ein BEM macht und signalisiert, dass entweder eine Wiedereingliederung oder eine REHA ansteht, der bekommt auch die Zeit, dass erstmal abzuwickeln, wenn dann aber immer noch keine Perspektive besteht geht's jetzt spätestens zum AA. Spätestens bis dahin solltest Du für Dich im Klaren sein wohin die Reise gehen soll. Denn ohne klare Perspektive beim AA zu sitzen ist die schlechteste Option.

    Der gleiche Mist in etwas anderer Form gilt für verordnete Arzneimittel. Nur das hier der Schlag in den Nacken Jahre später kommt. Die Kassenärztliche Vereinigung ermittelt das statistische Mittel der Arzneiausgaben für bestimmte Altersgruppen. Überschreitet der Arzt dieses Mittel wird er Jahre später von der KV in Regress genommen. Er kommt aus der Nummer nur heraus, wenn er nachweist, dass er trotzdem wirtschaftlich verordnet hat. Das kostet dann schlaflose Wochenende hinter dem Rechner.

    Oder aber es ist ein sogenannter Prescriber Arzt. Das sind Ärzte die ihr Verordnungsverhalten freiwillig der Pharmaindustrie zur Verfügung stellen. Dafür kriegen sie von der Pharma einen Obolus und und, das ist ein wichtiger Grund sowas zu machen, er weiß jederzeit ob er mit seinem aktuellen Verordnungsverhalten im Schnitt der Kollegen liegt. Liegt er drunter hat er noch was frei im Budget. Liegt er drüber gibt es bei den nachfolgenden Patienten nur das nötigste

    Es gibt für jede Leistung Punkte. Jedoch ist das System gedeckelt. D.h. jeder Patient bringt (ich kenne jetzt nicht die aktuelle Höhe, daher nicht an den Zahlen stoßen.) im Quartal 40 Euro für den Abrechnungstopf. Habe ich 10 Patienten sind also 409 Euro im Topf, d.h. ich muss schauen, dass ich für die 10 Patienten maximal Leistungen im Wert von 400 Euro erbringe. Alles was ich mehr mache ist dann für Lau. Jeder hat dann so seine eigene Methode damit umzugehen . Ich kenne einen, im Ort nennen ihn alle Doc Holiday, das liegt die Empfangstheke voll mit AUs für arbeitsunwillige Stützenempfänger und oder Schülern. Jeder dieser Patienten nennt er Verdünner. Hat er 10 von den Vetdünnern zusammen, dann kann er damit einen wirklich kranken im Altenheime verünftig therapieren. Quittengelee falls Du jetzt mit Hörensagen kommst. Hat mir (in meiner Zeit als Pharmaberater) Dich Holiday selbst so erzählt.🤷

    Wo hingegen Privatpatienten aus diesem Pool voll rausfallen. Da kann er die tatsächlich erbrachte Leistung abrechnen ohne Kürzungen befürchten zu müssen.

    Also ehrlich gesagt bin ich als GKV Patient mehr als zufrieden und ich bin als chronisch Kranker auf eine gute Versorgung angewiesen. Und ich bin heilfroh, dass ich nicht für alles mögliche in Vorleistung gehen muss um es dann anschließend über zwei verschiedene Stellen abzurechnen. Ich lasse mein Kärtchen einlesen, die Rezepte landen auch auf diesem und ich habe mit der Abrechnung nichts weiter zu tun. Ich kenne Kollegen, die als chronisch Kranke bis zu 3000 Euro vorstrecken und die nach drei Monaten erstattet bekommen. Das würde mir stinken.

    Stimmt, wahrscheinlich gehörst aber auch Du einem Verbsnd an über den Du reingekommen bist. Und diese Verbände stellen uns die Werkzeuge und das Wissen zur Verfügung, auch eine wichtige Leistung neben den Tarifverhandlungen.

    Welcher Verband muss dann jeder für sich entscheiden und in jedem Verband gibt es Kollegen mit denen ich gerne zusammen arbeite.🤷

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