Beiträge von ninale

    Das liegt aber teilweise auch an der Überlastung der Lehrkräfte. Dann müssen einfach auch Lehrkräfte dafür freigestellt werden bestimmte Aufgaben zeitnah zu bearbeiten. Ein größeres Konzept schreibt man halt nicht eben nebenbei.

    Ich gebe dir vollkommen Recht. Die Frage ist nur, was ein größeres Konzept sein mag. Im Alltag geht es doch oft auch um Kinkerlitzchen, bei denen man sich gegenseitig Steine in den Weg rollt. Beim Thema Schulentwicklung geht es um mehr. Aber das Schiff ist auch dann schwer zu steuern, wenn es Freistellungen dafür gibt. Das ABER steht immer groß im Raum. Das junge Kolleg:innen dadurch abgeschreckt werden und sich nach beruflichen Alternativen umsehen, wird dafür um so lieber ignoriert.

    Ich meinte tatsächlich systematisch. Momentan ist das Problem, dass man Aspekt A angeht aber bis man den abgeschlossen hat, soll man schon Aspekt B, C und D bearbeiten. Für mich wäre es sinnvoll zu sagen, dass sich die Schule XY in diesem Schuljahr mit dem Thema X beschäftigt. Ggf. auch mehrere Themen, wenn es nur einzelne Fachgruppen…..Dann sollten aber auch andere Themen warten. Wir haben alle paar Monate ein neues großes Thema. Inklusion, Schulhelfer, DaZ, Corona, Digitalisierung, ... Wir schaffen es gar nicht mehr ein Thema vernünftig zu bearbeiten, weil jedes Mal ein anderes dazwischen kommt.

    Das Problem ist doch aber gerade in den letzten fast 2 1/2 Jahren gewesen, dass man bestimmte Dinge nicht warten lassen kann. Corona ist erst 2026 dran, hilft ja nicht wirklich weiter.

    Schulen sind in der Steuerung viel zu behäbig-kaum eine Spur von Agilität. Ich wünsche mir deutlich mehr Tempo.

    Wenn AGs sich einmal im Monat zu Themen treffen, ein Dreivierteljahr brauchen, um einen Konsens zu erzielen, dann noch ein Vierteljahr um über Formulierungen in Beschlussvorlagen zu diskutieren, ist ein ganzes Jahr vergangen, bevor das Thema im ersten Entscheidungsgremium überhaupt angekommen ist. Ein Jahr, in dem sich die Problemlage oder das Thema munter weiterentwickelt.

    Wir erstellen das Unterrichtsmaterial gemeinsam bzw. überarbeiten es immer mal wieder mit geteilten Verantwortlichkeiten. Wenn jemand meint, es passe bei ihm nicht, wandelt er es geringfügig ab. Abgespeichert wird es auf einer Lernplattform.

    Ich möchte auch gar nicht anders arbeiten. Die Unterrichtsvorbereitung ist minimal. Klappt wunderbar.

    Ich sitze gerade mitten in der Stadt in meinem kleinem Innenhof. Mit einem Schuppen im Rücken kann mich niemand aus den vierstöckigen Nachbarhäusern sehen und im Moment ist alles bis auf die Autoposer und ein Konzert in in einer Kneipe ein paar hundert Meter weiter recht ruhig Das Baby im Nachbarhaus schläft (oder geht mit seinen Eltern spazieren), der Streetfoodladen auf meiner Rückseite hat heute früher Schluss gemacht, so muss ich nicht mehr mithören, was die unterbezahlen Kräfte dort über Corona, die Ukraine oder das Gendersternchen denken. Die Rettungshubschrauber über meinem Haus scheinen auch Pause zu haben, die Krankenwagen ebenso. Aber was hat das mit dem 9€-Ticket zu tun…. ?

    Ich finde Zauberwalds Vorgehen auch gut. Für die Thematisierung spricht meiner Meinung nach auch, dass viele Eltern unsicher bei einer Einschätzung zum Medienverhalten sein dürften. Da ist ein Austausch gut, um Sicherheit zu schaffen und sich ggf. gegenseitig zu stärken. Klappt aber nur dann gut, wenn nicht schon eine „Medienverwahrlosung“ vorherrscht. Dann wäre das Heranholen einer externen Person sicher eine bessere Idee.

    Das Forum braucht verschiedene Rollen, genau wie ein Lehrerkollegium, von daher passt das doch. Auch sogenannte "Provokationen" können Denkanstöße sein. 😉

    Denkanstöße basieren in der Regel auf einer wertschätzenden Kommunikation, Provokationen erzeugen in der Regel Abwehr.

    Wie jemand Burnoutprophylaxe betreibt, falls denn überhaupt notwendig, sollte man den Personen schon selbst überlassen. Ich finde diese Art von Sendungsbewusstsein unangemessen und Austauschverhindernd und glaube, dass es auch vielen Threadstartern, die sich dann nicht mehr melden, so ergeht.

    Ich bin seit 2005 Mitglied und habe in den Anfangsjahren meines Lehrerdaseins sehr vom Forum profitiert. Das lässt mit der zunehmenden Erfahrung wohl nach.

    Früher war hier mehr ein Fragen danach, wie man Schule anders gestalten kann und ich erinnere mich an viele User, die hilfreiche Tipps hatten, zugewandt waren. Von denen ist fast keiner mehr da.

    Ich finde es sehr schade, dass unterschiedliche Positionen eben nicht zum Austauschen, zum „Zuhören“ führen, sondern schnell in einem Abkanzeln enden - Naivität, mangelnde Professionalität, Selbstausbeutung und dann die „leuchtenden Kinderaugen“ oder „man kann die Welt nicht retten“ - sind regelmäßig fallende Floskeln.

    Es wäre Aufgabe der Politik, die Arbeitsverhältnisse an derart kritischen Standorten so zu verändern, dass die Lehrkräfte sich wieder ihren Aufgaben widmen können, ohne Angst um die eigene Gesundheit haben zu müssen.

    Zunächst steht da bei dir der Konjunktiv - aber was wäre das denn nun konkret? Ich kann mir darunter wenig vorstellen. Mehr Bezahlung? Weniger Pflichtstunden? Mehr Sozialpädagogen? Mehr Schulpsychologen? Security auf Schulhof? Einlasskontrolle? Inobhutnahmen?Videoüberwachung? Bewaffnete LuL?

    Solche Ratschläge kommen von Leuten, die schon mal in ausweglosen Situationen waren. Natürlich müsste der Staat Supervision bezahlen, andere Berufsgruppen haben darauf auch Anspruch. Macht er aber nicht. Man kann aber auch noch 10 Jahre warten und sich dann die Burnoutklinik zahlen lassen.

    Ich würde es liken, wenn du den ersten Satz anders formuliert hättest. Meiner Meinung nach sollte Supervision eine Selbstverständlichkeit sein, für die natürlich dann auch entsprechende finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden sollten.

    Dass du solche Zustände erleben musst, bemitleide ich ebenfalls sehr! Meine ersten Gedanken waren auch bei Rütli.

    Ich denke, da muss ein „großer Wurf“ her, der aber nur mit einer mitziehenden SL funktionieren könnte.

    Zuerst Überlastungsanzeigen, Medien einschalten und für Öffentlichkeit sorgen. Jugendämter einschalten, die Polizei ins Haus holen. Bei Schäden für Rechnungen sorgen. Sozialarbeit ausbauen. Eltern in die Pflicht nehmen. Neue Schulregeln aufstellen, deren Einhaltung durchsetzen. Für niedrigschwellige Erfolgserlebnisse bei den SuS sorgen. Prozessbegleitung von außen ranholen und so weiter und so fort. Alles neu aufstellen

    Ansonsten Versetzung beantragen und dabei nicht vergessen - auch an anderen Schulen gibt es junge Menschen, die Unterstützung brauchen - es sind halt nur andere.

    Bestandsaufnahme: Wie viele eurer vorbildlichen Schüler tragen denn immer noch Maske?

    Wie sieht es im Lehrerzimmer aus?


    Haut mal raus, es wird still hier.

    3/4 der Schüler:innen. Im Unterricht soweit mir bekannt, alle KuK mindest OP-Maske, überwiegend aber FFP2. Im Lehrerzimmer sitzen etwa 4-5 ohne da, die meisten verbringen ihre Pausen aber nach wie vor draußen.

    Jeder hätte gerne was anderes, ist wohl das Hauptproblem in vielen Fällen. In der freien Wirtschaft, wird das einmal von oben entschieden und dann umgesetzt, aber in der Schule meckert Lehrer, wenn das gemacht wird.

    Dabei kann man im Prinzip mit allen Notenprogrammen arbeiten, man muss sich nur umstelleun und einarbeiten.

    In der freien Wirtschaft hätte ja auch nicht jeder/ jede Mitarbeiter:in jahrelang / jahrzehntelang was weiß ich wie viel in private angeschaffte Geräte geballert, um damit Material zu erstellen, sich Arbeitsstrukturen anzulegen, mit denen er/ sie klar kommt.

    Nun gibt es „Arbeitsgeräte“ mit Programmen, die nicht kompatibel zu eingeführten Clouds sind, einen Adapter für 10 Leute oder auch keinen für niemanden. Das stelle man sich mal in der sogenannten freien Wirtschaft vor.

    Ironie on: Klar, lieber richtig Krieg, dann ist wenigstens richtig Action. Ironie off.


    Siehe Beitrag von Kathie oben….

Werbung