Beiträge von ninale

    Ich habe demnächst ein Elterngespräch vor mir, bei dem es um ein Kind geht, das in der Schule nichts macht und zu Hause über immer größere Entlohnungen funktioniert.
    Ich überlege, den Eltern vorzuschlagen, einen gemeinsamen Fond einzurichten, damit wir dem Kind in der Schule auch neue Nikes, ne Apple Watch oder was auch immer in Aussicht stellen können. Sticker oder Lollis funktionieren nicht mehr (Suspendierungen auch nicht).
    Ich muss nur noch vorher mal durchkalkulieren, welcher monatlicher Betrag dabei anfällt, wenn ich einen bestimmten Stundenlohn für die Gespräche mit den Eltern im Jahr ansetze und diesen dann umrechne, in meinen monatlichen Fondbeitrag. Ob ihm das reicht? Ob sich meine kreative Leistung wohl lohnt?

    @ninale Meine Zweit- und Drittklässler lernen gerade in einzelnen Fächern "projektbasiert" bzw. selbstständig. Glaub mir, solche Ideen sind einfach auch nicht die Heilsbringer in Punkto Nachhaltigkeit. Wir haben es vielleicht lustiger und vielleicht ist mein Lehrerleben easier als Deins.

    1. Ich geb hier ziemlich sicher aus gutem Grund nicht preis, wie ich an der Schule arbeite. Aber woher weißt du das bitte?


    2. Es kann in diesen Zeiten m.E. nicht mehr um eine reine Output-Orientierung gehen. Die Gesellschaft braucht - m.E. egal wo - nicht Menschen, die wissen und können, sondern vor allem Menschen mit Zivilcourage, die sich engagieren und einbringen. Das kann man in einer „herkömmlichen“ Schule nicht fördern. Wenn Kinder sich als selbstwirksam erleben können sollen, müssen sie erleben, dass ihre Talente zählen.

    Nicht schon wieder die Schweiz...


    Warum nicht schon wieder Finnland? Oder, wie vorgeschlagen projektbasiertes Lernen?
    In Schland gibt es etliche nicht-private Schulen, die sich auf den Weg gemacht, um Schule zu verändern, und dabei erfolgreich und stark nachgefragt sind. Und offenkundig funktioniert das auch.


    Leider gibt es hier nur ein beinah reflexartiges Reagieren darauf:

    • Der ist kein ernstzunehmender Wissenschaftler.
    • Bei uns ist alles viel schlimmer, deshalb geht das nicht.
    • Ohne Noten geht es nicht. Das weiß ich schließlich von der Großtochter der Cousine 2. Grades meiner Mutter. sonst lernt Kind nicht lesen oder was auch immer.
    • Das Geld fehlt.
    • Das Personal fehlt.
    • Die Schulleitung ist unfähig.
    • Die Eltern jammern.
    • Die Kinder sind nicht so wie in der Schweiz.
    • Die Vergleichbarkeit ist nur gegeben, wenn alle das Gleiche machen.
    • Lehrer*innen werden in den Burnout geschickt

    Vor einigen Jahren war hier im Forum die Öffnung und Veränderung von Schule und Unterricht eines der oft und produktiv diskutierten Themen. Das gab viele Anregungen für kleine Schritte.


    Leider ist das schon lange nicht mehr so.

    Bei fast 10% funktionaler Analphabeten kann man wohl kaum von kaum von „Schule in bewährter Gestalt“ sprechen und ein Vielfaches an Personal ist auch ohne gemeinsames Häuslebauen dringend geboten. Davon handeln ich weiß nicht wie viele Threads im LF.
    Nur weil wir selber Schule nie anders erlebt haben, können wir sie auch nicht anders denken.


    Ninale

    @ Krabbappel
    Wenn ihr nicht Wechseln könnt und die Schule nicht in derLage ist, die Situation realistisch anzugucken, hilft wohl nur der stete Tropfen. Dass heißt erhöhte Aufmerksamkeit und bei jeder Kleinigkeit andere Eltern ansprechen/ sensibilisieren / in die Verantwortung holen. Es wird mit ziemlicher Sicherheit auch noch andere geben, die es so sehen wie du oder die du allmählich ins Boot holen kannst. Lehrer ansprechen oder auch schriftlich informieren / befragen / rückmelden. Beliebt macht man sich damit nicht, damit hast du ja aber auch kein Problem.Weiter bohren, weiter bohren, bis der Boden mglw. eines Tages reif ist.
    Hoffen auf die Politik, Wunderjugendämter.... ist nicht die Strategie der Wahl.

    Ich habe den Schüler*innen heute ein Nacharbeiten wegen zu viel ausgefallenem Unterricht auf Beschluss der SL verkündet. War lustig das Entgleiten der Gesichter und den sich langsam entfachenden Entrüstungssturm zu beobachten. Bis auf eine Ausnahme- ein Junge grinste mir gleich wissend zu. Dasfiel dann auch den anderen auf
    Danach haben wir einen Test für die Eltern mit schön quatschtigen Antworten zusammengebastelt. Schließlich finden es bestimmt auch die Erwachsenen schön, wenn die Kinder wegen des schlechten Abschneidens am Samstag kommen sollen 8) .

    Hi,
    morgen gibt es ein für mich seltenes Ereignis- der 1. April liegt nicht in den Ferien. :)
    Nun zermatter ich mir das Hirn, wie ich meine Schüler*innen morgen in den April schicken könnte, und bin dabei vollkommen unkreativ.
    Hat jemand eine nette Idee? Am liebsten nichts ganz fieses, wie Unterricht fällt aus oder spontan Diktat schreiben.


    Ninale

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