Beiträge von Joker13

    Grundsätzlich habe ich auch kein Problem damit, wenn solche Inhalte in Werte und Normen Unterricht oder ähnlichen gelehrt werden. Aber ich sehe auch keinen Grund, warum man nicht beides anbieten soll. Wenn Menschen christlich geprägt sind, sollen sie doch auch christlich geprägten Unterricht bekommen dürfen. Wenn der Werte und Normen Unterricht seine Aufgaben erfüllen sollen, wird er nur eine oberflächliche Betrachtung der Dinge liefern. Manche möchten mehr.

    Glauben ist doch Privatsache, oder nicht?

    Kinder in der Schule allgemein (du nennst es oberflächlich) bilden und aufklären, und dann kann zu Hause immer noch nach Lust und Laune vertieft werden.

    Die Eltern können sich das gern für ihre Kinder wünschen (besser noch wäre, die Kinder können es sich selbst wünschen) und dann erfahren sie halt in privaten Bibelkreisen, dem Kindergottesdienst und so weiter mehr über ihre eigene Religionsgemeinschaft.

    Manche möchten mehr von/in der Schule - ja klar, mag sein, aber die Curricula und der Fächerkanon können ja nunmal kein Wunschkonzert für Eltern sein. Manche wünschen sich vielleicht auch Homöopathie oder Astrologie oder Voodoo als Unterrichtsfach, auch die Vergleiche mit "Politikunterricht speziell für FDP-Wähler" oder "Chemiecurriculum durch die BASF geschrieben" fielen weiter oben schon und ich finde die nicht so abwegig.

    Tom123 und an die anderen Befürworter eines konfessionellen Religionsunterrichtes: Die Ziele wie Verhinderung von Radikalisierung, Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens und derartiger fundamentaler Aspekte können doch auch in einem Unterrichtsfach wie Ethik, Werte & Normen, Philosophie oder eben nicht-konfessionell untergebracht werden. Mir erschließt sich weiterhin nicht, weshalb es für all diese Unterrichtsziele nun unbedingt katholischer/evangelischer/islamischer, eben konfessioneller Religionsunterricht sein muss. Das wurde hier im Thread ja nun auch schon häufiger von anderen gefragt, aber bisher für mich noch keine befriedigende Antwort darauf gegeben. Ich lese aber weiter gespannt mit (auch wenn ich finde, dass sich die Diskussion hier schon wirklich stark im Kreis dreht).

    Hierzu werden sicherlich die lieben Kollegen und Kolleginnen mit mehr Erfahrung mit ähnlichem "Klientel" (selbst arbeite ich derzeit in einem rechten Lummerland-Paradies, wo es vergleichsweise selten Disziplinschwierigkeiten gibt) noch ausführlicher antworten und ich habe gerade auch nur wenig Zeit, aber eines möchte ich gerne kurz loswerden: Deine Beschreibung klingt, als hättest du es jetzt bereits im Griff!

    Anders ausgedrückt, deine Frage

    "Ab wann hattet ihr das Gefühl doch, ich habe eigentlich jede Situation schon einmal erlebt, ich weiss ganz genau was ich da tue und habe das voll im Griff!?"

    würde ich für mich persönlich mit "nie" beantworten. Ich glaube nicht, dass dieser Moment bei mir in dieser Form eintreten wird. Natürlich gibt es Momente, ich denen ich sagen würde, ich habe es jetzt gerade voll im Griff - aber eben nicht immer!

    Ich glaube, das macht aber auch gerade einen Teil der Freude an unserem Beruf aus, dass eine völlige Routine und "alles-schon-mal-erlebt" eben nicht eintreten kann, dass es immer menschelt, dass man sich weiterhin täglich reflektieren kann und sollte, dass man aber auch jeden Tag wieder einen Neubeginn wagen kann, wenn der vorige Tag halt nicht so lief.

    Wie gesagt, deine Beschreibung klingt aus meiner Sicht, als ob du gut unterwegs bist: Du reflektierst dein Handeln, du lachst mit den Schülern, du bist ganz offensichtlich gut akzeptiert/respektiert, natürlich läuft nicht alles immer perfekt und reibungslos, aber das muss es ja auch nicht und ich denke eben, das wird es auch nie.

    Soweit mal meine erste Reaktion. Ob ich als "erfahrener Lehrer" gelte, weiß ich allerdings gar nicht, ich bin jetzt auch noch nicht seit 30 Jahren "im Geschäft".

    eine Klangschale. Die kann man bei Älteren anders einsetzen als bei Kleinen

    Bei Älteren dann dem/der Lautesten an den Kopf werfen?

    Manchmal kann man Grundschulrituale auch in der Sekundarstufe noch fortführen, bis in die Oberstufe. Es kommt darauf an, wie man das einführt und vertritt. Zum Beispiel habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, das "Schweigezeichen" augenzwinkernd-ironisch zu verwenden. Die SuS der betreffenden Klasse reagierten dann ebenso ironisch. Aber "ironisch still " war eben auch still und damit war mein Ziel erreicht.

    Im ersten Post steht ja was von "ähnlich Referendariat" und wird explizit die Note 3 genannt. In meinem Schulleitungsgutachten aus dem Ref (in Bayern) stehen auch ziemlich sicher Noten drin. In mindestens einem der drei benoteten Felder nämlich eine 1, und das war sicher nicht die siebenstufige Skala. Daher dachte ich, beim Threadstarter wäre es vielleicht ähnlich. Aber mein Ref ist auch schon eine ganze Weile her.

    Keine Sorge, das habe ich schon. Der Tenor war aber immer: Ich mache mir doch selber nicht den eigenen Stundenplan kaputt (und muß dann selber für die Konferenz anreisen)!

    Das Argument verstehe ich nicht. Der Schulleiter ist doch wohl nicht nur dienstags in der Schule, oder? Eine Schulwoche hat doch mehr als zwei Tage?

    Bleibt weiterhin bzw. erst recht die Frage, weshalb der Personalrat nicht tätig wird. Und die Frage, weshalb nicht online.

    Ich bin hier etwas "late to the party"...

    Ich bin da ganz bei platty, steht nicht im Duden, ist also sowieso kein anerkanntes Deutsch.

    Das ist doch kein Argument. Wenn es ausreichend viel genutzt wird, steht es in ein paar Jahren vielleicht drin. Der Duden erlebt ja durchaus Neuauflagen.

    "Ganz bei jemandem sein" beispielsweise dürfte vor 30 Jahren auch noch* nicht im Duden gestanden haben, das ist ein Neologismus (offenbar der 2000er-Jahre). Pass bloß auf, dass du nicht andere Floskeln verwendest, die immer noch nicht drin stehen!

    um Stereotype aufzubrechen, statt diese zu unterstützen durch meinen Sprachgebrauch. So spreche dann statt über Erzieherinnen und Elektriker über Erzieher und Elektrikerinnen beispielsweise.

    Das mache ich auch häufig so und geht mir persönlich auch leichter von der Hand bzw. über die Lippen als immer bewusst alle Geschlechter zu inkludieren, gebe ich zu. Ich probiere da selber noch viel aus und habe meinen einen Weg noch nicht gefunden. Denke aber, man sollte in jedem Fall nicht zu verbissen sein bei dem Thema (das betrifft beide Seiten), sondern entspannt herangehen, wo immer möglich.

    *Edit: Steht es jetzt überhaupt drin? Habe gerade keinen zur Hand und die Onlineversion mag meinen Adblocker nicht...

    „Meine Tante ist Arzt“ bedeutet meistens „Meine Tante arbeitet bei einer Ärztin in der Praxis als medizinische Fachangestellte“.

    ^^ Das erinnert mich jetzt an diese Stilblüte "Mein Papa ist ein Spekulatius, der verdient Geld an der Börse."

    Leider geht plattyplus nicht auf die bereits, teils mehrfach, genannten konstruktiven Vorschläge ein - allen voran, mal mit der Schulleitung, wahlweise dem Personalrat, das Gespräch zu suchen, ob derlei Konferenzen nicht online stattfinden können, oder zu anderen Zeiten, oder zu wechselnden Zeiten/Tagen.

    Bei mir war der letzte Kurzeinsatz dieser Art die Zulassungskonferenz für die FHR-, AHR- und Techniker-Abschlußprüfungen. Als Klassenlehrer vorlesen das alle zugelassen sind, einmal das Konferenzprotokoll abzeichnen und nach nicht einmal 5 Minuten war ich fertig. Die komplette Konferenz für alle Abschlussklassen dauerte 12 Minuten.

    Weshalb werden solche Konferenzen bei euch nicht online abgehalten? Gerade nach Corona müssten nun doch wirklich alle die dafür nötige Infrastruktur haben.

    Später anfangen! Bin eine Eule. Wie man auch an der Uhrzeit meines Beitrages sieht... Nachmittagsunterricht macht mir weniger aus als frühes Aufstehen.

    Möglichst in einem Rutsch durchkorrigieren, oder in homöopathischen Dosen über mehrere Tage/Wochen verteilt?

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