Wie geht ihr eigentlich damit um in die Schule zu müssen?
Seid ihr gelassen? Seid ihr wütend?
Habt ihr Angst?
Sascha Lobo hat es vor einiger Zeit bei Lanz ganz gut beschrieben.
Ich fühle einen tiefen Groll.
- Ich habe durch viele Äußerungen der vergangenen Monate das Gefühl, dass dem Kern meines Jobs, der Wissenvermittlung, der didaktischen und pädagogischen Begleitung von Lernenden eine tiefe Geringschätzung gegenüber gebracht wird und Schule stattdessen von Politikern, Teilen der Elternschaft und Presse als Betreuungs/Verwahrungsanstalt für Kinder gesehen wird.
- Ich erkenne bei den politischen Entscheidungsträgern keinerlei Verantwortungsbereitschaft und keine Anzeichen einer langfristigen, rationalen, wissenschafts- und faktengeleiteten Strategie zum Umgang mit der Pandemie und dem Bereich Schule im Besonderen.
- Ich sehe den Kern meines Dienstverhältnisses als Beamter "Treue gegen Fürsorge" massiv verletzt.
- Ich begrüße explizit die Schülerselbsttests und bin vor dem Hintergrund des kurzen Aussagezeitraums des Testergebnis absolut fassungslos, dass diese nicht jeden Tag durchgeführt werden. Das verleiht mir das Gefühl, dass es bei dieser Maßnahme um eine reine PR-Aktion geht und führt mich zurück zu Punkt 2 und 3.
Ich möchte gerne meinen Job machen, unter möglichst sicheren Bedingungen und mit dem Fokus auf dem Kern meiner Arbeit!