Beiträge von kodi

    Die Förderschulen finden in der Diskussion aktuell kaum Erwähnung....

    Machen wir uns nichts vor, es geht in der öffentlichen Diskussion um keine Schulform und keinen Schulbeteiligten.

    Es geht um:

    • Journalisten, die im Homeoffice sitzen und von ihren Kindern genervt werden.
    • Mittelschichtseltern, die Angst haben, dass der Sprößling sein Abitur nicht rechtzeitig vor dem Wintersemesterstart abgelegt hat und dass der Abischnitt leidet.
    • Unternehmen, die sich sorgen, dass ihre Mitarbeiter keine Kinderbetreuung haben.
    • Parteien, die darüber "kostenlos" ihr Wirtschaftsprofil schärfen wollen
    • Armin Laschets vs. Söders Machtkampf um die nächste Kanzlerschaft.

    Das sind auch alles irgendwo berechtigte Positionen.

    Ob das allerdings die Positionen sind, die über eine Wiedereröffnung der Schulen entscheiden sollten, halte ich persönlich für sehr fragwürdig.

    Der Unterricht ist für die Kinder das Unwichtigste an der Schule, aber der Schutz vor Gewalt, das regelmäßige Essen usw. ist viel viel wichtiger und nicht umsonst war der erste Hinweis, rufen sie in Familien, wo sie Kindeswohlgefährdung vermuten regelmäßig in der Zeit an und melden sie das an den Kinder- und Jugendnotdienst.

    Genau der Kinder- und Jugendnotdienst bzw. das Jugendamt ist auch dafür zuständig.

    Genauso wie Laien nichts als Lehrer vor Klassen zu suchen haben, ist die Schule kein Ersatz für eine Inobhutnahme durch das Jugendamt.

    Natürlich achtet auch die Schule auf Anzeichen, die eine Einschaltung des Jugendamts erfordern und handelt gegebenenfalls.

    Kinder müssen aber zur Schule um etwas zu lernen und nicht um von Lehrern auf häusliche Gewalt begutachtet zu werden oder um als Inobhutsnahme light zeitweise aus problematischen häuslichen Verhältnissen genommen zu werden. Insofern ist die Argumentation die Schule wieder zu beginnen, um das Kindswohl wegen häuslicher Gewalt zu sichern, kein wirklich gut geeignetes Argument.

    Mach es nicht.

    Du verdienst weniger, wenn du überhaupt eine Stelle bekommst und die Schüler nehmen dich auseinander, weil du nicht gelernt hast, wie Unterrichtspraxis funktioniert und was dabei wichtig ist.

    Zum Thema Unistelle:

    Jede Unterbrechung der Unilaufbahn senkt signifikant deine Aussicht auf eine feste Stelle an der Uni.

    Wenn du da jetzt nichts in Aussicht hast bzw. keinen Karriereplan oder Förderer hast, dann wird das mit großer Wahrscheinlichkeit nichts. Netzwerk ist alles.

    Zu den Unistellen brauchst du einen Plan B und der muß so aussehen, dass du ihn unter Umständen auch dein Leben lang ausführen kannst. Unistellen sind rar. Ich wünsche dir natürlich, dass du eine solche bekommst.

    Ich stelle mir die Fragen nur, da Fr. Gebauer am Freitag in der Pressekonferenz gesagt hat, dass sie davon ausginge, dass die Schulen am 20.4. wieder beginnen würden.

    Natürlich, so wird das sein.

    Es ist doch offensichtlich, dass die Abiturprüfungen das trojanische Pferd sind um den Unterricht wieder zu starten.

    Und natürlich sind dann nicht die Politiker Schuld, wenn die Infektionszahlen danach explodieren, sondern die Wissenschaftler, die sie nicht persönlich davor gewarnt haben, dass auch Menschen ohne Symptome ansteckend sind und das Schulkinder und ihre Eltern Kontakt zu anderen Leuten haben. ;)

    Am erstaunlichen fand ich an der Pressekonferenz, dass Frau Gebauer überhaupt da war. Ich hatte schon Sorge, dass sie selbst ein Corona-Opfer ist, da man vorher wochenlang nichts von ihr gehört hat und auch die offiziellen Mails nur von subalternen Ministeriumsmitarbeitern kamen.

    Ganz großes Führungsversagen!

    Hmhh, ich stelle mir gerade vor, wie bei uns Schule weiter funktionieren sollte, wenn wir wieder anfangen würden und alle aus dem Kollegium mit Hochrisiko daheim bleiben müssten. Wenn man also alle mit hohem Blutdruck, Asthma, Krebsvorerkrankung, Diabetes außer Dienst stellt, ist an normalen Schulbetrieb eigentlich nicht zu denken. Bei uns wären geschätzt 20 Prozent rauszunehmen.

    Genau!

    Vom Rest erkranken dann nochmal 20% an "normalen" Krankheiten, weil sie durch den Stress, der durch die ausufernden Vertretungen entsteht, ein angeschlagenes Immunsystem bekommen.

    Dazu kommt, dass das viele Vertreten, dann natürlich wie eine Gruppenparty wirkt, sodass garantiert jeder mit jedem in Kontakt kommt. Happy Corona. ;)

    Werden (in NRW) eigentlich Schutzmasken für die Zeit der Betreuung gestellt? Gibt es da irgendwas Rechtliches?

    Es dürfen ja nur gesunde Kinder zur Betreuung kommen. Also braucht es keine Schutzmaßnahmen jenseits der normalen Vorsichtsregeln. :P

    Das dürfte vermutlich die offizielle Antwort sein. ;)

    Ansonsten hat Susannea völlig Recht. Es ist absolut klar, dass medizinisches Personal und Rettungsdienste erste Priorität bei der Ausstattung haben müssen! Und das ist schon schwierig.

    Meine Stadt ruft im Moment zum Spenden von Masken auf. Ich hab meine FFP3-Masken, die ich mal für eine Renovierung gekauft hatte, schon abgegeben.

    Wenn einzelne Kollegen, aus Infektionsschutzgründen längere Zeit die Betreuung machen sollen, dann liebe Schulleitungen, gebt diesen Leuten, wenn ihr sie einteilt dafür, doch bitte einen Freifahrtsschein an anderer Stelle.

    Was kann man diesen Leuten denn realistisch anbieten? Ich hab da lange drüber nachgedacht, aber letztlich fiel mir nichts ein, was ich diesen Kollegen sicher zusagen könnte.

    Quoten haben immer das Problem, dass sie leicht die Qualifikation der quotierten Gruppe in Zweifel ziehen.

    Etwas komisch ist allerdings der Posten der Gleichstellungsbeauftragten. Der sollte meiner Meinung nach situationsbezogen von der Minderheit besetzt werden oder immer von beiden Geschlechtern.

    Naja, früher gab es auch schonmal Kurzschuljahre. Das ging auch. Es gibt in jedem Fach unterschiedlich relevante Unterrichtsinhalte, sodass man da durchaus etwas kürzen könnte ohne zu großen Schaden anzurichten... vor allem wenn man die Lerninhalte und den Kompetenzerwerb mal langfristig aus Outcome-Perspektive betrachtet.

    Das einzige wo eine Lösung her muß, sind die Abschlußprüfungen Klasse 10 und die Abiturprüfungen.

    Persönlich bin ich der Meinung, dass man aus sachlicher Sicht diese Abschlüsse auch aus der Schullaufbahn, genauer den letzten Zeugnissen, ermitteln können sollte. Da müßten sich die Juristen und Politiker natürlich zusammensetzen, um entsprechende juristisch sichere Gesetze/Erlasse zu beschließen.

    Ich habe irgendwie seit der neuen Forensoftware Schwierigkeiten beim Kürzen von Zitaten in der WYSIWYG-Ansicht des Editor.

    Beim Löschen von Zitat-Teilen wird das Layout in für mich nicht vorhersehbarer Art und Weise zerhackstückelt, sodaß Zitate plötzlich von mir geschriebene Kommentare umfassen und ähnliches...

    Inzwischen stell ich die grafische Ansicht des Editors schon aus, wenn ich meine Beiträge formatiere und die Zitate enthalten.

    Geht das noch jemandem so?

    Habt ihr einen Tipp, was ich eventuell falsch mache?

    Insgesamt glauben diejenigen, die mich kritisieren...

    Dich persönlich kritisiert keiner, sondern allenfalls die Pauschalaussage und die Struktur des Seiteneinstiegs.

    Insgesamt glauben diejenigen, die mich kritisieren (bis hin zu Wollsockes, "was fuer ein Sch--), das man die Verhältnisse in den schwierigen Klassen schon hinbekommen hätte, wenn man denn eine "ordentliche" pädagogische Ausbildung genossen hätte.

    Ja, da hast du Recht. Wenn du die entsprechenden Techniken an die Hand bekommen hättest, dann wäre es vermutlich weit leichter für dich gewesen. Da kannst du persönlich nichts zu, sondern das ist ein strukturelles Problem der Art und Weise, wie in vielen Bundesländern der Seiteneinstieg organisiert ist. Vertretungskräfte stoßen auf das gleiche Strukturproblem.

    Ich frage mich dann aber auch: Kommt ihr aus dem Bereich Naturwisasenschaften ?

    Habt ihr schon einmal eine 7, 8, 9, Klasse in einem für optische Versuche verdunkelten Raum erlebt ? Habt ihr schon mal mit einer Klasse an Bunsenbrennern gearbeitet oder Gruppenarbeiten betreut, bei denen echte Teamarbeit an technischen Geräten verlangt war ?

    Physikunterricht in allen Klassen :thumbup:

    Schülerexperimente in 80% aller Physikstunden:thumbup:

    Optikunterricht mit abgedunkeltem Klassenraum :thumbup:

    Arbeit mit Bunsenbrennern :thumbup:

    Technikunterricht an Maschinen:thumbup:

    Diejenigen, die glauben etwas mehr "classroom Management" reicht,

    Vielleicht kommt das jetzt bei mir falsch an, aber das klingt für mich so, als schätzt du den Stellenwert von Classroom Management tatsächlich nicht adäquat ein, sondern unterschätzt die Wichtigkeit.

    Die meisten Seiteneinsteiger können Anfängern im Praktikum gutes Experimentieren beibringen. Sie kennen mögliche Fehler und bringen viel Geduld mit. Aber all das ist nicht möglich in beschriebenen schwierigen Klassen, selbst mit nur einigen wenigen Lernverweigerern und Störern, die noch dazu im Fachraum bleiben müssen und die man nicht zu einer "Lerntheke, einem Auszeitraum, oder zum Schulleiter schicken kann.

    Das ist tatsächlich ein Fokus auf die falschen Kompetenzen.

    Du brauchst Klarheit, Struktur, einen allgegenwärtigen Blick, Präsenz und in jeder Situation klare Konsequenz um eine Klasse zu unterrichten. Gedult alleine greift da zu kurz. Die Herausforderung ist nicht das Management der individuellen Lernsituation sondern das Management der sozialen Lernsituation.

    Ausschluss von Schülern ist dabei übrigens auch in der Regel kein adäquates Mittel, sondern letztlich nur die Konsequenz davon, dass das Classroom Management vorher schief gelaufen ist.

    ... und natürlich gibt es auch nach Jahren Erfahrung bei jedem Kollegen immer mal wieder vereinzelte Stunden, wo das schiefläuft.

    Ich würde mir für das Forum wünschen, dass Moderatoren zukünftig unter ihrem echten Namen auftreten.

    Das finde ich keine gute Idee.

    Ich möchte nicht, dass die Moderatoren wegen ihres freiwilligen (und für unsere Community wichtigen) Einsatzes hier in Gefahr laufen, von unzufriedenen anonymen Nutzern im RL gestalkt zu werden.

    Das mag jetzt nicht die Gefahr beim Threadersteller sein, aber jedes Forum wird irgendwann von einzelnen verbitterten Usern geplagt.

    Ich glaub der Tipp sollte eher heißen:

    Geht nicht in Quereinstiegsprogramme, die keine dem Ref vergleichbare Betreuungs-/Lernphase haben.

    Ein Positivbeispiel ist da meiner Ansicht nach OBAS in NRW. Das ist quasi Referendariat für Quereinsteiger. (Auch das kann man natürlich besser machen.)

    Letztendlich ist das Classroom-Management eine der entscheidenden Fähigkeiten als Lehrer. Das kann und muss man Lernen. Es gibt Techniken, wie man schwierige Situation antipiziert, sie vermeidet/nicht aufkommen läßt und wie man mit ihnen umgeht und sie löst. Das können nur die wenigsten intuitiv von alleine. Leider wird dieser Teil unsereres Jobs von Schulexternen meist nicht als "Lehrerfachwissen" anerkannt und von viele Nichtlehrern völlig unterschätzt.

    Entsprechend ist es ziemlich fahrlässig Berufseinsteiger oder Quereinsteiger ohne eine entsprechende gründliche Weiterbildungsmaßnahme in dem Bereich im Schuldienst arbeiten zu lassen.

    Übrigens ist so eine Daumenregel, dass du nach dem Ref/Vorbereitungsdienst noch ca. 10 Jahre benötigst um alle lehrerrelevanten Kompetenzen voll zu entwickeln.

    Folgende Gegenstände solltest du prüfen:

    1. Mineralien (unten 5./6. Fach von links, oben 5. Fach von links, unten 3. Fach von links)
    2. Fluoreszenzschirm (unten Mitte) - eventuell Strahler unter der Fluoreszenzschicht (Typnummer nachgucken)
    3. Weißes Pulver (sicherheitshalber) - Was das ist wäre Spekulation, ich kenne jedoch mindestens ein loses radioaktives Präparat, dass so aussieht und früher mal in Sammlungen war.

    Nicht erkennbar:

    1. oben 1. Fach von links
    2. oben 2. Fach von links (Inhalt der Glasflasche)
    3. oben 6. Fach von links (Quader - Dichteprüfstück?, Mineralien)


    Unkritisch:

    1. Hufeisenmagnet (unten ganz links)
    2. Zählrohre unten (unten 4. Fach von links)
    3. Katzenfell und Draht (oben 3. Fach von links)
    4. Korken, Bleistücke, Draht (oben 4. Fach von links)

    Den Glühstrumpf sehe ich nicht.

    Erstes Herangehensweise wäre die unklaren Gegenstände mit dem Geigerzähler zu messen, ob sie überhaupt radioaktiv sind.

    Falls du keinen anderen dir bekannten Geigerzähler in der Sammlung hast: Du hast zwei Zählrohre. Schau bei dem dickeren die Typennummer (Leybold oder Phywe) nach und guck in der Sammlung nach dem zugehörigen Zähler und der Anleitung.

    Bei uns in NRW wären die offenen Präparate (Mineralien, Pulver, Glühstrumpf, etc.) nur erlaubt, wenn sie unterhalb der Freigrenze liegen.

    Problem ist dabei, dass du die Zusammensetzung der Mineralien nicht kennst und damit auch nicht die Freigrenze.

    Die alten thorierten Glühstrümpfe liegen in der Regel darüber. (Deshalb verkaufen die Lehrmittelfirmen sie nun geviertelt... dann liegen sie darunter...)

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