Beiträge von kodi

    Das Problem sind nicht die Fälle, wo alles gut geht oder das Kind damit super umgeht.

    Das Problem sind die Fälle, wo das nicht so ist, der Lehrer ggf. noch Fehler macht und dann hinterher verklagt wird, durch die Presse geschleift wird und alle sagen "hätte der doch... wie kann man nur... ist doch klar, dass dies und jenes zu tun gewesen wäre..." etc.

    Ich bin Profi im Bereich Lehren, Lernen, Wissensvermittlung und Erziehung im schulischen Kontext.

    Ich bin kein Arzt, kein medizinischer Fachangestellter etc. Ich kann erste Hilfe im Rahmen eines medizinischen Laiens leisten und im Notfall den Rettungsdienst rufen.

    Alle anderen medizinischen Erwartungen darüber hinaus sind rücksichtslos, verantwortungslos und übergriffig.

    NRW:

    Sie dient dazu die Wertigkeit der Ämter zu differenzieren und gilt nur für die jeweils benannte Besoldungsgruppe der entsprechenden Laufbahn.

    Konkret, um das Einstiegsamt Gymnasium mit A13Z zum Beispiel vom Einstiegsamt Sonderpädagogik A13 zu differenzieren. Oder ganz ganz früher vom Einstiegsamt Realschule als das noch A13 war.

    Mit dem ersten Beförderungsamt (A14) fällt die Zulage bei Gymnasiallehrern dann weg.

    Der Preis für die Besserstellung vorher ist also, dass der Gehaltssprung bei der ersten Beförderung weniger attraktiv ist, als bei den Ämtern ohne Zulage.

    Für Beförderungsämter kann es dann allerdings wieder Funktionszulagen geben. Die sind zum Teil ziemlich attraktiv, aber dann halt an Bedingungen gebunden, z.B. 1. Konrektor einer Schule bestimmter Größe.

    Ich wette, dass in den weiterführenden Schulen nicht mehr so viel verglichen wird und habe den Eindruck, dass Eltern sich in der Grundschule viel mehr einmischen.

    Das ist mit Sicherheit so. Ich merke sehr deutlich, dass das Elternengagement mit höherer Klassenstufe rapide abnimmt und nur kurz vor der Abschlussprüfung noch einmal aufflammt.

    Ich nehme an, dass das einerseits daran liegt, dass erst einmal die Laufbahn klar ist, Eltern den Schulstoff weniger verstehen und sich andererseits die Kinder und damit erzwungenermaßen auch die Eltern abnabeln.

    Letztendlich ist es doch in der Praxis egal, ob man in einem Bundesland lebt, wo unentschuldigtes Fehlen als ungenügend gewertet werden kann oder nicht. Der Schüler wird Lücken haben, die auch in der Regel auf den Unterricht durchschlagen werden, bei dem er anwesend ist. Sollte das in Ausnahmefällen nicht so sein, ist es doch auch gut. Wir strafen ja keine Schüler ab, sondern bewerten deren Lernstand.

    Eine Einarbeitung ist an der Schule nicht vorgesehen. Dafür gibt es keine Ressourcen. Das liegt daran, dass immer noch davon ausgegangen wird, dass Lehrer mit einem Referendariat starten und dort eingearbeitet werden. (Deshalb gibt es dort auch Entlastungsstunden für die Mentoren).

    Das entspricht heute natürlich oft nicht mehr der Schulrealität.

    Frag deine Schulleitung, wo und von wem du die nötigen Informationen bekommst.

    Solange deine Vertragsunterbrechungen nicht länger als 6 Monate sind, behältst du deine Stufenzuordnung. Allerdings müssen die Stufenlaufzeiten für eine Höherstufung (nahezu) ununterbrochen durchlaufen werden. (Unterbrechung < 1 Monat, Mutterschutz und ähnliches ist ok)

    Deine Berufserfahrung wird nur anerkannt, wenn sie gleichwertig und gleichartig ist. Das heißt du musst sowohl im wesentlichen die gleiche Tätigkeit gehabt haben als auch gleich bezahlt worden sein.

    Dein Doktortitel ist als solcher völlig irrelevant. Bei der Anerkennung wird geschaut, ob die Studieninhalte irgendwie zu den Lehramtsinhalten passen.

    Grundsätzlich ist der Weg der Entfristung fast immer der schlechteste Weg in den Schuldienst, wenn man Alternativen hat.

    Dabei wird dein Vertragsstand quasi eingefroren. Du kannst nicht an Z-Kursen teilnehmen, die Beförderungsämter sind gesperrt, du kannst deine Stundenzahl nicht erhöhen, wenn die Schule oder die Personalstelle das nicht will, etc. Ein Haufen Nachteile, die man erst mit der Zeit merkt.

    Und wie arbeitseffizient ist es, für eine Nachschreibeklausur andere Schwerpunkte und einen anderen EWH zu erstellen?

    Das ist sicher fachabhängig. In Mathe ist das quasi gleich viel Arbeit als nur die Aufgaben gegen vergleichbare zu tauschen. Also zumindest wenn Tausch mehr als Faktor 0,6 in 0,7 ändern ist... ;)

    Beim ersten Mal kann man sogar die identische Klausur stellen, weil die SuS' damit gar nicht rechnen - und besser wird die Klausur (bzw. deren Ergebnis) dadurch keinesfalls.

    Das funktioniert bei meinen Schülern auch.

    Vielleicht sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, eine Nachschreibeklausur möglichst "fies" zu stellen.

    Klausuren "fies" stellen finde ich immer eine irritierende und extrem unprofessionelle Haltung.

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