im Film: diesem sehr authentischen "1 Trigger, 20 Leute schreien empört in der Gegend rum".
Das ist überhaupt mit der nervigste Teil am gesamten Job für mich, dieses ständige Rumgezeter.
im Film: diesem sehr authentischen "1 Trigger, 20 Leute schreien empört in der Gegend rum".
Das ist überhaupt mit der nervigste Teil am gesamten Job für mich, dieses ständige Rumgezeter.
Dafür war Ruhe im Karton. Letztlich auch nur eine andere Art von Holzweg im direkten Vergleich mit heutigen Zuständen.
Die Story, dass eine Sekretärin Schüler und Kollegen beklaut, war schon ein extrem absurder Aufhänger. Davon abgesehen fand ich die Unterrichtsszenen vom transportierten Grundgefühl her aber stellenweise unangenehm authentisch, war schon am Fernseher von diesem ganzen Klassenvibe massiv genervt (angefangen bei der Klatscherei in einer der ersten Szenen) und dachte zwischenzeitlich mehrfach "das ist einfach wirklich ein ätzender Job".
Das Ende habe ich leider durch Arbeiten nebenbei verpasst, nehme aber an, bei dieser Art Film war es irgendwas offenes...
Gefiel mir insgesamt jedenfalls nicht.
Bei uns am BK läuft in der Hinsicht auch sehr viel, von Berufsberatung über Betriebe/Jobmesse im Haus bis zur aktiven Unterstützung bei der Praktikumssuche im Vollzeitbereich. Am BK finde ich das aber auch richtig verortet und angemessen, denn da liegt der komplette Fokus der Schule ja darauf, Schüler bestenfalls in Ausbildungen unterzubringen bzw. diese erfolgreich zu begleiten.
Aus Sicht von jemandem, der 9 Jahre am Gymnasium war, verstehe ich aber auch, warum der Stellenwert dort ein anderer ist und die ganzen KAoA-Aktivitäten eher nebenbei laufen. Gerade in der Mittelstufe ist das Thema Berufswahl für die Schüler noch so weit weg, dass der tatsächliche Nutzen dieser Tage doch eher überschaubar ist. Bei der Potentialanalyse kamen auch oft Ergebnisse raus, die für die Schüler nicht so richtig nachvollziehbar und hilfreich waren. Meines Erachtens bräuchte es mehr Berufsorientierung in der Oberstufe, der Mittelstufenteil hat aber eher den Charakter von verordnetem Aktionismus.
Ich bin jetzt die falsche Schulform, aber ich erwarte folgendes:
- Ansage an die Schüler: Kein Beruf der Eltern/Verwandtschaft. Kein Praktikum in Schulen.
- Hilfe bei der Erstellung einer seriösen/professionelle Bewerbung um ein Praktikum. Da muss man bei uns an der Realschule sicher mehr und aktiver unterstützen als am Gymnasium. Aber auch Gymnasiasten müssen zumindest wissen, wie der Mindeststandard aussehen soll.
- Vermittlung von Praktikumsplätzen zumindest in der 2. Runde. Dh. wenn ein Schüler 2-3 Absagen kassiert hat, sollte die Schule helfen und einen Platz bei einem Partnerunternehmen vermitteln.
Und aus welchem Zeitkontigent soll so ein Rundumservice abgezwackt werden? Dass das vielleicht wünschenswert wäre, verstehe ich, halte ich aber für völlig unrealistisch. Welches Gymnasium hat denn "Partnerunternehmen"? Wer pflegt diese Beziehungen? Und rechtfertigen drei Schnuppertage diesen ganzen Aufwand?
Das mag sein, ja. Dennoch ist der Tag ja eher ein diffuses Investment, wenn man darauf hofften muss, dass der Achtklässler sich 5 Jahre später nach dem Abitur eventuell noch erinnert und für eine Ausbildung interessieren könnte.
Okay, das stimmt schon.
Betriebe werden für das Durchspielen eines nicht benötigten Bewerbungsprozederes schlicht keine Zeit und Nerven haben. Nutzen haben sie von 1-Tages-Praktikanten sowieso kaum und man sollte sich lieber über jeden freuen, der sich überhaupt dazu bereit erklärt😊
Dass du das alles prima hinbekommen hast, ist toll. Aber das trifft doch nicht auf alle Menschen zu.
Bewerbungsschreiben sind doch Lehrplanthema. Englisch ziemlich sicher Klasse 9, Deutsch auch so um den Dreh (?). Man kriegt also schon durchaus, was man braucht.
Das Bewerbungsmaterial ging bei uns übrigens aus den Fächern in den KAoA Ordner.
Alles anzeigenUnd dann hagelt es Absage um Absage. Und dann stehen die Kids plötzlich da und wissen nicht weiter. Da erwarte ich schon, dass sich die Kollegen dann mal hinsetzen und schauen, wo noch eine Bewerbung möglich ist oder woran es gelegen hat.
Und nicht: da musst du dann schon alleine was finden. Wenn du bis zum Herbst nichts hast, gibt’s Ärger.
Auch Bewerbung, Lebenslauf etc. wurden nicht im Unterricht thematisiert. Oder Berufsfelder aufgezeigt.
Ich hab das für meinen Sohn geleistet. Aber das können nicht alle Eltern.
Du unterschätzt vielleicht die Selbstständigkeit von 13/14/15-jährigen. Telefonieren, Mails schreiben etc. Das ist eine Hürde für viele.
Wenn das alles das Programm KAoA nicht hergibt, dann ist es Mist und kann weg.
EDIt: das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung. Und das schrieb ich auch bereits: die Ausgestaltung scheint sehr unterschiedlich zu sein.
Okay, hagelnde Absagen sind natürlich ein Problem.
Ansonsten bin ich mir recht sicher, dass die meisten unserer Schüler gar keine Lebensläufe geschrieben haben (was soll da bei 8./9.klässlern auch drinstehen), sondern mündliche Anfragen reichten.
Wie habt ihr das denn früher gemacht? Ich hab mir ein Telefonbuch genommen und Firmen angerufen, keine Eltern haben da überhaupt gar nichts gemacht. Meine Freundin ist persönlich hingegangen und hat geklingelt und angefragt, ich hab um die Ecke gewartet.
Das ist mit heutigen Informations- und Kommikationsmöglichkeiten doch alles 1000x einfacher.
schon allein deswegen, weil sie mit der Suche nach Praktika völlig alleingelassen werden
Ernsthafte Frage, welche Art von Hilfe wird denn da erwartet? Man klappert Firmen eines Berufsfeldes, das einen interessiert, ab, und fertig.
Ich meinte damit, jede Auseinandersetzung ist erstmal besser, als gar keine. Dass "nur" geredet wird und ansonsten nicht viel passiert, ist ja nicht ganz falsch - dennoch besser, als komplett über Themen hinwegzusehen.
So eine Pappfigur von Putin hat diesen zumindest so geärgert, dass er Jacques Tilly verklagen lässt
Worauf ich mir ja irgendwie einen schärferen Konter versprochen hatte als das, waskam, aber okay 😊
Labern ist immer noch besser, als komplett zu ignorieren, was so passiert. Zu zu vielen Themen ist es still.
Ich finde Berufsorientierung wichtig. Ich kritisiere nur diese 3 einzelnen Tage und die zwanghafte KAoA Anbindung in den Fachcurricula, wenn man sie mühsam konstruieren muss. Potentialanalyse, längere Praktika, Berater in der Schule usw. finde ich sehr sinnvoll.
Das klingt schon weniger verwirrend 😄
Keine Ahnung, ich habs damals nur zur Kenntnis genommen. Lernfortschritt ist egal, den gibts bei einer Suspendierung auch nicht. Wir hatten auch so lustige Maßnahmen wie "Schüler muss 2 Wochen mit der Klassenleitung durch alle Lerngruppen tingeln, Fachlehrer stellen Material, an dem währenddessen dann gearbeitet werden kann".
(für die betroffene Klassenlehrkraft übrigens auch extrem "schön")
Teilzeitantrag ging entgegen meinen Erwartungen nochmal durch 🥳
Ist es rechtlich denn tatsächlich zulässig, den Tag dann zum Praktikumstag zu machen? Ich bin ziemlich sicher, dass unsere Schüler, die ein paar Tage die Woche im Praktikum sind, gestern auch frei hatten. Sagte Freitag jedenfalls jemand.
So oder so, für die Schüler ist das echt unverschämt - würde ich auch nicht hingehen^
Ist das so? Wir hatten das ma für 1-2 Wochen oder so.
Nö, selbst in Düsseldorf nicht.
Wir legen da einen unserer beweglichen Ferientage hin.
Crazy. Ich dachte immer, der Tag sei gesetzt.
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