Maylin85 : Dann hast du dir anscheinend unter der Arbeit am BK tatsächlich etwas anderes vorgestellt. Eine berufliche Schule ist aber nun mal weit mehr als nur Berufsschule (die an meiner Schule tatsächlich nur einen kleinen Teil ausmacht; wir haben schon lange viel mehr SuS in den Vollzeitbildungsgängen als in den Berufsschulklassen). Ich finde es, ehrlich gesagt, doch etwas seltsam oder - wie du selbst sagst - reichlich naiv, dass dir dies nicht klar war und du dich vor deiner Bewerbung an einem BK offensichtlich gar nicht näher mit dieser Schulform befasst hast.
Tut mir leid, dass du dich in einigen Bildungsgängen (denjenigen, in denen sich eine schwächere SuS-Klientel findet) schon nach so kurzer Zeit dermaßen unwohl fühlst. Vielleicht solltest du über kurz oder lang doch wieder versuchen, ans Gymnasium zurückzugehen?
Meine Priorität war, auf gar keinen Fall mehr mit Kindern zu arbeiten. Und auch generell nicht an Kinderschulen mit ihren absurd vollgestopften Terminkalendern und Abendterminen. Insofern war BK alternativlos, völlig egal, was mich da erwarten würde. Die Rahmenbedingungen gefallen mir auch deutlich besser als das, was ich an Gymnasien erlebt habe, und ich habe auch ein paar richtig tolle Lerngruppen, unterm Strich ist es also okay. Mir geht es auch überhaupt nicht um schwächere oder stärkere Klientel.. mit schwachen, aber "netten" Lerngruppen habe ich absolut keine Probleme und gehe gerne rein. Aber ich bin einfach keine Sozialtante und bringe leider sehr sehr wenig Verständnis dafür auf, dass sich Leute, die ihre bisherige Schullaufbahn so royal verkackt haben, dass sie überhaupt in diesem Bildungsgang gelandet sind (was man ja erstmal schaffen muss!), dann auch noch so komplett gestört verhalten. Dafür bin ich definitiv nicht Pädagoge genug.
Quittengelee hat schon recht, man ist in diesen Stunden plötzlich die Förderlehrkraft, die man nie sein wollte und für die man (in meinem Fall) auch schlicht nicht die passenden Charaktereigenschaften mitbringt 🙈