Beiträge von Maylin85

    Gemeint war, dass Schülerschaften (und der ganze Rattenschwanz, der da von Ordnungskonferenzen über Mehrabsprachebedarf bei Inklusion bis ganz schnöde hin zu den eigenen Nerven dranhängt) unterschiedlich anstrengend sein können.

    Sagst du. Mein Golden Retriever sieht das GAAAAAAZ anders. Bei dieser Rasse pendelt jede Körperzelle konstant sämtliche in der Umgebung befindliche Wasserquellen aus. Sollten diese noch nicht in badefähiger Höhe erquicklich sprudeln, wird selbstredend direkt Pfote angelegt, zum Abtragen überflüssiger Erdschichten. Ich versichere dir aus mehr als 22 Jahren mit Golden Retriever, dass das überraschend häufig unvermutete Wasseradern oder zumindest ausreichend taugliche Matschlöcher zutage fördert. :lach:

    Exakt deswegen hab ich mich seinerzeit gegen diese Rasse entschieden. Wenn irgendwo random im Wald irgendein Hund fröhlich aus irgendeinem Matschloch klettert, ist es zu 99% ein Retriever 🙈

    In der Realität ist es dann nämlich so:

    Diplomphysiker ginge am Gymnasium völlig baden, da dafür nicht qualifiziert.

    Gymnasiallehrer hat Probleme an der Realschule, da dafür nicht ausreichend qualifiziert und geht in der Grundschule baden.

    Realschullehrer geht trotz GHR-Studium zumindest im Anfangsunterricht der Grundschule völlig baden, da dafür nicht qualifiziert.

    Ist das wirklich so? Ich hab Gym/Ge studiert, das Ref am Gymnasium gemacht, war danach an einer Realschule, dann an 2 Gymnasien, dann am Weiterbildungskolleg und jetzt am Berufskolleg. Letztlich ist der Job doch überall mehr oder weniger gleich. Und kann auch ganz prima von Quer- und Seiteneinsteigern gemacht werden.

    Ich finde, die Lehramtsqualifikationen werden immer ein bissi wichtiger geredet, als sie letztlich sind. Inhaltlich sollte ein studierter Mensch an keiner Schulform überfordert sein und der Rest hängt nicht unwesentlich an zwischenmenschlichem Gespür bzw. daran, ob man sich auf die jeweilige Altersstufe einstellen kann und will.

    "Die Eltern haben diverse Experten für das Krankheitsbild an der Hand, auch die Schulpsychologische Beratung, welche gerne ein Gespräch mit der Schule begleiten möchten um dringend notwendige Maßnahmen zu besprechen. Die Schule lehnt das alles ab."

    Man mag nun über die Motive spekulieren. Ich lese da durchaus "Gefahr im Verzug" heraus, so dass ein erstes Gespräch ohne Fachpersonal aus meiner Sicht nur ein rein informativ-organisatorisches Gespräch sein kann mit der klaren Perspektive, dass sich zeitnah ein weiteres Gespräch mit Experten anschließt.
    Falls die Schule dies verweigern sollte, wäre ein Rückzug auf die Auslegungsmöglichkeiten von § 5 Schulgesetz schon ziemlich armselig.

    Wenn es aus Sicht der Schule überhaupt kein Problem und keine stichhaltigen besprechenswürdigen Vorfälle gibt, finde ich es schwierig, mit "Gefahr im Verzug" zu argumentieren - das trifft auf den schulischen Kontext ja scheibbar gar nicht zu.

    Vielleicht kann das zweite Elternteil per Telefon oder Videokonferenz zugeschaltet werden?

    Wenn sich die Probleme in der Schule gar nicht zeigen, verstehe ich grundsätzlich schon, dass die Schule keinen Anlass für Maßnahmen sieht. Ihren Teil der Arbeit am Kind leistet die Schule ja offensichtlich zufriedenstellend und sich dann von irgendwelchen "Experten", die das Kind gar nicht im Unterricht kennen, zum Umgang im schulischen Kontext belehren zu lassen - schwierig!


    [OT, ist "besonderes Kind" neuerdings politisch korrektes Sprech für Förderstatus? Hab ich noch nie gehört und überlege gerade, ob es bei mir als Lehrkraft nicht auch irgendwie den Eindruck des überbehütenden Helikopterns verstärken würde, wenn Eltern so sprechen.]

    Es geht doch gar nicht um "das Kind", sondern um "Kinder". Frage daher: wie viele Kinder sollen denn da mit zum Gespräch genommen werden? Wenn es sich um Verhaltensstörungen handelt, die das Gespräch massiv stören könnten, kann ich das Ansinnen der Schule schon verstehen. Man möchte solche Gespräche ja auch (zeit)effizient führen.


    [Ich finde es übrigens sehr ungewöhnlich, dass eine Schule solche Ansagen erteilt. Gab es denn evtl. bereits Gespräche, bei denen die Kinder anwesend waren und das Gespräch gestört haben?]

    Spannender Faden. Ich hab mein Piepsen vor 20 Jahren von der Formel 1 mitgebracht, weil wer braucht auf einer hinten geschlossenen Tribüne an einer Hochbeschleunigungsstelle schon einen Gehörschutz 🙄 Ein durch Lautstärke ausgelöster Tinnitus ist meines Wissens tatsächlich nicht " heilbar", daher übe ich mich in Ignoranz. Gelingt mal besser, mal schlechter, und ist generell auch sehr stressabhängig.

    Ich finde aber insgesamt auch interessant/erschreckend, wie viele Leute mittlerweile betroffen sind.Danke für den Thread - einige Anregungen finde ich durchaus hilfreich 😊 Der TE alles Gute!

    Sinnvoller wäre, sämtliche Freibeträge und Auszahlungen zu streichen und flächendeckend kostenlose Angebot für Kinder zu schaffen. Schulfrühstück, Mittagessen, sämtliche Materialien, Schwimmkurs, Vereinsmitgliedschaften, Gutscheinkontingent für Kultur- und Freizeiteinrichtungen etc. pp.

    Bei Teilzeit aus familienpolitischen Gründen und Elternzeit liegt der Anteil von Frauen an Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf bei 99% (Quelle: Gleichstellungsplan 2021-2025). Da es ja eher selten der besser verdienende Partner ist, der die Betreuung übernimmt, finde ich schon naheliegend, dass viele Lehrerinnen nach oben heiraten. In meinem Dunstkreis fällt mir exakt ein Fall ein, wo Frau Lehrerin die Besserverdienende ist, aber da wurde auch bereits im Studium geheiratet.

    Das ist aber nicht wirklich lehrerspezifisch, sondern allgemein nach wie vor weitverbreitet zu beobachten, oder? Weder in meiner Familie noch im Freundeskreis gibt es Gegenbeispiele.

    Ein Kind ist ganz einfach genauso wenig "Job", wie Haushalt, Garten, Einkaufen, Haustier, etc. pp. "Jobs" sind. Das sind ganz sicher alles mehr oder weniger zeitintensive Aufgaben, aber Jobs generieren fürgewöhnlich Einkommen und bestreiten den Lebensunterhalt (ok, wenn die Zuschläge noch ein paarmal erhöht werden, überarbeite ich das ggf. nochmal 😄).

    Ich duze die meisten meiner Schüler, sogar im Beruflichen Gymnasium, weil es denen dort lieber ist. In der Ausbildungsvorbereitung natürlich sowieso, wenn ich die sieze, würde ich gar nicht verstanden werden.

    Spannend. Ich bin da gerade neu drin und kam gar nicht auf die Idee, jemanden zu duzen. Auch nicht in IFK..

    Herr/Frau X finde ich allerdings auch extrem sperrig und hätte ein Problem damit, auf die Variante Sie + Vorname verzichten zu sollen. Erscheint mir etwas fragwürdig und die Frage nach dem Umgang mit nonbinären Menschen ist tatsächlich auch ein sachliches Gegenargument.

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