Für den Unterricht stelle ich mir das sehr ätzend vor, wenn es aber wirklich keine Auswirkungen hat, kann ich wiederum auch verstehen, dass es zum Blaumachen einlädt. Wichtig ist am Ende ja nur die Prüfungszulassung - wenn man hier korrekte Noten setzt, bekommen die Dauerabwesenden ihre Quittung ja vermutlich spätestens hier und sind dann halt raus. Was spricht dann dagegen, bis dahin einfach normalen Unterricht - also ohne große Rücksichtnahme auf Gelegenheitsteilnehmer - mit den (ggf. wenigen) Anwesenden durchzuziehen?
Beiträge von Maylin85
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Sehe ich anders. Bei Schul- wie auch Stundenschluss muss das Gebäude/die Klasse meines Erschtens sofort verlassbar sein. An meiner letzten Schule hätten die Kids den ersten Bus sonst auch gar nicht bekommen - zwischen Klingeln und fahrplanmäßiger Abfahrt lagen 2 Minuten. Zwar direkt vor der Schule, aber man muss ja dennoch erstmals durchs Gebäude und über den Hof.
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Die Arbeitszeit ist ein Scheinmessinstrument, da es den Output der Arbeit nicht erfasst.
Das ist in absolut jedem Job so.
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Ja, natürlich muss Pflege von Rente und Erspartem bezahlt werden. Ist doch in Ordnung. Wo das nicht reicht, springt irgendwann das Sozialamt ein (so gerade bei meiner letzten noch lebenden Oma beispielsweise). Dass bis dato erstmal vorhandene Mittel aufgebraucht werden müssen, finde ich absolut gerechtfertigt.
Sie hat den Mann verloren, für sich und 2 Kinder insgesamt 900 € erhalten, als die Kinder etwas größer waren, wollte sie voll arbeiten als Erzieherin, was sicher auch nicht einfach ist als Alleinerziehende. Nachdem ihr dann 300 € von der Rente weggenommen wurden, hat sie die Stunden reduziert, was ich auch verstehe. Warum soll sie sich den Stress antun?
Kann ich null verstehen, sorry. Jeder Alleinstehende muss für sich selbst sorgen, auch Alleinerziehende tun das häufig. Für mich ist nicht so ganz klar, womit ein paar Ehejahre lebenslange staatliche Berentung rechtfertigen - sollte meines Erachtens gerade bei jungen Leuten dringend mal auf den Prüfstand. Ein paar Jahre Übergangsgeld, bis man sich ggf. neu aufgestellt hat oder beruflich qualifizieren konnte, okay. Zuwendungen für Kinder in Höhe des Unterhaltsvorschusses, den Alleinerziehende bekommen, auch okay. Alles andere finde ich komplett absurd. Schönes Beispiel, dass es dringend Sozialstaatreformen braucht.
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Die klassische Stundenrhythmisierung mit diesen zwei "mittellangen" Pausen ist einfach ungünstig, um selbst auch sowas wie eine angemessene Pause zu haben. Meine derzeitige Schule hat 3 x 45min, dann 30 Minuten Pause und dann nochmal einen Block von 3-4 Stunden. Ich finde das erheblich entspannender und in 30 Minuten kann man auch tatsächlich "richtig" Pause machen oder mal eine Runde um den Block drehen oder dergleichen. Als netter Nebeneffekt ist der Tag ein bissi kürzer
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Ich bin generell verwundert, wie viele Berufstätige noch "nebenbei" pflegen. Ich habe ein wirklich sehr inniges Verhältnis zu meinen Eltern und ebenso sah es in der Generation davor aus, trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) wurde dieses Thema immer sehr pragmatsich behandelt und es war und ist klar, dass Pflege sich nicht mit heutigen beruflichen Realitäten verträgt. Sprich, das muss über Externe laufen und wenn das nicht mehr ausreicht, muss rechtzeitig ein guter Heimplatz gesucht werden. Eltern, die von den eigenen Kindern anderes fordern, handeln meines Erachten ziemlich egoistisch - entweder werden die Belastungen und Konsequenzen (auch der Notwendigkeit Teilzeit zu arbeiten und damit später auf Rente/Pension zu verzichten) nicht bedacht oder es interessiert nicht. Beides empfinde ich als nicht sehr liebevollen und sorgsamen Umgang mit denjenigen, von denen erwartet wird zu pflegen.
Ich kenne einen Fall, da ist die Frau im Alter von 40 Jahren Witwe und erhält 900 Euro Witwenrente von ihrem verstorbenen Partner. Als die beiden Kinder im Kindergarten sind, beginnt sie wieder zu arbeiten. Sie ist auch Erzieherin. Da sie zu viel verdient, erhält sie nur noch 600 Euro Witwenrente und geht in Teilzeit. Das wird aber zur Folge haben, dass ihre eigene Rente kleiner ausfällt.
Das ist doch völlig banane. Eine Frau im Alter von 40 Jahren hat noch 27 volle Berufsjahre vor sich, in denen sie Vollzeit arbeiten und für sich selbst sorgen kann. Verstehe nicht, wieso man sich da auf eine Witwenrente verlässt. Oder wieso man als so junge Person sowas überhaupt bekommt.
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Ich hab einfach total gerne Hausarbeiten geschrieben und mich wochenlang in Themen vergraben. Ich weiß nicht, ob man etwas als stressig empfinden kann, was man einfach gerne macht 😊
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Zweimal gelesen hab ich tatsächlich auch noch nie. Das lässt mein ADS gar nicht zu 😅
Finde ich einen interessanten Ansatz mit Gesprächsangebot und schlankerer Korrektur - denke ich mal drüber nach 👍
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Hast du denn das Gefühl, dass deine ausführlichere Korrektur für die Schüler einen tatsächlichen, praktischen Mehrwert hat? Oder ist das nur so ein diffuses Selbstverpflichtungsgefühl?
Ich bin inzwischen dazu übergegangen, den Schülern als Ersatz Einzelgespräche über ihre Klausur anzubieten, für die wir einen Termin vereinbaren. Nicht zwischen Tür und Angel.
Manche nehmen das tatsächlich in Anspruch. Die Gespräche können dann auch schon mal 30-45min dauern, aber ich halte diese Zeit für sinnvoller investiert, erstens, weil sie meiner Ansicht nach im Gegenszug zu knappen Kommentaren wirklich was bringen, ich zweitens meine Zeit für die verwende, die die Hilfe auch aktiv wollen, und nicht für die, denen es sowieso egal ist, und ich drittens die Gespräche angenehmer finde als das dröge Korrigieren, das durch die Kommentare und Positivkorrktur nochmal mehr in die Länge gezogen wird.
Selbst wenn ich Netto damit auf mehr Arbeitszeit käme (was ich nicht glaube), trägt diese Variante sehr zu meiner Berufszufriedenheit bei.
Wahrscheinlich ist es ein diffuses Selbstverpflichtungsgefühl. Ich neige dazu, neben der Positivkorrektur und sprachlichen Verbesserungsvorschlägen auch noch seitenweise Anmerkungen am Rand zu verfassen - in der Hoffnung, dass auch dem Schüler mal deutlich wird, dass/wieso etwas unlogisch, schlecht begründet, zusammenhanglos, etc. ist. Die wenigen Schüler, die sich wirklich mal intensiv damit auseinandergesetzt haben, haben rückgemeldet, dass ihnen das tatsächlich geholfen hat. Ehrlicherweise kann ich die nach +10 Berufsjahren aber an einer Hand abzählen. In meinen derzeitigen Kursen werden Klausuren regelmäßig gar nicht erst abgeholt und es ist wirklich Perlen vor die Säue.
Gesprächsangebote finde ich super, allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich irre schnell vergesse, was ich in Klausuren lese. Sprich, ich weiß 2 Tage nach der Korrektur gar nicht mehr, wo Knackpunkte lagen🙈 Ich müsste mir also sowieso ausführliche Notizen während der Korrektur machen (und dann kann ich sie auch direkt auf den Klausurbogen schreiben) oder halt bei Gesprächsbedarf nochmal einsammeln und nachbereiten. Das ginge natürlich und klingt auch sinnvoll. Ist aber nur arbeitserleichternd, wenn es dann tatsächlich nur vereinzelt in Anspruch genommen wird 😊
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Ich korrigiere meinen aktuellen LK Stapel auch mal testweise ohne alles. Wenn jemand nachfragt, liefer ich halt ggf. nach, aber erwarte ich eher nicht. Es ist absurd, wie viel Zeit man damit einspart.
Zufrieden bin ich damit trotzdem nicht, denn so sollte es meines Erachtens eigentlich nicht aussehen.
Stünde irgendwo eine veranschlagte Minutenzahl, hätte ich das schlechte Gefühl definitiv nicht mehr.
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Das ist ja dann persönliches Pech 😄 Mir würde eine irgendwo festgeschriebe Zahl tatsächlich helfen, weil "schlampiges" Korrigieren damit ja quasi offiziell eingefordert wird und man Beschwerden auch entsprechend zurückweisen kann.
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Ich hab für Englisch Mittelstufe bei der Korrektur meist so 20 Minuten gebraucht. Wenn jemand irgendwo 8 Minuten veranschlagen würde, würde ich das vermutlich schaffen - dann halt ohne Positivkorrektur und Kommentar - und auch so machen. Motzt jemand, kann man ja auf die 8 Minuten verweisen.
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Ich habe es erlebt, dass es sich negativ auf Dienstliche Beurteilungen auswirkt, wenn Kollegen schlecht über einen reden oder sich gar bei der Schulleitung beschweren. Natürlich sprechen besagte Kollegen nicht mit mir, nicht einmal die Schulleitung hört sich die Gegenseite an. Ich glaube nicht, dass ich da ein Einzelfall bin.
Ok. Als Mensch ohne Beförderungsambitionen, der einfach nur sein Kerngeschäft gut machen will, spielen solche Überlegungen für mich zugegebenermaßen keine Rolle.
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Ich verstehe überhaupt nicht, wieso vielen so wichtig ist, was Kollegen denken. Das doch wirklich total egal, wenn man selbst mit sich im Reinen ist und weiß, dass man nicht aus Jux und Dollerei fehlt.
Zur Sache: vielleicht kann man ganz einfach nicht auf x Hochzeiten tanzen und erwarten, dass das alles reibungslos läuft. Das menschliche Leistungsvermögen hat nunmal Grenzen. Wenn Job, Kinder und Pflege zu viel sind, muss irgendwas davon runtergefahren werden. Bei eigenen Kindern geht das vermutlich schlecht, bleiben Job oder Pflege. Kannst du noch weiter Stunden reduzieren? Pflegetätigkeiten an Pflegedienste outsourcen? Kommt ein Heimplatz in Frage? Das wären jedenfalls meine Ansätze. Eltern selbst pflegen ist furchtbar nett, beruflich am Ball bleiben natürlich auch wichtig, aber es muss im Gesamtpaket halt auch alles händelbar und kompatibel mit dem eigenen Leben sein.
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Die Einstufung als rechtsextrem finde ich richtig, ein Parteiverbotsverfahren sehe ich aber auch kritisch. Es bedient das Narrativ, dass "Altparteien" sich mit undemokratischen Mitteln einer erstarkten Konkurrenz erwehren, um den Status Quo zu zementieren. Finde ich gefährlich angesichts der Tatsache, dass diese Partei immerhin auf die 30% zusteuert.
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Es braucht keine Faktorisierung, sondern ganz schnöde eine Erfassung der tatsächlichen Arbeitszeit. Also das, wozu der Dienstherr eh verpflichtet wäre.
Solange es das nicht gibt, muss halt jeder selbst erfassen und aufpassen, dass er keine Überstunden macht.
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Dieser "Extrakram" gehört zur pädagogischen Substanz der Allgemein Bildenden Schulen (ABS). Am deinem Weiterbildungskolleg (WBK) existiert sowas nicht. Dort muss - und kann - man es daher auch nicht streichen. Aber lass' uns - und unseren Kids den Spaß an der Freud'.
Nebenbei: Du hast die Zirkuswochen, Bundesjugendspiele, Schulkonzerte und Theateraufführungen, sowie Museumsbesuche und Lerngänge zu Industriefirmen und Bauernhöfen nicht erwähnt - nur der Vollständigkeit halber - falls du aus deiner Streichliste eine Petition stricken willst
Believe it or not, ich hab Kursfahrten, Wandertage, Projektwoche, Weihnachtsfeier und Schulfest auch am WBK mitgemacht. Und das alles sehr sehr gerne, weil die Arbeitszeiten es zulassen 😊
Mein Punkt ist: dort, wo das nicht der Fall ist ohne Überstunden zu machen oder monetäre Würdigung über ein höhergruppiertes Beförderungsamt, kann es halt nicht stattfinden. Wenn alle Pflichtaufgaben untergebracht sind und noch Zeit übrig ist, kann man sich um die ergänzende "pädagogische Substanz" kümmern, sonst konsequenterweise halt nicht. Weil und solange es aber halt trotzdem gemacht wird, gibt es für die Dienstherren auch keine ernsthafte Veranlassung, am Ist-Zustand etwas zu verändern.
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Schade! Aber die Stellenausschreibungen für August kommen ja erst noch 😊
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