Beiträge von Maylin85

    Meine Freundin bei der Sparkasse macht überwiegend Anlageberatung und hat nur noch einen Präsenztag, der Rest läuft aus dem Homeoffice. Und aus der Familie weiß ich, dass auch Handel/Investmentbanking mittlerweile aus dem HO funktioniert (war in der Pandemie lange der einzige Bereich der Bank, der noch Präsenzpflicht hatte). Ist aber insofern aufwändig, als dass der Arbeitgeber eine komplette Büroinfrastruktur mit 5 Bildschirmen, Sicherheitssystemen usw. beim Arbeitnehmer installieren muss.

    Stünde ich heute nochmal vor der Berufswahlentscheidung, würde ich keinen Beruf ohne HO-Option mehr wählen. Arbeitgeber, die das trotz HO-tauglichem Job nicht ermöglichen, müssen wahrscheinlich schon verdammt attraktive sonstige Konditionen bieten, um langfristig weiter Arbeitskräfte zu bekommen.

    Das sind ja auch alles Notsituationen, in denen Unterstützung geboten ist. Hier würde ich mich auch verantwortlich fühlen.


    Ich habe mit der Kopfbedeckung im Unterricht übrigens interessanterweise mehr Probleme, als mit Alkohol oder Mietwagen auf Klassenfahrten. Weil es eben die unmittelbare schulische Unterrichtssituation betrifft, nicht irgendeinen Freizeitkram.

    In Kleinstädten kann es sehr wohl sein, dass Schule A als deutlich anspruchsvoller als Schule B gilt und Arbeitsgeber das auch entsprechend berücksichtigen. In meiner Stadt war das jedenfalls definitiv so. Bei überregionalen Bewerbungen spielt es dann natürlich keine Rolle mehr.

    Spätestens, wenn ich die dritte Nachschreibklausur für den gleichen Kandidaten erstelle, wird die auch bewusst schwerer. Bei manchen hat es halt Methode.

    Beim Rest ziehe ich irgendwas aus der Schublade, was ich noch aus vergangenen Jahren habe. Je nachdem, wie der damalige Kurs vorbereitet wurde, ist das mal anspruchsvoller oder halt nicht. Verwende ich ehrlich gesagt nicht viel Energie drauf.

    auch über dieses Problem hinaus, dass die Fragestellungen nicht konsequent ähnlich aufgebauz sind und die Erwartungshorizonte unterschiedlich auf die Operatoren antworten, es sei schwierig, die SuS konsequent vorzubereiten.

    Letzteres finde ich allerdings auch problematisch und es ist nicht nachvollziehbar, wieso sich das nicht abstellen lässt. Das muss der finalen Abnahmestelle doch selbst auch auffallen (spätestens, nahchdem entsprechende Hinweise erfolgt sind).

    Wahrscheinlich hat der Kollege für den Nachschreibtermin einfach irgendeinen alten Test von vor x Schuljahren aus der Schublade gezogen, der im Zuge der allgemeinen Leistungsnivellierung dann vielleicht noch einen Ticken anspruchsvoller war. Ist dann halt so.

    Mich befremden Eltern, die wegen eines Test ohne Versetzungsrelevanz o.ä. auf der Matte stehen, ebenfalls. Wenn er sieht, dass der Test schwerer war, kann er seine Note für sich selbst ja auch entsprechend einordnen. Und du als Mutter ebenfalls.

    4. Man ist zwar nicht überfordert, hat aber schlicht keine Lust auf die Zustände an Landesschulen.

    Ja,und diese geschlechtertypische Sozialisation wird inzwischen auch überall in epischer Breite diskutiert, man sollte diesbezüglich also mittlerweile von jeder Frau ein wenig Awareness erwarten können, mit der man sich dann individuell selbst überlegen kann, nach welchen Grundsätzen man sein Leben gestaltet. .

    Dieses "kann nicht anders"-Opfernarrativ von Frauen befremdet mich ehrlich gesagt.

    Ist halt alles ziemliche Korinthenkackerei.

    Bei meiner Abschlussfahrt waren die meisten 18, ich 17, und wir waren mit Lehrkräften in der Salsa Bar und im Biergarten und natürlich wurde da auch was getrunken. In Maßen halt. Hat (richtigerweise) kein Hahn nach gekräht und ich sinniere gerade, ob unsere Gesellschaft auch deswegen so ätzend und psychisch krank geworden ist, weil hier ständig nur noch alles durchreglementiert und unnötig Stress um Nichtigkeiten gemacht wird.

    Also nein, es ist NICHT alles Privatpech und allein die Anspruchshaltung, dass Frauen selbst Schuld seien, wenn sie nicht mehr Carearbeit von ihrem Mann einforderten ist unverschämt.

    Natürlich ist es das. Wenn Frauen aus Rücksichtnahme auf eventuelle berufliche Benachteiligung des Mannes eigene Nachteile in Kauf nehmen, dann tun sie das freiwillig. Frau kann auch einfach sagen "läuft so nicht" und dann muss eine Lösung gefunden werden, bei der vielleicht beide am Ende ein bisschen benachteiligt sind. Es ist kein "gesellschaftliches Problem", wenn Frauen nicht angemessen für ihre eigenen Interessen eintreten.

    Okay, und ab wie viel Promille ist Schluss? Zählst du dann die Biere oder verbietest Getränke ab 37,5% vol.?

    Irgendeine Regelung wirst du finden müssen, wenn du eine Schulfahrt leitest. Darauf zu warten, wie man sich spontan entscheiden wird, sobald einer torkelt, ist keine professionelle Vorgehensweise.

    Ich zähle gar nichts. Ich erwarte, dass alle fit genug sind für die fixen Programmpunkte am nächsten Tag und der Rest geht mich eigentlich nichts an. Mein ältester Fahrtenteilnehmer letztes Jahr war deutlich älter als ich, dem erzähle ich doch nicht, wie viel Bier er trinken darf. Hätte ich den Eindruck gehabt, dass jemand eskaliert, hätte ich wohl mal daran erinnert, dass das immer noch eine Schulfahrt ist und um Mäßigung gebeten, war aber nicht nötig.

    Müsste ich bei Volljährigen so ein Regel-Bohei veranstalten, würde ich ehrlich gesagt gar nicht erst fahren. Ich empfinde das als extrem unpassend, denn wer volljährig ist, ist nunmal ein Mensch voller Mündigkeit.

    Sehe ich anders. Wenn der Splitterverband Schule in Bahnmanier streiken würde, würde das in einer Arbeitswelt, die im Wesentlichen darauf setzt, dass man Kinder zuverlässig in Schulen verwahrt weiß, schon ungemütliche Impulse setzen.

    Ich fürchte aber auch, dass das mit einem Typus Mensch, der zur fröhlichen Selbstausbeutung, nicht funktionieren würde. Ansonsten würde ich persönlich es bevorzugen, kein Beamter zu sein, und mich hält ausschließlich der Punkt Altersvorsorge.

    s3g4 Ich bezog mich mit dem Kommentar auf Maylin, die schrieb "im Fall von Rauchen wohl auch süchtig". Für den Alkohol scheint dagegen zu gelten, dass das völlig normal ist, dass man halt trinken "muss" bzw. es undenkbar scheint, das zu verbieten.

    Vielleicht eine persönliche Befindlichkeit von mir, aber ich finde einfach bedenklich, wie gesellschaftsfähig Alkoholkonsum ist. Trotz aller Gefahren scheint es viel seltsamer zu sein, als Erwachsener mal nichts zu trinken, als auf das gemeinsame Bierchen (für lediglich ein paar Tage noch dazu) nicht klaglos verzichten zu können.

    Es geht nicht ums Müssen, sondern darum, dass Alkohol - in Maßen - gesellschaftlich konsensfähig und unter jungen Erwachsenen völlig normal ist. Meine letzte Fahrt traf mit Fußball EM zusammen, da wurde beim Public Viewing im Biergarten natürlich nicht durchgängig Cola und Wasser bestellt. Für mich ist das auch in Ordnung bei volljährigen Menschen. Geht ja nicht um maßloses Besaufen, sondern um den einen oder anderen gemütlichen Drink am Abend und gut ists.

    Wie völlig realitätsfern wäre es bitte, wenn ich versuche, Leuten ab Mitte 20 aufwärts in dem Feld irgendwelche Verbote auszusprechen? Dass bei Teenagern andere Regeln gelten müssen, ist logisch, bei Erwachsenen macht man sich mit sowas aber doch völlig lächerlich. Eine Kursfahrt ist ja kein begleiteter Knastausflug.

    Vertrauensarbeitszeit funktioniert aber ggf. auch in die andere Richtung und ein effizienter Arbeitnehmer kann sich Freizeit rausschaufeln 😊 Die seltsame Faktorisierung oder Nichterfassung von nichtunterrichtlichen Tätigkeiten wie Aufsichten bei Lehrkräften ist dagegen überwiegend nur nachteilig für Betroffene.

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