Hey, endlich mal eine Frage für die forstliche Lehrkraft
50 €/rm ist lokal okay. Hier in Südniedersachsen zahlt man, mit Lieferung, gespalten, auf 1m abgelängt, 50,- € pro rm Buche (trocken), hab aber auch erlebt, dass ein Unternehmen in Hannover schon 300,- € hingeblättert hat. Das variiert, ebenso wie Wildpreise.
Grundsätzlich unterschieden sich die Brennwerte pro kg zwischen den Baumarten recht wenig. Das spezifische Gewicht (trocken) eines Raummeters variiert jedoch sehr. Unsere schwerste Holzart ist hierzulande die Hain-/Weißbuche. Fichte und Tanne sind eher leicht, ebenso wie Kiefer oder Lärche. Die Hainbuche wird aber kaum gefördert, da das Holz, mal abgesehen vom Ofen, insgesamt recht unattraktiv ist.
Ich verheize pro Jahr rund 15 - 20 rm, Restfeuchte 12 - 15 % (muss unter 20 % liegen). Vorwiegend Rotbuche, etwas Eiche und immer ein paar rm Fichte (bitte beachten, dass Fichten keine Tannen sind). Das Holz arbeite ich zwischen Februar und Juni auf, da ich es unter günstigen Bedingungen lagern kann, ist es ab September fertig zum Verfeuern (habe schon erlebt, dass zwei Jahre falsch gelagertes Holz mehr Restfeuchte hatte, als meins nach einem halben Jahr). Spart mir rund 1.600,- € p.a. an Heizkosten. Die zwei Jahre sind ein veralteter Wert. Wird aber oft kommuniziert, da das abgelagerte Holz beim Händler/Förster teurer ist und jemand der sich erstmalig mit Holz eindeckt so ganz schlicht mehr zahlt.
Fi hat einen Heizwert von rund 1,4 MWh/rm, Buche 2,1. Um den gleichen Effekt zu erzielen braucht man demnach 1,5 rm Fi. Apfel müsste in der Mitte liegen.
Z. T. Holzqualität: Da A-, B- oder C-Sortierungen selten verfeuert werden, bleibt nur das Brennholzsortiment der jeweiligen Holzarten für den Ofen. Die Holzqualität spielt keine Rolle in Bezug auf den Brennwert, lediglich die Baumart.