Beiträge von mm1234

    das Leistungsniveau ist aber doch deutlich unter dem eines Gymnasiums.

    Für die allgemeinbildenden Fächer mag das ja sein, aber wie gesagt, ein BG hat auch eine fachliche Ausrichtung. Wenn du eine technische Ausrichtung besuchst, dann wirst du hier wesentlich mehr Ausbildung erhalten als an einem normalen Gymnasium. Ich denke hier nur einmal beispielhaft in Richtung Informatik. Dort ist die Ausbildung bspw. in Programmierung mit C++ u./o. Java wesentlich intensiver u. zum Teil wird das in manchen Gymnasien gar nicht unterrichtet. In der wirtschaftlichen Ausrichtung ist es genauso.

    Vermutlich hat es mit der Umstellung des Lehramtsstudiums zu tun: Wozu Bachelor im Lehramt?


    Och, das hab ich nicht nötig. 8) Es ging mir darum, dass Du das Berufskolleg mit Dingen beschrieben hast, die ich bisher zum großen Teil nicht bestätigen kann. Und das habe ich damit kundgetan. Mich stört es einfach, wenn Generalbehauptungen aufgestellt werden. Die sind in den meisten Fällen falsch!

    Und warum machst du das dann? 8)
    Es gibt nicht einmal in jedem BL ein Berufskolleg und ich sprach auch nicht explizit von diesen, ausserdem verwendete ich Begriffe wie " immer mehr dazu hin", "oft" o. "manchmal", was der Behauptung einer Generalbehauptung widerspricht. Für weitere Intermezzi stehe ich dir gerne per PM zur Verfügung, da es hier zu OT wird.

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    Hat vielerlei Gründe, die auch mit SEs zu tun haben.


    Schulpflicht:
    Nach der Vollzeitschulpflicht beginnt die Berufsschulpflicht, die erst am Ende des Schuljahres, in dem der/die S. volljährig wurde, endet. Jedenfalls ist das in NRW so.

    Gerade diese Gründe hätten mich interessiert...


    Wollen wir uns jetzt wirklich durch jedes Bundesland durcharbeiten? Bitte tu mir das nicht an! Das wäre mir echt zu langweilig und zeitaufwendig.

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    Letzteres.

    Okay, dann bitte ich dich im anderen Threat, in dem es um Referendarentlohnung geht (hier ist es OT) o. per PM, das genau zu erklären wo es nicht so ist bzw. wonach sich die Referendarentlohnung dort richtet.
    PS: wahrscheinlich bezieht sich deine Aussauge aber nur auf die Erfahrungsstufen. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

    Ist das selbst erlebte Realität, was du beschreibst, oder Wunschvorstellung?

    In konkreten Bezug auf was? Ich hatte mehrere Punkte angesprochen.

    Zitat

    Ans berufliche Gymnasium gewechselt, weil es auf dem allgemeinbildenden zu schwer war. Sicher, S. mit Lebens- und Berufserfahrung, manchmal tun aber gerade die sich mit Schule und Lernen sehr schwer. Einige gehen ans berufliche GYmnasium, weil sie keine andere Perspektive haben (in der Fachoberschule auch oft so).

    Lies noch einmal was ich geschrieben hatte: "dass die Ausbildung praktisch auf den Beruf vorbereitet (auch auf dem Berufsgymnasium) und das Leistungsniveau sehr hoch ist".


    Die Berufsgeymnasien, die kennenlernte hatten immer eine Orientierung z.B. in eine wirtschaftliche oder in eine technische Richtung (ergo "praktisch auf den Beruf vorbereiten"). In diesem Bereich findet, nach meiner Erfahrung, eine sehr hohe Ausbildung statt, die über dem eines allgemeinbildenden Gymnasiums liegt (um es aber noch einmal ausdrücklich zu sagen (mir werden ja gerne die Worte im Mund verdreht: diese Aussage bezieht einzig und alleine auf die Spezialisierungsrichtung des Berufsgymnasiums).

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    In
    unbekannten und unbeliebten Berufen wird die SChülerschaft gerade immer problematischer: Fehlen, leistungsschwach, etc. Was ich sagen will: sicher gibt es diese Schüler und Zustände die du beschreibst an berufsbildenden Schulen, aber die, die ich beschreibe auch.

    Weder Schule, noch Ausbildungsbetrieb müssen das hinnehmen. Das bedeutet, dass ein Unternehmen bei Fehlverhalten Konsequenzen ziehen kann. Das kann im Extremfall die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses sein, immerhin erfolgt der Besuch der Berufsschule in bezahlter Arbeitszeit (schon alleine deshalb hat der Ausbildungsbetrieb ein Interesse). Selbst die Berufsschule kann Fehlverhalten ahnden. In den Schulen in denen ich war wurde sehr klar vermerkt u. geahndet, wenn jemand regelmäßig nicht erschien. Dies kann bei krassen Fällen (regelmäßigess Stören, Gewalttätigkeiten usw.) dazu führen, dass dem Berufsschüler die Ausbildung an der BS verwehrt wird (da keine Schulpflicht).

    Trend? Welcher Trend? Dass die BKs alles anbieten? Mag sein, aber das heißt noch lange nicht, dass sich dahin auch die SuS orientieren. Bei uns macht ein Zweig des beruflichen Gymnasiums bald wieder zu: Zu wenige Schüler!

    Auch hier zitiere ich wieder meinen Text: "Der Trend geht immer mehr dazu hin, dass man auch beides zusammen findet."
    Das liegt aber daran, wie du selber sagtest, dass zu wenig Nachfrage herrscht ergo das Berufsgymnasium nicht "abgesondert" und wieder selbstständig wird. Es wird einfach ein Kostenfaktor gestrichen. In die gleich Kerbe schlägt auch die Ausbildung, in der Schüler den Hauptschulabschluss nachmachen können o. wird das bei euch auch ausgelagert (sofern überhaupt vorhanden, da kann ich nicht für alle BLs reden)?

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    Mh,
    auch das ist nicht zu verallgemeinern! Woher nimmst Du diese Behauptung? Mit meinem Kollegium kann ich Dir gleich den Gegenbeweis liefern!

    Das tut mir leid für dich, dass du so ein Kollegium erwischt hast und das meine ich vollkommen ohne Ironie. Die Frage ist aber warum das Klima in eurem Kollegium so schlecht ist? Immerhin ging es in meinem Beitrag um Akzeptanz ggü. Seiteneinsteigern u. nicht um persönliche Befindlichkeiten.

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    Dem würde ich auch nur bedingt zustimmen. Es gibt Lehrer, die im Bereich Metall unterrichten und in ihrem Leben das Minimum an Praxis gemacht haben, was in NRW 52 WOchen Praktikum bedeutet. Dass diese Lehrer
    Schwierigkeiten haben, einen Werkzeugmechaniker auf den Beruf vorzubereiten, kann man sich dann wohl denken.

    Sicherlich möchte ich nicht ausschliessen, dass es sowas gibt, aber ich finde das schon etwas merkwürdig z.B. muss in Hamburg vor dem BS-Studium eine berufliche Ausbildung erfolgt sein. Diese Erkenntnis erfüllt mich wirklich mit Befremden, da sie sich überhaupt nicht mit meinen Erkenntnissen (Ausbilder hatten in diesen Berufen gearbeitet, im Metallbau sogar zu 100% von den Leuten, die ich kennenlernen durfte u. die hatten alle was auf dem Kasten) deckt. Lediglich in den allgemeinbildenden Fächern z.B. Sozialkunde gab es die klassisch ausgebildeten Lehrer. Selbst in Fächern wie Informatik, Physik u. Wirtschaft wurden zum grossen Teil von Seiteneinsteigern abgedeckt.

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    ??? Berufliches Gymnasium hat keine Betriebe dahinter! Und kommen oft direkt von der Realschule dorthin. Oft, weil sie in dem Bereich keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder einfach nicht richtig wissen, was sie machen wollen (Ach, egal, Hauptsache Metall). Pflegeleichter sind die garantiert nicht!


    EDIT:
    und natürlich sind die noch schulpflichtig! Was ändert sich denn dann auch, wenn sie es nicht mehr sind? Man kann sie schneller rauswerfen. Das macht diese SuS nicht pflegeleichter!

    Muss ich zukünftig alle Sätze so ausklmüsern, dass es dir (und anderen) nicht mehr möglich sein wird böswillig etwas hineinzuinterpretieren, zu verdrehen und zu unterstellen?!
    Mir ist klar, dass es bei einem Berufsgymnasium keinen Ausbildungsbetrieb dahinter steht, aber ich habe nicht nur von einem Berufsgymnasium geschrieben.


    Die Vollzeitschulpflicht endet in der Regel nach der 10. Klasse. Zum Rest habe ich mich bereits weiter oben geäussert.

    Zitat


    Das stimmt nicht für alle BL

    Was stimmt nicht für alle BLs?
    - dass es keine älteren Quereinsteiger gibt?
    - dass Ältere/Seiteneinsteiger ein Referendariat müssen?
    - dass Seiteneinsteiger wie ganz normale Referendare bezahlt werden?

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    Mal eben OT, weils mich gestern schon genervt hat:


    @mm123:
    Deine Signatur finde ich persönlich ziemlich furchtbar, egal, wie Du sie meinst (ob ernst oder nicht!). So einen Lehrer möchte ich als Schülerin wirklich nicht haben. Bitte überdenke dahingehend mal Deine Einstellung.

    Meine Einstellung ist, dass ich hier momentan zu einem ziemlichen Scheißkerl stilisiert werde, weil ich eine Meinung vertrete, die scheinbar nicht jedem passt. Es ist okay eine andere Meinug zu haben, versteh mich da nicht falsch, aber das Niveau in dem ich mir hier Angriffe zu gefallen lassen habe, empfinde ich ungefähr genauso wie du die Signatur und jetzt überlege dir doch bitte, ob du dein Posting (was ja nur aus Kontras bestand) nur geschrieben hast, weil du dich über das Thema austauschen wolltest oder ob es dir nur darum ging gegen mich anzuschreiben.

    Ich empfehle dir ans Berufsgymnasium/Berufsschule zu gehen. Der Trend geht immer mehr dazu hin, dass man auch beides zusammen findet.


    Das Kollegium dort wird sehr oft aus Quereinsteigern verschiedener Richtungen u. Ausbildungsstufen (vom Meister bis "normalen" Lehrer) bestehen, dadurch ist das Kollegium oft heterogener und harmonischer (in anderen Schulformen, wo sie in der Minderheit sind, werden Quereinsteiger manchmal fast als "Eindringlinge" betrachtet.


    Positve Punkte sind, dass die Ausbildung praktisch auf den Beruf vorbereitet (auch auf dem Berufsgymnasium) und das Leistungsniveau sehr hoch ist, was die Arbeit dort ziemlich anspruchsvoll macht.


    Ein weiterer Punkt ist, dass die Schüler an einem Berufsgymnasium und Berufsschule wesentlich "pflegeleichter" sind als an allgemeinbildenden Schulen, da sie in der Entwicklung weiter sind, ein Ausbildungsunternehmen im Hintergrund wacht und keine Schulpflicht mehr besteht.


    Die Bezahlung entspricht Sek2 (sofern Master). Also ich muss sagen, dass ich bei meinen Praktikas dort echt positiv überrascht war u. das ähnliche Ziel verfolge.


    Ich gebe dir aber den Tip fürs Referendariat zu sparen, wenn möglich. Ich habe dort viele ältere Quereinsteiger getroffen (die findet man dort wirklich viel öfter) mit Ü40, die während des Refs auch nicht mehr bekommen als ein 23jähriger nach dem Studium.


    In Hessen wird man nachversichert, wenn man nicht nach 2 (?) Jahren eine Beamtenstelle findet, ansonsten wird die Zeit mit der Pension verrechnet. Aber Hessen scheint eh aus dem Rennen zu sein, da man mit 1000 Netto ganz gut dasteht (Sogar ein paar Euronen mehr).


    Hmm, nach dem Fragebogen, den ich ausfüllen musste, kriegt man die Nachversicherung wohl auch direkt, wenn man erklärt, man wolle nicht in die Verbeamtung.

    Danke für die Erklärung.
    Sind die 1k€ wirklich netto o. muss noch PKV abgezogen werden?

    Und in welcher Gewerkschaft oder Verband engagierst du dich tagein tagaus für die Umsetzung dieser Forderung? Oder machen das vielleicht andere für dich, während du hier maulst? ;)


    Eigentlich wollte ich etwas dazu schreiben wie wichtig Gewerkschaften sind o. dass man sich dort tatsächlich solche Fragen gestellt hat. Ich wollte schreiben, dass der Wahrheitsgehalt von Argumente nicht abhängig davon ist wer sie vorträgt. Aber vermutlich geht es dir eh nicht um Argumente (deine Wortwahl lässt das annehmen). Ich vermute einmal, dass das Wort "Beamter" einen Trigger bei dir ausgelöst hat.


    Bundeslandabhängig.


    In Berlin z.B. erwirbst du die, da der AG dich ja nachversichern muss, wenn du fertig bist, weil er dich nicht verbeamtet.

    Das ist immerhin etwas, auch wenn es bei gut 940,-€ brutto in Berlin nicht viel zu verrenten gibt ;) und wie sieht es in anderen Bundesländern aus?


    LG

    Ist aber so. Im Prinzip kannst du dir den Uni-Abschluss fürs Lehramt ohne 2.Stex in die Haare schmieren. Nur mit der zweiten Phase der Ausbildung wirst du Lehrer im Schuldienst - du hast noch keinen Berufsabschluss - weil deine Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist... erkundige dich mal bei der Rentenstelle, was dir ohne 2.Stex anerkannt wird. Da wirst du (so weit ich das mitbekommen habe - aber ohne Garantie, weil ich da keine persönliche Erfahrung habe) als Berufsausbildungsabbrecher eingestuft.

    Na klar, wenn man die Denke "Friss oder stirb" hat, dann ist es schon klar, dass man sich fragt, warum sich ein Referendar mit <1000€ beschwert.


    Wenn du Informatik, Physik, Elektrotechnik usw. auf Lehramt studiert hast, dann findest du auch einen Arbeitsplatz ausserhalb der Schulbehörde, auch im öffentlichen Dienst. Natürlich kannst du auch noch ein paar Scheine machen und bekommst "richtig klingenden" Abschluss. In manchen Bundesländern ist das Studium so umgestellt, dass die Studenten in ihrem Bachelor nur Fachliches (Pädagogik/Erziehungswissenschaft usw. nur im Master) machen, damit sie immer noch eine Alternative zum Beruf Lehrer haben.
    Und dann bezahlst du auch in die Rentenkasse ein (was ein Beamter dagegen ja nie macht). Übrigens gibt es so eine Eingruppierung nicht, da sich die Höhe deiner Rente am Bruttogehalt (ein weiterer Grund eine angemessene Bezahlung zu fordern) u. Arbeitsjahren errechnet.


    Apropo Rentenkasse. Ein Auszubildender erwirbt während seiner Ausbildung Rentenansprüche. Wie sieht das eigentlich mit einem Referendar aus?

    Zitat

    Die
    Antwort ist einfach: Weil das Referendariat zur Ausbildung für den
    Staatsdienst gehört. Im Prinzip ist es eine Verlängerung des Studiums.

    Die Antwort ist nicht so einfach, wie du sagst. Man hat einen Abschluss von der Uni. Punkt. Das ist Fakt. Das berechtigt überhaupt erst sich fürs Referendariat zu bewerben. Jemand ohne diesen Abschluss kann auch nicht einfach sagen, dass man im Prinzip doch darüber hinweg sehen kann.


    Natürlich ist die Referendariatszeit Ausbildungszeit. Das hatte ich nie bestritten, aber ständig werden hier Hochschulabssolventen mit Auszubildenden verglichen, die noch gar keinen Berufsabschluss haben.

    Zitat

    Mediziner
    bekamen bis vor Kurzem in der zweiten Phase in einigen Bundesländern
    nicht einmal das Essen im Krankenhaus bezahlt. Dort gilt die praktische
    Ausbildungsphase ( analog Referendariat) als zwingender Bestandteil des
    Studiums.

    Im Medizinstudium wird das 1. SE (ca. hälfte des Studiums) und 2. Staatsexamen (am Ende des Studiums) während des Studiums erbracht. Das praktische Jahr findet während des Studiums statt und erst dann erfolgt der Abschluss durch das 2. Staatsexamen (und wer von uns hat überhaupt das Essen während des Studiums bezahlt bekommen?) als reine schriftliche MC-Prüfung (Hammerexamen, der nochmal den Stoff aus dem gesamten Studium abprüft).


    Die Arbeit als Assistenzarzt und Weiterbildung zum Facharzt wird sehr wohl und wesentlich besser bezahlt als das Referendariat eines Lehrers und das ist keine Theorie, sondern habe ich bei meiner Ex-Frau live miterlebt.
    Übrigens gibt es in diesem Bereich ebenfalls Interessenvertreter, die eine Bezahlung während des klinischen Jahres fordern.


    Eigentlich eignen sich beide Berufe sehr begrenzt für einen direkten Vergleich.

    Wer das Referendarsgehalt mit dem eines Auszubildenden an einer Berufschule vergleicht, wird es fürstlich finden.

    1. ist eine Ausbildung kein Studium und ausserdem hat ein Auszubildender an der Berufsschule (nach 3 Jahren) noch keinen Abschluss, im Gegensatz zum Referendar (nach 5 Jahren)


    2. auch gibt es bei Auszubildenden differenzierte Bezahlungen bspw. verdient ein KFZ-Mechanikerazubi mehr als eine Friseurazubi


    3. gibt es durchaus Vergütungen in Ausbildungen, die über denen von Referendaren liegen bspw. Stukateur o. Gerüstbauer

    Zitat

    Im Lehrerberuf dagegen wirst du nicht
    gezwungen, dich für den Staatsdienst zu bewerben. Du kannst auch
    versuchen, direkt nach der ersten Phase an einer Privatschule eine
    Anstellung zu finden. Das Referendariat ist jedoch zwingende
    Ausbildungsvoraussetzung für die Verbeamtung an öffentlichen Schulen.

    Richtig, das bestreitet auch niemand, aber das könnte der Grund dafür sein, dass manche Fächer einen Lehrerüberschuss haben und andere einen Lehrermangel aufweisen, eben weil es in diesen Bereichen Alternativen gibt.
    Ich weiss, jetzt wird natürlich gleich kommen "Ja, dann mach das doch!". Nur hier sollte man in dieser Diskussion einfach mal Beruf und Entgeld voneinander trennen. Eine Friseurin kann ja auch ihren Beruf lieben und sich trotzdem über ungerechte Bezahlung beklagen.

    Zitat

    PS: Ich finde weder deinen Avatar noch deine Fußzeile witzig

    PS: Wenn ich witzig sein wollte, dann hätte ich geschrieben "Kommt ein Pferd in eine Bar, fragt der Ober: 'Was machst du denn für ein langes Gesicht?' ".

    Gepöbelt hast du übrigens bei ModalNotes, als du ihm die Qulifikation abgesprochen hast.


    Noch einmal zu dem MN-Zitat: es ging darum, dass er dich darauf hingewiesen hat, dass du Berufe ohne "Ausbildung-Einstieg" machen kannst. Er hat mit keinem Wort erwähnt, dass man dafür einen Uni-Abschluss bräuchte.


    Zu deinem 5€ / 7 € -Vergleich: ich glaube, dass schon einige User hier dir gesagt haben, dass es sich bei den Referendariat-€s um ein Ausbildungsgehalt handelt. (Ich weiß nicht, ob dir das beim Lesen aufgefallen ist.) Ob du es glaubst oder nicht, es ist so. (Deshalb gibt es ja auch den Begriff "Ausbildungsseminar").

    Willst du die Taktik alles zu zerreden noch weiter führen? Du gehst wieder einmal nicht auf die von mir genannten Punkte ein. Beantworte doch einfach einmal konkret die Fragen!


    - Gerade bei seiner (sofern er das studiert hat) u. meiner Fächerwahl hätte sich das sogar angeboten. Dies tat er nicht. Er wählte hier Berufe aus dem Niedriglohn- bzw. Lohndumpingbereich. Warum?


    - Wieso er meint, dass ausgerechnet eine 18-monatige Ausbildung (Referendariat) eine Gehaltserhöhung im dreistelligen Prozentbereich ggü. eines 5-jährigen Studiums rechtfertigt Warum?

    - Was du sagst, ist "Es wird nur eine bestimmte Zeit bezahlt. Was du mehr arbeites wird nicht bezahlt". In anderen Branchen nennt man das Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung (aufgrund fehlender Lohnsteuer), Lohndumping. Übrigens sind auch Auszubildende (bspw. im Handwerk), aber auch Angestellte, vor solchen Machenschaften durch Arbeitsschutzgesetze geschützt. Warum gilt das nicht für Referendare?


    - Ich sagte bereits mehrfach, dass ich durchaus akzeptiere, dass es ein Ausbildungsgehalt gibt (also nicht 100% eines vollen Lehrergehalts). Warum steht dieses aber nicht im Verhältnis zur bereits erbrachten Leistung? Warum?


    - warum die Arbeit eines angestellten Lehrers so viel weniger wert sein soll wie die Arbeit eines verbeamteten Lehrers Warum?

    Wenn du denkst, so schreibt ER, dass sich der Gehaltsverzicht nicht rechnet, kannst du etwas anderes machen, wo du ohne Gehaltsverzicht startest. Er hat nirgendwo geschrieben, dass du dich aufgrund einer Lehramtsausbildung zum Verkäufer bei KIK oder so eignest. Sondern er hat nur geschrieben, dass du dort ohne vorherigen Gehaltsverzicht starten könntest, unabhängig man von deiner Vorbildung.

    Darauf hatte ich bereits Bezug genommen. Es ging um das Referendariat. Das bedeutet, dass bereits ein Studium (da ja zwei Fächer zu wählen sind also auch 2 Berufsbereiche) absolviert wurde. Er hätte hier durchaus andere Berufe nennen können, für die ein Studium qualifiziert. Gerade bei seiner (sofern er das studiert hat) u. meiner Fächerwahl hätte sich das sogar angeboten. Dies tat er nicht. Er wählte hier Berufe aus dem Niedriglohn- bzw. Lohndumpingbereich. Man kann also davon ausgehen, dass er von sich selber denkt, dass er für seine Universitätsausbildung ebenfalls nicht mehr verdienen dürfe.
    Nur frage ich mich gerade, wieso er meint, dass ausgerechnet eine 18-monatige Ausbildung (Referendariat) eine Gehaltserhöhung im dreistelligen Prozentbereich ggü. eines 5-jährigen Studiums rechtfertigt oder anders herum: ich mache gerne direkt mein 18-monatiges Referendariat und verzichte auf das Studium (scheiss auf die <1000€ monatlich, bleibt noch genug übrig). Hey, Studium ist ja, so könnte man es interpretieren, eh unwichtig.

    Zitat

    (Wobei man auch bei Kik
    und BK eine Ausbildung machen kann und ich dein "degradiert" schon
    ziemlich arrogant finde.)

    Ich möchte nicht unfair sein, denn ganz so unrecht hat er ja scheinbar nicht, denn scheinbar meinen manche Bundesländer durchaus, dass die Bezahlung von Akademikern im Referendariat (in manchen BL um die 5€/h) sogar noch weniger wert sei als die eines Kik-Verkäufers (um die 7,70€/h). Die Frage scheint also berechtigt, ob die Arbeit eine fertig ausgebildeten Lehrers dann so viel mehr wert ist. Da gebe ich dir einen Tip: lese dir einmal die Kommentare in Zeitungen von den Nichtlehrern durch, wenn der Artikel von Lehrern handelt!
    Da fällt mir doch glatt noch ein, dass ich immer noch keine Antwort darauf bekommen habe, warum die Arbeit eines angestellten Lehrers so viel weniger wert sein soll wie die Arbeit eines verbeamteten Lehrers.

    Zitat

    Genauso wie trantor und ich in dem
    anderen ausgelagerten Thread nicht gesagt haben, dass die sich die 5
    Nebenjob-Stunden an einem Tag kummeln müssen. Aber scheinbar bist du
    Meister darin, in Texte etwas hineinzulesen, was dort gar nicht steht. ;) *kopfschüttel*

    Es hiess 5StdWoche. Dies schliesst durchaus nicht aus, dass es sich um 1 Stunde am Tag handelt. Hier fiele mir z.B. Nachhilfe ein. Pöbeln scheint in diesem Forum aber ein gern gesehenes Mittel zu sein. Übrigens wird der Zeitungsausträger nicht nach Zeit, sondern nach Anzahl der ausgetragenen Zeitungen bezahlt.

    Zitat

    P.S.:
    ich saß am Handy und hatte das Posting von ihm auf der letzten Seite
    noch nicht gesehen. Habe daher das Personalpronomen benutzt, welches du
    auch benutzt hast, um dich nicht zu verwirren.

    Ich hatte ihn sie genannt, weil du ihn sie genannt hattest :sterne: Das zeigt mir aber wieder, dass man eben doch seinen eigenen Kopf machen sollte anstatt mit der Herde mitzulaufen u. der gerade konformen Meinung zu folgen (weils gerade so bequem harmonisch ist). Probier das doch auch mal!

    Schau dir ihren Beitrag noch einmal an und überleg dir, was sie wirklich geschrieben hat. Zumindest nicht das, was du ihr unterstellst. (Was hattest du doch gleich zum Thema Lesen geschrieben?)

    Ich hab immerhin heraus gelesen, dass es ein er ist. In diesem Sinne also dito.


    Ich bin mir sicher, dass MN sicher detailliert erklären wird was er/sie/es denn meinte, als er sich zu beruflichen Alternativen äußerte, dann brauchen wir beide ja nicht weiter darüber rätseln ;)

    Sie hat nie davon gesprochen, dass sie ein potenzieller Burger King-Verkäufer ist.

    Modal Nodes hat ein Lehramtsstudium hinter sich.
    Sie sagte, dass man alternativ zum LA-Studium ja nur bei GK,Kik, H&M, KFC qualifiziert sei (auch wenn es polemisch auf mich bezogen war).....................(sie hätte ja stattdessen auch Softwareentwickler, Ingenieur sagen können)
    Da Modal Nodes selber ein LA-Studium hinter sich hat, wäre sie also selber nur für GK,Kik, H&M, KFC qualifiziert, hätte sie sich nicht in den Schuldienst "gerettet".


    oder um es anders zu sagen


    MN -> LA
    LA -> {GK,Kik, H&M, KFC}
    MN -> {GK,Kik, H&M, KFC}



    Da es bei dieser Diskussion ja schon längst nicht mehr um Argumente geht, nehme ich mir mal die Freiheit auf dieser Dünnsinnsart zu antworten...

    Meine Qualifikation können nur meine Schüler, meine Chefin und meine Kollegen beurteilen, aber du nicht.

    Das hast du ganz alleine getan als du dich selber zu einem potenziellen Burger King-, Kik-, H&M-, KFC-Verkäufer degradiert hast.

    Zitat

    Dann erzähl mir doch mal, wie man sonst auf solche grotesken Jammer-Beiträge regieren soll. Also mir fällt da leider außer Polemik oder Spott nicht viel ein.
    OK, ich hätte mich aus der Diskussion raushalten können, mag schon sein...

    Niemand sagt, dass du dich aus einer Diskussion heraus halten sollt, aber ich kann von dir erwarten nicht beleidigt zu werden, genau so, wie du das auch von mir erwarten kannst.


    Bezichtest du denn deine Kollegen, die neulich in Niedersachsen und Berlin gestreikt haben auch als Jammerer?
    Wie sieht es aus mit den Angestellten, die sich über die Nachteile ggü. den Beamten beklagen?
    Wie sieht es aus mit den Lehrkräften, die sich beklagen, wenn die Arbeitszeiten wieder hoch gesetzt werden? Jammern die auch?
    Wie sieht es aus mit den Lehrkräften, die immer nur befristete Verträge erhalten?
    Und die Jammerlappen von Eltern, die sich immer ganz weinerlich beklagen, dass die Stunden ausfallen.
    Oder wie sieht es mit den Referendaren aus, die sich beschweren, dass sie nur als Ersatz für fertige Lehrer mißbraucht werden, weil sie billiger sind?


    Komm mal runter von deinem hohen Ross. Es gibt in Deutschland eine Menge Leute, die eben nicht die Möglichkeit haben verbeamtet zu werden und die daher sehr wohl durchrechnen müssen, ob sich der Beruf rechnet.

    Zitat

    Ein Referendar ist in der Ausbildung und ist bei weitem keine vollwertige Lehrkraft (auch wenn dein Selbstwertgefühl dir was anderes sagen möge).
    Deswegen gibt's auch keine volles Geld, so einfach kann das manchmal sein.

    Ein Referendar ist aber eben auch kein Azubi im dritten Lehrjahr, sondern vollwertiger Akademiker und ich habe nie behauptet, dass ein Referendar das Gleiche verdienen soll wie eine fertig ausgebildete Lehrkraft. Ich habe sogar ausdrücklich das Gegenteil geschrieben. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Nun gut, du hast ja nicht unrecht.
    Wenn du das berechtigte Gefühl hast, dass sich die Investition "Gehaltsverzicht" für dich nicht lohnt, weil nicht sicher ist was hinterher kommen wird, dann ist die Lehrerlaufbahn halt nichts für dich.
    Dann musst du etwas machen, wo es keine Einlernphase gibt. Ich glaube, bei Burger King und Kik zahlen sie von Anfang an das volle Gehalt...

    Oh, wie geistreich... Kik oder Burger King als mögliche Alternative zum Lehramt... Na damit stellst du dir in Punkto Qualifikation ja selber ein Armutszeugnis aus.


    Ich finde es schade, dass du dieser Diskussion diese Richtung gibst und anstatt auf Argumentation zu setzen eher der Polemik den Vorzug gibst.

    Wie heute in den Nachrichten zu vernehmen ist, stellt nun auch Baden-Württemberg auf Bachelor und Master um.

    Das ist kein Grund zum Feiern.


    Zum Einen erstmal das grundsätzliche Problem, dass theoretisch eintreten kann u. von dem die Politiker sagten, dass in der Praxis nie auftreten würde bis es dann dieses Jahr in Hamburg praktisch auftrat: nur weil man seinen Bachelor im Lehramtsbereich gemacht hat, heisst das noch lange nicht, dass man auch einen Masterplatz bekommt. Das Doofe daran ist, dass man mit dem Bachelor nicht als Lehrer arbeiten darf, man also, wenn es ganz blöd läuft, seine Zeit komplett mit einer Lehrerausbildung verplempert hat.


    Der nächste Punkt ist, dass die Masterplätze nach Noten vergeben werden. Hier könnten, wenn dies wirklich 1:1 umgesetzt würde, die harten Fächer gegen die weichen Fächer unterliegen.


    Ein weiterer Punkt ist, dass das Lehramtsstudium zukünftig die gleichen Anforderungen stellt wie an andere Studenten der Fächer. Sitzscheine und dergleichen gibt es zukünftig nicht mehr. Das bedeutet, dass der Lehramtsstudent für Informatik, Arbeitslehre, Physik, Wirtschaft usw. die gleichen Prüfungen schreibt u. zu bestehen hat wie ein Informatiker, Ingenieur, Physiker, BWLer/VWLer und genauso nach dem verhauenen dritten Versuch zwangsexmatrikuliert wird (wenn man bedenkt, dass z.B. >70% aller "normalen" Physikstudenten den Abschluss nicht erreicht, dann kann man sich vorstellen wie es zukünftig mit der Anzahl der Lehrer in diesen Bereichen aussehen wird).
    Das bedeutet aber auch, dass das Staatsexamen (sofern nach der Modularisierung noch vorhanden und man es überhaupt erreicht) nicht mehr den Stellenwert hat u. die alles entscheidende Prüfung darstellt. Bachelor und Master werden mit der Bachelor- und Masterthesis abgeschlossen (eine jeweils eigenständigen Arbeit).


    Das modularisierte Studium ist auch sehr starr. Es ist nun nur noch sehr begrenzt möglich seinen eigenen Stundenplan zusammenzustellen. Manche Module müssen in einer bestimmten Zeit belegt (max. Schieben von 4 Semestern) u. erfüllt werden, da sonst die Exmatrikulation wegen Nichtbestehen erfolgt.
    Zwar kann man für bestimmt Lebensereignisse z.B. Schwangerschaft beurlaubt werden, es ist aber nicht möglich das Studienpensum zu senken (u. die Studiendauer zu verlängern) weil man sich z.B. um Kleinkinder zu kümmern hat. Es ist ein Vollzeitstudium, also hat es gefälligst so durchgezogen zu werden.


    Zitat

    Die Tatsache, dass auf Bachelor und Master umgestellt wird, ändert aber nichts daran, dass trotzdem ein Referendariat gemacht werden muss, richtig?

    Das Referendariat dauert weiterhin 18 Monate.

    In NRW darfst du 5 Stunden pro Woche arbeiten. Du brauchst dafür die Genehmigung der Schulleitung und der Antrag muss an die Bezirksregierung geschickt werden/genehmigt werden. Ich habe während des Refs die 5 Stunden gearbeitet. Auch während der Vertretungszeit habe ich weiterhin den Nebenjob ausgeübt.

    Die Frage klingt jetzt vielleicht etwas blöd, aber in welchem Job arbeitet man nur 1 Stunde am Tag?

    Naja, die Förderkinder mit Schwerpunkt Lernen und Geistiger Behinderung werden ja zieldifferent unterrichtet. Für sie gestaltet man den Unterricht praxisorientierte und reduziert die Theorie auf das, was eben möglich ist.

    Ich habe Inklusion bis jetzt mit auffälligen (die ihre "Phasen" hatten, aber inhaltlich folgen konnten), aber nicht mit geistig behinderten Schülern erlebt. Ich stelle mir das daher ziemlich schwierig vor, denn eigentlich bleibt dir ja nur die Wahl zwischen doppelter Arbeit (den Unterricht für die Klasse und das geistig behinderte Kind vorzubereiten) oder, übertrieben gesprochen, du legst ein Blatt zum ausmalen hin, damit du die Anderen weiter in Ruhe unterrichten kannst.
    In unteren Klassenstufen mag es ja noch gehen, dass man Theorieteile, je nach Schülervermögen, etwas ausdifferenzieren kannst, aber in höheren Klassenstufen dürfte das schwierig werden. Ich kann sie ja nicht einen Motor auseinander nehmen lassen, während ich den Anderen die Funktionsweise vermittel. Vielleicht fehlt mir da auch einfach das Verständnis. Bitte inkludier mich mal! :aufgepasst:

    Zitat

    Ja, Informatik fachfremd ist auch in NRW häufig. Aber
    dann eben auch meist in den Klassen 5-7. Und wenn ich mir so ansehe, was
    da gemacht wird, ist das tatsächlich eher Anwendung. Auch im Unterricht
    von Fachkräften.

    Das ist hier genauso.


    Leider habe ich das Gefühl, dass man dank Zusammenschluss von Haupt- u. Realschulen, nicht nur den Anspruch, den Schüler zu erfüllen haben, gesenkt hat, sondern auch die Erwartungshaltung an das Niveau, das dann am Ende "heraus kommt", so nach dem Motto "Wozu sie noch darin unterricht, die werden ja eh nie so einen Beruf ergreifen können, also lasst sie lieber Word üben, dann können sie wenigstens Bewerbungen schreiben um als Lagerist zu arbeiten".


    Ich finde es halt nur schade, dass Schülern, die eine berufliche
    Ausbildung in diese Richtung (mit Technik und Computern) anstreben, irgendwo eine Chance genommen
    wird.

    Zitat

    Für den Werkstattunterricht in Technik ist bei uns
    ein Schein zwingend erforderlich, sonst darf die Lehrkraft rein
    rechtlich mit Schülern den Technikraum nicht einmal betreten(!). Da wird
    zumindest bei uns sehr genau drauf geachtet.

    Wer möchte sich schon im Falle eines Falles unangenehme Fragen stellen lassen?

    Also bei mir in Schottland 1 Jahr ( Okt - Okt ) und eine Wohnung zu mieten kostet mindestens 400£ in Monat...
    Und wenn man zusätzlich die DEUTLICH höheren Lebenskosten mit einberechnet, dann steht man nicht so gut da ...
    Wenn man keine Fremdsprachen oder MINT Fächer hat, bekommt man nur 4000£ im Jahr - also...

    Weisst du was ein somalischer Lehrer jetzt sagen würde?


    "Bei mir zu Hause in Somalia, wird das Referendariat mit noch viel weniger Geld vergütet und bei deutlich höheren
    Lebenskosten
    schwierigeren Lebensverhältnissen ist es kaum zu machen.




    Für mich, als nicht Schotte, verdienen die Referendare hier eine ganze Menge an Geld.... "

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