Auch Lehrkräften stehen nur die 26-30 Urlaubstage gemäß §5 EUV zu, mit der Besonderheit, dass diese gemäß §14 Abs. 2 ADO ausschließlich in den (Schul-)Ferienzeiten genommen werden dürfen. Das sollte bei Teilabordnung an eine Behörde nicht anders sein, da diese nichts an der Eigenschaft, Lehrkraft zu sein, ändert. Das bedeutet andersherum betrachtet, dass eben nicht die gesamten Ferienzeiten auch Urlaubszeiten sind.
Beiträge von Seph
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Ja, das ist zum Glück selten. Im Übrigen wurde auch das "auf dem kleinen Dienstweg" ohne Einschalten der Aufsichtsbehörde schnell gelöst, da die Lehrkraft einsichtig war.
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Ich schreibe nichts von Bauchgefühl, es geht um die Kontrolle durch Kollegen, wenn jemand gegen ganz allgemeine Grundsätze verstößt. Also Noten würfeln. Wer tut sowas? Das ist doch ein Sonderfall.
Um das mal an einem Beispiel zu illustrieren: Wir hatten mal einen Fall, in dem eine Lehrkraft Fehlzeiten eines Schülers schlicht immer mit einer Note "ungenügend" quittiert hat. Mal abgesehen davon, dass bereits die Vergabe singulärer "Stundennoten" fragwürdig ist, war das insbesondere nicht haltbar, weil dies jeweils nur beim betreffenden Schüler so gehandhabt wurde. Das hatte also nichts mit der Bewertung nicht erbrachter Leistungen in Leistungssituationen (z.b unentschuldigt verpasste Klausur) zu tun. Die Unhaltbarkeit dieser Vorgehensweise bei der Bewertung wurde dann eben in der Konferenz festgestellt.
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Das Hintertürchen zur Kontrolle des Kollegen, den man nicht für zurechnungsfähig hält?
Nein, es geht erkennbar gerade nicht um ein Bauchgefühl, sondern darum, dass nicht nur die SL, die schlicht nicht in jeder Zeugniskonferenz sitzen kann, bei deutlich erkennbaren Verstößen eine schulaufsichtliche Überprüfung einleiten kann.
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Ich habe noch Bremer Pinkel im Gefrierfach. Im April kommt Nachschub

Wir sollten dann nochmal den Austausch von Grünkohlrezepten aufwärmen

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Das sehe ich etwas anders. Die entsprechende Verordnung sieht ja - genau wie die Kerncurricula - eindeutig vor, dass Grundlage der Beurteilung der Gesamtleistungen eines Halbjahres auch die schriftlichen Leistungen sind. Lediglich eine ergänzende Bestimmung dieser Verordnung räumt für Einzelfälle den Verzicht auf eine Nachschreibarbeit ein. Meines Erachtens soll das nicht dazu führen können, dass dann insgesamt auf den Teilbereich der schriftlichen Leistungen verzichtet werden kann. Das wird auch deutlich dadurch, dass die ergänzende Bestimmung zu den Ersatzleistungen im Falle von nur 1 Klausur im Halbjahr die zulässigen Ersatzleistungen explizit noch einmal auf bestimmte Formen einschränkt.
Anders ausgedrückt halte ich persönlich den Verzicht einer Ersatzleistung nur im Ausnahmefall zulässig und nur, wenn dadurch nicht die einzige Klausur im betreffenden Halbjahr der Q-Phase gestrichen wird.
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Das bedeutet, dass die Mitglieder der Klassenkonferenz per Mehrheitsbeschluss die Leistungsbewertung eines anderen Kollegen oder einer Kollegin beanstanden können und dann im Extremfall die Schulaufsicht ins Boot kommt.
Ja, im Gegensatz zu NRW ist dazu nicht nur die SL berechtigt. Beanstanden heißt hier aber auch wirklich, dass erkennbar gegen Grundsätze der Leistungsbewertung verstoßen worden sein muss. So verschieden sind die Regelungen übrigens gar nicht. Auch in NRW scheint die Note ja auf Verlangen in der Konferenz erörtert werden zu müssen. Diese kann zwar (analog zu NDS) diese Note nicht direkt abändern, aber auch eine schulaufsichtliche Überprüfung erwirken.
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Die Fachlehrkraft entscheidet, ob bei Vorliegen nachweislich wichtiger Gründe von der Ersatzleistung abgesehen werden kann. Aber wie gesagt: das würde ich nur im absoluten Ausnahmefall (z.B. Langzeiterkrankung bis fast zu den Halbjahreszeugnissen o.ä.) anwenden. Gleichzeitig sehen ja auch die Kerncurricula vor, dass die Gesamtleistung auf Basis der schriftlichen und der sonstigen Leistungen zu beurteilen sind, es sollte also nicht die einzige Klausur im Halbjahr auch noch ersatzlos gestrichen werden.
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Ja, so etwas kenne ich leider auch. Bei den meisten Fällen reichte bisher zum Glück das klare Ansprechen dieses Verhaltens.
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So wie die Ankündigung eines Burnouts, weil einer die Zielschule bei der Abordnung nicht passt?
Das ist zumindest ein klassisches Beispiel für "Defekt spielen". Das sieht bei einem echten Burnout natürlich anders aus.
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Kann man bei der Bezirksregierung eine Änderung beantragen?
Die Antwort auf einen entsprechenden Antrag bringt zumindest Klarheit darüber, ob hier eine Verwechslung oder Absicht dahinter steckt.
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Hier lohnt ein Blick in 7.15 EB-VO-GO : Es muss i.d.R. eine Ersatzleistung erbracht werden, diese kann neben einer (Nachschreib-) Klausur oder fachpraktischen Arbeit auch aus einem Referat + Diskussion, einer Hausarbeit oder im Ausnahmefall einem mind. 20 minütigen Kolloquium bestehen. Das gilt sowohl für die E-Phase als auch für die Q-Phase.
PS: Von der Ersatzleistung kann bei Vorliegen wichtiger Gründe für das Versäumnis im Ausnahmefall abgesehen werden. Davon würde ich aber persönlich gerade in der Q-Phase mit meist nur 1 Klausur/Halbjahr dringend abraten, da die Beurteilung der Halbjahresleistung nur auf Basis der sonstigen Mitarbeit etwas unschön wäre.
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Ich werde mal nachhaken. Bevor irgendjemand meinetwegen auf der Straße landet würde ich natürlich meine Elternzeit durchziehen.
Echt? Du würdest persönlich weiter finanzielle Einschränkungen hinnehmen, nur weil hier im Forum etwas überdramatisiert dargestellt wird? Nicht selten gibt es nicht einmal direkte Elternzeitvertretungen, sondern wird dies durch Mehrarbeit im Kollegium aufgefangen. Und selbst wenn es eine Feuerwehrlehrkraft als Vertretung geben sollte, wird diese i.d.R. nicht direkt entlassen, sondern mit Blick auf die angespannte Personalsituation anderweitig sinnvoll eingesetzt.
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Moinsen kenne ich als Kurzform von "Moin zusammen", allerdings v.a. im Hamburger Raum.
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Wieso? Der pädagogische Nasenfaktor ist doch bereits in der Bewertung der Einzelleistungen enthalten.
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Dafür reicht den Norddeutschen ein Moin
.Um einem das Geld aus der Tasche zu ziehen? Ein paar mehr Worte braucht es dafür sogar in Norddeutschland...
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Böh. Oberst Bolzbold hätte mir gefallen...

Och, ich finde Fregattenkapitän auch schon eine Ansage. Wenn man überlegt, dass das bei den neueren Einheiten die Verantwortung für knapp 200 Personen und 4 Mrd. Euro Material bedeutet....so viel "Spaß" hat man in der Schule als Studiendirektor eher nicht.
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Herzlich Willkommen auch von mir! Regen Austausch gibt es hier im Forum mit Sicherheit, wenn auch nicht immer nur über schulische Themen.
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Studiendirektor, Besoldungsgruppe A15 --> Oberst? Das würde mir gefallen...
Nein, A15 ist auch Oberstleutnant/Fregattenkapitän. Wenn ich aber sehe, wie unselbständig und scheinbar hilflos sich eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen in neuen Situationen geben, wäre für mich fraglich, ob diese den Führungsaufgaben eines Majors (A13) gewachsen wären.
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