Gesamtschulen/ Gymnasien finden sich auch viele Ausschreibungen - meines Erachtens nach liegt hier wohl ein großes Problem, da augenscheinlich bei diesen Stellen, wie hier mehrmals offen bekundet, Leute vorher auf die Posten gesetzt und vorab eingearbeitet werden und automatisch die gut dotierten Stellen erhalten - das sind langfristige Bindungen, ich finde, da sollte das Leistungsprinzip bei Bewerbung gelten und nicht die Vorabauslese durch die man dann Erfahrungen sammelt, die kein anderer haben kann - eine Kommission müsste gebildet werden, die kein Kontakt zur Schule hat und echte Auswahl betreibt - teilweise war dies früher mal so bevor allen Schulen „eigenverantwortlich“ wurden. Es gibt sicher Nachteile des Verfahrens, aber gerade bei den Funktionen wird augenscheinlich viel geschachert wie hier berichtet wird - das geht eigentlich nicht, denn es sind offene Stellen die aus Steuern finanziert werden…
Es besteht überhaupt kein Widerspruch zwischen der Einarbeitung von in Frage kommenden Kanditatinnen und Kandidaten und einer Bestenauslese nach dem Leistungsprinzip. Dass man bereits vorab schon einmal schaut, welcher Bewerberkreis zur Verfügung steht, sichert gerade ab, dass diese verantwortungsvolle Position auch sinnvolll besetzt werden kann. Im Folgenden kann ich erst einmal nur für Niedersachsen sprechen: Hier gibt es zentrale Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, die Interesse an Leitungsfunktionen haben und sich damit bereits vorab besser qualifizieren können.
Eine Auswahlkommission, die gar keinen Kontakt zur Schule hat, halte ich für deutlich kontraproduktiv. Es geht gerade darum, eine geeignete Person auszuwählen, die die Leitung genau dieser Schule mit genau dieser Situation gut bewältigen kann. Dafür muss man die Schule zwangsläufig kennen. Das ist im Übrigen auch bei den "niedrigeren" Funktionsstellen schon so.