Beiträge von Seph

    Wer durch die Impfung eine Myokarditis bekommt, die nicht vollständig wieder ausheilt, leidet dann offensichtlich an Langzeitfolgen. Dass das extrem selten vorkommt ist klar, spielt aber für die Definition von "Langzeitfolgen" keine Rolle.

    Das ist ein schönes Beispiel für tatsächliche "Langzeitfolgen". Es darf aber nicht verwechselt werden mit dem unter Impfskeptikern nicht selten verbreitetem Mythos noch unbekannter "Langzeitfolgen, die erst nach langer Zeit auftreten".

    Aber ganz eindeutig sind bestimmte Aspekte der Unterrichtsplanung inzwischen selbstverständlich, über die ich im Ref noch bewusst nachdenken musste. Insofern muss ich vieles auch nicht mehr so detailliert planen, wie noch im Ref, was natürlich den Eindruck verzerren kann, wie viel man für Unterrichts Planung investiert. In bestimmten Klassen und Fächern reicht es inzwischen, wenn ich anhand des Buches nachvollziehen wo wir waren, damit die nächste Stunde in meinem Kopf komplett binnen Minuten steht und innerhalb von rund 20min mit allen Materialien vorbereitet ist, bei anderen hätte ich gerne nochmal die Zeit wie im Ref, für wirklich gründliche Planungen, muss aber korrigieren, Eltern und KuK antworten, etc.

    Das meine ich ja gerade. Natürlich ist das Erlernen des Autofahrens innerhalb weniger Fahrstunden vom Aufwand bei weitem nicht mit Studium + Referendariat und Probezeit vergleichbar, aber das schien mir ein für viele gut greifbarer Bereich zu sein, um unbewusste Automatisierung von Vorgängen deutlich zu machen, wie wir sie auch bei Ausübung unseres Berufs erleben - eben oft nicht mehr bewusst.

    Ich bin aber eher bei Perspektive 1: Warum der ganze Hokuspokus im Ref, wenn die dadurch erworbenen Kompetenzen doch nur brachliegen und ich gefühlt überwiegend mit stupider Kacke beschäftigt bin. Ich habe heute z.B. ewig Zeit damit verbracht, online irgendwelche Noten zurückzumelden und SEK 1 Klassenarbeiten durchzuackern und gefühlt geht das seit Monaten so. Nun muss ich für die Zeugnisse meine Listen umtragen und muss irgendwelche Kompetenzkreuzchen bei 200 Schülern setzen. Es ist mir echt zu dumm.

    Die im Ref erworbenen Kompetenzen liegen nicht brach. Sie sind dir vermutlich so in Fleisch und Blut übergegangen, dass du gar nicht mehr merkst (und das ist positiv), dass du diese eigentlich hast. Sie erleichtern dir deinen beruflichen Alltag aber enorm. Vergleiche das mal mit Auto fahren: Die Fahrschule war durchaus anstrengend und man musste wahnsinnig viel in Theorie und Praxis lernen - jedenfalls kam es einem so vor. Steigt man heute in ein Auto, geht alles wie von selbst.

    Für das durchaus nachvollziehbare Gefühl der falschen Gewichtung von Tätigkeitsmerkmalen möchte ich dir ans Herz legen, eine konsequente Arbeitszeiterfassung zu machen. Dabei wirst du vermutlich feststellen, dass Unterricht und dessen Vorbereitung noch immer - wie gewünscht - einen Großteil der Arbeitszeit ausmachen. Gleichzeitig hat man damit ein Instrument des eigenen Arbeitszeitmanagements und für den Notfall eine gute Grundlage für ein Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräch über Aufgabenverteilungen in der Hand.

    Es ist genau wie du schreibst: Ok ist alles, was der schnellen Genesung nicht im Wege steht bzw. diese sogar fördern kann. Bewegung an der frischen Luft gehört bei vielen Krankheitsbildern mit Sicherheit dazu.

    Es gibt da auch kein "Schema F", da der Nachteilsausgleich immer individuell auf die jeweilige Situation bzw. zielgenau auf den entsprechenden Schüler zugeschnitten werden muss. Hierfür ist es ersteinmal wichtig, zu erheben, worin sich genau die Nachteile ausdrücken.

    Darf ich mal fragen wie es bei euch an den Schulen gehandhabt wird momentan mit GLKs und Weihnachtsfeiern? Wir hatten letzte Woche eine GLK in Präsenz mit voller Besetzung und momentan plant die Schulleitung nicht nur eine, sondern gleich zwei verschiedene Weihnachtsfeiern mit Essen und Musik, eine davon getarnt als Dienstbesprechung. Ich komme mir so langsam vor als wäre ich im falschen Film, scheine aber im Kollegium die Einzige zu sein, die Bedenken hat.

    Dienstbesprechungen finden ausschließlich per Videokonferenz statt, die letzte GK hatten wir im frühen Herbst draußen. Weihnachtsfeiern wurden selbstverständlich abgesagt.

    Vor allem als ob man außerhalb des Beamtenstatus einfach jeden Faulen/Inkompetenten rauswerfen könnte. Ich habe Bekannte, die auch kaum wisse, was sie auf ihrer Arbeit (freie Wirtschaft) tun und dennoch jeden Monat ihr Geld bekommen. Diese Leute wird man auch nicht los, wenn sie nicht gerade richtig Mist bauen. Nur Faulheit reicht nicht aus.

    Sehe ich auch so. Und andersherum wird man auch Beamte, die richtig Mist bauen, wieder los.

    Ich würde es vorziehen, dass die Verbeamtung von Lehrern in ganz Deutschland abgeschafft würde, damit man schlechte Lehrerinnen und Lehrer gut entlassen könnte. Angesichts der Corona-Pandemie und der sich darin gezeigten mangelhaften Leistungen vieler Lehrkräfte ist das dringend nötig.

    Das ist sicher die Lösung für den bestehenden Lehrkräftemangel - insbesondere in MINT-Fächern und an den Grundschulen :autsch:

    ...und jetzt habe ich doch 2 Termine für die Kinder bekommen, im Nachbarlandkreis. Ich war nach nur 2 Minuten Warteschleife dran, dann meinte der nette Herr, dass sie LEIDER erst freie Termine ab Samstag hätten ;)

    So, jetzt bin ich still hier, ich will nicht den ganzen Thread kapern, ich wollte mich zuerst nur freuen, dann berichtigen, dann wieder freuen, dann wieder.... usw. Es läuft halt bei mir auch so ähnlich wie mit den Corona-Maßnahmen, hü und hott.

    Wir haben heute auch überraschend Kinder-Impftermine buchen können :victory:

    Mit ihr werde ich sicherlich auch noch sprechen.

    Tatsächlich würden mich erst einmal eure Erfahrungen und Tipps interessieren.

    Was genau zeitraubend im Alltagsgeschäft ist, ist so unterschiedlich und stark abhängig von Personen und Standortbedingungen, dass dieses Gespräch zuerst erfolgen sollte. Anschließend ist es ggf. sinnvoll, einzelne Aspekte daraus hier einzubringen und gemeinsam Ideen zum Umgang mit den konkreten Situationen oder Problemen zu entwickeln.

    Wir kennen weder deine SL noch die Standortbedingungen, die bei euch vorliegen. Daher lassen sich deine Fragen überhaupt nicht seriös beantworten.

    Danke für den Hinweis, hier hat die Politik wohl wirklich nachgearbeitet und endlich ihre Hausaufgaben gemacht. In der Version des IfSchG vom Juli 2021 war dies noch nicht möglich, das LG Osnabrück hatte noch Anfang November explizit die Strafbarkeit der Vorlage eines gefälschten Impfnachweises in Apotheken verneint.

    Das halre ich für ausgemachten Murks. Ich halte es für standesrechtlich geboten, genau solche Missbräuche von Apothekerinnen-Leistungen zur Anzeige zu bringen. Was machen die eigenlich, wenn da jemand mit 'nem gefälschten Rezept aufläuft?

    So ist es aber leider, hier hat eine Rechtsgüterabwägung zu erfolgen. Die Vorlage eines gefälschten Rezeptes oder gefälschten Impfpasses in der Apotheke ist - leider und derzeit - keine strafbare Handlung. Insofern wiegt die Schweigepflicht hier wahrscheinlich höher, auch wenn die Staatsanwaltschaft vermutlich entsprechende Verfahren einstellen wird.

    Bei gefälschten Rezepten (oder der Vermutung) wird die Apotheke ggf. Rücksprache mit dem ausstellenden Arzt halten oder/und schlicht die Abgabe verweigern. Bei gefälschten Impfpässen ist dies analog ebenfalls möglich.

    Wahrscheinlich wird die Einstiegsbesoldung in Berlin dann A13/1 sein. Der Vergleich mit anderen Bundesländern ist mit Vorsicht zu genießen, da die Stufen nicht vergleichbar sind. Berlin kennt bei A13 die Stufen 1 bis 8, während viele andere Bundesländer erst bei Stufe 4 oder 5 beginnen, dann aber bis 12 gehen.

    Ich habe gerade mal geschaut: Berlin A13/1 und A13/8 entsprechen auch von der Besoldungshöhe etwa Eingangs- und Endstufe A13/4 bzw. A13/12 bei uns.

    Also wenn man jetzt sagen wir 6 davon über die Weihnachtsferien zusammenbastelt, quasi als Ausstellung, dann reduziert sich die Schülerzahl in der Klasse direkt um sechs Personen, weil deren Tische ja anderweitig belegt wären? Cool! Ich hätte da ein paar Klassen mit 31 SuS, denen so eine "Entlastung" äußerst gut tun würde... Fehlen nur noch fünf weitere Ausstellungsmodelle. :teufel:

    Wenn man da einige der UCS Modelle hinstellt, wird es voll genug ;)

    Zum Bauen kann ich dir da nur beipflichten, einige der Friends-Sets sind zum Ausschlachten für Eigenkreationen ganz brauchbar ;)

    Was planen eigentlich diejenigen (Lehrkräfte), wenn es zur (allgemeinen) Impfpflicht kommt. Etliche Pflegekräfte haben schon bekanntgegeben, dass sie kündigen werden, aber Lehrkräfte werden wahrscheinlich nicht so leicht ihren Job aufgeben, denke ich.

    In Österreich ist es wohl geplant, dass Arbeitnehmer, welche wegen Nicht-Impfung kündigen, keine staatliche Unterstützung erhalten werden.

    Mit der Frage haben sich - insbesondere im Zusammenhang mit Polizei - Juristen schon einmal auseinandergesetzt. Die Rechtsgrundlage für eine Impfpflicht bei Beamten sei wohl auch aus der allgemeinen Treuepflicht gegenüber dem Dienstherrn abzuleiten, ein Verstoß dagegen wäre entsprechend ein Verstoß gegen diese Treuepflicht und könnte mit Disziplinarmaßnahmen geahndet werden.

    Zumindest für Soldaten - ich weiß, keine Beamten - ist das in ähnlicher Form bereits wirksam. Der Unterschied zu Beamten besteht darin, dass für letztere Gruppe erst ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden müsste, was hinreichend bestimmt eine solche Grundrechtseinschränkung begründen könnte. Im Soldatengesetz gibt es so etwas bereits.

    Angestellte Lehrer verdienen auch Brutto deutlich weniger als verbeamtete Lehrer. Netto ist der Unterschied noch größer.

    Das stimmt in dieser Pauschalität nicht, wie sich jeder leicht selbst überzeugen kann: Während das für das Einstiegsgehalt tatsächlich gilt, sind die Bruttoeinkommen ab den mittleren Erfahrungsstufen vergleichbar, in den hohen Erfahrungsstufen - die Angestellte im Übrigen schneller erreichen - sind die Bruttogehälter E13 höher als in A13....wenn auch nicht viel und nur auf das Grundbehalt bezogen.

    Wenn man Familienzuschläge noch hinzunimmt, mag sich das Verhältnis drehen. Von "deutlich weniger" kann Brutto jedoch keine Rede sein. Es ist aber auch nicht deutlich mehr, wie hier im Thread schon behauptet wurde.

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