So langsam habe ich den Eindruck, dass sich Lehramt/Beamtentum eigentlich nur für Leute rechnet, die zum Zeitpunkt ihres eigenen Schulabschlusses schon wissen, dass sie mit Ende 20 Anfang 30 einen Ring am Finger, ein bis zwei Kinder und ein Eigenheim haben wollen - sprich: Leute die einen ganz klassischen Lebensweg einschlagen.
Die Singles ohne Kinderwunsch sind die Lückenbüßer. Egal wie gut die Noten sind, egal wie gut die dienstlichen Beurteilungen ausfallen... Verheiratete Kollegen mit Kindern können einen miesen Job mit Minimalaufwand machen und trotzdem hofiert sie das System. Als ob es unmöglich wäre, in eine andere Stadt zu ziehen, wenn man verheiratet ist oder Kinder hat. In der freien Wirtschaft wird derartiges ja durchaus auch verlangt, wenn man Ambitionen hat.
Sehe ich das zu verbissen oder habt ihr ähnliche Erfahrungen? Sollten NEBEN Sozialpunkten nicht auch Leistung(-sbereitschaft) ein Rolle bei Versetzungen spielen?
Zum Einen siehst du das m.E. wirklich zu verbissen und zum Anderen reduzierst du seltsamerweise "das Lehramt/Beamtentum rechnet sich" auf die Frage der einfachen Versetzbarkeit, was eine doch arg eingeschränkte Sichtweise ist.
Natürlich ist eine Versetzung ohne Sozialpunkte schwieriger als mit. Aussichtslos ist sie deswegen noch lange nicht. Es ist durchaus normal, dass Versetzungswünsche nicht sofort, sondern erst nach 1-3 Jahren realisiert werden können, in Ausnahmefällen auch länger. Eine andere Option ist den Weg über eine Bewerbung auf Beförderungsstellen zu wählen, das kann dann auch ohne Freigabe zur Versetzung führen.