Also werden wir als Gesellschaft das Risiko eingehen, dass Menschen sterben. Um zu verhindern, dass in der Folge des Lockdowns Menschen verhungern, an häuslicher Gewalt oder Suizid sterben.
Wielange muss ein Lockdown gehen, damit Menschen aufgrund des Lockdowns verhungern? Halte ich für ein unpassendes Argument.
Wegen häuslicher Gewalt oder Suizidalität den Lockdown aufheben? Total unverhältnismäßig!
Ich argumentiere mal anders herum:
Als Gesellschaft sollte man Verhungern wegen eines Lockdowns, sowie sterben aufgrund von häuslicher Gewalt oder Suizid wegen Lockdowns in Kauf nehmen. Man schützt dadurch mehr Menschen vor dem Corona-Tod, als man Menschen an Verhungern oder häusliche Gewalt verliert.
Mal ernsthaft, hältst du das Risiko an häuslicher Gewalt zu sterben oder zu verhungern für annähernd in der Größenordnung von Corona?
Wir werden die Menschen aber nicht mehr als 1 Jahr in der Ausgangssperre halten können, die in anderen Ländern ja wesentlich rigider ist - in F und ES darf niemand mehr zum Sport raus. Das wird nicht jahrelang gehen können.
Ja, dann machen wir es erstmal ein Jahr. Damit ist schon extrem viel gewonnen!
Irgendwo muss man den Anfang machen
Aber warum sollte man da einen Anfang machen, wo das Infektionsrisiko um Potenzen größer ist.
Warum Schule eröffnen, wo 1000 Leute in einem Gebäude hocken, teilweise 30 Leute eng gedrängt in Klassenräumen
um sich dann auf den Fluren zu begegnen.
Die Schule ist der schlechteste denkbare Anfang. Ich könnte mir nur wenig vorstellen, was unsinniger ist. So etwas wie die Öffnung durch ein
Fußballspiel vor Zuschauern im Stadion durchzuführen.
Wobei einzelne Fußballspiele an frischer Luft vermutlich ungefährlicher sind, als wenn man deutschlandweit die Anzahl der Schulen hochrechnet, wo immer Massen von SuS und KuK zusammenkommen.
Insofern gibt es glaube ich gar nichts, was eine dümmere Idee eines "Anfangs" ist.