Beiträge von Firelilly

    http://web.de/magazine/panor…ke-zug-31693106

    Genau deshalb bin ich froh, dass ich in einer Region lebe, wo es nur wenige Flüchtlinge gibt. Auch vermeide ich öffentliche Verkehrsmittel und Plätze. Aus genau solchen Gründen, es passiert immer dort, wo viele Menschen zusammen sind. Es ist und bleibt ein zusätliches Risko zu all den Irren die eh schon herumlaufen.
    Und der Großteil der Schläferzellen, der durch den Flüchtlingsstrom mit ins Land gekommen ist, wird erst noch aktiv werden.
    Mit von unseren als Flüchtlingshilfe gedachten Geldern kaufen die sich frei erhältliches Aceton und Wasserstoffperoxid und dann geht es los. Zum Glück muss ich Flüchtlingskindern noch keinen Chemieunterricht erteilen. Ich hätte große Bedenken, dass das Wissen missbraucht wird.
    Aber vor solcher Gefahr zu warnen ist natürlich politisch nicht korrekt.
    Solange es die Franzosen trifft kann man auch immer noch sein gutmenschliches Weltbild aufrecht erhalten. Wartet mal ab, wenn es mal jemanden trifft, den ihr kennt, vielleicht sogar eure Familie.

    Ich fahre auch privat nicht in europäische Großstädte und meide auch Großstädte und Massenansammlungen bzw. große öffentliche Plätze (Flughäfen, große Bahnhöfe) in Deutschland. Klassen- oder Studienfahrten an entsprechende Orte würde ich strikt verweigern.
    Aber jeder ist da anders gestrickt, ich persönlich fühle mich einfach Unwohl. Hat ja auch mal wieder eine Lehrerin auf Klassenfahrt erwischt in Nizza. Wie übrigens auch beim Flugzeug Suizid des Andreas L. Es gibt genug Risiken im Straßenverkehr umzukommen, muss man sich meiner Meinung nach nicht noch an potentielle Terroristenanschlagsorte begeben oder in ein Flugzeug pressen. Zumal mal als Tourist mit entsprechender Kleidung natürlich auch eine wandelnde Zielscheibe ist, sollte da wirklich gerade welche Amok laufen.

    Und wir haben es echt gut - nie Betreuungsprobleme in den Ferien, keine Probleme bei der Urlaubsplanung bei bockigen Arbeitgebern.

    Kollegenehepaar bei uns: 3 Kinder, beide Elternteile haben mündliches Abi mit Anwesenheitspflicht von 7.30 Uhr bis 20.00 Uhr. Betreuung? Auf Klassenfahrten?
    Mal Urlaub zu Zeiten nehmen, wenn die Preise nicht so extrem hoch sind und die Ferienorte nicht so überlaufen, weil Saison ist? Als Lehrer unmöglich.
    Das ist die Kehrseite. Von "gut gehen" würde ich nur dann sprechen, wenn man es überdurchschnittlich hat. Das sehe ich gegenüber vergleichbaren (also akdademischen) Berufen nicht.
    Ich denke ein "wir haben es halbwegs okay" trifft es realistischer.

    Würde ich auch dringend von abraten. Einem Freund, der das gemacht hat, hat sein SL ziemlich klar zu verstehen gegeben, dass es das dann war mit der Karriere.

    Es ist fraglich, ob man an der Schule in irgendeiner Form von Karriere sprechen kann. A14 lohnt sich finanziell doch kaum, weshalb ich es überhaupt nicht schlimm finde, wenn man keine "Karriere" machen kann.
    Vielleicht hat man dadurch sogar das ruhigere Schulleben.
    "Wie, ich in der Steuerungsgruppe mitmachen? Nah, das ist doch eher was für unsere Oberstudienräte, ich bin A13...."
    Später aufstocken kann man auch als A13 wieder. Und man steht dann finanziell als A13 mit voller Stelle besser da als A14, wenn man da auch nur die geringste Stundenzahl reduziert.
    Ein Hoch auf das A13 Fußvolk.

    P.S.: Sie hat durch Unterrichtsausfall durch Projekte etc. diesen Monat noch 4 Stunden offen....

    Kann mir schon vorstellen, dass die Kollegin auch ein wenig genervt von dem Umgang ist, der anscheinend an dieser Schule üblich ist.
    Ein Monatskonto mit ausgefallenen Stunden zu führen ist nicht zulässig und eigentlich an sich schon einmal eine Frechheit.
    Nichtsdestotrotz muss sie selbstverständlich für die ausgefallene Stunde am selben Tag Vertretungsunterricht übernehmen. Das ist zeitnah und damit etwas ganz anderes. Kann mir aber vorstellen, dass wenn da so Schweinereien passieren wie, dass Monatskontos geführt werden, die Kollegin schon auf Krawall gepolt ist.

    Bei uns greift das Phänomen um sich, dass vor allem weibliche Lehrkräfte sich in tausenden außerunterrichtlichen Aktionen, Wandertagen usw. präsentieren und damit viel Eindruck bei der Schulleitung machen. Allerdings sind das oftmals Kolleginnen, die gerne öfter mal krank sind wegen der Kinder oder auch einfach so. Ich will nicht einmal unterstellen, dass die blau machen. Ich glaube eher, dass sie durch die ganzen Aktionen und Sonderwürste ein schlechtes Immunsystem haben.
    Ich hingegen hatte in meiner ganzen Schulzeit noch nicht einen Krankheitstag (war aber 2x schwer erkältet drin, bei Fieber würde ich aber daheim bleiben). Ich schone meine Kräfte und konzentriere mich auf das Kerngeschäft und bin deshalb eigentlich immer top fit in der Schule und mein Unterricht findet verlässlich statt. Ich kann mich eben nachmittags halbwegs regenerieren neben der Vorbereitung und Korrekturen, während die super engagierten Kolleginnen da noch ihre Extrawürste (Klassenfeste, Ausflüge usw. machen) und vermutlich dann erst nachts zur Vorbereitung des Kerngeschäfts kommen.

    Nun kommt es, ratet mal, wer dann immer da ist um die ausgefallenen Stunden der Kolleginnen zu vertreten? Wird es einem honoriert oder gedankt? Nein, denn das ist ja keine Außenwirkung für die Schule! Dass ich aber diejenige bin, auf deren Rücken man die ganzen Extrawürste macht, sieht eben keiner.
    Naja, ganz so schlimm ist es nicht, mir wurde schon mal rückgemeldet, dass auf mich Verlass ist (bin da für mal wieder kranke Kollegen im mündl. Abi eingesprungen), aber man bekommt schon den Eindruck, dass es wichtiger ist viel nach außen zu machen als erstmal dafür zu sorgen, dass man sich so gut es geht fit hält um seinen Unterricht verlässlich stattfinden zu lassen.
    Und klar, man kann nicht jede Krankheit dadurch vermeiden. Aber mit Sicherheit die Krankheitstage extrem reduzieren, wenn man nachhaltiger mit seiner eigenen Erholungszeit umgehen würde.

    Das Problem scheint mir nicht so ganz ohne dein Zutun zustande gekommen zu sein. Kann es sein, dass du wohl doch nicht so ganz unmissverständlich die Distanz gewahrt hast? Ansonsten müsste dir das Verhalten des Schülers ja nicht peinlich sein, denn für dessen Schwärmerei kannst du ja so lange nichts, so lange du das Fünkchen nicht doch irgendwie am Leben erhalten hast

    Das ist noch dezent ausgedrückt.

    (Moderationsedit) *** unterstellende Behauptung entfernt ***

    Ich bin dagegen. Es ist schon einfach ein Unterschied, ob man so etwas wie das Abitur abnimmt. Der inhaltliche Aspekt des Unterrichts bliebe unberücksichtigt. Einen vier- oder fünfstündigen Leistungskurs zu führen ist inhaltlich schon einmal etwas ganz anderes und erfordert eben auch ein höher qualifiziertes Studium. Ganz zu schweigen von der Vorbereitung, der nötigen Fähigkeit anspruchsvollen Fragen begenen zu können und so weiter. Ich würde mich bei einem A13 für alle dann schlichtweg weigern eine Oberstufenklausur in Bio, wo 25 Leute jeweils knapp 2000 Worte schreiben zu korrigieren im Abitur. Denn da sitze ich tagelang dran. Warum sollte ich deshalb nicht höher bezahlt werden, wenn ich solche Zusatzbelastungen habe, die mit dem Abitur beziehungsweise dem Einsatz als Lehrkraft in der Oberstufe einhergehen? Ich würde mich einfach weigern in der Oberstufe zu unterrichten, Unterstufe und Mittelstufe müsste dann ja reichen.
    Meine Unterrichtsvorbereitung würde dadurch entspannter, denn eine Doppelstunde in der 5. Klasse Bio zum Thema "Blütenpflanzen" mit Praktikum ist deutlich einfacher zu planen und durchzuführen als eine Stunde in meinem Chemie Profilkurs zum Thema "pH-Wert Berechnungen und chemisches Gleichgewicht" mit Praktikum.


    Was ich aber gut finde: Gleiches Geld, da die Bildungs- und Erziehungsarbeit aller schultypen ähnlich wenn nicht sogar gleich wichtig ist.

    Kann ich gar nichts mit anfangen mit dem Argument. Was ist denn bitte diese ominöse gleiche Wichtigkeit? Nur, weil man mit Kindern arbeitet kann man doch nicht auf einmal die Gehälter gleich machen. Mit diesem Argument müsste jede Krankenschwester ein Gehalt wie A15 bekommen, weil ohne ihre Tetanus-Spritze der Wundstarrkrampf zurückkäme in Deutschland. Dann müssten auch Müllmänner deutlich besser bezahlt werden oder Menschen, die sich um die Pflege und Versorgung unserer Ältesten kümmern. Mit dem Argument der Wichtigkeit (die auch irgendwie extrem subjektiv ist) kommt man beim Gehalt nicht wirklich weit.
    Es geht bei der Bezahlung unter anderem darum, wie qualifiziert eine Person ist und, wieviele Personen in der Lage sind den Beruf auszuüben. Es finden sich mit Sicherheit ungleich mehr Leute, die die Voraussetzungen mitbringen ein Grund- und Hauptschulstudium zu packen, als Leute, die die Voraussetzungen haben ein Physik-, Chemie- oder Mathestudium für das Gymnasiale Lehramt zu packen. Täuscht euch nicht, das sind inhaltlich Welten. Die schmeißen in Mathe und Physik mit einem Abstraktionsgrad herum, der sich gewaschen hat.

    Um noch einmal deiner Argumentation zu folgen: Die Erziehungsarbeit aller Schultypen mag ähnlich sein, da stimme ich dir zu. Die Erziehungsarbeit ist aber nichts, für das man viel Geld bekommt und bekommen sollte. Schau Dir mal die Gehälter von Erziehern an. Oder willst Du etwa sagen die Erziehungsarbeit eines Erziehers sei weniger wichtig als die eines Lehrers? Kinder erziehen ist nun einmal etwas, für das man nicht zwangsläufig ein kompliziertes Hochschulstudium abgeschlossen haben muss. Es gibt hervorragende Erzieherinnen ohne jegliches Hochschulstudium, die hervorragende Erziehungsarbeit leisten. Ebenso Eltern, die hervorragend erziehen ohne, dass sie auch nur etwas darüber gelernt hätten in irgendwelchen Kursen. Aber keinen von denen wäre auch nur in der Lage in der Mittelstufe, geschweige denn in der Oberstufe und im Abitur Kurse in Chemie zu unterrichten.
    Da würden sie nicht einmal den grundlegendsten Anspruch, nämlich die sachliche Richtigkeit, erfüllen. Dafür studiert man viele Jahre. Das muss man mühsam erlernen, das ist nichts, was man auch ohne kompliziertes Studium leisten kann. Und dafür gibt es eben die höheren Gehälter.

    Das ist in jedem Beruf so, der Ingenieur, der im trockenen Büro die Tiefbohrung berechnet und mit geologischem Sachverstand den richtigen Ort für diese aussucht verdient mehr als der Arbeiter, der sich die Hände schmutzig macht. Wessen Arbeit ist da eigentlich wichtiger? Ohne den Arbeiter würde da auch kein Loch entstehen und er hat sogar die körperlich anstrengendere, vielleicht auch gesundheitsschädlichere Arbeit. Sollen wir jetzt eine Petition starten: Ingenieursgehälter für jeden Bauarbeiter, weil deren Arbeit genauso wichtig ist?

    Ich finde auch, dass man durchaus die Gehälter der Lehrer anheben müsste. Speziell für Naturwissenschaften, aber das ist noch einmal ein anderes Thema. Aber A13 für alle ist nicht die Lösung, A13 für Grundschullehrer absolut okay, aber dann auch in einem Zug gleich A14 für Gymnasiallehrer. So eine Petition würde ich unterschreiben.

    Ein interessanter Fall bei uns an der Schule, der einmal anders herum ist als gewohnt: Ein Kollege fühlt sich diskriminiert, weil er nur aufgrund seines männliches Geschlechts immer wieder ein Jahr früher als die weibliche Kollegin aus einem gemischtgeschlechtlichen Klassenleitungsteam abgezogen und in einer wieder von unten nachwachsenden Klassenstufe eingesetzt wird. Er würde seine Klassenleitung auch gerne 3 Jahre in derselben Klasse durchführen, so, wie auch die weiblichen Kollegen es immer tun.
    Die Begründung ist, dass er durch die gängige Praxis überpropotional viele Klassenfahrten durchführen muss (denn diese finden in der Klassenstufe, auf die er sozusagen wieder herunterversetzt wird statt) und es ausserdem in der unteren Klassenstufe zu viel mehr Gesprächsbedarf und zu neuer Einarbeitung kommt, wohingegen eine im 3. Jahr geführte Klasse weder eine Klassenfahrt durchführt, noch besonders arbeitsintensiv ist.
    Er erzählte das heute halb im Spaß, aber ein bisschen ernster Kern ist da schon dahinter.
    Ist dies eine Form der nachteiligen Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts? Es geht immerhin um messbare Arbeitsstunden.

    Ganz ehrlich? Hast du vielleicht einen Mediziner in der Familie oder im Freundeskreis, bei dem du mal genauer nachfragen kannst? Wenn die Lebenszeitverbeamtung so kurz bevorsteht, würde ich tatsächlich versuchen, Arztbesuche so weit es geht, herauszuzögern.

    Eine weitere Möglichkeit wäre es zu einem Arzt zu gehen, dem Du vertraust. Du könntest ihn darum bitten ein EKG schreiben zu lassen unter der Voraussetzung, dass diese Untersuchung nicht in deine Krankenakte kommt, egal, welches Ergebnis herauskommt. Du müsstest natürlich die Untersuchung selber zahlen (ggf. mit Aufschlag). Kämst aber immer noch billiger weg, als wenn Dir der Staat monatelang das Geld klauen würde.
    So hättest Du gesundheitliche Gewissheit und riskierst nicht abgezockt zu werden.

    Weil man wegen nächtlichen Herzstolperns [lexicon='tot',''][/lexicon] umfällt? Nur, weil jemand Extrasystolen oder eine paroxysmale Tachykardie hat ist er doch nicht dem Tode geweiht. Mach dem Threadersteller doch keine Angst! Ja, es gibt sie, die potentiell lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (QT-Syndrom, Brugada-Syndrom). Die Herzrhythmusstörungen treten dabei allerdings unter Belastung auf. So eine Herzrhythmusstörung hat dann auch mit akutem Schwindel zutun und kann zu Synkopen (und eben auch zum Tod durch Kammerflimmern) führen.
    Das sind dann allerdings auch dominant vererbte Ionenkanalerkrankungen.
    Der TE hat jetzt nicht erwähnt, dass dessen Eltern oder nahen verwandten mit 30 Jahren an plötztlichem Herztod gestorben sind.
    Herzrhytmusstörungen, die vor allem in der Ruhe auftreten, haben statistisch zu 99,x % andere Ursachen und betroffen sind dabei in der Regel die Vorhöfe.
    Ich meine klar, wenn man eine ernste Erkrankung ausschließen möchte, dann sollte man ein EKG machen lassen. Da lassen sich beide Erkrankungen ausschließen.

    Man kann auch jeden Leberfleck untersuchen lassen, jedes Jahr eine Darmspiegelung auch in jungen Jahren machen (denn Krebs wartet nicht, bis Du erst das Alter der empfohlenen Darmspiegelungen erreicht hast), weil man oft Durchfälle und Verstopfungen hat usw.
    Ich will da niemanden von abhalten.
    Wenn ich eines weiß, dann, dass der Staat versucht den Lehrern ans Bein zu pinkeln, vor allem wenn es ums Finanzielle geht.

    Würdest Du Dich zu einem Pschotherapeuten direkt vor der Verbeamtung auf Lebenszeit begeben, wenn Du Depressionen hast? Oder würdest Du vielleicht bis zu den Sommerferien warten, bis die Lebenszeitverbeamtung durch ist? Und darauf vertrauen, dass Du nun schon 30 Jahre lebst ohne Dich selber umgebracht zu haben oder ohne aus heiterem Himmel [lexicon='tot',''][/lexicon] umzufallen.

    Wenn Du wirklich glaubst, dass dein Herzstolpern nicht durch Stress, Schilddrüse, Kaliummangel, Alkoholgenuss, angeborene, verhältnismäßig ungefährliches Vorhofflimmern verursacht ist, dann geh von mir aus zum Arzt.

    Im besten Fall hast Du dann wirklich eine super seltene Form lebensbedrohlicher Herzrhytmusstörungen und der Arztbesuch rettet Dich. Das ist statistisch eben super unwahrscheinlich.
    Oder, und das ist super wahrscheinlich, Du wirst mit paroxysmaler Tachykardie etc. diagnostiziert, der Arzt sagt Du sollst das über längeren Zeitraum beobachten und ggf. zusätzlich Blutgerinnungshemmer nehmen und der Amtsarzt reibt sich die Hände und sagt "Bingo! Ich bekomme Provision, endlich wieder einen, den wir nicht verbeamten müssen".

    Dazu aktuell ein interessanter Fall:

    Studienrat a.P. wird aufgrund von ähnlichen gesundheitlichen Problemen nicht auf Lebenszeit verbeamtet, hat aber keine objektiven aktuellen Einschränkungen, sondern nur ein erhöhtes Risiko, das in 15 Jahren eventuell etwas passieren könnte. Studienrat a.P. hat eine hohe Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und ist durch das Urteil des Amtsarztes so schockiert, dass er in Depressionen verfällt und in die Psychiatrie eingewiesen wird.
    Ein Gutachter bescheinigt ihm Dienstunfähigkeit die voraussichtlich nicht innerhalb eines halben Jahres wieder herstellbar ist. Studienrat a.P. wird aus gesundheitlichen Gründen entlassen und kassiert nun knapp über 2000 Euro netto monatlich von der Versicherung.
    Und nun kommt es: Die Versicherung verklagt das Land, weil diese die Dienstunfähigkeit mit ihrem nicht nachvollziehbaren Amtsarzturteil ausgelöst hat!

    Hoffen wir mal, dass das zur Revolution der Amtsarztpraxis führt!

    Meine Empfehlung:
    Nicht zum Arzt gehen, es sei denn, mit den Herzrhythmusstörungen ist auch Schwindel und Kurzatmigkeit verbunden. Dann wäre eventuell der Ventrikel von der Rhythmusstörung betroffen und das ist gefährlich.
    Im Endeffekt ist die Wahrscheinlichkeit aber am größten, dass Du Vorhofflimmern oder -flattern hast und dieses dann Deine Verbeamtung auf Lebenszeit riskiert. Im Endeffekt gehst Du dann am besten NACH der Verbeamtung auf Lebenszeit zum Arzt und sagst, dass diese Rhythmusstörung JETZT, also nach der Lebenszeitverbeamtung, zum ersten Mal aufgetreten ist. Wenn die dann eine zusätzliche Leitungsbahn etc. in Deinem Herzen feststellen, dann bekommst Du entweder eine Ablation oder lebenslang blutverdünnende Medikamente (das Hauptrisiko von solchen Rhythmusstörungen ist Schlaganfall, da sich Blutgerinsel bilden können).
    Viele Menschen leben jahrzentelang unbemerkt damit (so auch ein Kollege bei uns, der allerdings schon in den 50ern ist). Der Dienstherr ist allerdings ein verantwortungsloser Wichser und will möglichst um alle Zahlungen herumkommen und sich aus der Verantwortung stehlen. Deshalb wird Dich soetwas die Verbeamtung kosten, wenn Du da vor der Lebenszeitverbeamtung mit ankommst. Der Dienstherr hat die Verbeamtung auf Probe mit gesundheitlicher Eignung extra erfunden um sich aus seiner Verantwortung stehlen zu können. Lasse nicht zu, dass ihm dies gelingt!

    Das sehe ich anders, das ist eine Investition, weil Menschen mit einer Promotion durchschnittlich DEUTLICH mehr Geld verdienen als sie durch die Promotionszeit verlieren.

    Ja es stimmt wohl, dass Promovierte durch ihren Titel deutlich mehr verdienen in fast allen akademischen Berufen. Genauso gilt aber auch, dass die Akademiker in fast allen Berufen mehr als 1m² Schreibtisch, weiche Bürostühle eventuell im eigenen Büro, Weihnachtsgeld usw. haben. Das alles gilt aber in der Parallelwelt Lehramt nicht. Dort ist der Lehrer ein normaler Arbeiter und wird von den Rahmenbedingungen nicht anders betrachtet als eine Aushilfskraft. Bei uns muss man sogar selber die Kotze der Schüler wegmachen und es wäre ein faux pas dafür die Hausmeister zu aktivieren oder es gar so lange übrig zu lassen bis die Putzkolonne kommt. Dementsprechend interessiert ein Doktortitel, wie übrigens auch ob man seinen Unterricht hervorragend oder hingeschludert macht, für die Finanzen überhaupt nicht.

    Anscheinend denkt sich der Dienstherr: Der Lehrerberuf ist doch wie der Beruf eines Raumpflegers oder Hausmeisters, ob man in diesen Berufen eine Promotion besitzt oder nicht ist für die Arbeit egal, denn diese Zusatzqualifikation hat keinen Einfluss.

    Insofern ist eine Promotion im Lehrerberuf tatsächlich total unnötig und der Geldverlust der Promotionszeit kommt eben nicht wieder rein. Es ist und bleibt, wie eigentlich immer im Lehrerberuf, ein persönliches, unbezahltes Vergnügen sich weiterzubilden und zur Elite zu gehören. Ich habe auch noch nie davon gehört, dass ein Kollege, der ständig Fortbildungen in seinen Fächern besucht und da immer auf neuestem Stand ist, davon irgendeinen Vorteil hätte. Das interessiert schlicht nicht, beziehungsweise wird voraussgesetzt. Warum also da viel Aufwand treiben, wenn es nicht honoriert wird?
    Ich erinnere mich gut an die Fortbildungen meines Ex-Freundes (BWL). Der hat so eine ganze Reihe absolviert und ist dann zum Vorgesetzten und hat die Weiterbildung als Argument für eine Gehaltserhöhung eingesetzt. Erst gab es Widerstand, am Ende gab es sie doch.
    Probiert das mal im Lehrerberuf: Gehaltserhöhung, weil man promoviert ist oder eine große Menge Fortbildungen gemacht hat.


    Was mich jedoch am meisten geehrt hat war, dass er mich im Februar darum bat, ein Gutachten für eine Stipendiumsbewerbung zu schreiben.

    Das ist ja schön und gut. Ehren muss einen das aber nicht, kann ja auch sein, dass er sich bei dir am ehesten verspricht, dass du so schreibst, dass er gut dasteht. Außerdem ist es zusätzliche Arbeit.


    Kurstreffen mag ich, dränge sie den Schülern aber nicht auf. Wenn die das wünschen, organisieren die das schon und laden mich ein.

    Wurde ich auch schon mehrfach eingeladen. Habe ich dankend abgelehnt. Ich muss nicht noch meine Freizeit mit den Schülern verbringen. Genauso Abi-Ball und solche Dinge. Finde ich total unangenehm. Ich käme auch nicht auf die Idee mit meinem Arzt, meinem Professor an der Uni oder meiner Friseurin zu der ich seit Jahren regelmässig gehe eine Feier oder Freizeitveranstaltung durchzuführen. Nicht, dass ich die Schüler nicht mag oder anders herum. Aber ich fühle mich am wohlsten, wenn ich die Schüler in der Schule unterrichte und sonst geht jeder seiner Wege.


    An vielen Unis werden Prüfer ausgelost - und dann gibt es oft den, der mit 1 und 2 großzügig ist und den anderen, wo man für eine 3 schon richtig gut sein muss.
    100% gleiche Bedingungen wird es nie geben - da muss man als Erwachsener einfach mal drüber stehen.

    So ist es überall im Leben. Nur nicht in der Schule, da gibt es einen mega shitstorm, wenn ein Kollege deutlich strenger bewertet. Da wird auch innerhalb von Fachschaften ein riesen Brimborium betrieben um die Maßstäbe anzugleichen. Das kostet viel Zeit.
    Geh mal an eine Uni und frage, wie sich die Dozenten in Fachsitzungen untereinander absprechen was gemeinsame Bewertungsmaßstäbe angeht. Die lachen dich aus, weil es so etwas schlicht nicht gibt.

    Also ich würde in diesem Fall die Aufgaben voll bepunkten, es sei denn durch die 242km wurde die Rechnung vereinfacht ( wovon ich jetzt mal nicht ausgehe). Es geht doch darum zu schauen, was die Schüler verstanden haben und sowas wie eine falsch abgeschriebene Zahl oder eine Zeichnung an der falschen Stelle fände ich da nicht so schlimm als dass ich diese Aufgaben deshalb falsch bewerten würde.

    Ich würde definitiv etwas abziehen, wobei der Großteil der Punkte natürlich gegeben werden sollte.
    Sonst lernen die Schüler eine schluderige Arbeitsweise. Man kann Schülern das an so einem Beispiel gut verdeutlichen, man stelle sich vor, dass ein Arzt einem zu viel oder zu wenig Medikament verabreicht, weil er die Zahlen nicht so genau liest.
    Als Nachteilsausgleich bekommt der Schüler mehr Zeit als die anderen. Diese Zeit hätte er nutzen können die Texte aufmerksamer zu lesen oder noch einmal zu kontrollieren.

    Auch wegen Der Flächenzeichnung würde ich ihn nicht anders bewerten als die anderen Schüler. Gerade bei einem Autisten (habe auch zwei in meinen Klassen) kann man doch ganz klare, strukturierte Regeln finden.
    Beispielsweise: Die zu bearbeitenden Aufgaben werden nur auf der Aufgabenseite bewertet.

    Schwierig sind aber auch sehr lethargische Schulleiter, die alle anderen wursteln lassen und keine Führungsperson abgeben ...

    Je weniger ein Schulleiter von mir will, desto besser. Ich hätte sehr gerne eine lethargische Schulleitung, die die Lehrer einfach das machen lässt, was diese für richtig halten. Ich brauchte bislang auch keine Unterstützung wegen Eltern oder schwierigen Schülern, bislang konnte ich mich da immer verständigen und Konflikte konstruktiv bewältigen. Für mich ist eine Schulleitung eine Instanz, die nur Mehrarbeit bedeutet. Kann ich darauf verzichten.

    Die Konsequenz war dann ja hoffentlich, dass die Zeit am Mittwoch für Lucy entfällt. Solche Aktionen bringen Schüler bei mir in der Regel einmal. Sich dann auch noch so dumm stellen "er hat nix gesagt" und das Weinen ignorieren. Unglaublich.

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