Mich macht das fassungslos und ich verstehe die Logik dahinter nicht
Echt traurig, dass getätigte Leistung etc. nicht gewürdigt wird - wie soooooooo oft!!!
Die Logik ist, dass Leistung als messbares Kriterium in einer so großen Gruppe definitiv normalverteilt ist und man gerne erkennen möchte, wer tatsächlich gut ist und ein durchschnittlicher Lehrer eben 3 Punkte erhält. Ist natürlich furchtbar gemein, wenn man sich doch so angestrengt hat und dann wird einem gesagt, dass man für diese Anstrengung bezahlt wird und dass das die meisten anderen Lehrer auch genauso machen. Witzig ist das, wenn überhaupt, nur aufgrund der Tatsache, dass bei den Schülernoten inzwischen recht oft linksseitig vor die Wand gefahren ("Inflation" beim 1,0er Abitur) und das auch so gewünscht ist...
Die Logik bzw. die Sichtweise der Behörde ist auch, dass alle Lehrkräfte, zumindest diejenigen im gleichen Statusamt, nach den gleichen Kriterien bewertet werden sollen. Das heißt, dass die Bewertung eines jungen Studienrats für seine Lebenszeitverbeamtung und des arrivierten Studienrats mit 30 Dienstjahren, der sich doch noch aufrafft, sich auf eine Beförderungsstelle zu bewerben, nach den gleichen Kriterien abläuft. Dass der junge StR noch damit beschäftigt ist, seinen Unterricht mit voller Stelle irgendwie mit nur vier Nachtschichten pro Woche auf die Reihe zu bekommen, während der alte StR sich aus einem reichhaltigen Fundus bedient und alle Zeit der Welt hat, um in Gremien und Arbeitsgruppen zu sitzen - ich überspitze natürlich - spielt aus Sicht der Behörde für die Bewertung der Leistung keine Rolle.
Vor diesem Hintergrund kann der junge StR quasi gar nicht so gut sein.
So habe ich das damals gehört, als ich selbst in der Behörde war. Ich sage nicht, dass ich diese Sicht teile, gerade aus Sicht einer Lehrkraft, die ja auch je nach Leistungsstand bewertet, ist das eher befremdend. Aber so die Logik.