Beiträge von Frechdachs

    Österreich hat die Grundchulen und Kitas offen! Es kann jeder zur Notbetreuung, da muss man die Schulen nicht weiter öffnen!

    Dänemark hat die Grundschulen und Kitas so wie wir geschlossen, also muss man erst die öffnen, damit die Leute arbeiten können.

    Nein, Österreich hat alle Schulen offen, nicht nur die Volksschulen (Grundschulen).

    Da muss ich jetzt doch noch mal antworten. Das stimmt einfach nicht. Österreich (Genaugenommen Herr Kurz) bittet die Eltern ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Es gibt eine Notbetreuung. Sollten zu viele Kinder diese in Anspruch nehmen, hat Herr Kurz angekündigt, die Betreuung auf systemrelevante Berufe zu beschränken.

    Außerdem wird die Notbetreuung in Österreich kaum benötigt und kaum angenommen. Laut Herrn Faßmann nimmt zur Zeit nur 1% der Kinder, die Notbetreuung in Anspruch. Das widerspricht natürlich alles was du an Bedarf hier propagiert. Herr Faßmann ist übrigens der Bildungsminister. Aber natürlich kennst du ganz viele Leute in Österreich und weißt es besser. Und ja, Herr Faßmann geht auf Dauer von einem steigenden Bedarf aus. Aber bei 1% kann auch noch viel steigen. Die 1% sind übrigens auch bei uns im Landkreis ganz realistisch. (Die Schulen melden die Nutzung der Betreuung)

    Bedenke, dass in Österreich die familiären Strukturen noch etwas anders (traditioneller) sind.Die Familien sind zwar kinderreicher als in Deutschland, aber zum einen oft noch die familiäre Großfamilie (wenn auch nicht mehr in einem Haus oder Hof, aber zumindest in der Nähe) und ein Partner (kann auch der Mann sein - habe ich oft) ist zur Kinderversorgung (ggf und Altenbetreuung) nicht oder nur gering berufstätig. Mal nebenbeinerwähnt, sind die Schüler hier in Österreich - und ich spreche von Wien - etwas besser erzogen als in Deutschland. Das macht es für einige Familien natürlich jetztbauch einfacher, wobei ich aber schon teilweise vermute, dass der ein oder andere seinen Nachwuchs mehr aushalten muss und endlich mal merkt, was wir Lehrer leisten (Habe da schon die ersten Mitteilungen von Eltern).

    (Angaben nach eigener, kollegialer und weiterer Beobachtung)

    In Deutschland würde ich die Zahl der Betreuungsbedürftigen daher etwas höher ansetzen, insbesondere, wenn die Betreuung durch die Großeltern entfallen sollte. Aber es werden bestimmt keine 50%.

    Will mal was loswerden (unabhängig von den von mir zitierten): Bitte geht euch nicht so an den Hals 🤝. Diskutieren ja, aber bitte nicht so angreifend. Wir sollten aushalten können, wenn jemand zur Panik neigt, aber auch diejenigen, die mit nackten Fakten zur Aufklärung sorgen. Ob jemand von uns Kinder hat oder nicht, sollte jedem überlassen bleiben (Lehramtsstudent - na dann leg mal los und streue deine Gene 😉). Wer Kinder hat, kann von Erfahrungen der Elternseite berichten und die anderen davon profitieren und ggf auch mal nachfragen etc. Ich liebe den Austausch mit euch.

    Da sind nur wenige Menschen betroffen. Mit der Schule erreicht das Virus schnell Tausende (mit Eltern, Geschwistern, Verwandten)

    Das habe ich nur erwähnt, weil vorher jemand geschrieben hatte, dass in Österreich die Friseure mit den Geschäften öffnen würden. Wegen der körperlichen Nähe öffnen sie erst später (hoffentlich vor Schulöffnung - ich seh verboten aus).

    Wir reden aber beide schon von dem österreichischen System?!?

    Dort sollen ja als erstes die kleineren Läden aufmachen, die haben aber keine Kinderbetreuung und sind und waren nicht systemrelevant, also ist die Frage, wie das funktionieren soll.

    Mir sind viele Fälle bekannt oder wo eben auch Grundschüler 1./2. Klasse dann mehrere Stunden unbetreut zuhause sind oder wo eben doch Oma, Nachbarn usw. zur Betreuung kommen

    Jedes Kind kann in Österreich zur Betreuung gebracht werden.

    In Österreich müssen wir die Onlineleistungen bewerten und das finde ich auch richtig so. Zum einen gibt es eine klare Leistungsbeurteilungsverordnung, die dies fordert und auch ermöglicht (wir haben in Österreich eh die Möglichkeit des Homescoolings). Zum anderen wäre es Blödsinn, es nicht zu bewerten, aber zu sagen, dass ihr müsst. Schüler und Eltern würden das auch einfordern. Meiner Meinung nach profitieren bei mir eher die Schwachen. Die starken Schüler schwächeln momentan eher. Warum das so ist, bin ich noch am reflektieren.

    In der Zeit vor den Osterferien sollten wir keinen neuen Stoff machen. In Mathe habe ich mich daran gehalten, da gibt es genug zum Üben und Wiederholen. In Physik habe ich neuen Stoff gemacht, das Interesse der Schüler hat dazu geführt. Es ist ihnen lieber in kleinen Experimenten zu Hause Neues zu erforschen, statt das 20. Video zum Thema Kräfte (als Beispiel) anzuschauen (wie es eher meine Kollegen handhaben).

    Nach den Osterferien müssen wir neuen Stoff durchnehmen und diesen auch bewerten. Aber meine Schüler schaffen das schon (bin ja bei ihnen - wenn auch momentan nur virtuell oder durchs Telefon).

    Ich streite mich seeeeehr stark mit Sohn über seine Schulsachen! Die erteilten Wochenpläne sind ein Witz und meine zusätzlichen Aufgaben macht er nur mit Tränen, Motzen, Türen zuschlagen, Streit. Wenn überhaupt!

    Sowas kenne ich sonst gar nicht :heul:

    Den Streit mit den Kindern zurzeit kenne ich auch. Mein Sohn hat sein Mathebuch aus Wut zerfetzt. Seine Augen wurden ganz groß, als ich ihm mein Mathebuch gegeben habe (Ich habe dieselbe Stufe und dasselbe Buch 😂).

    Ich kann dieses Gerede das wir so privilegiert sind, und soviel verdienen, nicht mehr hören!

    Ich arbeite im Schnitt auf das ganze Jahr gerechnet 53 Stunden die Woche mit Elterngesprächen, Konferenzen für schwierige Schüler u.s.w.

    Ich habe mindestens 7 Jahre später Geld verdient wie jeder normale Arbeiter der mit 16 oder 17 in die Lehre geht. Das vergisst man auch sehr schnell.

    Ich habe Kassierer, Altenpfleger, u.s.w in meinem Bekanntenkreis. Wenn ich mein Gehalt auf die Stunden die ich arbeite rechne, verdiene ich kaum mehr!

    Meine Erfahrungen betrifft sicher alle Lehrer und nicht nur mich!

    Ich hatte vor meinem Lehramtsstudium einen anderen Beruf. Verdiene jetzt nur noch 1/4 des Gehaltes von vorher. Aber das wusste ich und habe mich trotzdem für den Lehrerberuf entschieden. Ich bereue es nur manchmal sehr kurz! im Januar, wenn viele Rechnungen kommen :wink_1:.


    Das Bildungministerium fordert jetzt den unbezahlten, freiwilligen Einsatz von Lehrern in den Ferien, um die Betreuung von Kindern zu sichern (die "Freiwilligen" werden dem Ministerium gemeldet). Trotz der momentanen Situation sehe ich das sehr kritisch. Obwohl viele Kollegen jetzt von zu Hause aus arbeiten, haben sie einen höheren zeitlichen Aufwand. Wir greifen auf unsere privaten Geräte zurück, damit die Abläufe reibungslos funktionieren (Elterngespräche,...) mussten einige notgedrungen ihre Privatnummer an Schüler und Eltern herausgeben (Kollegen, die das nicht möchten, sind dann aber auf die angewiesen, die die Nummer herausgaben :angst:) usw. Bei unserem Gehalt wird im Gegenzug geknausert, so weit es geht 😡. Kollegen mit Zeitvertrag, die auf Weiterverwendung hoffen, sehen sich zum unbezahlten Einsatz gezwungen 😡. Wie sieht es in Zukunft aus? Die Lehrer haben ja zu viel Ferien, die können ja mal ... 😡.

    Wir gehen privat zur Zeit stark in Vorleistung und sollen jetzt auch noch unbezahlt Dienst schieben 😡. Irgendwann ist auch das Fass voll lieber Herr Faßmann (Bildungsminister Österreich).

    Geh zur Kasse und warte dort an der gelben Linie bis der Mensch vor Dir mit Einkaufen fertig

    Wartelinien bzw. Wartepunkte wurden bei uns auch angekündigt und esxsteht ein Schild an jeder Kasse, dass man am Wartepunkt warten soll. Diese Wartepunktecfehlen aber noch, sodass viele Menschen durch Geschäft streifen und die Punkte auf dem Boden suchen. Spätestens jetzt musste ich an Zombies denken 🤣.

    Wir haben gesagt bekommen, dass gewisse Gesetze, wie Datenschutzgesetze momentan eher nicht gelten, insbesondere im Hinblick auf Whatsapp. Diese Gesetze wären untergeordnet. Es ist es halt so, dass innerhalb von 2 Tagen alles auf Onlineunterricht usw. umgestellt werden muss und daher untergeordnete Gesetze umgangen werden dürften.

    Ich würde es so ausdrücken: "Guck das der Laden läuft"

    Nein, da hast du mich falsch verstanden. Das ist aber der erste Vergleich, den ich zu diesem Thema höre, weiter oben hieß es lediglich "Auch Leute unter 50 müssen intubiert werden und sterben!" Hast du einen Plan, wie viele Leute sonst intubiert werden?

    Es geht um nicht weniger als die Einschränkung unserer Grundrechte. Die Argumentation "man kann doch mal zu Hause bleiben, wenn sonst Leute sterben" ist schon wieder so gesprächsabschneidend. Natürlich kann man und tun wir ja auch aktuell. Ob die gigantischen, weltumspannenden, nicht abzusehenden Einschränkungen (Reisefreiheit, Versammlungsfreiheit, Datenweitergabe, Zusammenbruch der Weltwirtschaft usw.) gerechtfertigt sind, weil es möglicherweise mehr Lungenentzündungen gibt als sonst wird sich zeigen.

    Sorry, wenn dir das zu profan ist, aber das sind halt gerade meine Überlegungen. Und wer in der DDR aufgewachsen ist, sieht das sicher noch mal anders.

    Ich habe jetzt wieder eine geschlossene Grenze zwischen mir uns meiner Familie 😥. Das darf man schon kritisch hinterfragen und muss es auch.

    Ob diese Maßnahmen jetzt sinnvoll sind oder nicht, wird man wahrscheinlich erst hinterher auswerten können.

    Momentan bin ich froh, dass ich durch diese Maßnahmen meinen Sohn, der an einer schweren Krankheit leidet und daher zur Risikogruppe gehört, schützen darf. Ich habe keinen Präsenzdienst in der Schule (Beaufsichtigung von Kindern ohne sonstige Betreuungsmöglichkeit), sondern darf meine Klasse zu Hause online betreuen (meine anderen Klassen ebenfalls). Bin auch dankbar für meine Kollegen, die für mich einspringen.

    Mein Sohn sagte gestern zu mir: Man sollte keine Panik und Angst haben, für die meisten Menschen wird das schon gut ausgehen, aber man muss auf sich und andere halt ein bisschen aufpassen.

    Hier wurde aber von "Großfamilie" geschrieben und da ist dann die Zahl weder schlimm noch unwahrscheinlich, dass sie alle zusammen wohnen. Wir haben diverse Familien, die Problemlos selber die Fußballmannschaft oder auch zwei zusammen bekommen.

    Und nicht umsonst ist ein Spaziergang draußen in Österreich auch mit den Personen mit denen man zusammenlebt, gestattet.

    Familien mit mehreren Kindern sind hier auch normaler. Ein Kollege hat 8 Kinder, viele Kollegen haben 3-4 Kinder. Es werden auch noch neue Schulen gebaut. Und es sind nicht unbedingt die Zugereisten.

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