Beiträge von Frechdachs

    Moin,

    ich hatte gerade da Vergnügen im privaten Umfeld zu erfahren wie der aktuelle PISA-Test in den Schulen abläuft. Seitdem ist mir klar warum wir immer so schlecht abschneiden.

    Konkret wurden einzelne Schüler (per Los?) für den PISA-Test am Computer ausgewählt. Der Test sollte sechs Stunden dauern. Der Rest der Klasse hatte aber an dem Tag nur vier Stunden Unterricht. Was machen dann die 15jährigen Unglücksraben, die das Los ereilt hat? Genau: Sie füllen am Computer Strickmuster auf den Multiple-Choice Fragebögen aus ohne überhaupt die Fragen zu lesen, bloß um schnell fertig zu werden und nicht länger in der Schule sitzen zu müssen als ihre Klassenkammeraden.

    Und ja, ich habe einen 15jährigen, den das Losglück in diesem Jahr ereilt hat, zuhause sitzen.

    Meine waren auch "erkrankt"

    Muss auch mal meckern:

    Ich habe zwei von Klassen die Matheschularbeiten (in D Klassenarbeiten) korrigiert. Meine Klasse hat einen 2er Schnitt und die Parallelklasse hat über 75% 5er, sodass dort die Schularbeit wiederholt werden muss. So extreme Unterschiede hatte ich noch nie und es ist mir ein großes Rätsel. Ich halte die Stunden relativ ähnlich. In meiner Klssse geht sogar noch oft Zeit für Klassenleitungsdinge drauf.

    Die Nachricht liebt aber beim Empfänger: Das heißt, wenn ich mich durch dich beleidigt fühle, dann ist das ein Gefühl, das sicher seine Berechtigung hat, eben weil ich es für mich so empfinde. Und dann ist es in dem Moment auch völlig unabhängig davon und egal, wie du es gemeint hast. Und daher wäre es sinnvoller gewesen an der Stelle zu schreiben, dass es dir leid tut, falls du mich mit dem von dir Geschriebenen verletzt hast. Das würde aber auch eine gewisse Reflexion voraussetzen, die ich dir ebenfalls abspreche. Wenn mir ein Schüler sagt, dass ich ihn irgendwie verletzt habe mit einer Bemerkung, dann sage ich auch, dass mir das leid tut und nicht in meiner Absicht lag. Du wahrscheinlich nicht.

    In diesem Forum geht es einigen Usern leider oft darum, nur zu provozieren und zu sticheln - und nicht, wirklich konstruktive Beiträge zu verfassen. Ich schreibe bewusst Einige. Von daher weiter so - ihr bestätigt alle Vorurteile, die ich dann so als Quereinsteiger von möglichen KuK hatte. Und weil du schreibst, du bist Quereinsteiger - ich bezweifle stark, dass du mehr als ein Jahrzehnt "draußen " warst - das ist nämlich bei mir der Fall.

    Jetzt fühle ich mich beleidigt, da ich keine Vorurteile gegenüber Quereinsteigern habe.

    (aber die ein oder andere, damit verbundene Schwierigkeit im Blick)

    Es nervt einfach, ständig die selben dummen Sprüche, Allgemeinplätze und Selbstmitleid zu hören. Einige meiner Kolleginnen sind genauso.

    Aber Jammern ist eben einfach, kein Wunder, dass das beliebt ist.

    👍 Wer nur jammert, möchte meiner Erfahrung nach nicht verändern, sondern sich in seiner "Jammertalrolle" sonnen.

    Mir auch

    Bei 300 Litern Tee pro Kopf im Jahr müsste man ja ständig krank sein.

    Und das ist nur der durchschnittliche Verbrauch, meiner liegt in jedem Fall höher.

    Zum Glück sind Ostfriesen nicht immer krank, wenn sie Tee trinken,

    aber viele werden krank, wenn sie keinen hatten … Entzugserscheinungen, gar nicht gut.

    Ich bringe viel nach Österreich mit bzw lasse mir mitbringen

    Entschuldige bitte, aber das "wir" wird von "euch" immer nur genau dann als "allgemeingültig" oder irgendwie anstössig interpretiert, wenn jemand aus Österreich und der Schweiz schreibt. Es ist völlig klar, dass sowohl Frechdachs als auch ich uns jeweils an die Vorschriften halten, die für *uns* gelten wobei das auch in Österreich von einem Bundesland zu anderen unterschiedlich sein wird und bei uns ist es von einem Kanton zum anderen unterschiedlich. Ich habe mich diesbezüglich und bis hierhin eigentlich jeweils sehr klar ausgedrückt. Die Notenverordnung Baselland verlangt von mir, dass ich "in der Regel" Prüfungen innert 2 Wochen korrigiert retourniere (ja, ich gebrauche jetzt absichtlich ein paar schöne Helvetismen weil es mir allmählich zu kleinlich wird) und wenn das nicht möglich ist, den Schüler*innen den Grund für die Verzögerung nenne. Zudem gilt bei uns im Kanton auch, dass eine weitere Leistungserhebung erst durchgeführt werden darf, wenn eine zuvor offene Prüfungsleistung bekanntgegeben worden ist. Was - wie du schreibst - in Baden-Württemberg genau gleich ist und das setzt natürlich voraus, dass die Prüfungen zur Einsicht auch zurückgegeben worden sind. Um nichts anderes geht es eigentlich seit x Seiten.

    Ich akzeptiere im Gegenzug von meinen Schüler*innen auch Reklamationen zu einer zurückgegebenen Prüfung auch nur bis zur darauffolgenden Stunde, ansonsten gehe ich davon aus, dass die Note zur Kenntnis genommen wurde und es nichts zu beanstanden gibt. Es gibt immer wieder ein paar ganz Gewiefte, die meinen, sie könnten am Schuljahresende noch einzelne Lehrpersonen abgrasen, ob man bei dieser oder jener Prüfung nicht vielleicht doch noch einen halben Punkt finden würde, es wäre sonst arg knapp mit der Zeugnisnote. Überhaupt verlangen wir von unseren Schüler*innen, dass sie sich an Regeln halten, z. B. auch, dass sie Entschuldigungen und Arztzeugnisse innerhalb der gesetzten Fristen beibringen. Wer bei "euch" unentschuldigt an einer Prüfung fehlt, kassiert eine 6, meine ich. Zumindest habe ich das schon oft hier gelesen. Das darf ich ja leider nicht, ich würde aber sehr gerne. Also habe ich mich als Lehrperson mal so ganz grundsätzlich auch an die geltenden Vorschriften zu halten.

    Wie ich bereits mehrfach schrieb stimme ich dir da grundsätzlich ja zu. Wenn du alleinstehend bist (was bei dir meines Wissens tatsächlich der Fall ist), mag es durchaus die Situation geben, dass es eben nicht geht. Ich halte das aber für ziemliche Ausnahmefälle und die Schulleitung hat - zumindest bei uns (und zwar wirklich landesweit) - das Recht abzuklären, was eben möglich ist und was nicht. Ich verstehe sehr gut, dass du exakt diese unangenehme Situation selbst schon erlebt hast, aber für den allgemeinen Fall solltest du etwas aufpassen nicht zu viel zu projizieren. Die längerfristig und spontan erkrankten Kolleginnen und Kollegen, die bei uns an der Schule in den letzten Jahren ausgefallen sind, hatten sowas wie Herzinfarkte, Hirntumore und schwere Frakturen. Da gab es immer Familienangehörige, die man hätte kontaktieren können um allenfalls einen Transfer von irgendwas zu Hause Liegengebliebenen an die Schule zu organisieren. Selbstredend nach einer gewissen Karenzzeit. Tatsächlich sind bei uns an der Schule längerfristige Ausfälle aber viel häufiger auf geplante Eingriffe zurückzuführen und die betroffene Lehrperson organisiert die Übergabe an die Stellvertretung vorgängig selbst.

    Dem schließe ich mich voll an. Ich empfinde es manchmal schon als eine heftige Ausgrenzung. Es passt für mich teilweise auch nicht zusammen, was diese Personen im AfD-Thread von sich geben und wie sie sich sonst verhalten.

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