Beiträge von Moebius

    Es gibt Mobbing am Arbeitsplatz, es gibt Menschen, die sehr schnell von Mobbing sprechen, sobald etwas passiert, was ihnen nicht passt, weil man damit sprachlich direkt Täter- und Opferrolle festlegen kann.
    Bei diesem Thema neigt jeder Teilnehmer dazu, das in den Sachverhalt zu projizieren, was er persönlich in seinem Umfeld am häufigsten meint wahrgenommen zu haben.

    Wie würdest du die Menschen aus dem Gebiet des heutigen Staates Israel bezeichnen, die seit 1948 im Libanon in Flüchtlingslagern leben?

    Das ist mir völlig egal, von mir aus kann man sie auch gerne Palästinenser nennen. Nur deine Argumentation ist falsch, dass dort einem Volk die Möglichkeit eines eigenen Landes genommen wurde. Die Situation ist entstanden, dadurch dass Israel alle Juden (und auch viele Christen, etc.) aufgenommen hat, die in den arabischen Nachbarstaaten gewaltsam vertrieben wurden, während die staatenlosen Muslime in Israel geblieben sind, zum einen weil Israel sie eben nicht vertrieben hat, zum anderen, weil kein arabischer Nachbar bereit war (und bis heute nicht ist), diese in das Land zu lassen.

    Es leben nunmal zwei Völker dort, die einen mit Staat, die anderen ohne, sehe ich das richtig?

    Nein, siehst du nicht. Es gibt gut ein dutzend muslimisch regierte Länder in der Region, die alle gemeinsam haben, dass Anhänger anderer Religionen und Volksgruppen dort nicht sicher und in Freiheit leben können, dazu gibt es einen einzelnen Staat Israel, der einzige in der Region in dem dies für Juden, Muslime, Christen, Drusen und andere möglich ist. Das britische Mandatsgebiet ist ursprünglich in Jordanien und Israel aufgeteilt worden, in beiden Staaten gab es Minderheiten, der Unterschied liegt darin, dass diese in Israel bis heute leben, während in Jordanien, wie fast allen anderen Nachbarstaaten, fast keine Minderheiten überlebt haben.
    Palästinenser werden im Übrigen von den allermeisten ihrer muslimischen Nachbarn nicht als Volk betrachtet, sondern einfach als staatenlose, muslimische Flüchtlinge die sich aus ganz unterschiedlichen Herkünften zusammensetzen.

    Es fällt hin und wieder der Vergleich mit Florida in den USA. Auch dort ziehen viele Ältere hin, obwohl es dort noch viel wärmer ist.

    Die wenigsten älteren ziehen in den USA dauerhaft nach Florida, die meisten sind die so genannten snowbirds, die dort von Weihnachten bis Ostern leben und sonst im Norden leben. Lustigerweise trifft man in den leeren Anlagen im Sommer dann hauptsächlich Deutsche.

    Steuervorteile gibt es da nicht, zumindest nicht innerhalb der USA und als Europäer kannst du auch nicht so einfach als Rentner nach Florida ziehen.

    Bei uns lief es vorher jahrelang auch so. Kräht vermutlich auch kein Hahn nach.

    Der Nachfolger war ein furchtbarer Korinthenkacker und hat so vieles abgeschafft, was "schon immer" problemlos lief. Argument war hier, dass am Tagbder offenen Tür nicht alle Schüler anwesend seien und man den Nichtbetroffenen keinen Tag Beschulung nehmen dürfe.

    Womit der "furchtbare Korintenkacker" aber auch einfach Recht hatte. Die Lösung kann nicht sein, die rechtlichen Bedingungen zu ignorieren, sondern die Aktionen, die man so plant, den rechtlichen Bedingungen anzupassen. Also entweder man führt den Tag mit allen Schülern durch, oder man reduziert den Aufwand des Tages deutlich,

    Ich feiere auch Weihnachten und das Fest hat für mich auch eine Bedeutung, obwohl ich in keiner Weise religiös bin. (Weitgehend im Gegensatz zu Ostern, mit dem ich nicht viel verbinde.) Die Bedeutung lasse ich mir auch nicht vorschreiben, zumal das Fest Ursprünge hat, die weit über das Christentum hinaus gehen.

    Es geht nicht um ganz normalen Ausdauersport (der natürlich positiv ist), sondern um die Teilnahme an einem Ironman Wettbewerb oder einer Kochshow. Wenn mich ein Kollege als PR danach fragt, würde ich ihm davon abraten, beides im Krankenstand zu machen. Das heißt noch nicht, dass man zwingend Probleme bekommen muss, aber man wird vermutlich damit rechnen müssen, dass genauer hingeguckt wird und das Ergebnis davon kann ich nicht beurteilen.
    Ich teile an der Stelle die Meinung von Maylin85. Beamte sind, was die Fortzahlung der Bezüge im Krankenstand angeht, deutlich privilegiert gegenüber Angestellten, die nach 6 Wochen ins Krankengeld fallen. Damit geht für mich auch eine gewisse Verpflichtung einher, sich so zu verhalten, dass nicht der Anschein befeuert wird, man würde dieses Privileg missbrauchen. Innerhalb vernünftiger Grenzen zumindest und die sind für mich bei anstrengenden, öffentlichen Auftritten überschritten, sicher nicht beim Einkaufen oder normaler sportlicher Betätigung.

    Im Krankenstand sollte man sich seiner Gesundheit förderlich verhalten und eigentlich ist die Einschätzung vieler Mediziner, dass so ein Extremsport wie Ironman für niemanden gesundheitlich förderlich ist, egal ob im Krankenstand oder nicht. Auch ich persönlich hätte meine Schwierigkeiten damit, wenn ein langfristig krankgeschriebener Kollege in der Zeit den Ironman läuft, aber vielleicht sollte man sich nicht an solch überspitzten Extrembeispielen festhalten.

    Wer sich diesen Weg mit einer PTBS und ASS erkämpft ist zuallererst außergewöhnlich resilient, denn sonst zerbricht man an der Summe der Zurückweisungen durch Mitmenschen plus all der Last der eigenen Lebensgeschichte lange bevor man in den Schuldienst wechseln könnte.

    Das ist allerdings genau so eine Pauschalaussage, wie die, die du oben kritisiert hast. Niemand von uns kennt den TE und es ist durchaus genau so möglich, dass er einfach mit seiner Selbsteinschätzung meilenweit daneben liegt.

    Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass ihr euren eigenen Hintergrund in diesen Fall hineinprojiziert.

    Also, ich sehe da so: die Behörden haben vermasselt, die Frau zur Ruhe zu setzen und daher kann man ihr kaum was vorwerfen. Nur, wenn sie einer Tätigkeit nachgeht, die ihrer Genesung nicht zuträglich ist, wäre das etwas, was ihr auf die Füße fallen könnte.

    Vorsicht mit dieser Argumentation. Ganz grundsätzlich ist Teil des Beamtenverhältnisses ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis, dass schließt auch ein, dass man sich keine Vorteile durch Unterlassung erschleicht. Es gab schon Fälle, bei denen zu hohe Bezüge erhalten haben und es als Dienstvergehen gewertet wurde, dass diese sich nicht gemeldet haben, weil sie den Irrtum hätten bemerken müssen.

    Der hier vorliegende Fall ist kompliziert und wird mit Sicherheit Gerichte beschäftigen.

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