Ich habe kein Problem damit, wenn jemand eine doppelte Staatsbürgerschaft mit einem EU-Land, der Schweiz oder den USA hat.
Doppelte Staatsbürgerschaft mit der türkischen ist eine hochkomplizierte Geschichte bei der in der Vergangenheit viel betrogen wurde.
Ich denke schon, dass mit der bewussten Annahme einer Staatsbürgerschaft eine Loyalität dem Staat und seinen grundlegenden Werten gegenüber verbunden sein sollte, noch mehr, als wenn man eine Staatsbürgerschaft seit Geburt hat, ohne die sich selber ausgesucht zu haben.
Aber die Grunddiskussion trifft eigentlich das Kernproblem mit der Integrationspolitik der letzten Jahre - der zentrale Gedanke war oft, den Migranten entgegen zu kommen und Brücken zu bauen, in der Hoffnung, dass sie dadurch eine Loyalität gegenüber unserer Gesellschaft entwickeln. Gerade mit vielen Migranten aus dem arabischen Kulturkreis ist das gescheitert, die haben die Vorteile mitgenommen und das gleichzeitig als Schwäche des deutschen Staates interpretiert und sind mental in ihrem Herkunftskulturkreis geblieben.
In den USA funktioniert Immigration grundsätzlich anders, dort ist jedem der dort hin kommt klar, dass er in der Bringschuld ist. An dem Beispiel sieht man aber auch, dass eine andere Migrationspolitik nicht automatisch zu geringeren Zahlen führt, auch in die USA wird massiv immigriert.