Noch haben sie den Dicken nicht raus geschleift.
Beiträge von Moebius
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Ich habe die App auch installiert, über deren Sinnhaftigkeit im schulischen Kontext kann man aber streiten. Die Anzeige basiert alleine auf den Parametern Zeit und Abstand. Natürlich führt ein Fall in der Schule zwangsläufig zu 100 roten Anzeigen in der App, alleine aufgrund der räumlichen Nähe. Die App weiß nicht, ob die betreffenden Personen Masken getragen haben, nicht mal ob eine Wand zwischen ihnen gewesen ist.
Das lässt sich aber durchaus rausfinden, wenn die Warnung im schulischen Kontext erfolgt. Wenn der Auslöser ein Kollege war, der im Nachbarraum unterrichtet hat, macht es wirklich keinen Sinn, dass ich deswegen in Quarantäne gehe, in anderen Konstellationen macht es natürlich Sinn.
Was macht man in so einem Fall? Man fragt jemanden, dessen Job es ist solche Dinge zu entscheiden und der sich besser auskennt, als man selber. (Auch wenn es eine Lehrerkrankheit ist, sich nicht vorstellen zu können, dass jemand in irgendeinem Bereich Dinge besser beurteilen kann, als man selbst.)
Also: wenn die App rot ist, gehe ich an dem Tag zunächst nicht zur Schule. Ich rufe bei der Hotline des Gesundheitsamtes an, schildere den Fall und bitte um einen Testtermin und eine Info, wie ich mich bis zum Test zu verhalten habe. Alternativ macht das bei innerschulischen Fällen der Schulleiter sowieso unabhängig von der App.
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Wahlweise kann man auch so tun, als hätte man seinen Standpunkt nie verändert.
... oder sein Nutzerkonto.
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Insofern denke ich, dass Pauschalaussagen zum Infektionsrisiko an Schulen nicht unbedingt zielführend sind.
Das kommt auf das Ziel an.
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Hauptsächlich dir bekannt.
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Und ich glaube, ihr macht euch jetzt alle mal eine Flasche Rotwein auf und hört auf euch an zu zicken.
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Ich kenne zwei vergleichbare Fälle, in einem Fall mit Quarantäne für die Klasse, im zweiten Fall nur direkte Sitznachbarn. Jetzt könnte ich auch über die uneinheitliche Linie schimpfen, ich weis aber, dass da nicht gewürfelt wird, sondern man schon sehr genau hinguckt. Bei den beiden Fällen lag der Unterschied darin, dass dem Gesundheitsamt die genauen Laborbefunde vorlagen und man meinte daraus ableiten zu können, dass im zweiten Fall nur ein sehr geringes Infektionsrisiko bestanden hat.
Ich kann das nicht beurteilen, darum lasse ich die Leute ihre Arbeit machen.
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Sie wissen besser, welche Maßnahmen sinnvoll sind.
Das Mitlesen in diesem Forum führt nur sehr eingeschränkt zu dem Eindruck, dass dem so ist.
Eher dazu, dass wir überwiegend auch im Dunkeln stochern.
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Hä? Wie bekomme ich die Schriftart wieder normal? Ich will nicht so flüstern

Wieso nicht, wäre doch eigentlich eine ganz schöne Idee, um hier etwas mehr Ruhe rein zu bringen.
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Diese ergab, das sich nur in 14 von 2338 Blutproben Antikörper als Hinweis auf eine überstandene Coronainfektion befunden hätten. Das entspricht einer Positivquote von lediglich 0,6 Prozent."
Genau, oder als Inzidenzwert ausgedrückt: "lediglich" 600...
Der gängige Inzidenzwert bezieht sich auf einen Zeitraum von 7 Tagen und nur auf positiv getestete Fälle, das Ergebnis der genannten Antikörperstudie auf einen Zeitraum von 6 Monaten und deckt auch das Dunkelfeld mit auf, weil bei einem Antikörpertest festgestellt wird, ob eine überstanden Infektion stattgefunden hat. Daher wären 0,6% tatsächlich extrem wenig. Allein die Anzahl der positiven Tests in Deutschland entspricht inzwischen 0,6% der Bevölkerung, da ist noch kein Dunkelfeld enthalten.
Ich gehe aber mal davon aus, dass das die Studie vor dem Anstieg der Fallzahlen in den letzten 3 Wochen gemacht worden ist.
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Dieser Thread ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Beobachtungen, die man macht, immer stark von der eigenen Perspektive und Erwartungshaltung abhängen.
Ist man selber schwanger, ist die Welt plötzlich voller schwangerer Frauen.
Hält man den aktuell eingeschlagenen Weg im großen und ganzen für vernünftig, dann sieht man weit überwiegend Leute, die sich vernünftig verhalten und sich an die Regeln halten.
Ist man der Meinung, es wird viel zum wenig gegen Corona getan, sieht man überall Leute ohne Maske, Abstand und Anstand.
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Für mich wäre weniger der kirchliche Träger entscheidend, sondern die Frage, wo du dich jetzt wohl fühlst. Faktisch bieten dir jetzt beide das gleiche an - eine befristete Vertretungsstelle. Versprechungen und Absichtserklärungen über Dinge, die in der Zukunft liegen, sind weit verbreitet und wenig wert.
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RKI Empfehlungen kann man nicht einklagen.
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Frag einfach mal, ob das überhaupt mit der Datenschutzgrundverordnung vereinbar ist.
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Ich bezog mich nicht auf Solingen, sondern auf die Gesamtsituation. Die Lage in Solingen kann und will ich nicht beurteilen.
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Aber hier geht es ja darum, dass durch den Hybridunterricht das reine Distanzlernen verhindert werden soll und die Ansteckungsgefahr minimiert.
Hier im Forum vielleicht, aber da draußen ist die vorherrschende Meinung und die aktuelle politische Beschlusslage nun mal, dass die Einschränkungen im Privat- und Freizeitbereich zur Eindämmung der Infektionszahlen genügen, die Schulen grundsätzlich geöffnet bleiben können und nur stellenweise bei in den Schulen auftretenden Infektionen Hybridunterricht hinzu kommt.
Und diejenigen, die jetzt mit absoluter Gewissheit zu wissen meinen, dass das ein unglaublicher Fehler ist und in vier Wochen der richtige Lockdown kommt, sind die gleichen, die nach Ostern mit absoluter Sicherheit wussten, dass die Öffnung der Schulen ein riesen Fehler ist und die Infektionszahlen sofort wieder steigen werden.
Ich würde einfach mal die nächsten zwei Wochen abwarten, bevor ich mich mit der nächsten absoluten Gewissheit aus dem Fenster lehne.
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Irgendein Richter hat ein "schräges" Urteil gefällt:
Ein ungewöhnliches Urteil am Amtsgericht Dortmund sorgt für Debatten im Internet: Ein Richter hat gestern drei Männer freigesprochen, die im Frühjahr gegen die damals geltenden Kontaktbeschränkungen verstoßen haben sollen. Seine Begründung: Ein derart gravierender Grundrechtseingriff bedürfe eines förmlichen Gesetzes durch das Parlament - und nicht nur einer Verordnung durch die Regierung.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Laut Amtsgericht hat die Staatsanwaltschaft bereits Beschwerde eingelegt, über die jetzt das Oberlandesgericht Hamm entscheiden muss. Das Urteil wurde laut Amtsgericht von dem Kollegen "ausführlich begründet" und soll zeitnah veröffentlicht werden. In Foren von Coronaschutz-Gegnern wird der Richterspruch als bahnbrechend bewertet.
Quelle: Westfälische NAchrichten

Das Urteil ist keineswegs schräg sondern entspricht der Tendenz, in der in den letzten Wochen bundesweit geurteilt worden ist. Während am Anfang der Pandemie die Gerichte fast alles abgenickt haben, schauen sie inzwischen sehr genau hin und viele lokale Maßnahmen sind in den letzten zwei Monaten einkassiert worden, wenn sie rechtlich fehlerhaft waren.
Das finde ich auch richtig und wichtig für eine Demokratie. Am Anfang herrschte ein akuter Notstand und Handlungsdruck. Das kann aber nicht dazu führen, dass die Exekutive sich einfach dauerhaft weitergehende Rechte rausnimmt, als ihr zustehen. Der Richter hat nicht die Maßnahme an sich kritisiert, sondern bemängelt, dass sie nicht parlamentarisch legitimiert wurde. Da wäre eigentlich "Warum denn nicht?" die richtige Frage, statt gegen den Richter zu schimpfen. Inzwischen wäre mehr als genug Zeit gewesen, sich auf alles vorzubereiten und das auch parlamentarisch zu legitimieren.
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Und die Kreditzinsen sind am freien Markt deutlich günstiger.Aktuell ja, aber über einen Bausparvertrag kann ich halt jetzt schon den Zinssatz für etwas sichern, was ich erst in 10 Jahren machen will. Das ist bei den aktuellen Zinsen nicht die schlechteste Idee.
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Nein, da ist kein logischer Fehler.
Schon seit einigen Jahren ist es so, dass sich vermögenswirksame Leistungen eigentlich nicht mehr lohnen, oder nur noch in wenigen Sonderfällen.
(Beispiel: ich weiß sicher, dass ich in 7-10 Jahren bauen möchte und schließe einen Bausparvertrag ab um mir jetzt schon die günstigen Kreditzinsen zu sichern und nehmen in dem Zuge auch die VWL mit.)Gerade bei den langen Laufzeiten lohnen sich VWL nicht, da irgendwann der Effekt der sehr niedrigen Zinsen überwiegt, wenn ein gewisser Betrag angespart ist und die VWL kaum noch ins Gewischt fallen.
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Andere kamen hier schon öfters mit direkter Beleidigung durch.
Wer denn, zum Beispiel?
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