Beiträge von Moebius

    Gegen was davon haben die verurteilten Lehrkräfte nochmal verstoßen, hat das jemand irgendwo gelesen? Moebius ?

    Wir drehen uns um Kreis, weil du und andere prinzipiell an der Haltung "Zeig mir einen Erlass, gegen den ich verstoßen habe" festhalten und das einfach zu simpel gedacht ist und in der Realität vor Gericht keinen Bestand hat. Die Lehrkräfte hatten die Verantwortung für einen sicheren Ablauf zu sorgen, sie sind in der Pflicht, nicht nur die rechtlichen Vorgaben einzuhalten sondern die Situation auch ganz grundsätzlich sach- und pflichtgemäß zu beurteilen.

    Für mich ist nachvollziehbar, dass die Umstände der Schwimmstunde nicht angemessen und sicher waren und die Lehrkräfte darum zu Recht für die tödlichen Folgen einer pflichtwidrigen Entscheidungen verurteilt wurden. Für dich und andere ist das offensichtlich nicht nachvollziehbar. Bleib von mir aus bei deiner Haltung, aber nimm zumindest die Erkenntnis mit, dass man sich als Lehrkraft an alle formalen Vorgaben halte und trotzdem pflichtwidrig handeln und dafür verurteilt werden kann.

    Als erstes würde ich mal mit dem Physiklehrer sprechen, was der schon gemacht hat, denn in Klasse 9/10 ist Kernphysik vorgesehen, da kann es sonst eine böse Überraschung in der Stunde geben, wenn sich adhoc rausstellt, dass die SuS die exponentielle Abnahme von da schon kennen.

    Wenn es zeitlich passt, kann man dort gut fächerübergreifend arbeiten und zB den Zerfall eines Präparates mit Würfeln modellieren lassen.

    (Kisten mit je 100 Würfeln, SUS würfeln 1 mal als Simulation einer Zeiteinheit, alle Würfel mit "6" werden aussortiert, mit den restlichen Würfeln 20 mal wiederholen lassen, grafisch auswerten und Funktion ermitteln lassen.)

    Iris T ist ein System zur Verteidigung harter Ziele, also einer einzigen Industrieanlage, Militärbasis, kleineren Stadt, etc., Patriot ist ein System zur Flächenverteidigung eines größeren Frontabschnittes. Es ist nicht möglich mit Iris T Fläche abzudecken, die Zahl der benötigten Systeme wäre viel zu hoch.

    Das ist die Tragik: Militärisch wird der Wegfall von Patriot die Ukraine wenig schwächen, die wichtigen militärischen Ziele wird man mit Iris T oder anders weiter schützen können, erschwert wird der Schutz der Zivilbevölkerung in stark bewohnen Bereichen.

    Das ist offenkundiger Unsinn, schon weil die Pflicht zur Hilfeleistung ein ein Teil des Strafgesetzbuches ist und somit in der Rechtsnorm höher angesiedelt ist, als jede Vorgabe, die der Dienstherr uns machen kann.

    Dieser Pflicht muss ich nachkommen, so lange ich mich nicht selber oder dritte in Lebensgefahr bringe und hier muss ich selbstverständlich immer pflichtgemäß abwägen, und kann nicht einfach pauschal Lebensgefahr für andere noch im Wasser befindliche Kinder annehmen, wenn die ganz offenkundig nicht besteht (zB weil die alle schwimmfähig sind).

    Lehrkräfte haben ein Sportstudium erfolgreich abgeschlossen, Trainer im Verein kann jeder sein, dort ist der Rettungsschimmer die einzige Schranke, da ist kein Fehler.

    Ihr könnt euch noch über 10 weite Seiten an den äußeren Umständen abarbeiten, die spielen bei der hier vorliegenden Verurteilung aber auch weiterhin keine Rolle. Die Lehrkräfte sind aufgrund individueller Fehler verurteilt worden.

    Und ja, wenn Pakistan und Nordkorea es zur Atommacht geschafft haben, warum sollte Deutschland das dann nicht können?

    Wenn Israel, Frankreich und Großbritannien es geschafft haben, warum sollte Deutschland dann nicht dürfen?

    Grundsätzlich hat Deutschland den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben, entscheidender ist für mich aber, dass es unverhältnismäßig langwierig und aufwändig wäre. Man kann hier Problemlos mit Frankreich und GB kooperieren, Frankreich hat schon angeboten, den nuklearen Schutzschirm auf Deutschland auszudehnen und ich halte beide Länder auch in der Frage für verlässlicher, als die USA. Merz hat schon angekündigt, mit beiden darüber reden zu wollen, das halte ich für vernünftig.

    Dafür wird Deutschland dann etwas bieten müssen, entweder finanzielle Beteiligung oder eine andere militärische Kapazität. Ich würde es für wünschenswert halten, wenn Deutschland im Gegenzug für die nukleare Teilhabe den ja schon begonnenen Raketenschutzschirm federführend übernimmt und sich da dann auch finanziell stärker engagiert. Deutschland wäre als nicht-Atommacht auch nicht an irgendwelche Verträge zur Raketenabwehr gebunden und könnt dann endlich mal eine Lösung für die letzte verbliebene Bedrohungslage (Interkontinentalraketen) entwickeln.

    Die Tatsache, dass Kanada einen Liefervertrag für Rohöl mit Europa abschließt ist jetzt auch mal grundsätzlich nichts bemerkenswertes, aktuell wird auch jeder Pups aufgeblasen und überinterpretiert.

    Wenn Kanada die USA wirklich ärgern wollte, hätten sie andere Hebel, zB könnten sie im Großraum New York vermutlich den Strom abschalten, da dort schon seit Jahren ein Großteil der elektrischen Energie aus dem Nachbarland importiert wird. Das macht aber keiner, viel Säbelrasseln, aber ganz grundsätzlich haben alle Nachbarländer längst eine so eng verwobene Wirtschaft, dass jede Seite erheblichen Schaden nimmt, wenn man es eskalieren lässt.

    Ich frage mich, ob man wirklich stirbt, wenn man 1 Minute mit dem Kopf unter Wasser war.

    Stellst du in Frage, ob das Kind wirklich Tod ist?

    Oder vermutest du, dass das Kind wesentlich länger unter Wasser war und die Lehrkräfte es also über einen noch längeren Zeitraum nicht mitbekommen haben.

    Ja, man kann wirklich sterben, wenn man nur eine Minute oder auch nur 30 Sekunden unter Wasser ist, vor allem ein 7jähriges Kind, was nicht kontrolliert die Luft anhält, sondern sich vielleicht direkt verschluckt und eine Panikreaktion bekommt.

    Wenn die strafrechtliche Verurteilung rechtskräftig wird kann da durchaus dienstrechtlich noch etwas nachkommen. Ab einem Jahr Freiheitsstrafe wird man automatisch aus dem Dienst entlassen, im Umkehrschluss gilt aber nicht, dass man bei unter einem Jahr automatisch "vom Haken" ist, bei geringeren Strafen kann der Dienstherr prüfen, ob trotzdem eine beamtenrechtliche Sanktion erfolgen muss. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es einen Zusammenhang zwischen der Straftat und der Dienstausübung gegeben hat. Das ist hier offensichtlich der Fall. Ich würde es auch für alle Seiten für sinnvoll halten, die Kollegin an eine andere Schule zu versetzen, selbst wenn die das bisher nicht so realisiert. Es wird immer Thema bleiben, vor ihr werden immer wieder Kinder von Nachbarn, Tanten, etc. des zu Tode gekommenen Kindes sitzen, das ist etwas, was der Dienstherr in meinen Augen verhindern muss.

    Nicht "Norwegen", sondern ein einzelnes Unternehmen aus Norwegen.

    Und wie gesagt: Trump will eigentlich gar keine Zölle, er will Aufregung produzieren und dann finanzielle Vorteile in anschließenden Verhandlungen. Er zelebriert ja auch vor allem das ständige Ankündigen von Zöllen, die dann kurz vorher doch wieder verschoben werden. Tatsächlich habe ich den subjektiven Eindruck, dass das dieses mal eher schlechter funktioniert, als vor 8 Jahren, weil die meisten politischen Entscheider inzwischen verstanden haben, wie das Spiel läuft. Auf Zölle auf deutsche Autos würde ich mich trotzdem einstellen, an der Stelle hat er auch ein Stück weit recht, denn die EU nimmt 10% auf US-Autos, die USA aktuell nur 2,5% auf EU-Autos.

    Nebenbei: Die passende KI für das Schwimmbad gibt es schon, seit ca. 2 Jahren sind KI-Kamerasysteme auf dem Markt, die die Becken überwachen und automatisch Alarm schlagen, wenn irgendwo eine Person ein Bewegungsverhalten zeigt, was auf eine Ertrinkungsgefahr hindeuten könnte. Und der Computer kann dabei auch alle Personen in einem Becken gleichzeitig im Blick behalten.

    Die Systeme sind aber noch nicht überall verbaut.

    Und was hat das mit Überbezahlung zu tun?

    Weil die Kernargumentation für die hohe Bezahlung von Lehrkräften immer ist "wir tragen so viel Verantwortung", in diesem Thread aber sehr deutlich wird, dass die allermeisten überhaupt keine Verantwortung tragen wollen und das in der Praxis auch immer dann vermeiden, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

    Ein Großteil der Teilnehmer hier zeigt eine Berufsauffassung, die schon sehr bald vollständig durch KI übernommen werden kann, weil sie sich im Prinzip beschränkt auf "Ich mache genau das, was im Gesetz steht und will selber weder nachdenken noch entscheiden". Das wird schon sehr bald in der Tat ein Computer sehr viel besser können. Was übrig bleibt ist Beziehungsarbeit und einfache Wissensvermittlung, dazu muss ich zumindest im Grundschulbereich nicht 10 Semester studieren, also auch niemanden bezahlen, der 10 Semester studiert hat.

    Die reale Tätigkeit einer Lehrkraft ist aber sehr viel komplexer und verantwortungsvoller und darum werden wir nicht so bald von KIs ersetzt, dafür aber von Gerichten verurteilt, wenn wir eine falsche Entscheidung treffen in deren Folge ein Kind stirbt.

    Mir ist klar, dass man die Fraktion "wenn ich gegen kein Gesetz verstoße, kann ich nichts falsch machen" hier nicht mehr überzeugen wird, aber selbst wenn man die Problematik nicht einsieht, sollte man zur Kenntnis nehmen, das Gerichte anders entscheiden und daraus seine Schlüsse ziehen, unabhängig davon, ob man es versteht, oder nicht.

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