Beiträge von SchmidtsKatze

    Moin liebe Kolleg:innen,


    aufgrund der aktuellen Situation und auch um die Digitalisierung bei uns an der Schule voranzutreiben, überlegen wir von der Fachschaft aus, digitale Unterrichtsmanager anzuschaffen.


    Uns erschließt sich jedoch der Umfang einer Fachschaftslizenz noch nicht vollständig.

    Auf der Seite steht: 5x kaufen = FS-Lizenz. Aber wir sind ja mehr als 5 Personen, die wir einen eigenen Account und dazu einen Zugangscode bräuchten, um den Unterrichtsmanager nutzen zu können. Wie sieht es aus, wenn Kollegen die Schule verlassen oder neue kommen? Müssen für die dann auch wieder Codes gekauft werden?

    Irgendwie sind wir noch nicht ganz dahintergekommen, wie das gehen soll. (Eine Fachschaft hat ja doch Personalfluktuation.)


    Wir hatten schon überlegt, ob man nicht einen Schulaccount erstellt und dort die ganze U-Manager deponiert, auf die dann jeder mit PW-Schutz zugreifen kann. Dann bräuchte man ja nur eine Lizenz. Aber ob das dem Verlag gegenüber fair und überhaupt legal ist, ist dann die nächste Frage, die sich stellt.


    Es gibt doch sicher hier Kollegen, die mit ihrer Fachschaft solche digitalen Unterrichtsmanager nutzen.

    Es wäre toll, wenn ihr hier mal eure Erfahrungen teilen könntet! :)


    Grüße aus dem Social Distancing!


    SchmidtsKatze

    Hallo,


    wir sind eine private Gemeinschaftsschule (staatl. anerkannte Ersatzschule) und arbeiten bis zur 7. Klasse zur Orientierung und transparenten Einschätzung der Leistungen mit einem prozentualen Beurteilungssystem. (Unser System geht bis 120%, sodass die Bereiche über 100% den Gymnasialbereich abdecken. =<80% bildet den ehem. Hauptschulbereich ab.)

    Ab Klasse 8 gibt es auf dem Zeugnis Ziffernnoten (1-6), die sich nach dem vorraussichtlich angestrebten Abschluss richten, aber die Noten werden für die Schüler:innen bis zur 10. Klasse in Prozent angegeben.


    Einen Förderplan im Rahmen eines sonderpädagogischen Förderbedarfs gibt es bei uns als Berichtzeugnis, allerdings werden hier rein die vorhandenen Fähigkeiten aufgeführt und die Leistung explizit nicht beurteilt. Der Förderplan ist immer positiv formuliert und erwähnt keine Defizite explizit.


    Im Übergangszeugnis von der 4. Klasse zur weiterführenden Schule werden Kompetenzraster gekreuzt. Die kann man sich auch in diesem Rahmen mal ansehen.


    Ich finde das Thema hochinteressant, aber im Augenblick finde ich die Fragestellung etwas orientierungslos.

    Vielleicht könntet ihr mal ein bisschen genauer ausführen, wie ihr euch die "Erforschung" dazu vorstellt!


    LG SchmidtsKatze

    Nein, glaub ich nicht. Man muss mit Dutt und Zeigestock vorne stehen und mit schnarrender Stimme und missbilligendem Blick lateinische Texte lesen und 4en verteilen, sonst lernen die Bratzen nix.

    Ich muss unwillkürlich an Fräulein Rottenmeier aus den Heidifilmen denken.


    Ich persönlich bin ja Freundin der klassischen Konditionierung

    . Die Kinder sabbern, wenn ich die Klangschale bestätige.


    PS: Lateinische Text lesen sich übrigens am besten, wenn man zwischendurch die Brauen hebt, sobald lauter als zwei Dezibel geatmet oder geschrieben wird.

    Wenn die Klassen- und Fachlehrer nicht hinter den Vertretungskräften stehen und - im schlimmsten Fall - auch kein Geheimnis daraus machen vor den Schülerinnen und Schülern, dann kann man es vergessen, richtigen Unterricht zu machen.

    Stimmt absolut. Wenn man als KL eine "geheime Allianz" mit der Klasse bildet und keinen Hehl draus macht, weil man meint, dass nur man selbst die Klasse im Griff hat, ist es kein Wunder, dass die Klasse frei dreht.


    Aber was auch stimmt: Unterricht ist in so vielen Anteilen Beziehungsarbeit. Die Kinder wollen wissen, wie weit sie gehen können. Sie reiben sich an den Lehrkräften auf, um Grenzen auszutesten.

    Das heißt aber absolut nicht, dass die Kinder sich tatsächlich so sehr daneben benehmen können.


    Ein bisschen was zur Metadiskussion:

    Ich finde es schade, wie schnell sich die Diskussion in Spitzfindigkeiten verloren hat und in Beiträgen persönlich ausgeteilt wurde.

    Ich habe diesen Thread eröffnet, weil ich eine Frage hatte, die mich ernsthaft beschäftigt. Ich wollte nicht über Vertretunfslehrer herziehen oder sonst etwas in der Art.

    Das ist echt ein harter Kampf

    Und wenn ich jemandem eine mit 4 benotete Arbeit auf den Tisch lege und sage "gut gemacht!", weil das sprachlich gesehen für denjenigen schon eine super Leistung ist, dann sehe ich regelmäßig Tränchen in den Augen, weil es halt keine 1 ist. Dass eine 4 für jemanden eine wirklich tolle Leistung sein kann, das können sie meistens nicht verstehen

    Das ist echt ein harter Kampf, den man gegen überzogene Erwartungen an sich selbst, elterlichen Druck und Peer pressure ausficht. In Teilen gehört auch sicher Selbstüberschätzung eine Rolle.

    Wir haben ja ein 120%-System, in dem die Anteile über 100% dem gymnasialen Anspruch im Gemeinschaftsschulschema entsprechen.

    Die Prozente können auf drei Anforderungsebenen abgelesen und in Noten umgewandelt werden.

    Die Kinder gucken bis zur 7. Klasse grundsätzlich beim Gym-Niveau und sind dann oft am Boden zerstört oder sauer, dass sie "schlechte Noten" haben.

    Ich versuche ihnen zu vermitteln, dass sie immer erstmal beim mittleren Niveau schauen sollen. Sollten sie dann immer noch denken, dass sie zu schlecht seien, mögen sie beim grundlegenden Niveau schauen. Meist ist dann die Enttäuschung nicht mehr ganz so groß und der Blick für die Leistung deutlich realistischer.

    Ich sags mal so: Wir können fürchterlich froh sein, dass wir die studentischen Kräfte bei uns an der Schule haben. Der Personalplan ist so knapp gestrickt, dass nicht alle Ausfälle durch Bereitschaftsstunden aufgefangen werden können.


    Aber sie ersetzen absolut keine Lehrkraft mit 2. StEx. Was nicht heißt, dass alle Kollegen mit zweitem StEx tolle Vertretungsstunden machen.

    Ich habe die Klasse übrigens heute gefragt, wie es war die Tage.

    Die Kinder haben recht reflektiert reagiert und vorgeschlagen, sich bei der Vertretung für das Verhalten zu entschuldigen. Ich habe noch einmal an die Regeln erinnert und meine Einschätzung der Lage dargestellt.

    Daher ist die Sache für mich jetzt erledigt.

    Friesin

    Je nachdem, wie und wo Du beschäftigt bist, könnte ich mir vorstellen, dass auch dort entsprechende "Erwartungen" an Dich herangetragen werden.

    Ehrlich gesagt, verstehe ich auch, dass geplantes Fehlen vorbereitet werden sollte. Das finde ich nur fair und sinnvoll damit die Klassen im Stoff üben und vertiefen können.

    Aber dass ich ausgearbeitete Stunden mit Gelenkstellen, didaktischer Reserve und noch sieben Tafelbildern darbieten soll, sehe ich nicht ein. Auch nicht für meine studentischen Kollegen.

    Ich kenne es von vielen Schulen, dass Vertretungsmaterial gestellt werden soll. Gut finde ich es nur bedingt.

    Es ist schon klar, dass ich als Klassenleitung den "Klassenlehrerbonus" habe.

    Ich wollte auch ganz und gar nicht sagen, dass "meine Klasse die Tollste" und "die Vertretung nicht fähig" ist.

    Meine Klasse ist fordernd und zwar auch bei mir. Das ist unbestreitbar eine Herausforderung, wenn da viele Charaktere drin sitzen, die Aufmerksamkeit bekommen oder mal wieder den "King im Ring" markieren wollen.

    Die Vertretung kam relativ spontan und ich war auch wirklich ausgeknockt. Da finde ich es schon echt heftig, dass ich da voll vorbereitete Stunden abliefern soll. Krank ist krank.


    Für die Tipps mit der Rückmeldung und dem Erkunden der Ursachen bin ich dankbar, in die Richtung wollte ich eh gehen.

    Ich sehe es allerdings auch ein bisschen wie Valerianus . Ich kann nicht schlechtes Benehmen aus den Vertretungsstunden im Nachhinein ahnden, wenn ich Montag bis Donnerstag nicht in der Schule war (9 Stunden von mir wurden vertreten.)

    Ich mag es überhaupt nicht, wenn man Kollegen mit "Deine Klasse wieder..." oder "DEIN Kläuschen hat mal wieder.." im Lehrerzimmer begrüßt.

    Klar bin ich die Klassenleitung, aber das sind nicht allein meine Probleme.

    Den einzigen weiteren Ansatzpunkt sehe ich in der kritischen Reflexion, ob du dem Vertretungslehrer wirklich gutes Vertretungsmaterial gegeben hast.

    Hätte eine Stunde damit bei dir funktioniert?


    Wenn ich so das Vertretungsmaterial angucke, dann schwankt die Qualität zwischen Alibi-Aufgabe und perfekt vorbereiteter Stunde. Je besser vorbereitet die Stunde ist, umso leichter wird die Vertretung.

    Putzigerweise hat mir die Vertretung dazu die Rückmeldung gegeben, dass der Arbeitsplan eine Hilfe war.

    Aber an sich, klar. Das ist ein Stellschräubchen, an dem man immer drehen kann! 😊

    Liebe Kolleg*innen,


    da ich seit einiger Zeit wegen diverser Arzttermine häufiger in Randstunden gefehlt habe und im Zuge dessen diese Woche krank geschrieben war, wurde der Unterricht in meiner Klasse oft vertreten. Wir haben einen Pool an Vertretungslehrkräften, die aus Studenten besteht, die flexibel zum Einsatz kommen.


    In meiner eigenen Klasse, einer sehr lebendigen 6. Klasse, lief der Unterricht trotz Aufgaben zum Vertreten überhaupt nicht rund.

    Die Vertretungslehrkraft schrieb mir heute, dass die Klasse wohl allgemein keinen Respekt vor Vertretungen hätte und ich möge der Klasse sagen, dass dieses Verhalten unangemessen sei.


    Irgendwie weiß ich nicht so ganz, was ich mit dieser Information und dem Appell anfangen soll. Bei mir läuft es in der Klasse gut. Klar sind sie fordernd, aber mit ganz klarer Handlungstransparenz laufen sie super und arbeiten fleißig.


    Gerne möchte ich der Klasse natürlich die Rückmeldung geben, die mir die Vertretung gegeben hat und auch mit einem Aufruf zum respektvollen Umgang verbinden, aber so richtig weiß ich nicht, was ich da tun soll.

    Ich bin ja im Unterricht nicht dabei und weiß nicht so recht, was die Kinder dann tun.


    Habt ihr eine Idee, wie ich das gut angehen könnte?


    Liebe Grüße, SchmidtsKatze

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