Beiträge von SchmidtsKatze

    agritas , du hast dir aber auch eine echt deftige Fächerkombi ausgesucht mit Mathe und Latein.


    Ich hab ja auch Latein studiert und da ist es schon manchmal mit hängen und würgen, dass man seine Klausuren gut besteht. Jedenfalls an der CAU war das so.


    Die Idee, erstmal ein Praktikum zu machen, ist mehr als schlau!


    Es muss übrigens überhaupt nicht die "Brennpunktschule" sein, der normale Lehreralltag sollte auch erstmal reichen. Da gibt es auch genügend Erfahrungsschätze zu sammeln :)

    Mein erster Tipp ist:


    Mach Praktika, Hospitationen, lerne die Schule aus Lehrerperspektive kennen.

    Nur so kannst du wissen, ob du w i r k l i c h Lehrkraft sein willst oder lieber in der Lehre an der Uni bleiben willst.


    Viele Strategien, die in Klassen mit sog. "Problemkindern" (die es per se so nicht gibt, es gibt wohl Kinder aus problematischen Verhältnissen oder mit problematischem Verhalten) zum Einsatz kommen, kann man lernen. Das dicke Fell, das man braucht, um sich selbst von unverschämtem Verhalten und Respektlosigkeit zu distanzieren, sollte man bestenfalls schon haben. Aber auch das kann man lernen.


    Die Frage ist allerdings viel mehr: Willst du ALLE Aufgaben der Lehrkraft dein Leben lang erfüllen? Auch das, was über das Wissensvermitteln hinausgeht. Bei deinen Fächern bist du sicher Kanditat fürs Gym. Da steht die Wissensvermittlung im Vordergrund, pädagogisch sollte das Gymnasium trotzdem nicht unterschätzt werden.

    SchmidtsKatze ist meine ich auch an einer konfessionellen, katholischen Schule tätig und kann vielleicht ja noch ergänzen.

    Hallo Privatschullehrer und alle anderen Threadschreiber,


    ich bin an einer überkonfessionellen christlichen Schule und unsere Arbeit unterscheidet sich, zumindest schulisch betrachtet, nicht sehr von der an öffentlichen Schulen.

    Schüler und Eltern müssen keine Christen sein, wir Lehrer schon. Dabei ist es egal, ob du evangelisch, katholisch oder freikirchlich unterwegs bist.

    An meiner Schule hängen in keinem Klassenraum Kreuze oder Kruzifixe, aber das ist hier im Norden wohl sowieso ganz anders als im Freistaat.


    Ich kann mich meinen Ausführungen zum Thema Schule in kirchlicher Trägerschaft Maylin85 anschließen:


    Die Arbeit an einer Privatschule (egal ob mit oder ohne christlichen Bezug) kann vorteilhaft sein, weil 1. das Klima ggf. etwas "peaciger" ist, als es an den öffentlichen Schulen oft im SekI-Bereich ist und zusätzlich 2. die Eltern ihre Kinder dort meist mit Bedacht hinschicken und so die Elternarbeit häufig deutlich reibungsloser und flotter vonstatten geht, solange man seine persönlichen Grenzen wahrt.


    Bezüglich des "Christlich"/"Katholisch" muss man wissen, dass meist erwartet wird, dass in der 1. Stunde eine kurze Morgenandacht gehalten wird, die man frei gestalten kann. Das war bei mir so, als ich zur Schule gegangen bin (habe eine katholische Grundschule besucht) und ist heute bei meinem Arbeitgeber noch so.

    Außerdem wird erwartet, dass man die Gottesdienste zur Einschulung oder den Weihnachtsgottesdienst mitgestaltet, indem man beispielsweise mit seinen Schülern Fürbitten vorbereitet oder ähnliches.


    Wenn du dir diese Dinge vorstellen kannst, bist du glaube ich schon mal gut davor.

    Probier es aus :)

    PS: Ich gehe auch davon aus, dass du als Lehrkraft gar keine Predigten halten sollst. Die Katholiken sind da ja bekanntermaßen eher engstirnig, wer die Worte Gottes wie auslegen darf ;)

    Hallo Nino,


    ich habe im Referendariat an mehreren Stellen Team-Teaching gemacht:


    1. Ich war Intensivierungslehrkraft für die 6. Klasse: Ich habe zwei Kollegen einmal in der Woche in der Lerngruppe unterstützt. Sie haben den Unterricht vorbereitet und dann gab es zwei Möglichkeiten, wie ich eingesetzt war. Entweder die Lerngruppe geteilt (meist in schnelle und langsame Lerner) und ich habe einen Teil mitgenommen und mit denen intensiv gearbeitet oder ich war in den Arbeitsphasen als Unterstützerin tätig. Oft habe ich mich zu den schwächeren Schülern gesetzt und diese in der Erarbeitungsphase unterstützt. Korrigieren musste ich nie.


    2. Ich habe mit einer Ref-Kollegin aus dem Seminar, die an einer anderen Schule gearbeitet hat, eine Einzelstunde im klassischen Team-Teaching unterrichtet: Die Stunde habe ich hauptsächlich geplant, weil ich die Lerngruppe hauptverantwortlich unterrichtet habe. Meine Kollegin hat mich die Materialien erstellt und Ideen eingebracht. Wir waren zu zweit im Unterricht, haben einen gemeinsamen Anfang gemacht und waren in der Arbeitsphase beide als Unterstützerinnen tätig. Die Abschlussphase haben wir wieder zu zweit geleitet. Das haben wir wie ein Theaterstück mit Mini-Dialogen bestückt und dann so richtig eingeübt. Hat ganz gut geklappt, ist aber eher ein Ausnahmefall.


    3. Ich habe eine ganze Unterrichtseinheit mit meiner Mentorin zusammen geplant und durchgeführt: Wir haben die Lerngruppe jede je zwei Stunden in der Woche unterrichtet. Die Einheit haben wir gemeinsam geplant, die Einzelstunden hat dann jede Lehrkraft für sich so vorbereitet. Manche Stunden haben wir auch gemeinsam gehalten, am wichtigsten waren die Einstiegs- und die Abschlussstunde zusammen, fand ich. Korrigiert haben wir die Vokabeltests, je nachdem, wer sie geschrieben hat. Als Abschluss gab es eine Infographik, die bewertet wurde. Das haben wir gemeinsam gemacht.


    Ich hoffe, das hilft dir schon mal ein bisschen, einen Überblick darüber zu erhalten :)


    LG SchmidtsKatze

    Roswitha111 , ich verstehe die Not, die du schilderst total und bekomme das so als Feedback von einigen Eltern zurück.

    Teilweise sind es viel zu viele Aufgaben, die die Kollegen reinreichen. Teilweise ist das Format schlicht völlig unpraktisch und nicht umsetzbar.

    Ich habe meinen Schülern gesagt, dass sie pro Fach maximal 30 Minuten arbeiten sollen pro Tag. Wer 30 Minuten gearbeitet hat, ist fertig! Egal, ob das AB nun ausgefüllt ist oder nicht.

    Das Meiste ist tatsächlich in Arbeitsheften oder Workbooks zu bewerkstelligen oder eben mit Arbeitsblättern, die sie am Freitag noch physisch von mir ausgeteilt bekommen haben. Aber nicht alle Kollegen handhaben das so, entweder weil sie keine ABs austeilen konnten oder in ihren Fächern schlichtweg nicht mit Arbeitsheften gearbeitet werden kann.


    Was mir allerdings ganz stark auffällt und mir ganz große Sorgen bereitet, ist, dass dieser Zustand, in dem wir "unterrichten" (ja, ich setze es in Anführungszeichen, weil das für mich nur ganz entfernt so etwas wie Unterricht ist), für Kinder aus bildungsfernen Haushalten absolutes Gift ist. Die Kinder, die schon in der Schule nichts hinbekommen, weil ihnen zu Hause die Unterstützung fehlt, melden mir gar nichts zurück.

    Ich werde am Montag allen Eltern, deren Kinder mir noch gar nichts zurückgemeldet haben, eine Mail schicken, dass ich mir Sorgen mache, aber das war es dann auch.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob man mit Bußgeldern drohen kann. Klar herrscht weiterhin Schulpflicht, aber das hier ist aktuell der totale Ausnahmezustand.

    Meine Schule hat schon länger vor, iServ leider 3 Wochen zu spät in den Osterferien einzurichten. So ein Ärger aber auch.


    Wir nutzen deshalb eine MagentaCloud mit Passwort, wo jede Klasse auf einen Ordner zugreifen kann, in dem sie Aufgaben für die kommenden zwei Wochen finden.

    Ich habe einigen Klassen auch analoges Material zur Verfügung gestellt.

    Ich werde wohl auch mit Lernvideos arbeiten und würde gerne auch mit Quizzes oder ähnlichem den Lernfortschritt überprüfen, weiß aber noch nicht, ob und wie das klappen kann.


    Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie sich die Hauruck-Digitalisierung auf Schule auswirken wird.

    Liebe Floristinnen und Blumenpflücker ;) ,


    ich danke euch für eure Tipps und Hinweise!


    Ich werde mich mal weiter mit den Campusprodukten auseinandersetzen :)


    Die Sache mit den Generalüberholungen werde ich noch mal weiter ergooglen und dann soll wohl Mitte des Jahres eine Entscheidung dazu fallen!

    Liebe Foristinnen und Floristen,


    Ich bin auf der Suche nach einem neuen Laptop / Tablet, weil mein MacBook schon echt in die Jahre gekommen ist.


    Bevor ich jedoch ganz ohne da stehe, will ich direkt vorsorgen und mir im Laufe des kommenden Jahres ein neues Endgerät zulegen.

    Bisher war ich sehr zufrieden mit der Anwendung von iOs-Programmen, aber die fehlende Kompatibilität mit vielen Schulprogrammen lässt mich nun doch zu Windows zurückkehren.


    Bei meiner Recherche bin ich auf das Surface Pro 7 gestoßen und suche gerade nach Lehrerrabatt, so wie es ihn bei Apple gibt.

    Weiß jemand, ob es solchen gibt?


    Liebe Grüße,


    SchmidtsKatze

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