Was das Gas angeht: Sei beim nächsten Prüftermin dabei. Vielleicht ist der Prüfer so nett und zeigt dir, wie eure Anlage zu bedienen ist. Das sind in der Regel nur ein paar Handgriffe.
Und besonders: Frag nach, wann die Anlage zuletzt überprüft wurde, bevor du irgendeinen Handgriff tätigst. Manchmal ist der Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig der Hausmeister und hatte das gar nicht im Blick - weil niemand die Gasanlage benutzt hatte.
Eine meiner ersten Maßnahmen nach meiner "Ernennung" zum Sicherheitsbeauftragten war, dass ich von der Schulleitung eine neue Kreissäge für den Technikraum gefordert habe und angemahnt hatte, dass diese - sowie die Bandsäge und die Blechschere nicht im Arbeitsraum der Schüler stehen dürfen. In den Sommerferien fand dann sehr zügig ein Umbau statt, bei dem eine Trennwand mit Sichtfenster im Raum eingezogen wurde, um Arbeits- und Vorbereitungsraum zu trennen. Oft genug sind derartige Sicherheitsmaßnahmen ein Anlass dafür, dass die Schule modernisiert wird und sich neue Räume und Möglichkeiten entwickeln. Da sind sich Schulleitung und Schulträger bewusst, dass ihnen Thors Hammer droht, falls sie nicht reagieren und etwas passiert.
Als unser Schulhaus vernetzt und alle Klassenzimmer mit LAN ausgestattet wurden, hatten wir auf den Fluren Internet-Points eingerichtet. Dort stand dann auch ein Laserdrucker, auf den die Druckaufträge aus den Klassenzimmern gesendet wurden.
Einige Jahre später fand eine Schulhausbegehung mit dem Kreisbrandmeister statt. Dieser monierte, dass die PCs und der Drucker eine mögliche Brandlast im Fluchtweg bilden könnten und verlangte die Entfernung. Glücklicherweise wurden kurz danach die Fenster der Schule ausgetauscht. Der Auftrag wurde erweitert und die Internetpoints wurden mit Glaskästen "eingehaust". So entstanden neue, jederzeit einsehbare Mini-Arbeitsräume für 2-3 Schüler - mit PC, Drucker und Netzzugang. Die Alternative, jedes Klassenzimmer mit Drucker auszustatten, wäre (mit Verbrauchsmaterial) über die Jahre teurer gewesen.