Für Weihnachten ginge das sogar, es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Jesus am 25. Dezember geboren wurde.
Bei Ostern und den davon abhängigen Festen wie Christi Himmelfahrt und Pfingsten ist das allerdings anders. Sie hängen historisch an den jüdischen Festen Pessach und Schawuot ab, die durch den Frühlingsanfang und den ersten Vollmond danach kalendarisch festgelegt sind.
Das ist nicht ganz korrekt. Klar wurde Jesus nicht am 25.Dezember geboren. Die Terminfestsetzung geschah jedoch nicht willkürlich.
Ostern - und auch Weihnachten - besetzen die heidnischen Festtage, die an den Tag-/Nachtgleichen gefeiert wurden. Im Frühjahr war dies am Vollmond nach der Tag-Nachtgleiche. Die Christen haben diese heidnischen Feiertage übernommen.
Ostern ist das christliche Frühjahrsfest. Es "besetzt" die heidnischen Riten, die im April zur Frühjahrssonnenwende zu Ehren von Wotan (=Odin) und Donar und speziell zu Ehren der Göttin Ostara gefeiert wurden. So wurde dieses Fest, das die Auferstehung der Natur feierte, nun zum Fest der Auferstehung Christi. Der April hieß daher auch "Ostermonat" - zu Ehren von "Ostara" - nicht erst seit Einführung des Christentums.
In der jüdischen Tradition beginnt das Pessach-Fest am ersten Vollmond nach der Frühjahrssonnenwende - woraus sich die christliche Osterfest-Tradition auch herleitet - sich jedoch letztlich auf die Frühjahrs- Tag- und Nachtgleiche bezieht.
Weihnachten liegt an der Wintersonnenwende, die am am 21. oder 22. Dezember stattfindet. Hier wurden die römischen Saturnalien okkupiert: Die Saturnalien waren eines der beliebtesten und ausgelassensten Feste im römischen Reich – und sie wurden ursprünglich am 17. Dezember gefeiert. Im Laufe der Zeit dehnten sich die Feierlichkeiten aus und dauerten unter Kaiser Caracalla bis zu fünf oder sogar sieben Tage, also etwa vom 17. bis 23. Dezember