Beide Systeme können funktionieren, das reine Gesamtschulsystem hat für mich irgendwie den Gedanken in sich drin, unterschiedliche Teile der Gesellschaft zusammenzubringen, auch wenn das definitiv nicht funktioniert (dazu muss man sich nur mal Staaten mit Gesamtschulsystem ansehen), aber die Idee ist immer da. Das dreigliedrige System nimmt Aspekte aus dem Sport auf, da ist die Idee, dass man vor allem mit Sportlern mit ähnlichem Leistungsniveau trainieren sollte weit verbreitet und erfolgreich. Die Frage ist doch eine politische: Wo legt man den Schwerpunkt? Fachliche Leistung oder soziales Lernen?
Und wie die Gesamtschule zum Abitur führt, ist, zumindest für NRW, auch recht leicht rauszubekommen. Man schaut sich die durchschnittlichen Punkte in den Abiturprüfungen (massive Notenunterschiede zugunsten der Gymnasien) und in der Kursphase (kaum Notenunterschiede) an und dann wundert man sich ganz, ganz lange wie das nur passieren kann. Die Zahlen dazu bekommen die Fachvorsitzenden eigentlich jedes Jahr von der Bezirksregierung (zumindest in Mathe, hab keinen anderen Fachvorsitz).