Beiträge von Yummi

    Letztlich ist das Bestandteil einer größeren Umwälzung. Geht man derzeit durch die Medienlandschaft wird man verschiedene Stoßrichtungen feststellen:

    1. Lehrerpräsenz falls Arbeitszeittracking erfolgen soll.
    2. Abschaffung Beamtenstatus bei Lehrern (Sachsen mit Ziel bundesweit. Da wird auch Bayern letztlich einknicken).
    3. Infragestellung Beamtenstatus allgemein und Einbeziehung in das Sozialversicherungssystem

    Das wird umso stärker thematisiert, je stärker Beamte und deren Besoldung in den Fokus rücken (z.B. amtsangemessene Besoldung).

    Diese Forcierung der Arbeitszeitkontrolle halte ich persönlich für ein massives Eigentor der Gewerkschaften. Ich genieße die Freiheit die mir mein Beruf gibt. Ich gestalte es dann eben so dass es passt.

    Viele Dinge sind seit langem vorbereitet, viele Dinge kann man sich über Verlage holen und mit KI kann man sich enorm viel Erleichterungen in seinen Arbeitsalltag holen. (Unterrichtsvorbereitung, Binnendifferenzierung, Klassenarbeiten).
    Prüfungsformate könnte man standardisieren und so in Zukunft auch mittels KI kontrollieren lassen. (Das wird aus meiner Sicht irgendwann kommen)

    Je mehr ich mit KI arbeite, desto mehr glaube ich, dass da auch in unserem Beruf eine massive Arbeitserleichterung kommt.
    Wenn ich sehe, dass ich niveauangepasste Arbeitsblätter, Nachschreibeklausuren oder Erwartungshorizonte in kürzester Zeit qualitativ hochwertig erstellen kann, glaube ich, dass die Kollegen die für ein Arbeitszeittracking kämpfen, erst einmal nach links und rechts schauen sollten, wie sie ihren Alltag effizient gestalten könne.

    Entlastungsstunden/korrekturfreie Tage könnte die Schulleitung in Absprache mit dem Personalrat vor allem korrekturintensiven Fächern vorhalten. In meinen Fächern, auch in der Sek2, brauche ich keine freien Tage. Das sollen die Sprachler bekommen (v.a. Deutschkollegen).

    Letztlich glaube ich, dass die Maßnahmen der Gewerkschaften in Anbetracht der gesamtgesellschaftlichen Situation uns massiv schaden wird.

    Hauptsächlich in Wirtschaft da ich dort derzeit fast nur unterwegs bin.

    Ich finde es super wenn man für nutzwertanalysen, Angebotsvergleiche, aber auch Buchungssätze und Kalkulationen nicht ständig selber da was erstellen muss.

    Ich nutze kostenpflichtige KI. Da merkt man schon Unterschiede zu kostenfrei.

    Aber in Naturwissenschaft kann ich nicht mitreden

    Ich habe neben Unterrichtsvorbereitung nun KI zur Klassenarbeitserstellung genutzt.

    Pro:

    Die Erstellung verlief sehr schnell; einige Promptanpassungen und formal alles okay

    Erstellt auch eine übersichtliche Musterlösung

    Neutral:

    Man muss kontrollieren. Ein Fehler habe ich gefunden und mit einem weiteren prompt wurde dies korrigiert.

    Wer von euch erstellt bereits Klassenarbeiten per KI?

    Ich finde es erspart viel Arbeit bei ausführlichen Texten die man zur Bearbeitung benötigt.

    Rechtlich nicht zu beanstanden nehme ich an(Datenschutz/Nutzungsrechte).

    Korrigieren muss man dagegen selbst.

    Was sind eure Erfahrungen mit der KI diesbezüglich? Wo seht ihr für euch Vor-/Nachteile? Was würdet ihr euch wünschen?


    Edit:

    Interessant: zur Korrektur darf KI verwendet werden wenn Datenschutz beachtet wird

    https://zsl-bw.de/,Lde/startseite/lernen-ueberall/ki-faq

    Wenn Schüler eine Prüfungsnummer zugeteilt wird, gilt dies als ausreichend anonymisiert?

    Wenn du nur eine kleineren Teil machen musst, dann hast du auch nicht soviel Aufwand.

    Dafür verteilen sich die 10% auf alle Autoren. Wenn das dann kein Standardwerk, also von einer Vielzahl von Schulen erworben wird, bleibt für dich kaum was übrig.

    Lehrbücher von vielen Autoren leiden leider an Brüchen im Stil und im Aufbau. Lektoren korrigieren vielleicht ein wenig aber größere stilistische Änderungen gibt es nicht; die Werke sehen grafisch aus einem Guss aus (sorgt der Verlag für), inhaltlich nicht da jeder Autor einen eigenen Stil hat.

    Andererseits glaube ich dass KI bei der Schulbucherstellung massiv Einzug halten wird. Da wird der Erstellungsaufwand geringer.

    Andererseits kann ich dies als Lehrkraft dann auch selber machen. Ich kann für meinen Kurs ein Skript erstellen, der auf meinem Unterricht fußt, sich an Prüfungsformate orientiert und den Schülern digital teilen. Dieses haben sie immer dabei und ich kann effizient arbeiten. KI hilft da enorm.

    In meinen Fächern hat man einmal enormen Aufwand und kann danach jedes Jahr dies austeilen. Will man Aufgaben ändern, setzt man sich mal hin, gibt der KI den Prompt dies auszuführen, dann die Lösung in meinem Lehrerskript beizufügen, geht das kurz durch und fertig.

    Kaum ein Schüler wird ein Lehrbuch durchlesen. Die Zeiten sind vorbei.

    Ich nutze immer weniger Lehrbücher. Dies sehe ich bei Kollegen auch. Je mehr Klassen digital ausgestattet werden umso sinnvoller werden eigene Skripts. Digitale Schulbücher sind für mich einfach Mist. Das wird der nächste Bereich der von der KI-Welle überrollt wird. Entweder die Verlage passen sich daran an oder sie werden Probleme bekommen.
    Manche Verlagswerke sind so konzipiert dass man als Schüler sehr gut digital damit arbeiten kann. Aber da müssen sich die Verlage sputen um dies umzusetzen. Ein Lehrbuch nur digital umzustellen bringt nichts.

    Eigentlich müssten Kollegen alle ihre Fakultas Unterrichten, denn immerhin steht ja die Frage von Dienstberichten (da genügt aber eine) aber vor allem von Dienstbeurteilungen im Raum. Insbesondere um in den Lostopf einer A14 Stelle nach Öffnung des Jahrgangs müssen beide Fakultas beurteilt werden.

    Aber ich kenne auch einige Kollegen die z.B. TZ arbeiten, aber nur eine Fakulta unterrichten, weil die Schule genug Kollegen für die andere haben.

    Das jemand die Lehrbefähigung verliert ist mir neu.

    Die Frage stellt sich nicht. Natürlich wären mir davon betroffen. Wir sind qua Amt nicht grundsätzlich davon befreit.

    Dann stiegen aber die Ansprüche. Dann müsste ich aufpassen rechtzeitig in Teilzeit oder Frühpension zu gehen; sonst kürzt man die Pension mit den Rentenansprüchen :cash:

    Ich bin nur entsetzt...über die lachenden Kolleginnen und Kollegen! Liest sich so, als wenn Eltern und Schüler bei Euch machen können, was sie wollen. Greift überhaupt mal jemand richtig durch? Wenn nicht, wo soll das hinführen? Ganz schön chaotisch!8)

    Wenn die Gesellschaft es erlaubt Handys an Kinder auszugeben und zugleich der Gesetzgeber es nicht verbietet, diese in Bildungsinstitutionen mitzuführen, warum soll ich mich darüber aufregen und meine Gesundheit ruinieren?

    Ich habe Klassenleitung und Oberstufe. Im beruflichen Schulsystem bin ich in vielen Bereichen unterwegs.

    Dass ich weniger Korrekturaufwand habe als Doppelsprachler; da bin ich mir sicher.
    Aber dass wusste ich schon als Schüler, dass ich diese Fächer alleine schon wegen dem Aufwand nie als Lehrer unterrichten wollen würde. Wenn ich mich daran zurückerinnere, wie manche bei uns in Deutsch >15 Seiten jedesmal abgegeben haben:autsch:

    Also ganz so schlimm ist es nun auch nicht. Man muss halt aufpassen, dass die Arbeitszeit nicht entgrenzt. Ich konnte und habe mir beispielsweise sehr bewusst immer schon einen komplett freien Tag geschaffen, an dem ich nichts für die Schule tue. Egal ob jetzt Ref, Berufseinstieg oder Aufstieg. Zeit für meine Partnerschaft war immer.

    Problematisch wird es, wenn man Arbeit und Privatleben nicht klar trennt und wenn man ineffektiv vor sich hinarbeitet.

    Man muss auch nicht jeden Unterricht selbst vorbereiten. Man kann sich mit Kollegen austauschen, Verlagswerke nutzen oder halt Chat gpt fragen:musik:.

    Das sehe ich anders.

    Wenn etwas derart gravierendes eintritt, dass man mich nicht mal mehr im Rollstuhl ins Klassenzimmer schieben kann, dann ist Geld meine kleinste Sorge.

    Ganz so dramatisch sehe ich es nicht; eine Absicherung um die 1.000 Euro ist ja vergleichsweise günstig zu haben.

    Mehr sollte dann nicht sein. Die Prämie dann lieber vernünftig investieren. Da kommt dann in ein paar Jahren was ordentliches zusammen.

    Die Aufgabe ist zunächst einmal grammatikalisch schlecht. Da hat der Kollege schnell eine Aufgabe zusammengeschustert.


    Den Punkt gab es wohl dafür dass man in b) mit dem „Folgefehler“ gerechnet hat. Die Herangehensweise war wohl den Punkt wert?

    Aber irgendwie alles verworren. In Klasse drei muss man das schon hinbekommen.

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