Beiträge von Yummi

    Das klingt doch interessant. Mich würde interessieren, ob ich das System mit meinem Laptop nutzen kann, wenn man dort 3 Webcams anschließt. Das Videomaterial dürfte natürlich nicht gespeichert werden, um die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz einzuhalten. Die Software liefert mir am Ende der Stunde nur eine Auswertung für jeden Schüler mit einem Aufmerksamkeitskoeffizienten, den ich über das Schuljahr mittele und in die Notengebung einfließen lasse. Ich gehe davon aus, dass die Technik ausgereift ist, da sie auch schon in modernen KfZ verwendet wird, um den Fahrer mit einer Kamera zu beobachten, den Augenlidschlag zu messen und zu signalisieren, dass die Konzentration nachlässt. Moderne Technik endlich auch mal für den Unterricht!

    Da würde ich dich in Grund und Boden wegen deiner Notengebung klagen.

    Die mündliche Note hängt nicht von der quantitativen Anzahl der Beteiligung sondern von der qualitativen ab.

    Ob der Schüler während des Unterrichts nach draussen schaut, sagt nichts über seine Fähigkeiten aus. Dein Job als Lehrer ist es ihn zu prüfen und nicht mittels eines Alghoritmus eine subjektive Erscheinung als Notenrelevant zu definieren.

    Interessant dass man als Hardliner gilt, wenn man von seiner Besoldung kein Geld für Schulmaterialien ausgibt.

    Als ob in meiner Zeit als normaler Arbeitnehmer bei einem großen Unternehmen irgendjemand auf die Idee gekommen wäre von seinem Gehalt Arbeitsmaterialien zu kaufen 8)

    Nehmt es mir nicht übel, aber solche Spezialisten gibt es wirklich nur bei Lehrern; insbesondere bei der weiblichen Fraktion im Grundschulbereich.
    Hauptsächlich Teilzeit arbeiten, Geld anstelle des Schulträgers ausgeben, Weltverbesserung betreiben und am Ende an Burn-Out leiden...

    Zumindest bei den Eltern hättest du gleich mal einen schwereren Stand...

    Und das sollte mich interessieren? Das einzig relevante ist, ob ich den Kindern die entsprechenden Inhalte des Bildungsplans vermittle.

    Wenn Eltern sehen, wie schlecht ausgeatattet die Schule ist, dann sollen sie als Steuerzahler sich beim Schulträger beschweren.

    500 Euro im Jahr; das wäre für eins meiner Kinder über mehrere Jahre hinweg genau das Geld, welches mich ein Jahr Auslandsaufenhalt kosten dürfte. Priorität sollte klar sein oder?

    Lecker; und dann hat das Kind eine Allergie und dein leckerer Müsli-Riegel löst einen Schock aus :P
    In anderem Bildungseinrichtungen wird extrem darauf geachtet, mögliche Risiken zu minimieren. Aber der Lehrer sieht sich als Retter.
    Überall wird über das Risiko geredet; aber bei Essen und Trinken wird nicht nachgedacht.

    Achja? Wie kommt denn der Buchhändler/Verlag an das Geld? Nee, irgendwie muss man es in den Laden oder zur Bank schleppen. Da ist mir die bargeldlose Variante, bei der der Lehrer als Mittelsmann gar nicht vorkommt, schon lieber.

    Die Schule bestellt die Bücher. Das Geld wird vom Fachlehrer bei Eigenanteilsbüchern eingesammelt. Die Bücher werden geliefert. Die Schule bezahlt die Bücherrechnung.

    In guten Lehrbücher werden die Inhalten nachvollziehbar und mit einem Beispiel angeführt.
    Die Probleme sind aber folgende:

    • Die Schüler schauen sich das gar nicht an.
    • Die Schüler merken im Zeitverlauf, dass ihnen die Grundlagen fehlen und setzen sich mit den Inhalten gar nicht auseinander.

    Und im Zeitverlauf kumuliert sich dies dann und der Zug ist dann abgefahren. Und dann steht am Ende: Fach x/y ist einfach nicht mein Fall.

    Kein Unterrichtsfach in der Schule ist so anspruchsvoll, dass ein normal kognitiv ausgebildeter Schüler große Probleme haben sollte.

    Und dieses entdeckend-lernende Gefasel endet immer dann in einem inhaltlich auf Sparflamme laufenden Unterricht.

    Da ca 99,99999998% der Bevölkerung nicht habilitieren werden (und sei es nur mangels Stellen) erscheint mir der Vergleich ein wenig zu hinken. Erzähl doch mal lieber was vom durchschnittlichen Akademiker oder dem durchschnittlichen ausgebildeten Menschen.

    Die Schüler haben auch die Möglichkeit über youtube die simpelsten mathematischen oder wirtschaftlichen Zusammenhänge gut erklärt bekommen. Die Medienkompetenz sollten sie dafür haben...
    Das wäre aber wohl zuviel Arbeit; dann lieber die Schminkkompetenz vertiefen.

    Eine vernünftige Diskussion ohne Hintergrundwissen kann man nicht führen. Und das bekommt man nicht en passant.

    Wer keine vertieften Kenntnisse zur Großen Depression hatte, der konnte auch keine fachlich fundierte Diskussion über die Finanzkrise 2008 und Massnahmen der Institutionen führen.

    Wer keine fundierten Kenntnisse über Finanzprodukte hat, der wird auch keine vernünftigen Investitionsentscheidungen treffen.

    Und Wissen was die Schüler betrifft veraltet nicht in dem Tempo wie immer suggeriert wird.
    Die Grundlagen werden in der Schule gesetzt; naturwissenschaftliche Konstanten ändern sich nicht; wirtschaftliche Grundzusammenhänge bleiben gleich. Aber die muss ich wissen und verstehen; nur dann bin kompetent genug um mich mit vertiefter Materie auseinanderzusetzen.

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