Beiträge von Alterra

    Dauerlüften wäre wirklich nicht gegangen, weil die Klausur in den ersten drei Stunden geschrieben wurde und es echt zu kalt war (ich bin echt nicht empfindlich) und ich habe dann das Fenster über den Kopf eines Schülers alle 20 min geöffnet. Da dieses Fenster das einzig zu öffnende im Raum und recht klein ist, klappt es mit Durchzug nur annähernd mit geöffneter Tür. Und weil das eben alle Kollegen machen, hat man für eine Klausur eine recht hohe Geräuschkulisse. Nicht in der Klausur gestern geschehen, aber durchaus möglich, da es am Vortag beim Lüften passierte, sind natürlich extrem laute Geräusche von außen (ich sage nur: Laubbläser...). Ich möchte nicht missverstanden werden: ich finde die Regelung mit dem Lüften sinnvoll (hier in Hessen: nach 20min 5min lüften) Mir graut es aber vor Schülern, die wegen solcher Situationen Klausuren verweigern oder angreifen wollen

    Weil die Lautstärke anderer Klassen / Baustellen / (versetzte) Pausengeräusche ablenken können....ich hab es gestern normal durchgezogen, aber es gab mehrere Beschwerden, dass man sich so nicht konzentrieren könne.

    Auch für den TS interessant evtl.: bis zum 31. Juli.2021 kann es von Personen, die die Einrichtung schon vor Einführung des Gesetzes besuchten, nachgereicht werden. Evtl hat euer SL deshalb noch nicht so den Drang. Neu eingeschulte SuS oder Kollegen im SJ 2020/21 müssten es allerdings schon zu Beginn nachweisen, komisch bei euch....

    Wir in Hessen haben nun eine Woche Schule hinter uns, meine Schule liegt in einem Gebiet ü 50.

    Ich bin ja an einer BS mit sehr heterogenem Klientel und nehme wirklich große Unterschiede wahr. In den gymnasialen Klassen erlebe ich viele Kurse, die besorgt auf einen Distanzunterricht blicken. In den Gymkursen wird brav und korrekt Maske getragen, das Meckern über offene Fenster ist gering. In niedrigeren Schulformen äußern viele Kids, dass sie sich regelrecht freuen, wenn die Schule wieder schließt. Das sind aber eben leider genau die Schüler, die eigentlich viel Anleitung beim Lernen brauchen. Ich muss die Maßnahmen jede Stunde mehrfach rechtfertigen. Wirklich sicher fühle ich mich in der Schule nicht. Privat haben wir uns wirklich stark eingeschränkt und vermeiden alles Unnötige, machen nur noch Wocheneinkäufe usw. Lediglich in der Schule kann ich keinen Mindestabstand einhalten.

    Haus- bzw. Wohnungsbesitz ist reicher sein als Miete zahlen, das will keiner abstreiten? Ansonsten tauschen wir

    Ich bin Besitzer eines Hauses....die Bank will aber die nächsten Jahrzehnte Zigtausende Euro. Wo stehe ich nun nach deiner Auffassung? Ich würde mich definitiv nicht als reich bezeichnen - trotz Haus. Dennoch weiß ich sehr zu schätzen, dass wir (besonders zu Coronazeiten) einen kleinen Garten haben und ich mir nicht groß überlegen muss, ob ich mir die Bio-Blumenerde leisten kann

    Ja, den ganzen Schultag lang Maske zu tragen, fände ich auch schwierig (sowohl für die SuS als auch die KuK), muss ich sagen.

    Das läuft bei uns nun seit einer Woche so (in der Klasse, im Gang, auf dem Schulhof, im LZ, also überall) und es geht. Angenehem und toll ist es nicht, aber mit Austauschmasken (habe mir nochmals 10 Stoffmasken gekauft) stehe ich auch 8 Std am Stück durch. Ich freue mich aber jeden Tag auf die Zeit nach dem Unterricht zum Durchatmen.

    Hallo, ich denke, dass es vielen zu Beginn ihres Lehrerdaseins so ging. Nach dem Ref ist man zwar den psychischen Druck der Unterrichtsbesuche los, aber viele Arbeiten, die man als Ref nicht in der Form hatte, kommen hinzu: mehr Konferenzen, Klassenlehrerschaften, Verwaltungskram jeglicher Art und ach ja, Unterrichtsvorberreitung inkl Korrekturen in höherem Umfang als zu Refzeiten.

    Zeitlich waren die ersten 5 Jahre wirklich anstrengend, so langsam wird es bei mir besser. Wenn es noch geht, würde ich dir bis zu diesem Zeitpunkt warten. Wenn du jedoch wirklich unglücklich bist: Das Leben ist zu kurz...

    Männlich (noch ein alter, geschlechterspezifischer Tarif), gut 40 Jahre alt, keine Vorerkrankungen, Beihilfergänzung ohne große Zusatzleistungen, ca. 130€ p. M., knapp 100 € nach Beitragsrückerstattung.

    Wow, das Doppelte zahlte ich bereits vor der Erhöhung (noch keine 40, keine Vorerkrankungen, weiblich)

    Office 365 inkl. Teams hatten wir bereits vor Corona, genutzt wurde es aber natürlich viel weniger. Technisch ist bei uns fast nichts dazu gekommen, ich glaube, 5 Laptops für Schüler im Distanzunterricht, die kein eigenes Gerät haben. Von massig I-Pad Lieferungen können wir hier nur träumen....

    An jedem Eingang hängt ein Desinfektionsspender. Wir Lehrer haben eine FFP2 Maske gestellt bekommen, Schüler können sich eine Einmalmaske abholen, wenn sie keine dabei haben. Nach dem Unterrichtsschluss kommt die tägliche Putztruppe wie immer. Es gibt keine festen Klassenräume, die Klassen wandern nahezu jede Stunde in einen anderen Raum. Manchmal steht dort dann ein Reinigungsmittel zum Abwischen der Tische.

    Auf geht's und durch....danach wird kiloweise Last von den Schultern fallen. Denk am besten schon jetzt bzw vor dem Gespräch an dieses gute Gefühl, damit meistert du die ätzende Situation morgen! Alles Gute

    Ich weiß nicht, ob sich in den letzten 15 Jahren so viel verändert hat, aber Pädagogik war bei mir wirklich der Teilbereich, den ich im Studium am wenigsten besucht habe bzw besuchen musste. Pro Semester waren das max 2 Scheine, im Vergleich zu den beiden Fächern war das viel weniger. Ich saß auch sehr selten mit "echten"/reinen Pädagogen in Vorlesungen und Seminaren, sondern es waren lehramtspezifische Kurse.


    Fachwissenschaftlich fühle ich mich in beiden Fächern wesentlich besser ausgebildet (und das ist mir persönlich auch wichtiger)

    Firelilly, prinzipiell gebe ich dir Recht. Aber das untere Niveau ist bei der Aufgabenstellung erreicht.... und wir/ich vergeben Schulabschlüsse. Und wenn dann die Hälfte der Klasse noch nicht einmal in der Lage ist, 3/4 l in ml umzurechnen oder Abbildungen zu beschriften, die so 1:1 auf einem von nicht mal 10 Arbeitsblättern standen, kann ich keine 4- mehr geben.


    Meine SL hat auch bei über 50% 5 oder 6 keine Entscheidungsgewalt, dann muss wiederholt werden ohne Wenn und Aber

    Was ich allerdings auch nicht kenne, ist das Nachholen von Arbeiten.

    Leider in Hessen Pflicht, wie Joan schon geschrieben hat. Bestimmte Klassen legen es wirklich drauf an und sagen auch direkt: "Dann wiederholen wir halt, Lernen werde ich zur ersten Klausur gar nicht" Und der Lehrer korrigiert doppelt (wie ich nun auch einen Klausursatz in den Herbstferien).


    Meine SL sieht es übrigens wie Joans Vorgänger, Nachschreiber zählen nicht mit. U.a. weil es sonst Wochen dauern könnte, bis die Arbeit abgeschlossen werden kann. Einige meiner SuS besuchen den Unterricht eher sporadisch bzw. haben ja nur Blockunterricht.

    Deine Erzählungen klingen grausig.... Das FZ vor dem Unterrichten einzuforden, hat ja durchaus einen wichtigen Grund. Es soll ja nun nicht jeder engen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben dürfen....

    Ist deine aktuelle Schule erst vor kurzem gegründet worden bzw. die SL erst neu auf ihrem Posten?

    Hey, deine Situation ist echt übel und viel läuft schief. Aber in diesem Fall, tut mir leid, das schreiben zu müssen, trifft deine SL wenig Schuld. Dass das FZ beantragt werden muss, ist doch überall bekannt bzw. als Grundvoraussetzung angegeben.

    Die ganze Diskussion hier kam so, dass ich behauptet habe, dass das zu Hause ausziehen in Deutschland viel üblicher ist als in der Schweiz, was sich übrigens auch mit Zahlen belegen lässt:

    Nein, der Thread ergab sich dadurch, dass du kundgetan hast, dass Studenten kaum Kontakt zu Schülern hätten (Auslöser waren Corona-Studentenparties), und ich habe darauf verwiesen, dass man durch das Vorhandensein jüngerer Geschwister und Zuhausewohnen als Student durchaus Kontakt zu Schülern hat. Aber interessant finde ich die Erzählungen aller trotzdem

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