Beiträge von Alterra

    Das würde mich sehr freuen bzw. hier in der Region wäre dies sehr wünschenswert. Ich kann mich leider lediglich an eine Schülerin in den letzten zehn Jahren erinnern, die Erzieherin werden wollte. Umso besser, wenn mein Eindruck falsch ist.

    Bei uns kommen nicht nur wenige neue Erzieher dazu, sondern unsere Kitas haben auch einen enormen Krankenstand. Das ist ein elender Teufelskreis. Zu wenige Erzieher bedeutet eben auch eine enorme Belastung für diejenigen, die als Erzieher arbeiten. Dass es sie zusätzlich zu den üblichen Kitaseuchen dann auch noch stressbedingt oft weghaut, ist kein Wunder.

    Ja, sowas lese ich auch und fühle mich dann wie in einem Paralleluniversum :)

    Nachtrag: Allein, was die Betreuung an GSen hier angeht, kenne ich schon eine ganze Bandbreite.

    An unserer (auch Zuweisung, nix Wunsch!): Kampf um Plätze, Absagen etc, wenn Betreuung, dann bis Punkt 3 oder Punkt 5, nicht spontan oder früher abholbare Kinder, Hausaufgaben werden dort erledigt

    NachbarGS: Jeder bekommt Platz in der Betreuung, Kursangebote/AGs, Abholung jederzeit möglich

    NachbarGS: Platz in der Betreuung nach Vorlage der Arbeitsbescheinigungen der Eltern garantiert, Hausaufgaben werden dort nicht erledigt, Abholung jeerzeit innerhalb der gebuchten Zeit möglich

    NachbarGS: Kampf um Plätze, jüngere Kids werden bevorzugt, Abholung Punkt 2 oder Punkt 4, Hausaufgaben zu Hause

    Nicht nur in der Politik, auch in der schulischen Führungsebene sieht es nicht viel anders aus: viele Männer, deren Frauen ihnen daheim "den Rücken freihalten", wenige kinderlose Frauen oder Frauen, deren Kinder aus dem Haus sind.

    Wie viele Frauen mit Kindern bis zum Teenager-Alter sind denn tatsächlich in Führungspositionen?

    Danke, denn genau das denke ich mir auch oft! Alle, die bei uns in der Führungsebene sind, sind entweder männlich (und ja: die holde Gattin ist zu Hause oder arbeitet in MiniTZ-Jobs) oder Frauen, die keine Kinder haben. Ausnahmslos

    Da ich direkt gefragt wurde: Ich weiß nicht, wie es hier in der Vergangenheit war. Aktuell sitzen hier im Stadtrat/entsprechenden Ausschüssen tatsächlich eher Männer (SPD mehr als CDU), allerdings meist mittleren Alters. Sie bemühen sich auch um bessere Kita-Zeiten, es mangelt aber vor allem an einem: Personal! Es kann aber trotzdem durchaus sein, dass Chili dennoch Recht hat, denn ein derart eklatanter Mangel an Betreuungsplätzen baut sich nicht spontan auf, sondern ist auch den vergangenen Zeiten geschuldet.

    Da es ein einklagbares Recht gibt UND es zur Zeit sogar oft keine großen Probleme mehr gibt (nur hat man nicht Kita-Wahl oder Tagesmutter/Kita-Wahl), dann ist (2026!) die Betreuung nicht mehr das Problem.

    Auch wir hatten schon ein Recht darauf, dennoch bekamen wir erst 6 Monate später als eigentlich ein Anrecht da war einen Platz zugewiesen. Begründung: Recht ja, aber wenn die Stadt/Kommune alles getan hat, was geht und dennoch keine Plätze da sind, dann ist es halt so. Dies hat uns auch ein Anwalt damals bestätigt.

    Ein Kitaplatz (wie tw in der Stadt hier) von 7.30 - 12 Uhr ist eine pädagogische Einrichtung, die nahezu jede Erwerbstätigkeit eines Elternteils ausschließt. Es ist schön, wenn man dieses Konzept leben möchte, aber wenn man notgedrungen zu Hause bleiben muss, wird es ärgerlich.

    Im Zweifel werden die arbeitenden Eltern leicht weiter fahren,

    Wie gesagt, bei uns damals (und so ist es heute laut Kollegen und Bekannten immer noch) gab es keine Wahl, du musstest die Kita nehmen, die dir gesagt wurde, sonst wäre der nächste auf der Warteliste dran gekommen.

    Ich meinte: wenn ein Paar, bei dem beide Partner arbeiten und Steuern zahlen, eine Betreuung benötigt und dann aus sozialen Gründen keinen Platz bekommt, während Kinder von Leuten, die ganztätig zu Hause sind, aufgenommen werden, dann läuft doch was falsch.

    Ja, das war auch ein echter Schlag ins Gesicht. Zumal es u.a. bei uns Lehrern ja auch wirklich schwierig ist mit "ich verlängere mal eben die Elternzeit, bis ich einen Platz habe und komme dann spontan wieder, wenn es einen Platz gibt"

    Das Betreuungsproblem zieht sich übrigens hier auch in die GS fort. Wir hatten das erste 1/4 Jahr auch keinen Platz und mussten extrem organisieren (trotz dass ich auf 50% runter bin). Nun habe ich fast schon Angst davor, dass ab nächstem SJ die Erstklässler Anrecht auf einen Platz haben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir rausgekickt werden, weil zuerst die ganz Kleinen ein Recht auf Betreuung haben und wir noch nicht.

    Bekommt man denn einen Platz zugewiesen, der nur bis 13 Uhr betreut, obwohl man angegeben hat, dass man längere Zeiten benötigt?

    Ja, das ist bei uns leider so (wobei hier die Halbtageskitas sogar schon um 12 schließen). Sidefact: Soziale Kriterien gehen hier vor Arbeit (Kinder aus sozial benachtteiligten Familien bekommen einen Ganztagesplatz/kita)

    Wenn ich einen Kindergarten wähle (eine Zuweisung wäre etwas anderes), der nur bis 13.30 Uhr oder so betreut, oder der erst ab 7.30 geöffnet hat, dann schaffe ich einen Teil des Problems selbst.

    Okay, hier liegt auch schon wieder große Individualität vor. Bei uns wird zugewiesen und du musst froh sein, überhaupt einen Platz zu bekommen (hatten wir übrigens zu Beginn nicht und daher mussten wir die Elterzeit verlängern).

    Edit: ich musse gerade sehr schmunzeln. Gibt es wirklich aktuell Regionen/Städte, in denen man sich den Kitaplatz aussuchen kann, pädagogische Konzepte vergleicht etc.? Hier heiß es einfach nur "Friss oder stirb! Nimm den Platz oder der nächste in der Warteschlange sagt sofort zu"

    n eurer Schule. Das ist keine allg. Regelung in Hessen. Bei uns fährt, wer Lust hat.

    Naja, in der VO steht, dass Klassenfahrten Teil der Dienstpflicht sind und unsere SL nimmt diese eben wörtlich. Wer im Dienst ist, kann dazu verpflichtet werden.

    Ich bin der Meinung, dass es so viele Variablen gibt, dass eine Aussage über die allgemeine Familienfreundlichkeit kaum möglich ist. Es hängt zu viel von der Fächerkombination, der Schulform, den einzelnen Schulen selbst, dem BL und auch den Betreuungszeiten vor Ort ab.

    Allein das hier

    Zu einer Klassenfahrt wird niemand gezwungen. Hierfür wird man angefragt und kann ablehnen.

    trifft bei uns z.B. nicht zu. Wenn ich als Klassenlehrerin eingesetzt werde (das macht die SL, ohne dass man sich das wünscht oder ablehnen kann), muss ich gemäß Fahrtenprogramm auf Klassenfahrt fahren.

    Teilzeit heißt an meiner Schule auch nur weniger Unterrichtsstunden, es gibt keine Entlastungen bei Konferenzen, Projektwochen etc. Es klappt auch nicht, die SL darum zu bitten, erst zur zweiten Stunde zu unterrichten wegen Öffnungszeiten der Kita/GS Beginn. An anderen Schulen ist das wohl eine Option.

    Ich weiß, dass es Schulen gibt, die das machen, aber hier muss man den Kontext sehen, denn nur bei mir wird so schikaniert und zehn Mal nachgefragt und überprüft. Ich habe schon lange bevor das so gehandhabt wird automatisch Aufgaben verschickt. Hier geht es ja darum, dass ich sie hochgeladen und Stunden später schikanöse Nachrichten erhalten habe. Und irgendwo hat all das auch seine Grenzen.

    Ganz einfach: Du warst ja mittlerweile beim Doc und hast die Dauer der aktuellen Krankschreibung vorliegen. Also schreib deiner SL eine Email a la "Hallo, ich komme gerade vom Doc, der mich bis x krank geschrieben hat. Das Attest reiche ich Ihnen ein. Da ich schnellstmöglich genesen möchte, werde ich bis dahin keine schulischen Tätigkeiten ausführen können. Liebe Grüße"

    Das bezieht dann auch das Lesen von Dienstemails mit ein, was ich dir für die nächsten Tage dann auch wirklich empfehlen würde.

    Dass meine Klassen ständig wechseln finde ich auch unmöglich. Ich gebe 12 Stunden, bekomme aber oft auch Vertretung und hatte seit Schuljahresbeginn schon 3 Klassenwechsel. Die fachbegleitende Lehrerin sitzt im Zweitfach dauerhaft hinten. Jede Doppelstunde am Dienstag. Stoffverteilungsplan bedeutet, dass dort steht was wann unterrichtet wird. Ich finde es ja legitim diesen ab und an zu ändern, aber das er jedes Mal geschickt wird ist für mich Schikane. Ich wurde damit auch ziemlich allein gelassen. Es hieß nur schauen Sie in den Lehrplan und erstellen Sie einen Stoffverteilungsplan. Das wars.

    Gibt es bei euch keine Höchstgrenze für Vertretungen als Ref? Bzw. sind die in deinem BL überhaupt erlaubt? Lies mal in der Verordnung oder frag im Seminar nach!

    Stoffverteilungsplan scheint also sowas wie für mich die Unterrichtsreihe zu sein. Die hast du dir doch bestimmt zu Beginn überlegt (also was willst du in welchen Stunden machen, worauf baust du auf, was sollen die Kids nachher können etc.) und es muss höchstens nachgesteuert werden. Wenn du das dann nicht mit Datum versiehst, sondern einfach die Unterrichtsstunden nummerierst, bleibt alles gleich. Du könntest noch alles Abgeschlossene markieren/durchstreichen/was auch immer, damit klar ist, wo du dich gerade befindest.

    In wie vielen Stunden sitzt denn nun jm bei dir drin? Alle 12? Und wie läuft es im zweiten Fach?

    Dass alle 12 Std doppelt besetzt sind, wäre bei uns nicht möglich, selbst wenn es gewünscht wäre. Deine Schule bekommt ja auch deine Stunden angerechnet im Budget der Unterrichtsstunden/Lehrerstellenzuweisung.

    Hallo Gartenfreundin,

    der Ablauf des Refs unterscheidet sich ja sehr von BL zu BL, deshalb habe ich zunächst noch ein paar Fragen zur Klärung:

    Wie kommt es dazu, dass deine Klassen an einem Gym ständig wechseln?

    Wie viele Stunden unterrichtest du selbstständig? Wenn du z.B. 12 Std unterrichtest, ist dann bei allen 12 Std. ein weiterer Lehrer in der Klasse und sitzt hinten?

    Wie sieht es in deinem zweiten Fach aus?

    Was bedeutet für euch "Stoffverteilungsplan" und ist dieser verbindlich in einer VO etc. vorgeschrieben?

    Liebe Grüße

    Mal eine doofe aber ernsthafte Frage: Was würdest Du denn machen, wenn Du in einem Betrieb arbeitest, wo du nicht so einfach fehlen kannst und dein Kind nicht mitnehmen kann? Köchin im Restaurant, Anwalt mit Gerichtstermin, Bäckermeister(in), die alleine in der Backstube ist, Ärztin im Notdienst ....

    In vielen Fällen ganz einfach: Urlaub nehmen! Und was auch nicht zu unterschätzen ist: es macht einen Unterschied, ob ich eine Betreuung ab 8.30/9.00 extern organisieren kann oder wie bei uns morgens um 6 Uhr. Um diese Uhrzeit erreiche ich nämlich nur schwierig jm, der an dem Tag evtl Zeit hätte mein Kind zu betreuen.

    Wenn ich Eltern telefonisch nicht erreichen konnte - oder auf Briefe und Einladungen keine Reaktion erfolgt ist, ging der Berg eben zum Propheten.

    An sich finde ich es wirklich toll, wie sehr du dich da reingehängt hast. Aber ich persönlich wüsste gar nicht, wie ich auch noch Hausbesuche zeitlich schaffen sollte (von der zusätzlichen durchaus gefährlichen Situation mal abgesehen). Bei mindestens 1/3 unserer Schüler aus diesen Schulformen kommt keinerlei Reaktion von zu Hause auf Anrufe, Briefe etc.

    Aber: wie extrem kann Wetter sein, wenn es Kinder bis in die Notbetreuung schaffen? Deren Eltern kommen ja auch zur Arbeit.

    Nunja, weil das Einzugsgebiet entscheidend sein kann. Wohnt man nahe an einer Hauptstraße, wird dort meist schnell geräumt. Wohnt man hingegen in einer Nebenstraße, etwas außerhalb und/oder sogar noch an einem Hang etc., kann es schon sein, dass man nicht weg kommt.

    Weil wir , bzw. zumindest für meine Schule ist es so, einfach viel zu oft solche Zusatztermine haben, die aber auch individuell sind, weil sie vom Unterrichtseinsatz abhängig sind. Während der/die eine an drei Nachmittagen Zeugniskonferenzen hat, weil er/sie in vielen Schulformen eingesetzt wird, muss der/die nächste nur an einem Tag ran.

    Ungeklärt bleibt weiterhin, wie Tagesexkursionen durchgeführt werden sollten (auch die über 10 Std!), Klassenfahrten innerhalb der vorgeschriebenen Arbeitszeit stattfinden sollen oder die Prüfungsphasen gestaltet werden sollten, wenn man nicht mehr vorarbeiten kann (wie aktuell und dadurch die erhöhte Anzahl an freien Tagen=Ferien zustande kommt)

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