Da ich direkt gefragt wurde: Ich weiß nicht, wie es hier in der Vergangenheit war. Aktuell sitzen hier im Stadtrat/entsprechenden Ausschüssen tatsächlich eher Männer (SPD mehr als CDU), allerdings meist mittleren Alters. Sie bemühen sich auch um bessere Kita-Zeiten, es mangelt aber vor allem an einem: Personal! Es kann aber trotzdem durchaus sein, dass Chili dennoch Recht hat, denn ein derart eklatanter Mangel an Betreuungsplätzen baut sich nicht spontan auf, sondern ist auch den vergangenen Zeiten geschuldet.
Da es ein einklagbares Recht gibt UND es zur Zeit sogar oft keine großen Probleme mehr gibt (nur hat man nicht Kita-Wahl oder Tagesmutter/Kita-Wahl), dann ist (2026!) die Betreuung nicht mehr das Problem.
Auch wir hatten schon ein Recht darauf, dennoch bekamen wir erst 6 Monate später als eigentlich ein Anrecht da war einen Platz zugewiesen. Begründung: Recht ja, aber wenn die Stadt/Kommune alles getan hat, was geht und dennoch keine Plätze da sind, dann ist es halt so. Dies hat uns auch ein Anwalt damals bestätigt.
Ein Kitaplatz (wie tw in der Stadt hier) von 7.30 - 12 Uhr ist eine pädagogische Einrichtung, die nahezu jede Erwerbstätigkeit eines Elternteils ausschließt. Es ist schön, wenn man dieses Konzept leben möchte, aber wenn man notgedrungen zu Hause bleiben muss, wird es ärgerlich.
Im Zweifel werden die arbeitenden Eltern leicht weiter fahren,
Wie gesagt, bei uns damals (und so ist es heute laut Kollegen und Bekannten immer noch) gab es keine Wahl, du musstest die Kita nehmen, die dir gesagt wurde, sonst wäre der nächste auf der Warteliste dran gekommen.
Ich meinte: wenn ein Paar, bei dem beide Partner arbeiten und Steuern zahlen, eine Betreuung benötigt und dann aus sozialen Gründen keinen Platz bekommt, während Kinder von Leuten, die ganztätig zu Hause sind, aufgenommen werden, dann läuft doch was falsch.
Ja, das war auch ein echter Schlag ins Gesicht. Zumal es u.a. bei uns Lehrern ja auch wirklich schwierig ist mit "ich verlängere mal eben die Elternzeit, bis ich einen Platz habe und komme dann spontan wieder, wenn es einen Platz gibt"
Das Betreuungsproblem zieht sich übrigens hier auch in die GS fort. Wir hatten das erste 1/4 Jahr auch keinen Platz und mussten extrem organisieren (trotz dass ich auf 50% runter bin). Nun habe ich fast schon Angst davor, dass ab nächstem SJ die Erstklässler Anrecht auf einen Platz haben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir rausgekickt werden, weil zuerst die ganz Kleinen ein Recht auf Betreuung haben und wir noch nicht.