Beiträge von Meerschwein Nele

    Ich finde das sehr interessant und lerne gerne, daher ein Vorschlag: lass uns doch künftig an deinem Wissen teilhaben.

    Mache ich regelmäßg, wenn sich die Gelegenheit gibt. Des öfteren nennt man mich deshalb "arrogant". Bin ich aber gewohnt - auch in der Schule ist Bildung außerhalb des vorgegebenen Curriculums nicht sonderlich geschätzt, sieht man ja auch hier.

    Was mich erschreckt, ist die sprachliche Verarmung, die ich in den letzten Jahren verstärkt beobachte:

    Interessant. Als ich noch an der Uni Proseminare gegeben habe, habe ich so oft das Geheule gehört, dass historische Texte aus dem 18. und 19. Jh. so "schwierig" seien, weil man ja mit so vielen unbekannten Worten zu tun habe.


    Das sind die Lehrer von heute. Aber über die nachfolgende Generation kann man sich natürlich leicht lustig machen, wenn man die Bildungsdefizite seiner eigenen Anfängerzeit vergisst...

    Siehe weiter oben: man geht hin zu möglichst geschlossenen, nachvollziehbaren Gruppen. Deshalb ist der Klassenraum okay. Auf dem Schulhof und im Gebäude besteht die Gefahr, dass die Gruppen sich mischen. Deshalb da MNS.


    kl. gr. frosch

    Sicherheit auf dem Papier: der Mundschutz erhöht die statistische Wahrscheinlichkeit, einer Infektion zu entgehen. Der Verzicht auf wirksamen Schutz im Klassenraum erhöht die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung. In Kombination verringert das die Möglichkeit, Infektionswege nachzuvollziehen. Reine Vermutungen werden erzeugt.

    Der sicherere Weg wäre, Mundschutz auf dem Hof wie im Klassenraum vorzuschreiben und die Meldung auf die gesamte Schulpopulation auszudehnen. Aber das ist natürlich mit dem politischen Willen von "wir haben doch Normalität!!!111einself" nicht zu vereinbaren.

    Ey, ich schreibe gleich ans Dr. Sommer-Team, da gab's auch nie gehaltvolle Antworten, aber wenigstens Mitgefühl!

    Wenn für dich nur Antworten "gehaltvoll" sind, die deine Meinung bestätigen, dann kann man natürlich wenig tun. Was du jedenfalls demonstrierst, ist, dass du das Prinzip des Sprachwandels und die Dynamik von Registern, auch, was Grammatikverwendung angeht, nicht verstanden hast.

    Interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang die englische Sprachgeschichte, an der man gut nachvollziehen kann, wie eine sich verändernde Morphologie, d.h. der zunehmende Wegfall der Suffixe, zu deutlicher Veränderung der Syntax führen. Das ist das, was man z.Zt. auch im Deutschen beobachten kann. Das verschwindende Genitiv-Attribut (Genitivobjekte sind, außer in fossilisierten Redewendungen, schon seit Jahrzehnten weitgehend verschwunden) ist Folge einer allgemeinen Entwicklung, nicht ein Sonderfall.

    Daran gibt es wenig zu bedauern.

    Würdest du denn leidenschaftslos zustimmen und beschreibend festhalten, dass wir irgendwann unsere Schüler Sätze wie "Wir lernen an jeden Schultag" lehren werden? :hammer:

    Deutschunterricht wiederum basiert zwar u.a. auf Linguistik, ist aber keine Linguistik.

    In der Linguistik gibt es zwei Sichtweisen auf die Sprache: Präskripitivismus (verkürzt: man stellt Regeln auf, die vorschreiben, wie man Sprache richtig zu verwenden hat) und Deskriptivismus (verkürzt: man beobachtet und beschreibt leidenschaftslos,

    In der Sprachwissenschaft gibt es keinen "Präskriptivismus". Linguistik ist per definitionem deskriptiv.

    In NRW ist die Regelung sehr vernünftig. Erst- und Zweitgutachter machen eine Beurteilung, die arithmetisch verrexchnet wird. Ist die Differenz zu groß, wird ein Drittgutachter bestellt. Es gibt keine Notwendigkeit, sich irgendwie "zu einigen" (warum auch?) oder überhaupt miteinander zu reden. Was sollte ohnehin dabei rauskommen?

    ...ist die Entwicklung der deutschen Grammatik.

    Ich fühle mich von der Entwicklung der deutschen Grammatik über das letzte Jahrtausend genau so wenig bedroht wie von der Entwicklung der französichen, englischen, spanischen, russischen, serbokroatischen etc. pp.

    Aber vielleicht verstehe ich einach nur zu viel von Linguistik, um diese Ängste zu teilen.

    Für mich gibt es da auch noch ein paar ganz praktische Fragen:

    • Wo wird dieses Dienst-Ipad eigentlich aufgeladen und wann?
    • Hat das Dienstgerät eine Transporttasche?
    • Gibt es für jeden eine Steckdose im Lehrerzimmer?

    Sorry, aber diese Fragen sind einfach nur kindisch.

    Das Verb promovieren kann sowohl transitiv [etc.]

    Interessanterweise sind diese feineren semantischen und grammatischen Fragen oft in erster Linie vornemlich für die Leute relevant, die den Titel nicht für sich ermurkst haben. :D

    Geh erst mal durch dein Studium durch, am Ende wirst du dann eine bessere Einschätzung haben, ob du akademisch weiterarbeiten willst oder nicht. Denn darum geht es bei der Promotion, nicht um den Titel.

    Der moderne Beamer hat ne geschätze 1024 x 768- Maximalauflösung.

    Dann ist er nicht modern.

    Die modernen Pcs sind jetzt große Tower mit einem Pentium Prozessor und 4GB Arbeitsspeicher 0o?

    Die sind auch nicht modern.

    Du kannst nicht moderne Ansprüche an schon vor ca. 10 Jahren veraltete Geräte richten. Dein Zorn sollte sich an die Menschen richten, die die Geräte beschafft haben.

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