Beiträge von plattyplus

    Buchhalter sind Griffelspitzer. Ein Buchhalter-Griffelspitzer-Staat kann ja nicht das Ziel sein.

    Also ist ein Schuldenstaat, der dann am Ende komplett handlungsunfähig ist, das Ziel? Nur mal zur Info: Wir haben keine eigene Währung mehr, können also nicht nach Belieben die Schulden weginflationieren oder gar eine Währungsreform durchführen, wenn es gar zu heftig wird.

    Es geht darum, wo man Prioritäten setzt. Ganz einfache Lösung. Bürgergeld kürzen, Kindergeld zu Gunsten von höheren Zuschüssen an Schulen und Kindergärten kürzen, usw. Ist natürlich politisch nicht gewollt. Aber dann kann nicht sagen, wir haben kein Geld um wichtige Projekte zu finanzieren.

    Also ich wäre dafür! Hier an der Realschule bekommen die Fünftklässler als "Willkommensgeschenk" eine Komplettausstattung, also Helfte, Schnellhefter, Stifte, ...
    Warum kann man so eine Materialausgabe inkl. Ausgabe der Bücher nicht für alle Klassen einführen? Das wäre dann auch wirklich unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dafür dürften sie dann auch gerne das Kindergeld kürzen. Damit wäre dann auch das Problem beseitigt, daß die Geringverdiener in unserem Staat die Dummen sind. Ich habe es ja selber im letzten Jahr gesehen, als es auf einmal von der Schule hieß, daß für jedes Kind ein iPad (ganz bestimmtes aktuelles Modell) anzuschaffen ist. Inkl. dringend empfohlener Schutzhülle waren das dann schnell 700,- €, mal so eben nebenbei. Was mich da auf die Palme gebracht hat: Die Sozialhilfeempfänger gehen zum Amt und bekommen das Gerät bezahlt. Die, die wenig mehr als den Sozialhilfesatz verdienen, müssen das voll bezahlen, so daß sie dann am Ende des Monats doch wieder schlechter gestellt sind als der Bürgergeldempfänger.

    Die Anreize in unserer Gesellschaft sind total falsch.

    Hier geht es nicht um Peanuts, sondern um Milliarden.

    Genau, hier geht es um Milliarden! Hier geht es um Milliarden, die wir nicht haben und, wenn man ehrlich ist, auch nie hatten. Durch die Möglichkeit der Schattenhaushalte wurde das Finanzloch nur einfach über Jahre zugeschüttet und nun ist halt "Game Over!"

    Ich denke, daß sich der Staat aktuell mal ganz dringend überlegen sollte welche Aufgaben er hat und auf diese Aufgaben sollte er sich fokussieren. Der Rest ist erst einmal überflüssig... und ja, so eine Wiese in Ravensburg hätte ich schon vorher ins Schwarzbuch der Steuerverschwendung aufgenommen, genauso wie die Hilfen Deutschlands für die Hamas im Gaza-Streifen von 200 Mio. € jährlich.

    Dieses Jahr wurden mehr als 20 MRD an Hilfen für die Ukraine gezahlt, die eigene Verteidigungsfähigkeit muss schnellstmöglich wiederhergestellt werden (da hatte sich die Vorgängerregierung einen schlanken Fuß gemacht und Wohltaten verteilt. Die Ausgaben für Bürgergeld sind explodiert - um ukrainische und türkische Flüchtlinge (ja- unglaublich, aber wahr) nicht verhungern zu lassen und die Abhängigkeit von Lieferketten nach China muss abgebaut werden - das sollten die blockierten "just-in-time"- Lieferungen deutlich gemacht haben, die durch "out-of-time" dazu geführt hatten, dass in Deutschland die Bänder still standen.

    Geht es auch mit etwas weniger Theatralik? Bei dem Bürgergeld geht es nicht ums Verhungern oder Erfrieren. Das Bürgergeld ist weitaus mehr als das. Wenn es wirklich darum gehen würde, würde ich jedem Flüchtling staatlicherseits die gleiche Behandlung zumuten, die der Staat auch jedem Wehrpflichtigen zugemutet hat, also konkret: 6-Mann Stube inkl. Verpflegung nach Plan (nicht nach Wunsch) und bei Arbeitseinsatz noch ein Sold von aktuell 11,41 € pro Tag.

    Und ja, auch wenn Du jetzt auf die CDU eindrischst und die SPD in den höchsten Tönen lobst, finde ich es richtig was Friedrich Merz gemacht hat. Wir können nicht ausufernde Schulden in Schattenhaushalten verstecken. Das widerspricht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung!

    Knapp drei Millionen Tonnen Stahl für eine politische Idee sind schon eine Hausnummer.

    Der Kampfpanzer Leopard II wiegt 62 t. Die Stahlmenge der Mauer entspricht dem Gewicht von knapp 48.387 Leopard-Panzern.

    … oder von ca. 10-12 Containerschiffen.

    Falls die Pfeiler nicht aus massivem Stshl bestehen sondern nur aus 1cm dicken Stahlplatten, die mit Beton ausgegossen wurden, entsprechend weniger.

    Persönlich sehe ich auch nicht der Unterschied, ob ich mit dem Auto an den Grenzübergang fahre und dann einfach so weit vorfahre, dass ich auf deutschen Gebiet bin oder ob ich das Gebiet per Flugzeug oder Schiff erreiche.

    Dir ist aber schon klar, dass jeder souveräne Staat das Recht hat allen Menschen, die nicht die Staatsbürgerschaft dieses Staates haben, die Einreise zu verweigern? Wenn also die Einreisekontrolle 10m hinter der Grenzlinie geschieht, gibt das dir noch lange nicht das Recht einzureisen. Da an den Landgrenzen offensichtlich ist, dass du aus einem sicheren Drittland kommst, braucht ein etwaiger Asylantrag gar nicht erst angenommen zu werden. Dir steht es selbstverständlich frei nach der verweigerten Einreise an dieser Grenze in das Land zurückzukehren, aus dem du gekommen bist.

    Klar haben wir überall auch eine Grüne Grenze und diese mit Schießbefehl a la DDR zu überwachen wäre auch nicht wünschenswert. Entsprechend könnten Schlepper die Migranten auch über diese Grenze bringen. Australien, Neuseeland und Kanada haben da ein recht probates Mittel, um solche Schleusungen zu unterbinden. Asylanträge können dort nur bei der Einreise an See- oder Flughäfen gestellt werden. Anträge aus dem Inland heraus sind nicht möglich. Es würde also gar keinen Sinn machen jemanden in diese Länder zu schleusen, weil man aus dem Land heraus keine Chance auf jedwede Anerkennung oder auch nur auf die Ausstellung eines Visums hat.

    Diese Tatsache würde ich dann auch in den entsprechenden Ländern, aus denen die Migranten kommen, über die Medien verbreiten: „Fallt nicht auf die Versprechungen der Schleuser herein, denn so werdet ihr nie eine Chance haben nach Deutschland zu kommen.“

    Aber was sollen wir jetzt machen? Die Bedingungen so weit verschlechtern, dass sie lieber in Polen oder Italien bleiben?

    Wie wäre es damit die Asylsuchenden bei der Grenzkontrolle einfach abzuweisen und den Asylantrag gar nicht erst anzunehmen, da sie sich bereits in einem sicheren Drittland befinden?

    https://amp.focus.de/politik/deutsc…_253230409.html

    Eigentlich können Asylanträge dann nur an deutschen Flug- oder Seehäfen gestellt werden, wenn die Asylsuchenden dann direkt aus den entsprechenden Staaten einreisen.

    Wenn Du schreibst, dass Du das so oder so kennst, dann wäre es hilfreich, die Quelle zu kennen bzw. die rechtlich verbindliche Vorgabe - und sei es auch nur ein FK-Beschluss, wobei ich mir da gar nicht sicher wäre, ob eine solche Kategorisierung nicht ein ganz erheblicher und damit unzulässiger Eingriff in die Ermessensspielräume bei der Leistungsbewertung wäre.

    Als Quelle könnte ich jetzt zahlreiche Klausuren aus meiner eigenen Schulzeit insb. im Fach Englisch rausholen, die genau mit der Begründung abgewertet wurden. Also Orthographie der Vokabeln 6, Inhalt 1, sprachliche Ausdrucksweise 2, in Summe wegen der Sperrklausel Note 5.

    Im konkreten Fall einer Legasthenie fällt der Notenschutz fast nicht ins Gewicht, weil die Rechtschreibung nur einen verschwindend geringen Teil der Prüfungsleistung ausmacht. Die viel erheblicheren Prüfungsleistungen bleiben davon unberührt.

    Ist das heute so?

    Ich kenne es aus dem Deutsch- und Englischunterricht so, daß bei Orthographie 6 das Gesamtergebnis der Klausur maximal 5 sein kann, selbst wenn der Inhalt 1 ist. Da gab es einen Sperrvermerk. Ab Orthographie 5 (oder besser) wurden die Teilleistungen dann prozentual verrechnet, so dass es nicht mehr wirklich ins Gewicht fiel.

    Da fällt der Notenschutz, wenn mit einer 6 zu rechnen ist, schon ganz wesentlich ins Gewicht.

    Nicht repräsentative Anekdote am Rande:

    Wir hatten einen anderen sehr guten Schüler, der völlig problemlos durch Unter- und Mittelstufe kam und dann plötzlich ein Attest bzgl. LRS hatte. In BW ist ein Attest kein Freifahrtschein für einen Nachteilsausgleich, sondern es ist am Ende dennoch eine pädagogische Entscheidung, in der aber extrem schwierig gegen attestierte und im Attest vorgeschlagene Zeitverlängerung zu argumentieren ist.
    Der Schüler hat am Ende jeweils Zeitverlängerung im Abitur bekommen und sprachlich einwandfreie Texte abgeliefert.

    Ich hätte ihn vor die Wahl gestellt:

    „Du hast eine attestierte LRS, kannst also eine Schreibzeitverlängerung bekommen, aber diese Sonderbehandlung wird dann selbstverständlich auf dem Abiturzeugnis vermerkt. Oder du schreibst unter den normalen Bedingungen mit und es erscheint entsprechend kein Vermerkt auf dem Zeugnis. So, jetzt kannst du bzw. deine Eltern entscheiden.“

    Und wo machst du da die Grenze? Wenn das für eine Arbeitgeber wichtig ist (was maximal bei einem Ausbildungsplatz zum Tragen kommt, danach sind Schulzeugnisse völlig wurscht), welche Beeinträchtigungen werden denn aufgeführt?

    Es sollen keine Beeinträchtigungen aufs Zeugnis. Aber alle Vergünstigungen, die dem Schüler zuteil wurden, also sämtliche Nichtbewertungen, Schreibzeitverlängerungen etc. müssen ausgewiesen werden.

    Ich finde es schwierig, die Balance zwischen den Rechten Benachteiligter und den Interessen von Arbeitgebern zu finden.

    Ich sehe da noch als dritte Partei die „normalen“ Schüler/Absolventen, die nicht übervorteilt werden dürfen. Die Grenze zwischen einer gewissen Tolpatschigkeit und einer spastischen Lähmung ist ja fließend, ebenso wie die Grenze zwischen einem schlecht Haupt- und einem guten Förderschüler fließend ist. Am Ende hat aber der Förderschüler dank Inklusion und diverser Nachteilsausgleiche und Nichtbewertungen ein Abitur in der Tasche, auf dem dies alles nicht einmal vermerkt ist, wohingegen der „normale“ Schüler nur ein schlechtes Hauptschulzeugnis vorweisen kann. Ist das etwa gegenüber dem Hauptschüler gerecht? Ich denke nicht!

    Gewiß spitze ich die Problemstellung jetzt extrem zu, dies soll jedoch rein der Veranschaulichung des Problems dienen.

    Ich bin schockiert, dass solche Gedanken heute noch geäußert werden.

    Du bist schockiert von der Tatsache, daß wir mit unserer Notengebung eine Selektionsfunktion haben und über Lebenswege entscheiden? Werd mal Realist!

    Aufgrund dieser Selektionsfunktion sehe ich den Lehrerberuf eher bei den Beamten als bei den Angestellten, eben weil diese Selektion bei der Vergabe von Abschlüssen dann eben doch ein hoheitlicher Verwaltungsakt ist.

    Welche Relevanz soll denn das defizitäre Schreiben in der Wirtschaft mit Blick auf Programme zur Textverarbeitung mit entsprechenden automatischen Korrekturmechanismen und die Möglichkeit zur Nutzung von KI zur Ausformulierung noch haben?

    Und was ist, wenn die Person mit einem solchen Abitur dann in den Schuldienst geht in Deutsch oder Englisch? Dann kommt man erst durchs Studium und wird ganz am Ende im Referendariat rausgekegelt, weil die Orthographie der Tafelbilder nicht hinreichend ist.

    Nein, das darf der Arbeitgeber eben nicht einfach wissen, denn damit wird durch die Hintertür eben doch zwangsweise eine Behinderung offengelegt. Ich weiß sehr genau was es bedeutet, wenn man in der Arbeitswelt plötzlich nur noch nach diesem Label beurteilt und infolge dessen und ganz unabhängig von den eigenen Leistungen aussortiert wird. Ich habe meine Behinderung trotzdem offengelegt bei Bewerbungen, verstehe aber jeden und jede, der/ die das nicht direkt machen möchte, denn der Berg an Vorurteilen, dem man begegnet ist gewaltig.

    Wenn ich das nicht offenlegen will, muß ich mich im Umkehrschluß aber auch an den normalen Maßstäben messen lassen und auf eine Sonderbehandlung verzichten. „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß“ funktioniert nicht!

    Und ja, ich weiß auch wovon ich rede. Hab selber als Schüler im Sportunterricht reihenweise 5er kassiert dank spastischer Lähmung. Meine Eltern waren aber der Auffassung: „Neid muß man sich erarbeiten, Mitleid kriegt man geschenkt!“ Entsprechend gab es keinen Nachteilsausgleich in Sport.

    Getreu dem Motto habe ich später bei der Musterung meine Behinderung verschwiegen, wurde dank 15 Jahren Krankengymnastik, Stotterschule, … sogar tauglich gemustert, wurde eingezogen und habe später mit der Bescheinigung über den abgeleisteten Wehrdienst meinen Behindertenausweis wegen nachgewiesener Gesundheit zurückgegeben.

    Aber dann wurde daraus eine tolle Einnahmequelle für die Industrielandwirtschaft gemacht, die gewaltige Umweltschäden (Vermaisung ganzer Landstriche) verursachte.

    Wobei der intensive Maisanbau auch darin begründet liegt, daß diese Pflanze auch mit extremen Düngermengen noch halbwegs klarkommt. Da wird die niederländische Gülle noch nach Deutschland rübergekarrt und hier auf den Maisfeldern verklappt.

    Bei mir geht es um den „Heimaturlaub“ und darum, daß ihre Familie dort in Afghanistan bereits eine Frau für sie ausgesucht haben, die sie ehelichen und dann nach Deutschland mitnehmen sollen.

    Für Mädchen gibt es da Anlaufstellen, wenn es darum geht, daß ihre zumeist anatolische Familie sie in den Sommerferien dort mit einem ihnen unbekannten Kerl verheiraten wollen. Aber wohin können sich da männliche Jugendliche wenden?

    Unsere Sozialarbeiterin hat im letzten Schuljahr einen Anfall bekommen, als ihr eine Schülerin von so einer geplanten Hochzeit erzählt hat und dabei erwähnte, daß ihr Papa sehr großzügig sei, da er ihr erlaube zwischen drei Kandidaten, von denen sie nichts weiter hatte als ein kleines Paßbild, zu wählen.

    DAS ist Deutschland im Jahr 2023.

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